Krebs-Kompass-Forum seit 1997

Krebs-Kompass-Forum seit 1997 (https://www.krebs-kompass.de/index.php)
-   Palliativ, Hospiz, Fatigue, Übelkeit & Schmerzen (https://www.krebs-kompass.de/forumdisplay.php?f=50)
-   -   Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=39047)

Monday 19.08.2011 23:00

AW: Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen
 
Ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten. Es ist irgendwie alles ziemlich schwierig, man weiß nicht so recht, wo man anfangen soll :(

Inzwischen haben wir mit einem Hospizdienst gesprochen, soll ambulant neben der organisierten ambulanten Pflege laufen. Beides von der Caritas, machen einen wirklich guten Eindruck! Der Sozialdienst des KH hat uns nicht wirklich weiter geholfen :( wahrscheinlich, weil die Bearbeiterin nun schon zum 3. mal gewechselt wurde (durch die verschiedenen Stationen, auf der mein Vater lag)

Na ja, erstmal soll er nach Hause, momentan muss er noch ausharren, weil er ja nen tollen KH-keim hat :( Danach kommt halt erstmal der ambulante Pflegedienst (bis dahin sind hoffentlich auch alle Hilfsmittel da, lt. Sozialdienst funktioniert dies relativ schnell). Meine Mutter regelt das mit Ihrer Chefin und wir schauen, wie es ambulant funktioniert...

Das ist ja auch alles ne finanzielle Frage, eine Pflegeheim kann man ja kaum in Betracht ziehen, weil der Eigenanteil für uns zu teuer wär... Allerdings hat der Hospizdienst noch einen Berater, der hilft meiner Mutter dann auch und schaut, was sie beantragen kann usw.

Denke, wir sind in der Hinsicht erstmal versorgt. Nun hoffen wir, dass es meinem Paps noch ein bißchen besser geht :(

Vielen lieben Dank und liebe Grüße!

bosko 12.10.2011 17:39

AW: Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen
 
Mein Vater hat seit 9 Wochen die Diagnose Bronchial-Ca mit LK- Befall in der Lunge und einem am Hals.
Er hat bisher 2 palliative Chemos bekommen, die nichts gebracht haben. Der Tumor ist größer geworden und man sieht ganz viele kleine Punkte auf dem CD. Außerdem hatte er maligne Pleuraergüsse (Pleura- Carzinom ist noch nicht diagnostiziert), der Pleuraspalt ist operativ verklebt wurden. Es geht ihm immer schlechter. Seit einigen Jahren hat er auch ein Herzleiden.
Die Ärzte wollen jetzt die Chemo verstärken, wodurch sein Allgemeinzustand sicher nicht besser wird.
Er ist auch psychisch sehr angeschlagen, weint sehr viel. Er hat weiterhin die Hoffnung durch die Chemo gesund zu werden und dann nur noch zur Nachsorge gehen zu müssen. Das sagt er auch den Ärzten. Die Ärzte hüllen sich dann in Schweigen, sagen nur es sei sehr ernst. Welchen Sinn hat noch die Chemo?

Die Klinik hat auch eine Palliativstation, aber bisher hat keiner das meinem Vater angeboten.
Soll man sich da selbst drum kümmern? Ab wann wendet man sich an ein Hospiz?
Ich würde es jetzt schon machen, aber niemand sagt ja meinen Eltern das es eigentlich hoffnungslos ist.
Oder soll ich mich an den psychoonkologischen Dienst wenden?
Ich weiß gar nicht wo mir der Kopf steht, er tut mir nur so leid wenn ich sehe wie er sich quält.

Ulrike2802 14.10.2011 21:06

AW: Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen
 
Hallo bosko,

ich habe vor 9 Wochen meinen Schatz verloren.
Das es so eine Palliativstation gibt, habe ich erst hier im Forum erfahren. Aber im Prinzip lag er auf so einer Station. Ihm konnte nicht mehr geholfen werden und er bekam nur noch Schmerzmittel und wurde künstlich ernährt..über den Port. Aber er bekam alle Aufmerksamkeit die er brauchte.
Am besten ist es, dass du mal mit seinem Arzt sprichst, was nun das beste für ihn wäre.


Lg von Ulrike


Mein Wolfgang
21.02.1944 - 12.08.2011:cry:

Babsi2610 14.10.2011 22:03

AW: Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen
 
Hallo Bosko,

Palliativstation

Dorthin wird man verlegt, wenn akute Beschwerden wie Übelkeit, Schmerzen usw. auftreten. Die Überweisung übernimmt der behandelnde Arzt. Man kann aber auch selber anfragen. Ziel des Aufenthaltes ist die Linderung der Beschwerden und die Entlassung in die Häuslichkeit oder in ein Hospiz.

Hospiz

Im Hospiz wird nur noch eine Befund-orientierte Behandlung durchgeführt. Der Patient muss unheilbar krank sein. Weitere medizinische Behandlungen sind abgeschlossen. Ziel ist es hier, ein würdeviolles Sterben zu ermöglichen. Vor Aufnahme in ein Hospiz sind Antragsunterlagen (beim Hospiz erhältlich) durch den behandelnden Arzt auszufüllen. Die Finanzierung des Aufenthaltes erfolgt durch die Krankenkasse und die Pflegekasse. Eine Pflegestufe ist also erforderlich. Diese muss spätestens zum Zeitpunkt der Antragstellung an das Hospiz beantragt werden und erfolgt in der Regel durch die Sozialarbeiterin des Hospizes

MeaV 29.11.2012 15:47

AW: Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen
 
Als langjähriger Pate des Kinder- und Jugendhospizes Balthasar in Olpe hat sich Christoph Maria Herbst sofort bereit erklärt, auch beim Dreh eines ersten eigenen Werbespots für das Hospiz pro bono dabei zu sein. So ist ein Spot entstanden, der unter die Haut geht, ohne reißerisch zu wirken. Er erzählt die Geschichte von gesunden und kranken Kindern, von ihren Träumen und den ungleich verteilten Möglichkeiten, diese auch zu verwirklichen.
Neben verschiedenen Online-Kanälen wird der Clip bundesweit im Fernsehen, in Kinos und über Fahrgast-TV in Bussen und Bahnen zu sehen sein.
Die Aufmerksamkeit ist überlebenswichtig für das Hospiz, denn die Einrichtung finanziert sich zu 70% nur von Spenden und ist so auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Bitte seht Euch den Spot an unter www.kinderhospiz-balthasar.de oder auf youtube unter http://www.youtube.com/watch?v=PycJ8...1&feature=plcp

Karawane 06.04.2013 12:03

AW: Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen
 
Hallo,
vielleicht kann mir jemand Fragen zu dem folgenden Fall beantworten: Ein Angehöriger ist nach Schlaganfall (vor 1,5 Jahren) und vielen weiteren Komplikationen (Herzinfarkt, mehrere Lungenentzündungen und mehr) im Wachkoma, versorgt durch Sauerstoff und Nahrung/Wasser durch Magensonde.
Er ist noch im Krankenhaus, aber nicht mehr in Behandlung, der Zustand scheint "stabil".
Da er so nicht würde vegetierenwollen, womöglich leiden, möchte ich gerne wissen, welche Möglichkeiten es gibt, der Natur ihren Lauf zu lassen (die Natur oder Gott oder wer immer hat und hätte ihn im letzten Jahr schon mehrmals sterben lassen, was schlimm genug ist).
Wäre hier eine Überführung in eine palliative Behandlung möglich?
Wo kann ich mich informieren?
Was soll ich tun oder unterlassen? (Gerade las ich, wenn jemand ins Heim kommt, könne er nicht mehr ins Hospiz. Warum?) Die Rückkehr in sein früheres Heim ist geplant, falls er die nächsten Tage überlebt.
Danke und viele Grüße
Karawane
Der Arzt im Krankenhaus hatte eine Palliativ-Behandlng nicht als indiziert gesehen, allerdings muss ich sagen, dass fast jeder der wechselnden Ärzte im Krankenhaus etwas anderes sagte, so dass ich mich daran nicht orientieren kann.

mucki53 07.04.2013 00:18

AW: Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen
 
Liebe(r) Karawane,
am besten erkundigst Du Dich bei einem Palliativ-Team in Deiner Nähe, die können Deine Fragen bestimt beantworten.
Für Deinen Angehörigen alles Gute und Euch viel Kraft.

Karawane 07.04.2013 22:10

AW: Hospiz, Palliativmedizin und dergl. Themen
 
Liebe Mucki,
ich danke Dir für den Hinweis,
liebe Grüße
Karawane


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:24 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, vBulletin Solutions, Inc.
Copyright © 1997-2024 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.