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BC IIIa 23.05.2019 00:52

Erfahrungen Remission Stadium IIIa
 
Hallo ihr lieben,
Sollte mein Beitrag hier nicht rein passen sagt bitte Bescheid. Ich habe hier schon einige Zeit unangemeldet mitgelesen und bisher immer antworten gefunden. Nun habe ich zwar gesucht aber bisher noch nicht so richtig das gefunden, was mir hilft.
Meine Frage ist wer von euch oder euren lieben im Stadium IIIa eine vollremission nach Therapie hatte und wie es bei euch so weiter gegangen ist. Natürlich ist mir klar das jeder Mensch und jeder Jens anders ist aber ich würde gerne Erfahrungsberichte hören.
Kurze fallschilderung (wird oft in dem was ich hier so gelesen habe nach gefragt):

In allen Arztbriefen steht Stadium 3a, guter Allgemeinzustand, keine Vorerkrankungen (außer Gicht)

0 ,,komisches Atmen“ und Nachtschweiß deswegen Termin beim FA, dort Röntgen und schon die Verdachtsdiagnose
+1 Woche CT (hochgradiger Verdacht BC rechter Oberlappen plus vergrößerte Lymphknoten)
+2 Wochen später Brocho+ PE aus Tumor und Lymphknoten (NSCLC, lymphknoten nicht betroffen
+3 Wochen PET CT (mehrer Lymphknoten leichten die ,,weitesten“ unterm Schlüsselbein und neben der trachea aber unterhalb von Kehlkopf und Schilddrüse)
+4 Wochen Probenentnahme aus dem LK neben der Trachea (Ergebnis Krebsfrei)
+7 Wochen oberlappen resektion + regionale LKs (Histo 5/8 LK mitbetroffen)
Hochgradiger Verdacht das auch die LKs an Trachea und Subclavia mit betroffen sind, wäre das vorher bekannt gewesen wäre vorher keine OP gemacht worden
5 Wochen Pause zum heilen der OP Wunde,
+12 Wochen erneutes Staging mittels CT, Broncho und HNO Untersuchung keine Fernmetastasen kein Lokalrezidiv aber weiterhin die beiden LKs
Dann 6 Wochen Chemo
Dann 6 Wochen Radiochemo
Dann 6 Wochen Pause und erneutes CT

Jetzt knapp 8 Monate nach dem ersten Termin beim Arzt sieht es nach vi l auf und ab gut aus es ist von einer Komplett bzw. Totalrevision die Rede auf dem CT sind die LKs normal groß und sind ,,knorpelig umgebaut“ und in kleinster weise pathologisch. So weit so gut nichts desto trotzt bleibt ein wenig die Angst wie es im nächsten CT (in 3 Monaten) aussieht hat jemand von euch Erfahrungen damit ? Der onkologe ist eigentlich zuversichtlich da er nicht gedacht hatte das es jetzt so gut aussieht. Die Angst bleibt grade da wir so ein auf und ab (LK betroffen- doch frei - doch betroffen) schon hinter uns haben, da mag man guten Nachrichten schon fast gar nicht mehr trauen...

Vielen Dank

P.S. Ich hoffe der Text ist gut zu lesen und es sind nicht allzu viele Fehler drin, hab den leider vom handy aus schreiben müssen

M aus N 09.07.2019 22:31

AW: Erfahrungen Remission Stadium IIIa
 
Hallo Du,

nachdem dir niemand eine Antwort schreibt, möchte ich dir als ein IIb schreiben und ich wurde damals, ähnlich wie bei dir, in letzter Minute operiert.

Nach über 5 Jahren und 2 anspannenden Verdachtsvorfällen von Neubildungen in der Lunge, die sich -Gott sei Dank- nur als postentzündliche Gebilde dargestellt haben, bin ich krebsfrei. Was für ein Glück!

Wenn bei dir alles gut ist dann freue dich darüber aber die Angst wir dir wahrscheinlich bleiben, diese vergeht, je nach Typ, erst spät, wenn du viele positive Nachsorgen erleben durftest.

Ein guter Freund von mir, der einen Zungenkrebs jetzt schon 15 Jahre überlebt hat, sagt mir immer "der Preis des Überlebens ist die Angst vor jeder Kontrolle"

Bleibe achtsam, höre auf dich, aber freue dich über jeden Tag, den du gesund erleben darfst.

Drücke dir alle Daumen und wenn du näheres Wissen willst, gerne über PN.

Liebe Grüße
Marco

Pet 1968 10.07.2019 05:30

AW: Erfahrungen Remission Stadium IIIa
 
Hallo!

Ich hatte stage IV, mit Metastasen in LK. Keine OP, und bin nun auch Krebsfrei!!!
Die Medizin ist sehr viel besser geworden...also nicht aufgeben!!
Diagnose war vor 4 Jahren!!!

Petra

Elisabeth15 11.07.2019 00:33

AW: Erfahrungen Remission Stadium IIIa
 
Hallo!
Da will ich dir auch mal schreiben und ein wenig Mut machen bzw. Ängste nehmen. Ich selbst hatte Oktober 2011 erstmalig die Lungenkrebsdiagnose, KLEINZELLER -Stadium IV mit Metastasen auf der Leber und in der gesamten Wirbelsäule, Jan. 2013 dann nochmal ein Rezidiv, seitdem ist der Krebs verschwunden - bin also in Remission. Meine ganze Geschichte kannst du hier im Forum unter elisabeth15- Neue Benutzerin - Kleinzelliges Bronchialkarzinom - lesen. An sich ist das für mich -und auch für die Onkologen- auch heute noch unfassbar, dass ich entgegen der ärztlichen Prognose immer noch lebe. ("Sie haben nicht mehr viel Zeit, machen Sie möglichst bald das Nötigste, z.B. Testament", "Ihre Frau wird sterben" - an meinen Mann gerichtet).
Ich würde mir an deiner Stelle nicht so viele Gedanken machen, denn wenn schon die Ärzte von Remission sprechen, klingt das doch ganz gut. Und die Angst vor der Kontrolluntersuchung (bei mir nur noch 1x jährlich) wird wohl irgendwie immer bleiben. Und das ist bei mir nach fast 8 Jahren auch noch so.
Aber ich habe gelernt, im Hier und Heute zu leben, meine geschenkte Lebenszeit zu genießen. Und das solltest du auch tun. Lass dir die schönen Tage nicht von diesem fiesen Krebs kaputt machen, kurbele deine Selbstheilungskräfte durch viel Optimismus an, dann wird schon alles gut werden.
Ich hoffe, dir gelingt es wie mir, dem Krebs aus deinem Körper komplett zu vertreiben.
In diesem Sinne ganz liebe Grüße und die besten Gesundungswünsche,
Elisabeth


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