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  #1  
Alt 21.10.2007, 12:50
murat murat ist offline
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Standard Möge euch meine Geschischte Helfen

DER KREBS UND ICH


Bin der Murat bin 30 Jahre alt, ein lebensfroher Mensch, der versucht immer ein guter Mensch zu sein, denn die Welt ist schlecht genug.

Der Anfang vom Ende

Es fing eigentlich ganz banal an. Hatte Rückenschmerzen und ging zu meinem Orthopäden, der gab mir Tabletten und lies mich eine Woche Ausruhen. Nach der Woche waren die Schmerzen leider immer noch da. Also besuchte ich wieder meinen Orthopäden, der machte leider das Gleiche wieder.
Na ja dachte ich, wenn du schon mal wieder eine Woche zuhause bist, kannst du ja mal den Lymphknoten entfernen lassen der dich seit langem stört. Also ging ich zu meinem Hautarzt, wobei er der Meinung war, ich solle doch bitte erst einen CT von meinem Torax machen lassen. Gesagt getan, der Arzt beim Strahleninstitut sagte, kein Problem der Knoten kann raus aber mit ihrer Leber stimmt was nicht, Sie sollten es ihrem Internisten zeigen. Ich folgte seinem Rat und besuchte am gleichen Tag meinen Internisten. Er sah sich die Sache an und schickte mich zum MRT. Nach den Aufnahmen und zwei Tage Wartezeit, stellte sich heraus dass ich einen Tumor in der Leber habe, in der Größe von 11x 8 cm. Ich recherchierte im Internet und nahm es leider auf die leichte Schulter, weil man wohl von der Leber bis zu 80 % wegschneiden kann und mit 20 % immer noch sehr gut Leben kann, da die Leber noch um ca. 10 bis 15 % nachwachsen würde.

Die Überweisung

Nach Drei tagen kam ich in die Uni-Klinik, nach weitern Tests wie CRT, MRT, Magen-, Darm-, Gallenwege-, Leberspiegelung und Punktion der Leber stellte sich heraus das es ein bösartiger Tumor sei, der auch noch Metastasen also sich auch auf der Leber gestreut hat. Nach einer Knochenszintigrafie stellte sich noch heraus dass ich an der Lendenwirbelsäule und am Becken weitere Tumore habe. Daher also die Rückenschmerzen.

Nach den Tatsachen nimmt man es nicht mehr so auf die leichte Schulter.

Die Langen Nächte fingen an, als würde sich die Welt anders Drehen, als wollte man mir sagen das ist der Dank für deine Menschlichkeit. Wie sagt man so schön „Undank ist der Weltlohn“!

Man ist ganz alleine auf der riesengroßen Welt, nur der Krebs und Ich, Feind oder Freund?! Warum gerade ich mit 29 Jahren ? Der immer versucht hat ein guter Mensch zu sein, nicht der vorzeige Gläubige Moslem, aber ein ganz Liebenswürdiger, Zuvorkommender, Hilfsbereiter Mensch, der seine Frau über alles Liebt, der seine Familie und Freunde ehrt, der jedem hilft wobei er nur kann auch wenn es auf Kosten der Freizeit geht. Der auf der Arbeit und auch im Leben beliebt ist, der als Diplomat genannt wird, zwar ein Abteilungsleiter aber nicht zum Hardliner geborene, der versucht immer das gute im Menschen zu sehen ob Privat oder Geschäftlich.

Die Wahrheit

Nun war es soweit, ich lag in der Klinik, die Nächte ganz allein, mit meinem Zimmergenossen und den Nachtpflegern und den Schwestern. Man macht sich seine Gedanken, was habe ich falsch gemacht, wie ist es soweit gekommen, warum, weshalb und wieso?!

War ich ein schlechter Mensch, war es die Rache Gottes, war es der Alkohol der Missbrauch von Zigaretten, die Langen Partynächte, der Fastfood, das Klima, der Stress, was war es…….

Es nichts von allem, es war nicht der Glaube, die Menschen, die Welt es war einfach die Realität, wo der Körper einfach nur Stopp sagen wollte, bis hierher und nicht weiter.


Die Verordnung

Nach dem ich nun mittlerweile zwei Wochen lang in der Klinik lag und man leider immer noch nicht den Haupttumor gefunden hatte, der das ganze verursacht hat, musste man nun Handeln.

Man verordnete mir eine Chemotherapie in Tablettenform, es nennt sich Xeloda. Man nimmt jeden Tag acht Tabletten a 500 mg zu sich und das zwei Wochen lang. Danach kommt eine Pause von einer Woche, damit sich der Körper etwas erholt. In der dritten Woche bekommt man zu den Tabletten eine Infusion in die Wene die sich Oxadi Platin nennt, alle vier Wochen bekommt man etwas für die Knochen damit sich der Aufbau wieder einstellt.

Ich selbst habe es zwei Wochen sehr gut Vertragen, wobei ich wieder etwas Hoffnung schuf, dass es doch nicht so schlimm ist Krebs zu haben. Doch dann kam die grausame Wahrheit, ich bekam für die Tumore an der Wirbelsäule zusätzlich die Bestrahlungstherapie, a 20 Sitzungen. Die Bestrahlungen an und für sich dauern etwa 20 Sekunden und tun nicht weh. Aber die Nachwirkungen dauern manchmal den ganzen Tag über. Erbrechen, Übelkeit, Schlaflosigkeit und dann wieder der Mut zum Leben, die dann langsam versiegt.

Die Realität

Wenn man bedenkt das ich vor dem allem stolze 92 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,85 cm wog dann vor der Therapie schon auf 80 Kilo runter war und jetzt zusätzlich noch dazu auf 68 Kilo rapide abnahm, ist das ganze erschreckend.
Man mag sich selbst nicht im Spiegel anschauen, das Gesicht ganz mager, die Augenhöhlen ganz tief, Schwarze Augenränder, Vorstehen Augen, Wangenknochen hervorstehend, wie Magersüchtig.
Man ist ganz schlaff, dauermüde, kraftlos, man mag seinen eigenen Körper nicht mehr. Dann noch dazu bis zu 18 Tabletten am Tag, Vitamine, Chemo, Antidepressiva, Calcium, Schlaftabletten, Morphium gegen die Schmerzen und stark schmerzstillendes Pflaster am Rücken. Ohne das ganze ist es leider nicht ertragbar.

Man wird Depressiv, hat viele schlaflose Nächte, verliert den glauben an Gott und das allerschlimmste den Kopf voller Gedanken, die man weder alleine Verarbeiten geschweige denn zuordnen kann.


Der Murat

Geplagt von Heulattacken, Gebete zur Gott das er mich zu sich nehmen soll damit es endlich ein ende hat, aber auch die Hoffnung das man es schafft, weil man eine Wundervolle Frau hat die immer zu einem hält, die dich mit voller Liebe und Vertrauen in ihre Arme nimmt. Das man das Gefühl hat zu Hause zu sein, in der Heimat, am Strand, unter der Sonne, am frischen Wind, am schönsten und wundervollsten Fleck der Welt ganz einfach gesagt im Himmel bei deinem Engel.

Die dir Hoffnung macht, das alles mal irgendwann geschafft ist und wir darüber Lachen werden das alles wie Früher sein wird, mit Freunden, der Familie, mit der Arbeit. Wenn man in Ihre Augen schaut und sich selbst Spiegeln kann, das ihr Lächeln schöner ist als jeder Sonnenuntergang, das Sie meine Kinderliebe ist das wir seit 10 Jahren viele Höhen und Tiefen gemeistert haben, obwohl Sie selbst an Bechterew seit über sechs Jahren leidet aber es nie zeigt das Sie schmerzen hat oder es ihr nicht gut geht damit man sich nicht schlecht fühlt, weil man selbst kaum Kraft hat um sich selbst zu helfen, das Sie sich immer um mich sorgt, Ja dafür Lohnt es sich zu Kämpfen und zu Leben!
Dafür bin ich Ihr sehr Dankbar, Stolz, voller Respekt und verpflichtet den Krebs zu meistern.


Es ist auch sehr schön eine große Familie zu haben und wahre Freunde, die zu einem halten, mit kleinen Geschenken und Gesten, mit Mitgefühl und Sorge, die für immer zu dir Stehen egal was ist, egal was man braucht ob Liebe oder einfach nur ein Lächeln, die dich an das leben bindet, ja so sollte das Leben sein, egal wie schlecht es einem geht, es ist besser als jedes Mittel oder Medikament.
Dafür Danke ich Gott und allen sehr die mich Lieben und zu mir halten.

Die Ärzte, Schwestern und Pfleger

So viel Sorge und Nachsicht, in dem Stress das Sie selbst stecken, es nie einem zeigen und sich um einen Sorgen damit es einem gut geht. Das man keine Schmerzen hat und die richtige Medikation und Pflege kriegt die man braucht. Der einen auch mal zwischen durch nach Hause schickt damit man wenigstens ein paar Nächte zuhaue ist als in der Klinik.

Der Hausarzt und der zuständige Arzt in der Klinik das sind Menschen die es Verdienen aufrecht vor Ihnen zu stehen um sich vor Ihnen zu Verbeugen damit man Ihnen wenigstens zeigen kann wie dankbar man ist das es solche Menschen es noch auf der Welt gibt. Die einen wie den eigenen Bruder behandeln, sich um Ihn Sorgen und alles in Ihrer Macht stehende tun damit es einem besser geht.
Danke und bleiben Sie weiter so Gott möge Sie alle Beschützen.


Das Resultat

Habe die ersten neun Wochen der Chemo hinter mir, nach einer Nachsorgeuntersuchung stellte sich heraus dass der Tumor zurückgeht. Mache die Chemo weiter, vertage es im Moment gut, ich hoffe es bleibt auch weiterhin so.

Habe meine Lebensmut voll und ganz wieder, die Freude am Leben ist zurückgekehrt, der Glaube auch. Kann mittlerweile wieder einigermaßen gut Essen und Trinken, treffe mich oft mit meinen Freunden, versuche Spaziergänge zu machen, das fällt aber leider noch nicht so ganz leicht, aber bin sehr guter Hoffnung, es geht Gott sei Dank wieder Aufwärts.

So das war so ziemlich viel zwar nicht alles aber das meiste was mir auf der Seele brannte und ich nicht darüber Sprechen konnte und es deshalb nieder schrieb. Es hat gut getan.


Mögen alle Menschen auf dieser und jener Welt immer Glücklich und vor allem Gesund sein.

Murat Gündoğdu

Ach kurz noch was, wisst Ihr was mein Name für eine Bedeutung hat:

Murat = sehnlicher Wunsch
Gündoğdu = da wo die Sonne hochgeht

Lasst euch nicht Hängen....
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  #2  
Alt 21.10.2007, 20:37
Norma Norma ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo Murat,

es tat bestimmt sehr gut, alles nieder zu schreiben, nicht wahr?
Das hast du wirklich gut gemacht!

In so jungen Jahren so eine schwere Erkrankung zu haben, ist schlimm.
Eigentlich solltest du mitten im Leben stehen...

Aber nun ist es so, wie es ist und es ist nichts dran zu ändern.

Behalte deinen Optimismus!

Ja, die Krankheit bremst einen aus.
Von jetzt auf gleich raus aus dem Beruf und aus dem Alltag.
Rein in die Krankheit, in Krankenhäuser und Arztpraxen.

Verstehen, was in dir vorgeht, können nur die, die selbst betroffen sind.
Auch wenn sich die Familie rührend um einen kümmert.

Ja, ich weiß, was du in langen Nächten durchgemacht hast; welche Gedanken dich quälten und welche Zweifel an Gott und die Welt hattest.

Es heißt, es gibt bei so einer schlimmen Diagnose verschiedene Verarbeitungsphasen des Gehirns.
Ich kann das nur bestätigen.
Während ich mein inneres Gleichgewicht immer öfter finde, hat mein Mann mit seiner noch recht frischen Diagnose noch viele Probleme damit.

Du befindest dich offensichtlich auf einen recht guten Weg!
Mach weiter so!

Und wenn es dann doch mal wieder Zweifel gibt, dann vergiss nicht:

Immer, wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

In diesem Sinne wünsche ich dir so viele Lichtlein, wie du sie in der jeweiligen Situation gerade brauchst!

Liebe Grüße
Norma
Diagnose Brustkrebs Nov. 2001
Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann (zur Zeit Chemo)
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  #3  
Alt 22.10.2007, 08:34
Sara78 Sara78 ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo Murat,
ich möchte Dir ganz, ganz viel Kraft für die Zukunft senden!

Ich kann zwar nicht genau das nachempfinden, was in Dir vor geht, aber meine Eltern sind auch an Krebs erkrankt.
Mama 1999 Brustkrebs
Papa 2007 Leberkrebs
Aber als Angehöriger kann ich Dir sagen, daß ich mir auch ständig die Frage stelle, warum meine Eltern??? Warum kann der Mann dort hinten in seinem hohen Alter noch Fahrrad fahren und mein Papa mit 65 noch nicht mal mehr alleine aufstehen? Die Welt ist manchmal sehr ungerecht und es ist auch sehr schwer als Angehöriger damit umzugehen. Einerseits kämpft man und auf der anderen Seite kann man nicht mehr. Ich meine nicht meinen Papa zu pflegen, aber er weint viel, weil sein Körper nicht mehr so will, wie er es gern möchte. Es ist schlimm, weil man einfach machtlos ist.
Er spricht nicht sehr viel über seine Krankheit und deshalb finde ich es gut und sehr wichtig, daß Du Deine Gedanken und Gefühle niedergeschrieben hast.
Wie gesagt wünsche ich Dir alles, alles gute für die Zukunft!

Viele Grüße aus Hamburg!
Sara78
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  #4  
Alt 11.11.2007, 08:42
Ulla Krefeld Ulla Krefeld ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Murat, das ist der ergreifenste Bericht, den ich je gelesen habe, seit ich im KK angemeldet bin! So wunderbar, wie Du alles beschreibst zeigt, dass Du wirklich ein sehr gläubiger Mensch bist und ich glaube, jeder der Dich persönlich kennt, kann sehr stolz darauf sein.

Gerne würde ich Deine Geschichte weiter verfolgen. Es wäre sehr schön, wenn Du uns ein Stückchen an Deiner Kraft teilhaben lassen würdest.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles erdenklich Gute, dass Dein MELEK weiter auf Dich achtet.

Liebe Grüsse Ulla
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  #5  
Alt 04.01.2008, 15:46
Andrea1957 Andrea1957 ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo Murat,

bin noch nicht lange hier im Forum und habe erst jetzt deine Geschichte gelesen, obwohl du doch krank bist, bist du so stark...

Ich denke mir auch deine lieb Frau und deine dich liebende Familie geben dir die nötige Kraft zu kämpfen.
Würde auch gerne weiter deine Geschichte lesen, bitte schreibe beim nächsten mal das du den Krebs besiegt hast, das wünsche ich mir.

Liebe Grüße,
Andrea
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  #6  
Alt 04.01.2008, 19:53
Jutta Karin Jutta Karin ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo!

Deine Geschichte treibt einem die Tränen in die Augen.Ich bin nicht viel älter als Du.Das Leben ist manchmal leider sehr ungerecht.

Ich persönlich finde es wunderschön,wie Du von Deiner Frau schreibst.Man kann die innige Liebe zwischen Dir und Ihr richtig spüren.Dieses Glück hat nicht jeder,und es ist toll wie sie zu Dir steht.

Ich wünsche Euch beiden viel viel Glück!!


Lg.Jutta
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  #7  
Alt 13.02.2008, 05:24
murat murat ist offline
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Rotes Gesicht AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo Ihr lieben Menschen,

habe heute festgestellt das dass Leben eine Müllhalde ist. Warum ich das sage, naja wie Ihr wisst leide ich an Leberkrebs, das ist mittlerweile nicht mehr so schlimm wies es sich anhört, weil man dran jeden Tag erinnert wird, sagen wir mal man(n) gewöhnt scih daran.

Zu meiner Geschischte kommt noch mein Schiksal hinzu, die Therapie hat leider nichts gebracht. Das bedeutet das ich bisher ca. 965 Tabletten völlig nutzlos eingenommen habe, leider hat es auch "Vorteile" gehabt habe seit 3-4 monaten ständig Nase- und Zahnfleischbluten und seit Montag eine total sensible Haut, die bei jedem Waschgang egal wo am Körper sich meldet und es wie wahnsinnig anfängt zu Kribbeln, als würde man zwischen 1000 Ameisen hausen.

Habe aber auch meinen Willen und meine Stärke nicht verloren, alles Positiv zu Sehen. Alles was nicht tötet macht uns nur härter.

Informationshalber möchte ich erwähnen das ich zu 100 % Schwerbehindert bin, dies hat das Versorgungsamt NRW am 08.11.07 bestätigt.

Naja das Leben ist zu Kurz um es zu geniessen und leider viel zu Lang um zu Leiden.

Am Montag wird darüber getagt, was man weiterhin mit mir vorhat, eine stärkere Chemo-Therapie wird wohl die Wahl sein, auch das werde ich schaffen, wenn es gottes wille es das wir Menschen leiden und Kämpfen. so möge es sein. Manchmal denke ich das wir für Ihn Legosteinchen sind, womit er gerne rumspielt.

Ich hoffe Ihr lasst euch alle nicht Hängen, es gibt nichts auf der Welt was der Mensch nicht schaffen würde, wenn man von vornehinein sich schön eigesteht, ich werde es nicht schaffen oder ich kann das nicht, dann hat man schon verloren.

Ich weiss das es nicht leicht ist, aber macht es wie ich, lebt so weiter als wäre nichts, macht euch von dem Gedanken frei das Ihr oder eure Verwandten krank sind, Ihr müsst auch keinen bemitleiden, weil Mitleid ist das letzte was uns Menschen weiterhilft.

Was uns weiterhilft und freude macht, ist das Vertrauen, das Mitgefühl, die Lebensfreude die Ihr ausstrahlt, das Lächen und der Humor den Ihr weiterbehalten solltet, einfach uns zu zeigen das Ihr für uns da seit, aber nicht des krankheitswillen, sondern wegen Uns, weil Ihr uns so mögt wie wir sind, als Mensch nicht als Patient.

Ein guter Tipp von mir (hilft unheimlich, besser als jeder Psyschater) schreibt alles nieder, was euch einfällt ob es positive oder negative Gedanken sind, danach lasst Ihr das von einer anderen Person interpretieren und redet dann darüber.

Wenn es sein muss oder wenn Ihr bock drauf habt, gebt euch die Kante, man braucht das manchmal, obwohl ich das als Krebskranker Leberpatient sein lassen solllte.

Ihr braucht vor dem Tod keine Angst zu haben, das ist das Natürlichste auf der Welt, manche gehen früher und manche ganz spät oder manche wolen hier garnicht weg ?! Ich weiss das hört sich banal an oder Ihr denkt jetz bestimmt Oo der ist ja höchst suizid gefährdet :-)

Keine Angst, bestimmt nicht, 1. Weil es nach meinem Glauben Todsünde ist,
2. Wenn unser Lebensstrang zu ende gehen soll, nenne man es Schicksal oder Karma, dann ist es halt so, egal wie alt man ist.

Wenn ihr mal mit mir reden wollt, dann geniert euch nicht mir Persönliche-Mails zu schicken, bin für alles und jeden offen. Egal ob ihr an etwas glaubt oder Athäisten seid, im endeffekt sind wir alle Menschen, mit unseren eigenen fehlern und wundern. mailto: muratg@netcologne.de

Wünsche euch allen alle gute, denkt immer dran, es ist keiner allein auf dieser Welt, auch wenn man sich manchmal so fühlt. Es gibt immer jemanden der an dich denkt und mit dir fühlt. Sei du stark und zeige deine Schwächen, es ist keine Schande, wir sind Menschen keine Maschinen.


Liebe das Leben und die die es verdienen geliebt zu werden....

In diesem Sinne, gehabt euch Wohl, lass die Sorgen Sorgen sein, Morgen wird wieder die Sonne scheinen und eure Liebe auch umarmen und die ins Ohr flüstern, das du der Wunderbarste Mensch auf der Welt bist. dafür lohnt es sich zu Leben.

Cya Freunde

Eine Weissheit, die alle sich Merken sollten, bevor Sie zu Gewalt neigen.

GEWALT IST DIE KAPITULATION DES GEISTES!!!
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  #8  
Alt 13.02.2008, 08:02
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo Murat,

finde Deinen Bericht echt klasse!!!!

Recht hast Du,wenn Du sagst: "Habe meine Willen und auch meine Stärke alles positiv zu sehen,nicht verloren,denn alles was uns nicht umbringt macht uns nur noch stärker".versuche genauso zu denken. Klappt zwar nicht immer,aber so gut wie immer.
Hoffe jetzt aber doch,das Dir die neue Chemo-Medis helfen werden,damit Dein doch herzerfrischender schwarzer Humor erhalten bleibt.

Liebe Grüsse
Elli
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  #9  
Alt 13.02.2008, 10:36
Benutzerbild von ErikaS
ErikaS ErikaS ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo Murat

ich wünsche dir noch viele viele schöne Stunden mit deinen Lieben und das dir und deiner Familie die Kraft nicht ausgeht.
Du hast so eine wunderbare Lebensauffassung, wenn nur alle Menschen so denken würden.
Meine Mama hat wohl das selbe Schicksal wie du, nur das sie sich ihm gleich ergibt. Es ist eben so, so muss man sich abfinden und alle anderen gefälligst auch. Mir fällt es sehr schwer.
Deine Stärke und Auffassung bewundere ich.
Behalte die Liebe im Herzen.

Liebe Grüße ErikaS
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  #10  
Alt 15.02.2008, 00:06
Lexi01 Lexi01 ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Lieber Murat,

Du bist noch so jung und erträgst Dein Schicksal bewundernswert... Ich wünsche Dir alles alles Gute und dass Du Dich nicht unterkriegen lässt, kämpfe weiter ! Leider ist es so, dass herkömmliche Chemos bei Leberkrebs nicht viel bringen, dass hast Du ja jetzt leider selber feststellen müssen. Ich schreibe Dir jetzt hier noch eine Adressen, wo Du Dir noch Rat holen könntest, [url]www.biokrebs-heidelberg.de
Grüße Lexi

Geändert von Lexi01 (15.02.2008 um 11:29 Uhr)
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  #11  
Alt 17.02.2008, 01:04
murat murat ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo Lexi, danke für deine Antwort.

Meine meinung ist zu diesem Thema, lieber das Schicksal ertragen, als dem zu unterliegen. Ich weiss das es manchmal sehr schwer ist über seinen Schatten zu springen, nun, entweder schafft man den Sprung oder man ergibt sich und fällt in Depressionen und Kummer.

Leider habe ich selbst am eigenen leib erfahren dürfen, das es einem in keinster weise hilft, nach 8 Monaten Chemo und sclaflosen nächten, wo man mit sich und seinem Körper alleine ist, das man sich im endeffekt nur selbst helfen kann.

50 % Geist, 50 % Immunsystem, nur wenn man sich geistig fitt hält, wird man auch gesund.

Ich hoffe das es bei jedem so klappt, wie bei mir, das würde vieles bei einigen leichter machen.

Ich dücke jedem die Daumen, egal ob man Schnupfen hat oder wie wir einige Krebs oder eine andere Krankheit hat, vergesst nie, es gibt immer schlimmeres was einer haben könnte.

Ich danke jeden Tag dem Allmächtigem, das ich wenigsten mein Augenlicht habe, um meine angebetete Frau zu sehen und das ich sehr gut höre um Ihre liebliche Stimme jeden Tag auf´s neue zu genießen. Das mir weder Arme noch Beine fehlen um Sie zu Umarmen oder auszuführen. Ach eigentlich fallen mir 1000 Sachen ein, wofür man dankbar sein kann, ich hätte auch, Gott bewahre, in Etopien Leben können, ohne ein Dach über´m Kopf und ohne Essen. Was hätte ich dann gemacht, mit meinem Krebs ?

Werdet mit euch eins, dann werdet Ihr die Welt mit meinen augen Sehen. Das Leben ist wunderbar, mit der Liebe die man hat, mit all den guten freunden und der liebevollen Famiele.

Lass das Schiksal, Schiksal sein, wir können es leider nicht ändern, aber wir können es wenigstens ein bischen beinflussen, in dem wir uns selber Mut machen und Positiv denken, ich Glaube alle im Gaza-Streifen hätten lieber Ihre Ruhe und unseren Schiksal als jeden Tag Krieg zu haben.

Ich hoffe das ich mit meinen worten niemanden verletz habe, es ist nicht für alle einfach damit umzugehen, doch keiner ist allein, wenigstens hat man zur trost sich Selbst.

Wünsche euch allen alles gute und möge euch der jenige Beschützen an dem Ihr Glaubt.

Eurer Murat

P.S.: Ein Trauriger und leider wahrer Spruch zum Schluss:

Frage: Was ist das einzige was euch im Leben nie Verlassen wird, egal was Ihr auch anstellt?

Antwort: Die Einsamkeit
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  #12  
Alt 17.02.2008, 01:31
Lexi01 Lexi01 ist offline
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Lieber Murat,

ich wünsche Dir ganz viel Kraft und lass Dich nicht unterkriegen !!! Du hast richtig erkannt, die Stärkung des Immunsystems ist ganz arg wichtig !!! Glaub an Dich und alles Gute für Dich und Deine Frau.

Lexi
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  #13  
Alt 17.02.2008, 21:47
nermin nermin ist offline
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Hallo
Ich habe mich erst heut registriert,wollt wissen wie es dir geht.wünsch die viel gesundheit.Beneide dich und deine stärke
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  #14  
Alt 27.02.2008, 17:10
sufal sufal ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo,
ich finde es echt super, das ihr so stark seid, ihr alle.
Ich habe vor 1,5 Jahren meine Mama (66) verloren (BK).
Solange sie gelebt hat und ich sie gepflegt habe war alles ok und ich wusste ich muss stark sein, aber als sie ruhig eingeschlafen war (zuhause), stürzte für mich alles ein.
Ich bin jetzt nach fast 2 Jahren grade so langsam aus meinem Tief heraus und dann kommt jetzt die Diagnose von einem guten Freund - Leberkrebs.
Er hat eine Lungenentzündung und auch die Nieren sind entzündet und deshalb muss die erste Chemo verschoben werden.
Meine Grosscousine hat ebenfalls BK.
Deshalb musste ich auch mal wieder hier herum surfen und finde es echt super wie viel Kraft ihr alle habt, auch das Elli noch hier ist freut mich ganz besonders.
Ganz liebe Grüße und weiterhin alles alles Gute und ganz viel super Kraft wünsche ich Euch von Herzen.
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  #15  
Alt 06.03.2008, 11:29
nermin nermin ist offline
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Standard AW: Möge euch meine Geschischte Helfen

Hallo!!

Erstmals bedanke ich mir für die Aufklärung zur Embolisierung!!!

Dies wurde schon durchgeführt,mein Vater hat überhaupt keine Nebenwirkungen gehabt Gott sei Dank!!
Es war der schrecklichste Tag in meinem leben ich werde es nie vergessen.
Als ich in der Früh ins Spital zu ihm kam,und ober sein Bett dieses Schield sah wo Chemo-Embo drauf stand war ich am boden zerstört, weil es ja auch gerade an seinem Geburtstag war.Was noch so weh tut ist immer das ich ihm belügen muss.Papa du hast eine leichte unterfunktion in der leber,deswegen geben sie dir eine Therapie!! Mein Vater versteht nicht gut Deutsch deswegen sorge ich dafür das er über seine Krankheit nicht bescheid weiss.Ich renne hinter jedem Arzt und flehe sie an das sie meinem Vater nichts darüber sagen sollen, bis jetzt habe ich es geschafft das er nichts erfährt. Am 19.März ich die zweite Chemo.

Wie geht es dir eigentlich??
Ich bete jeden Abend für alle Kranke Leute,dass sie wieder gesund werden sollen.(Allah bütün Hastalara sifa versin)

Pass auf dich auf
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