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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Darmspiegelung


12.01.2005, 11:30
Brauche mal wieder euren Rat! Muss am 24.1. zur Darmspiegelung und habe echt Angst davor. Hatte vor 2Jahren Brustkrebs und seit dem ist jeder unklare Befund bei mir mit Ängsten verbunden. Habe schon geraume Zeit gelegentliche Schmerzen im linken Unterbauch. Der Internist meint, die zuerst vermuteten Divertikel könnten es nicht sein. Er geht auch nicht unbedingt von Darmkrebs aus, was man aber nicht immer sicher sagen kann, denke ich. Er tippt auf Verwachsungen (hatte vor sechs Jahren Kaiserschnitt) oder Nahrungsmittelunverträglichkeit. Wenn nur diese Angst vor der Diagnose und der Spiegelung nicht wäre. Wer hat schon mal etwas ähnliches erlebt. Bin 39 Jare alt.

Gruss an alle

Greta

12.01.2005, 11:43
Liebe Greta, meine Mutter, die übermorgen 80 Jahre wird, hatte eine ähnliche Krnakheitsgeschichte. Vor 13 Jahren Brustkrebs, es ist alles gut gegangen, sie bekam Bestrahlung, aber das mit den Ängsten kenne ich noch allzu gut. Vor 3 Jahren dann mit unklaren Bauchschmerzen dann zur Spiegelung (die dritte in 3 Jahren) und dort fand man erst dann auf Höhe des Blinddarms einen Tumor. OP und Chemo hat sie überstanden und lebt auch noch. Zuvor war sie seit über 20 Jahren wegen ständiger Divertikulitis in Behandlung und hat sich auch mit ständigen Beschwerden rumgeplagt. Verwachsungen hatte sie bei bisher 5 Bauchschnitten auch jede Menge.
Nur gab es bei der letzten Krebserkrankung KEINEN Zusammenhang mit Brustkrebs und der Tumor saß dann auch an einer ganz anderen Stelle als da, wo sie immer Schmerzen hatte - nämlich links.
Vor der Spiegelung brauchst du keine Angst zu haben, laß dir eine Schlafspritze geben und du merktst NULL. Klar ist die Angst da vor einer negativen Diagnose, aber es kann doch auch ganz etwas anderes sein und du hast endlich Gewißheit statt ständiger Ängste. Ich hab ständig mit Reizdarm zu tun (auch links) und außerdem immer wieder Blockaden des Iliosakralgelenks, was auch zu Schmerzen in der Leiste führen kann..
Also, geh die Sache an! Je eher du Gewißheit hast, umso besser!!!!!
Liebe Grüße und melde dich doch "hinterher" mal wieder hier.
Beate

kann.....

13.01.2005, 14:09
Hallo,

mein Vater ist in 2004 an Darmkrebs verstorben und ich (41 J.) war vor 4 Monaten auch schon selbst zur Darmspiegelung wegen des familiären Risikos. Hinterher hiess es nur "alles in Ordnung" und ich bekam den Befund für die Hausärztin mit. Darin stand es sei unauffällig, "Sigma mit ganz vereinzelten reizlosen Divertikeln". Ich dachte mir nichts dabei habe nicht mal den Begriff Divertikel nachgeschlagen. Erst als ich hier mitgelesen habe fiel mir dieser Begriff hier wieder auf und ich habe an verschiedenen Stellen nachgelesen und u.a. gefunden dass "eine Gefahr der bösartigen Entwicklung vermutet wird".... jetzt frage ich mich: hätte man mir bei meiner Familiengeschichte nicht empfehlen sollen die Spiegelung alle ??? Jahre zu wiederholen, also dass man es beobachten muss?

Was muss man zu Divertikeln wissen? Ich dachte immer nur man müsste Polypen beabachten, oder ist das das gleiche?

Vielen Dank für Eure Infos.

Kerstin