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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tumormarker CA 19


17.03.2005, 20:50
Hallo,kann mir jemand helfen?
Meiner Mutter wurde letztes Jahr im Januar ein 4 cm großer Tumor am Bauchspeicheldrüsenschwanz entfernt.Nach der Reha bekamm sie im Rahmen der ESPAC Studie ein halbes Jahr Chemo mit Gembitabine.Alle 3 Monate muss sie zur Untersuchung : CT,Blutabnahne usw..Bei der Untersuchung vor 3 Monaten war alles in Ordnung,außer,das der Tumormarker bei 70 war. Der Arzt meinte sie solle sich keine Sorgen machen.Bei der jetzigen Untersuchung war wieder alles unauffällig(CT) aber der CA 19 Wert ist jetzt bei fast 400. Der Arzt meinte wieder sie soll sich keine Sorgen machen,aber in dem schriftlichen Bericht,den sie gestern erhalten hat raten die Ärzte zu einer erneuten Chemo,wenn bei der nächsten Untersuchung in 3 Monaten ein radiologischer Befund vorliegen würde. Der Hausarzt meint,sie würde um die erneute Chemo nicht drumrumkommen.Wie ist dieser CA19 Wert einzuordnen?

17.03.2005, 21:07
Hallo Sina,
wie war denn der CA 19/9 zu Beginn der Erkrankung? Uns haben die Ärzte gesagt, wenn der Tumormarker zu Beginn der Erkrankung in der Norm war und dann im Laufe einer Chemo hochgehe, wäre das nicht sehr aussagekräftig. Deine Mutter hatte jetzt aber länger Chemopause, oder? Beruhigend ist aber doch, dass der CT-Befund in Ordnung ist. Versuch dch mal, den behandelnden Arzt, der den Bericht geschrieben hat, anzusprechen. Du wirst natürlich das Einverständnis deiner Mutter brauchen, um Auskunft zu bekommen.
Ich halt euch die Daumen

17.03.2005, 21:18
Hallo Ute, leider weiß ich nicht wie der Wert am Anfang war.Ich denke aber die ganze Zeit,dass die Ärzte bestimmt keine 3 Monate abwarten würden,wenn sie mit dem Schlimmsten rechnen würden,aber nur bei dem Wort Chemo hatte meine Mutter keine farbe mehr im Gesicht.Ihre erste Chemo war letztes Jahr im November zu Ende.Gerade hat sie angefangen ihre Angst abzulegenund jetzt das.Es ist wahrscheinlich wirklich am besten einen Termin bei diesem Arzt zu vereinbaren.
Vielen Dank

17.03.2005, 21:23
Ein einzelner gemessener CA19-9 Wert hat keine sehr große Aussagekraft. Eine Erhöhung könnte auch von einer Entzündung o.ä herrühren. Ein kontinuierlich ansteigender Tumormarker hingegen ist SEHR bedenklich. Ein Tumormarkeranstieg geht in der Regel einem sichtbaren CT-Befund voraus, denn auf einem CT lassen sich nur Veränderungen ab einer Größe von ca 0,5-1cm ausfindig machen. Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist, diesen Zeitvorteil verstreichen zu lassen.
Gruß,
Heiko

17.03.2005, 21:25
Hi Sina,
wenn du mit dem Arzt geredet hast, meld dich bitte wieder. Hat deine Mutter denn letztes Jahr die Chemo gut vertragen?
Mein Vater hat morgen die 9. Chemo, den 3. Zyklus also rum. Er hat auch Angst, wenn er dann wieder mal Ultraschall gemacht bekommt oder zur CT muss. Er fühlt sich ganz gut und der CA 19/9 war immer in der Norm. Aber da er Metastasen auf der Leber hat, sind wir auch nicht so sehr optimistisch, zumal jetzt noch ein Fettstuhl dazu kommt. Aber immerhin braucht er keine Schmerzmittel und ist außer rund um den Chemotag, wo er sehr müde ist, ganz gut drauf. Natürlich kommt immer wieder mal ein Tief, aber wir kriegen ihn auch wieder raus. Wie ist das mit der Ernährung deiner Mutter?

17.03.2005, 21:35
Hallo Heiko,wie meinst du das? Soll meine Mutter besser gleich Chemo machen und nicht die 3 Monate bis zur nächsten Untersuchung abwarten?
Hallo Ute,meine mutter hat die Chemo bis auf gelegentliche Übelkeit Müdigkeit und einem Gichtanfall wegen erhöhten harnstoffwerten eigentlich gut überstanden,aber ein Spaziergang wars halt nicht,auch vom Kopf her.Essen kann meine Ma was sie will.Sie nimmt aber täglich Pankrol ein,das sind Emzyme.Sonst hat sie Blähungen.

17.03.2005, 23:48
Zumindest solltet ihr vielleicht die Zeit nutzen um euch nach weiteren Therapieoptionen umzusehen. Ich denke da vor allem an mögliche Studien.
Würde man jetzt mit einer neuen Therapie beginnen, könnte man so schon bei der nächsten Tumormarkerkontrolle beurteilen ob es wirkt oder abgebrochen werden sollte (um mit der nächsten Therapielinie weiterzumachen). Andererseits besteht bei dieser Vorgehensweise die Gefahr einer Einschränkung der Lebensqualität, ohne möglicherweise überhaupt etwas auszurichten.In dieser Situation gibt es kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist, zu der getroffenen Entscheidung stehen zu können. Daher muss es letztlich deine Mutter entscheiden.

Charly Dickert
25.03.2005, 14:34
Hallo,

Was mit mir ist steht unter

BSDK mit Lebermetastasen 48 Jahre

Bei mir ist der Tumormarker Ca 19-9 : 7110

Liebe Grüße und Kraft

Charly

karldickert@arcor.de

25.03.2005, 14:47
Hallo Sina!

Mein Papa hat auch BSDK (diagnose 2001) er hatte vor kurzen ein MR und CT und da war nichts auffälliges zu sehen. Er hat einen Tumormarker von 7560!!! Die Ärzte sagen uns wir sollen uns nicht beunruhigen lassen bei manchen Menschen ist dieser Tumormarker nicht aussage kräftig. Erhöht ist sein Tumormarker schon seit über einen JAhr und er hat nie Beschwerden oder Probleme damit gehabt.
Also lass dich nicht fertig machen
ICh wünsche euch alles Gute
lg Lollo