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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwerbehindertenausweis - und nun?


05.07.2002, 18:46
Hallo,

ich habe nach Amputation der linken Brust und Entfernung von 29 Lymphknoten jetzt einen Grad von 60% zugesprochen bekommen. Ohne jegliche Hinweise, wofür das eigentlich gut ist. Was bedeutet dieser Grad z.B. arbeitsrechtlich? Habe ich nun wirklich 5 Jahre Kündigungsschutz? Kann ich unzumutbare Arbeiten ablehnen? Steht mir auch mehr Urlaub zu? Lauter Fragen, auf die ich keine Antwort habe. Kennt sich eine von euch damit aus? Ich wäre dankbar für jeden Tipp.
Liebe Grüße und von Herzen auch Gesundheit wünscht Euch

Marion

05.07.2002, 19:13
Ja, man hat einen besonderen Kündigungsschutz, 5 Tage mehr Urlaub, in vielen Fällen Eintrittermäßigungen z. B. Schwimmbad.
Einen Pauschbetrag kann man bei der Steuer eintragen (Höhe des Betrages hängt von dem GdB an)Sieh mal auf dieser Seite nach:
http://www.inkanet.de/info/sozialrechtlich/schwer.htm
dort kannst du dann auf BM für Arbeit und Sozialordnung klicken, dann auf behinderte Menschen, dann links Ratgeber auf dowmloaden und dann auf die bestimmte Ruplik klicken. Ich denke, dass dort deine Fragen beantwortet werden.
Herzliche Grüße Rena

05.07.2002, 20:42
Hallo Marion,
Rena hat Dir ja schon fast alles mitgeteilt, nur das eine noch: Du kannst eine Dir unzumutbare körperliche Arbeit ablehnen und hast gleichzeitig Anspruch auf weniger schwere körperliche Arbeitstelle innerhalb Deiner Firma. (Falls DU körperlich schwer anpacken musst). Ausserdem habe ich z.B. 6 Tage zusätzl.Beh.- Urlaub (ich glaube, dass ist die REgel).
In grösseren Firmen gibt es auch einen Sozialberater und zumindest eine Sozialberatungstelle, die Du evtl. über die Personalabteilung erfragen kannst. Die können Dir alles genau beschreiben. Solltest Du keine dieser Möglichkeiten in Deiner Firma vorfinden, stehen die Vergünstigungen auch in dem Behinderungsbescheid.
Ich wünsche Dir alles Gute und liebe Gruesse Vero

06.07.2002, 07:27
Hallo Rena und Vero,

vielen Dank! Ihr habt mir sehr geholfen. Ich habe in einer Großküche gearbeitet (große Töpfe und Pfannen, schweres Geschirr - stapelweise- usw.). Das wird nun nicht mehr möglich sein, denke ich. Ich darf ja nicht mehr schwer tragen und heben. Jetzt kann ich meinem Chef wenigstens gut informiert gegenübertreten. Ihr seid klasse! Liebe Grüße

Marion

06.07.2002, 12:57
Hallo Marion,
wenn du mit deiner bisherigen Arbeit nicht mehr klar kommst, ist es das Beste, du wendest dich an das Versorgungsamt. Der für dich zuständige Mitarbeiter hilft dir dann bei deinem Arbeitgeber eine Ersatzarbeit zu erhalten. Dein Arbeitgeber kann auch einige Zuschüsse vom Versorgungsamt für die neue Einarbeitung oder Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes usw. bekommen.
Alles Gute Ingrid G.

08.07.2002, 19:25
Hallo Ingrid,
dankeschön auch für deinen Tipp. Ich denke, das werde ich auch tun. Auf dem Bescheid hat übrigens keine einzige Vergünstigung gestanden, es war auch keine Broschüre dabei, gar nichts. Nur der Ausweis und das wars. Sind alle Ämter so? Gottseidank gibt es auch liebe Menschen, die sich auskennen... DANKE!

Marion

08.07.2002, 19:54
Hallo Marion,
vielleicht findest du auf diesen Seiten noch Infornmationen

http://www.bma.de/download/broschueren/a712.pdf

http://www.integrationsaemter.de/infothek/lexikon.php


herzliche Grüße
rena