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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nierenzellkarzinom, Metastasen, Knochenbefall


12.05.2003, 00:26
Liebe Forum-Leser,

seit März 2003 lese ich eure Beiträge und Schicksalsschilderungen, aber auch eure Tipps. Ziemlich bald fühlte ich mich bei euch emotional gut aufgenommen, obwohl ich noch nie gepostet oder auf den einen oder anderen Beitrag selbst etwas schrieb. Nun wage ich es.

Bis jetzt habe ich mich noch nie mit der Krankheit Krebs in irgend einer Form auseinander setzen müssen. Nun ist meine Mutter (69 J.) von einem bösartigem Nierenzellkarzinom (linke Niere - die rechte wäre nach Aussagen der Ärzte noch o.B.) befallen. Bis diese Diagnose bei ihr gestellt wurde, vergingen einige Monate. Ende Feb. 2003 wurde eine CT bei ihr gemacht, da sie unter ständigem Husten und starkem Gewichtsverlust litt. Man befürchtete TBC. Sie kam in eine Lungenklinik. Dort wurde eine Blutzelluntersuchung gemacht, die auf Krebs wies. Welcher Art, das wollten und konnten die Ärzte noch nicht sagen. Daraufhin kam sie nach 2 Wochen Aufenthalt in der Lungenklinik in das örtliche Krankenhaus. Es folgten Rückenmarksentnahme und der angeschwollenen Halslymphdrüse wurden Gewebeproben entnommen. Da man auch einen evtl. Gebärmutterkrebs nicht ausschließen wollte, nahm man in dieser Zeit auch eine Ausschabung vor. Diese war o.B.

Nach 4 Wochen Krankenhausaufenthalt konnte man ihr diagnostizieren, dass sie wohl Nierenkrebs hätte und schickte sie stationär auf die Urologe in ein anderes Krankenhaus. Bevor man operativ ihr an die Niere gehen konnte, vergingen wieder 2 Wochen. (In der Zwischenzeit war Ostern und der OP-Termin wurde 2 mal verschoben.)

Am 24.04.03 wurde sie dann operiert. Leider zu spät. Man stellte fest, dass nicht nur die Niere, sondern auch die Blutgefäße befallen sind und entschloss sich, die Niere nicht zu entfernen. Die dadurch entstehenden Blutungen wären nicht mehr zu stoppen gewesen.

Seit zwei Monaten litt sie auch zunehmend unter starken Schmerzen im linken Knie. (Die befallene Niere ist jedoch rechts.)Diese Schmerzen machten ihr beim Laufen immer wieder Probleme.

Am letzten Dienstag bekam sie nun die längst befürchtete Diagnose des Arztes: UNHEILBAR KRANK! Keine Hoffnung mehr auf Heilung des Nierenzellkarzinoms. Der Chefarzt schlug vor, eine Immunzelltherapie mit anschließender Chemotherapie zu machen. (Mittlerweile wiegt sie bei einer Größe von 160 cm 50 kg. Vor einem halben Jahr waren es noch 70 kg.)

So wurde sie heute, mit allen Papieren und schriftlich fixiertem Behandlungsverlauf für die nächsten Wochen, entlassen. Der zuständige Hausarzt sollte die Immunzelltherapie vornehmen, der ambulante Urologe sollte eine Überweisung für die Chemotherapie ausstellen und wegen der Schmerzen im Bein sollte eine Cantographie-Untersuchung vorgenommen werden, da auf dem Röntgenbild nicht zu erkennen ist, woher der Schmerz rührt.

Zu Hause ist sie dann heute auch angekommen, jedoch schaffte es sie nicht mehr bis in die Wohnung. Auf der Treppe gab es einen sehr lauten Knack im Hüftgelenk. (Sie ist nicht gestürzt.)

Nun liegt sie wieder im Krankenhaus – dieses Mal mit einem Oberschenkelhalsbruch (linke Seite). Heute Abend wurde versucht, ihr operativ zu helfen. Der Ausgang ist mir leider noch nicht bekannt. Ich wohne 200 km von meinen Eltern entfernt und bin alleinerziehnde Mutter zweier schulpflichtiger Kinder. Am Tel. bekomme ich keine Auskunft.

Meine Befürchtung ist nun die, dass offensichtlich die Knochen vom Krebs auch schon befallen sind.

Mein Frage hier ist nun, hat jemand von euch mit so einem Fortgang der Krankheit schon Erfahrungen. Es sieht ganz danach aus, dass man ihr nun nicht mehr helfen kann. Sie hat fühlbare Metastasen im Bauchbereich (sie fühlen sich an wie harte Geschwülste), sie ist schwach und hat zunehmende Schmerzen im Bein.

Hoffentlich muss sie nicht mehr so viel leiden. Wie ist es euch in einer ähnlichen Situation ergangen? Was kann noch auf sie zukommen?

Für eure ehrlichen Antworten wäre ich euch sehr dankbar.

Ich wünsche euch allen alles Gute. Sobald ich neue Infos habe, melde ich mich wieder.

Liebe Grüße

Doro

13.05.2003, 11:28
Liebe Doro,
Deine Frage berührt mich anders als mancher andere Beitrag hier, denn ich habe selbst eine Tochter Dorothea, die von den meisten Doro genannt wird. Aber sie ist selbst Krankenschwester und würde diese Fragen wahrscheinlich nicht stellen.
Du kannst Dir eine Heilung nicht vorstellen und hoffst, daß Deine Mutter wenigstens nicht leiden muß. Schmerzen müssen nicht sein, überhaupt nicht! Mit Schmerzpflastern, Tabletten, Spritzen und später einer gut eingestellten Schmerzpumpe kann man einen Menschen praktisch schmerzfrei halten. Das wird Dir auch jeder Anästhesist oder Schmerz-Arzt sagen. Vielleicht aber nicht euer Hausarzt.
Trotzdem: Wunder gibt es immer wieder. Ich meine, ihr solltet eine Mistel-Behandlung durchführen. Wenn die Mistel keine Heilung bewirkt, so sagt man ihr doch nach, daß sie die Lebensqualität verbessert.
Ich nehme an, daß Du meine früheren Beiträge unter "Niere raus...Tumor raus..." gelesen hast. Dann wirst Du wissen, daß ich auf die schulmedizinisch einzige Therapie-Möglichkeit verzichtet und mich voll auf "Glaube" und Mistel verlassen habe, mit Erfolg. Auch aus einer eMail aus dem Netz, die ich erst gestern erhielt, weiß ich von einer Patientin, die nach mehreren wenig hilfreichen Chemo-Therapien jetzt mit Mistel endlich einer Besserung entgegengeht. Also, die Mistel KANN durchaus heilen.
Du befürchtest Knochenmetastasen: Nach Deiner Beschreibung sieht es wohl so aus.
Du schreibst von einem Husten: Den hatte ich auch einige Wochen und der kam wahrscheinlich von meinen Lungenmetastasen.
(Übrigens schreibst Du am Anfang, daß die linke Niere befallen ist, später soll es die rechte sein.)
Heilung kann ich euch nicht versprechen, aber ich wünsche sie Deiner Mutter.
Rudolf