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Halvara
13.06.2010, 11:29
Hallo Zusammen,

ich bin weiblich, 46 und bei meinem Lebensgefährten, 55, ist am Freitag Prostatakrebs mit Metastasen am Knochenmark festgestellt worden.
Was Näheres weiß ich nicht, da er beruflich in Speyer war und dort einen Kreislaufzusamenbruch hatte, auf Grund dessen er dort in die Klinik gekommen ist.
Er hatte schon länger Beschwerden, die er aber immer auf seine Herzerkrankung zurückführte.
Jetzt nachdem feststeht, das es Prostatakrebs ist, weiß ich nun auch woher die Beschwerden kamen, da ich so viel wie möglich im Internet recherchiert habe.

Er hatte besonders in der letzten Woche starke Rückenschmerzen und es kamen plötzlich Schmerzen in der Leistengegend hinzu.
Er war in keinester Weise mehr leistungsfähig und müsste sich tagsüber meist mehrere Stunden ausruhen.
Nachts konnte er oft nicht schlafen.

Erst am Dienstag hatte er noch einen Arzttermin und ihm wurde geraten, sich in einer Klinik mindestens eine Woche lang komplett durchchecken zu lassen.
Seine ganzen privaten Umstände derzeit ließen dies aber leider nunmal nicht zu und er hat es vor sich hergeschoben.

Er hatte bereits 2 Herzinfarkte und beim 2. wurden ihm vor 2 Jahren 4 Bypässe gelegt.
Seine Bescherden führte er nun immer darauf zurück und auf den Stress, den er in den letzten Monaten hatte.

Er will mich in Speyer nicht sehen, will Zeit und Ruhe für sich haben.
Mir macht er es damit aber auch nicht leicht.
Ich war jahrelang allein und habe ihn erst Ende April kennengelernt.
Meinen Jahresurlaub habe ich für ihn vorgezogen, um ihm bei einem Umzug in eine neuen Wohnung zu helfen.
Wir wohnen nicht zusammen und ich lebe 130 km von ihm entfernt.
Ich hatte so gehofft den urlaub nachd em Umzug mit ihm genießen zu können und ihn noch näher kennenzulernen und nun das.

Ich weiß nicht, wie er nach der Diagnose nun zu mir stehen wird.
Allein schon mit der Herzerkrankung war es nicht leicht mit ihm.
Einmal war ich soweit, das ich fast den Notarzt gerufen hätte.
Er wollte das aber partout nicht, lieber will er krepieren.
Er hat wahnsinnige Panik vor Krankenhäusern und selbst nach seiner Herz-OP war er nach seinem Erzählen sehr schnell aus der Klinik raus und hat wohl auch keine vollständige Reha mitgemacht.
Mir macht es jetzt wahnsinnige Angst, wie er sich entscheiden wird.
Ich habe die Befürchtung, das er sich von mit trennen wird, da er nicht will, wie Jemand sein leiden miterlebt.
Er will auch keine Pflegefall werden.
So wie ich ihn einschätze nimmt er sich dann eher das Leben.

Ich weiß auch absolut nicht, wie seine Chancen überhaupt stehen, da ich ja keine genaue ärztliche Diagnose kenne.
Da schon Metastasen vorhanden sind, ist es ja wohl ein sehr fortgeschrittenes Stadium.

Für Tipps und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Halvara

frohsinn
13.06.2010, 11:42
Allo Halvara ....erstmal gut das du den Mut gefunden hast hier zu schreiben und auf Hilfe hoffst....
Mein Ehemann ist selbst am Prostatakrebs erkrankt und hat seit 2001 damit zu kämpfen....
Unser Vorteil gegenüber deinem Gefährten ist,daß wir gemeinsam die Sache gehen ...bis zum Schluß,gemeinsam alle Höhen und Tiefen durchmachen.
Aus deinem Bericht aber ist zu lesen ,daß er sich nicht helfen lassen mag ,Angst und Skepsis den Krankenhäusern gegenüber spielt wohl auch eine Rolle....nun wenn er pertu nicht will....dann kannst du es nur so hinnehmen und ihm vielleicht als gute Freundin beistehen,laß ihn dann wissen das du immer für ihn da bist wenn er Hilfe braucht . Ich wünsche dir ganz viel Kraft dabei...alles Gute für euch ,die Frohsinn
Ps; ich schreibe im Prostataforum...vielleicht ist das auch was für dich um dich auszutauschen

Halvara
13.06.2010, 12:21
Danke Frohsinn, dort habe ich ebenfalls schon geschrieben.
Derzeit weiß ich ja noch gar nicht wie er sich überhaupt entscheiden wird.
Ich weiß nur, das er am Montag oder Dienstag nach Hause fahren und dann mit mir reden will.

Ich wünsche mir so sehr, das er mich weiterhin teilhaben lässt und das ich ihn durch Höhen und Tiefen begleiten darf.
Aber ich habe eben gar kein gutes Gefühl dabei, so wie er sich derzeit verhält.

Halvara
14.06.2010, 12:36
Ich habe jetzt schon meinen Lebensgefährten verloren, da er sich auf Grund der Diagnose von mir trennt.
Die von der Klinik wollten, das er direkt in ein Hospiz geht, denn er erlebt angeblich Weihnachten nicht mehr.
Aber in ein Hospiz geht er auf gar keinen Fall.
Er will so lange es geht ohne Morphium leben, das sie ihm wohl in der Klinik gegeben haben.
Sollte es nicht mehr weitergehen, wird er sich umbringen.
Mich haut das jetzt total um, denn das es so krass ist, damit hätte ich nciht gerechnet und für mich wäre es einfacher ich könnte bei ihm sein.

Halvara

CarinaSchatzXx
24.06.2010, 00:01
heey.
also mein name ist carina & ich bin 14 jahre alt...naja...
bei meinem vater wurde ungefair anfang des jahres krebs festgestellt...zungengrundkarzinom oder so :S
und ich hab eigentlich immer positiv gedacht & auch gehofft das es wieder weg geht...er war viel im krankenhaus und ich hab ihn immer seltener gesehen...& jetzt vor kurzem hat mir meine mutter gesagt das die ärzte gesagt haben das es für papa keine hilfe mehr geben wird & er die krankheit nicht überleben wird.Der krebs sei so eigentlich schon weggewesen hat mama gesagt..nur auf der lunge seien wohl metastasen (oder so)...& ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll...mit dem gefühl...zu wissen das papa bald vllt schon nicht mehr da sein könnte :weinen:
kann mir irgendjemand vielleicht helfen?
lg carina ♥

sternchen49
24.06.2010, 18:22
Ich möchte mich gerne als neuer User vorstellen. Bin sternchen49. So heisse ich natürlich nicht, aber wir haben ja allen einen Nick-Name.

Bis Anfang Mai war meine/unsere Welt - wie man sagt - in Ordnung. Mein Mann, den ich (wir sind eine echte Jugendliebe), mit 13 Jahren auf der Schule kennen- und schätzen lernte, ist wie ich - 61 Jahre alt. Wir liessen das mit dem schätzen und wurde ein Liebespaar. Es war einfach wunderbar, und ist auch trotz Höhen und Tiefen, die in jedem langen Leben vorkommen, auch heute noch schön:-)

Nun sind wir inzwischen seit 40 Jahren glücklich verheiratet. Eine schwere, chronische Krankheit, hat uns kinderlos bleiben lassen, eine Tatsache, die uns nie Probleme bereitet hat. Und hat nie etwas gefeht. Klar ist aber auch, dass man dann umso enger miteinander verbunden ist und sich sehr aufeinander fixiert. Solange alles gut ist, ist dass kein Problem. Das wird erst eins, wenn die heile Welt zusammenbricht. Und das tat sie Anfang Mai 2010.

Mein Mann war ständig müde, hatte schon lange schwere Schlafstörungen, seit Jahren Durchfälle, und mir fiel auf, dass er rasant an Gewicht abnahm.
Und dann die ersten Laborwerte: Eine Blutsenkung in schwindelnder Höhe, ein wahnsinnig hoher CRP und Tumormarker (Magen-Darm), die um ein 5-faches höher waren, als die Norm.

Seitdem haben wir eine Diagnostik-Reise begonnen (zunächst ambulant bei den Ärzten udn Instituten), seit 1 1/2 Wochen auch (mit Unterbrechung) stationär in einer renommierten Uniklinik.

Da mein Mann PKV-Patient ist, werden bei ihm auch kostspielige Untersuchungen gemacht, die ich als GKV-Oatient gar nicht gekommen würde. Ich bin sehr froh darüber; keine Frage.

Von Anfang an haben wir fest an eine Krebs-Erkrankung geglaubt, zunächst ein Darm-Karzinom. Endoskopie Magen und Koloskopie Darm waren o. Befund. Und uns schwahnte, dass es dann etwas anderes, Schlimmes sein müsse. Nach diversen CT, MRT und PET war dann klar, dass mein Mann im rechten Leberlappen einen Tumor in der Grösse von 8 x 8 cm beherbergt. Zwischenzeitlich wurde in der Klinik bei Kontrast-Sonographie eine Veränderung an der Bauchspeicheldrüse entdeckt, die auch ein Tumor sein sollte. Oh Glück: Path. Befunde der hiesigen Uni und einer zweiten, beteiligten: Negativ. Es handelt sich um eine sog. "Normvariante". CT-Thorax: o.B. Tumormarker: Bauchspeideldrüse, Protstata, Nieren: alle im Normbereich. Warum TM Magen-Darm, wenn kein Befund? Grosses Rätsel.

Inzwischen: Biopsie der Leber (2 Proben). In den nächsten Tagen grosse Besprechung in der Klinik.

Und das Merkwürdige und noch Unklare für alle Beteiligten ist: Ist der grosse Tumor in der Leber der Primär-Tumor (z.B. wie vermutet wird möglicherweise ein "Adenokarzinom" oder handelt es sich um eine fette Metastase eines Mutter-Tumors, der irgendwo im Körper ist und bisher nicht entdeckt werden konnte? Solche Dinge gibt es in der Medizin, wie man uns plausibel erläutert hat.

Bei der PET (mit Zuckerlösung und Radioaktivität und Computer), dockt der Zucker verstärkt da an, wo Tumore sind. Nichts ist entdeckt worden.

Es besteht immer noch der Verdacht, dass ein Primär-Tumor in den Gallenwegen (sind wiederholt mit Kontrast sonographiert worden), im Magen-Darm-Bereich (Spiegelungen o.B. bei einem sehr erfahrenen und anerkannten Gastroenterologen) oder in der Lunge tobt. Gefunden wurde der bisher aber nicht.

Angeblich gibt es Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, der Tumor in der Brust nicht gefunden wird, weil er irgendwo im Körper steckt und nicht zu finden ist, die dann aber nichtsdestotrotz wegen des Brustkrebses therapiert werden.

Ja, und damit hat das Leben, das wir bisher führen konnten, ein jähes Ende genommen. Die Karten sind neu gemischt.

Ich habe bei chronischer Krankeit, schweren Tumor- und Darm-OP (zweimal Darmverschluss) zuletzt 2007, mit schlimmen Komplikationen lange darum kämpfen müssen, EU-Rente zu bekommen. Es war ein 19 Monate langer, harter Kampf, in den die Agentur für Arbeit und die RV-Bund involviert war. Es war eine sehr schlimme und nervlich belastende Zeit, ganz davon abgesehen, dass mich die Komplikationen meinen Job, mein Einkommen und einen Grossteil meiner bisher dahin gehabten Lebensqualität gekostet haben. Ich war ein Wrack, und habe lange, lange Zeit gebraucht, mich einigermassen zu regenerieren. Dann hatte ich das endlich geschafft. Es war September 2009. Im Dezember begann mein Mann (mit grosser Freude) seine Altersteilzeit. Es war wunderbar: Weniger Geld, aber jede Menge freie, gemeinsame Zeit. Wir planten, feierten jede Woche symbolisch ein kleines Fest und freuten uns wie jeck, diesen letzten, grossen, gemeinsamen Lebensabschnitt angehen und geniessen zu können. :)

Ja, bis zu dem besagten Tag Anfang Mai. Es ist immer noch ein grosser Schock. Für meinen Mann, der immer voller Ideen und Pläne war (und noch ist), der allergrößte überhaupt. Er jammert wirklich nicht, sondern versucht, damit umzugehen. Er will nicht nur noch an das Böse denken, sondern mit mir gemeinsam noch viele schöne Dinge erfahren und erleben, wobei wir genau wissen, dass seine Lebenserwartung erheblich reduziert sein wird.

Ja, ich nein wir haben uns in all' den Jahren gefragt, wie es sein mag, wenn uns einmal so eine schlimme Diagnose präsentiert wird. Wie wir wohl damit umgehen würden? Wie es ist, einen Krebs offeriert zu bekommen: Das wissen wir jetzt. Wie wir zukünftig damit umgehen? Das wird die Zeit lehren. Wir geben uns alle Mühe. Was aber kommen wird, wissen wir natürlich nicht.

Zunächst warten wir auf den Termin, den wir in Kürze in der Klininik haben werden, in der Hoffnung, endlich eine klare Diagnose zu bekommen und weiter, die Möglichkeiten zu erfahren, die die hier angebracht und einsetzbar sind.

Die Hoffnung stirbt zuletzt:)

Wir hatten so die Vorstellung gehabt, gemeinsam 80 Jahre alt zu werden. Da war wohl jemand (dieser Tumor) anderer Meinung.

Es gab einige sehr schwere Zeiten in unserem gemeinsamen Leben. Dasd alles war ein Nichts gegen das, was jetzt angebrochen ist.

Ich hoffe, dass ich meinem Mann alles geben kann, was zu seinem Leben nötig ist. Ein Leben, dass er hoffentlich noch lange und ohne Qualen leben kann. Dass er um sein Leben beraubt wird, ist für mich das Allerschlimmste, weil ich ihn liebe, schätze und sehr brauche.

sternchen49

Ich bin bei Internet-Recherchen auf dieses Forum gestossen. Es sit kein leichter Stoff, aber ich erhoffe mir hier Unterstützung und Hilfe, wobei ich gerne bereit bin, auch meinerseits Hilfe anzubieten.

Es waren schon einige Menschen, krebskrank, austherapiert und zum Sterben verurteilt, die ich gerne und - ich glaube - auch mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Geschick begleitet habe. Es waren aber immer Menschen, zu denen eine gewisse Distanz bestand. Hier würde es um den Menschen gehen, der mir am nächsten ist und der für mich so wichtig ist. Theorie und Praxis eben. :mad:

lema
26.06.2010, 19:21
Hallo, ich stelle mich auch mal vor.
Ich (29) und mein Mann (33) haben diesen Mai doppelt schlechte Nachrichten bekommen.
Meine Mutter hat ein infl. Mammakarzinom und meine Schwiegermutter einen kleinzelligen Lungentumor.
Meine Mutter wurde operiert und bekommt Chemo, die Zweit hat sie gerade hinter sich. Sie verträgt das alles leider nicht so gut und hat psychisch totale Probleme :( Chemo ist bis Oktober geplant, danach Bestrahlung. Im Moment will meine Mutter alles abbrechen.
Meine Schwiegermutter bekommt Chemo, danach auch Bestrahlung. Der Tumor ist sehr groß und inoperabel. Ihr geht es besser, sie will kämpfen.
Wir haben 3-jährige Zwillinge und wer Kinder hat weiß wie anstrengend dieses Alter ist. Dann noch diese doppelte Krankheitsgeschichte..wir sind am Ende!

sternchen49
26.06.2010, 19:44
Meine Güte@Lema

das ist einfach zuviel. Laßt Euch von professionellen Menschen in Eurer Situation helfen. Die gibt es. Ich würde die eher in Anspruch nehmen, als jemand aus den Familien meines Mannes und meiner eigenen.

Mir ist hundeelend zumute, nachdem wir gestern in der Uniklinik den Tag der absoluten Wahrheit (Diagnose und Therapie) hatten.

Wir sind allein, was ich pers. als Vorteil betrachte. Kleine Kinder in der Notlage zu haben, die Kinder sind und gar nicht wissen, was da um Mama und papa und den Omas herum passiert: Das macht es dir und Deinem lieben Mann noch schwerer.

Ich denke an Euch und wünsche auch Euch (wir wir uns) viel viel Kraft.

sternchen49:)

lissiwinter
01.07.2010, 15:01
hallo ylva,

ich bin heute erst hier angekommen und möchte dich/euch um hilfe beim handling bitten. wie kann ich denn selber beiträge einstellen?

sorry wenn ich mich so anstelle.

danke udn grüße

lissi

sternchen49
01.07.2010, 18:38
Hallo, Du stellst Dich doch nicht an. Ich bin noch nicht solange dabei und muss so einiges wirklich müsam suchen. Das sind andere Foren z.B. 123.recht-net. unkomplizierter. Werden uns aber irgendwann mühelos zurecht finden.

Wenn Du einen neuen Beitrag schreiben möchtest, musst Du Dir das -thema suchen, zu dem Dein Thread passen könnte, z.B. Brustkrebs, Lungenkrebs usw. usf.

Solltest Du Dich vorstellen wollen, bis Du schon richtig: Krebs-Kompass-Forum - spezielle Nutzergruppen - FORUM FÜR ANGEHÖRIGE - Profil: Angehörige stellen sich vor.

Ich habe meine Vorstellung sehr lange suchen müssen, weil Tanja mich danach gefragt hatte. Bis ich das gefunden hatte.

Herzlich willkommen von

sternchen49:cool2:

sternchen200308
06.07.2010, 08:33
ein Hallo in die Runde.

Nun hab ich auch den Weg hierher gefunden und möchte mich vorstellen.

Ich heiße Elena, bin 25 Jahre alt, seit 4 Jahren glücklich verheiratet und seit knapp 16 Monaten Mutter.

Nun Grund wieso ich eigentlich hier gelandet bin.
Meine Mama (mittlerweile 48) bekam im Mai 2005 Diagnose Brustkrebs. Sie hat einen Knoten bereits 1993 ertastet, aber damals sagten die Ärzte, dass da nix ist und es wurde nicht mal Mammagrafie gemacht. Danach hat sie den Knoten jahrelang verdrängt bis es so groß geworden ist, dass man es auch gesehen hat.
05.2005 also die Diagnose,
06.2005-11.2005 Chemo, dann am 5.12.05 Brusterhaltende OP und danach 30x Bestrahlung, außerdem nahm sie Tamoxifen und bekam alle 3 Monate Trenantone.
11.2008 wurde die Trenantone abgesetzt und 3 Monate später nach Hormonstatus von Tamoxifen auf Femara umgestellt.
Seit Sommer 2008 klagte sie immer wieder über Schmerzen im Becken, Orthopäde hat aber nix gefunden. 05.2009 dann der Schock: Tumormarker gestiegen um zehnfache. Sofort CT und Diagnose Metastasierung in den Knochen und zwar im ganzen Skellet verstreut.
06.2009-07.2009 Bestrahlung.
08.2009 erste Lymphknoten entzünden sich.
09.2009 Metastasen in den Lymphknoten festgestellt.
Ende 10.09 Harnstau rechts. Lymphknoten im Bauch war viel zu groß und drückte auf Harnleiter. 11.09. Schiene in den Harnleiter eingesetzt, dabei Metastasen in der Blase festgestellt.
18.11.09 Chemo angefangen, kurz vor Weihnachten 2. Chemo, dann im 1.10 die Entwarnung, Chemo wirkt ganz gut und die Metastasen bilden sich zurück.
02.10 wieder Rückschlag, Blutwerte so schlecht, dass keine weitere Chemo möglich ist. Dazu sehr starke Schmerzen in den Knochen und Schmerztherapie seit 03.10 mit Morphin.
04.10 wieder eine Chemo möglich, danach die Blutwerte katastrophal niedrig.
06.10 Bluttransfusion und noch eine Chemo.
07.10 sie bewegt sich nur noch in der Wohnung und kann die Wohnung nicht mehr verlassen. Weitere Chemo lehnt sie nun voll ab.
Ärzte legen uns schon seit 02.10 nahe, dass wir Hospiz aufsuchen und Patientenverfügung unterschreiben sollen. Heute ist es soweit, eine Frau vom Hospizverein kommt zu uns und wir können alles klären. Ich hab irgendwie Angst vor diesem Gespräch.

Ich hab meine Mutter seit dem ersten Tag beim Frauenarzt immer begleitet. Sie spricht nur wenig deutsch und ich bin immer dabei, bei allen Arztterminen, bei allen Untersuchungen, bei allen Diagnosen. Ich bin die jenige, die ihr die schlimme Nachrichten übermitteln muss. Ich musste ihr auch sagen, dass sie dieses Jahr wahrscheinlich (so die Aussage der Ärzte) von uns gehen wird. Das ganze macht meine Psyche kaputt und ich weiß einfach nicht weiter. Hier werden mich wahrscheinlich mehr Leute verstehen, als sonst wo und ich hoffe, dass es mir hilft, die schwere Zeit durchzustehen und nicht zusammenbrechen. Ich muss für meine Mama da sein, ich muss für sie stark sein und auch für meinen Bruder, der erst 17 ist und Angst hat alleine zu bleiben (sind beide ohne Väter aufgewachsen). Auch meine eigene Familie braucht mich und mein Sohn erst recht. Nebenbei muss ich 2 Haushalte schmeißen und meinem Vollzeitjob nachgehen. Es wird langsam zu viel für mich, ich hab nie geklagt, aber langsam gehen mir die Kräfte aus. Wo soll ich nur die Kraft für alles nehmen? Wie soll ich es alles schaffen, ohne Schwäche zu zeigen?
Für jeden Tipp wäre ich sehr dankbar

LG Elena

Andy 75
11.07.2010, 22:07
So dann will ich mich doch auch mal vorstellen.
Ich heiße Andrea bin 34 Jahre alt,verheiratet und habe ein fast 4 jährige Tochter.
Ich habe meinen Vater 1991 an Lungenkrebs verloren, und seid 2008 ist meine Mama im alter von 69 Jahren an Gebärmutterkrebs erkrankt.Wie wir aber später erst rausbekommen haben hat sie schon 11/2 Jahre blutungen gehabt... Dadurch hat sie Nierenversagen bekommen. Dann wollten die Ärzte eine Ausschabung kamen aber nicht mehr in die Scheide hinein.... durch die Narkose hat sie dann noch Vorhofflimmern bekommen, Herzryhtmusstörungen und ein Blutgerinsel am Herzen...Dann haben sie ihr eine Nierenfistel gelegt und einen Harnleiter auf Schiene gelegt, weil es anders nicht mehr geht...Dann bekam meine Mama eine Strahlentherapie,die den Krebs auch erst gestopt hat...Aber der Krebs ist schon so weit das man sonst nicht mehr machen kann.Da im Unterleib schon nichts mehr ist weil es vom Krebs aufgefressen ist, die Beckennwände sind schon befallen und die Schleimhäute.. Meine Mama weiß aber nur das sie einen walnuss großen Tumor hat....Seid ungefähr 2 Monaten sind wieder Tumoraktivitäten.:weinen:
Sie gefällt mir auch garnicht...ich habe einfach nur Angst das es bald soweit ist und sie geht.... ich ertrage diesen gedanken einfach nicht...
und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll...
Ich bin aber jetzt auch froh das ich euch gefunden habe..
Man denkt immer man ist mit seinen sorgen alleine und dann sieht man aufeinmal wievielen Menschen es genauso geht oder den es noch schlimmer geht...
Ich hoffe das wir uns hier die Kraft gegenseitig geben können die wir dafür brauchen...
lg Andrea

pekiwi
23.07.2010, 16:09
Hallo,
ich (pekiwi, 49, seit 19 J. verheiratet) fand gerade mehr zufällig diese Seite und habe mich gleich angemeldet. Ich bin als Ehemann natürlich nur mittelbar betroffen.
Bei meiner Frau (45) wurde im vergangenen Herbst Brustkrebs festgestellt. Wie für jeden natürlich völlig unerwartet. Meine Frau hat leider kein Interesse – oder nicht den Bedarf - sich nicht über Foren im Internet auszutauschen. Ihr „reichen“ bisher die vielen Bekannten und Freundinnen in ihrem Umfeld. Auch an Besuchen von Selbsthilfegruppen hat sie kein Interesse. Für mich als Ehemann war und ist eine solche Diagnose und die damit vielen Behandlungen, Probleme und Nebenwirkungen absolut nicht fremd & nicht so einfach.
Meine Frau hat zur Zeit die brusterhaltende Operation hinter sich und ist in der zweiten Bestrahlungswoche (von 7). Anschließend steht wohl noch eine Kur aus.
Vieles haben wir seit dieser Zeit gemeinsam mitgemacht und erfahren. Für mich selbst ergeben sich dennoch immer wieder Fragen.
Deshalb fände ich es toll, wenn ich hier aufgenommen werde und mich mit anderen Betroffenen / Beteiligten austauschen könnte. Gerade, wenn es zum Austausch hier in dieser Region (NRW / Niederrhein) kommen würde, wäre das toll.
Infos und Austausch zu Kurorten wäre auch toll.

Ganz liebe Grüße
pekiwi

sternchen49
23.07.2010, 18:13
Hallo pekiwi,

hatte eine längere Mail an Dich geschrieben, mich dann kurz in der Küche zu schaffen gemacht, um dann festzustellen, dass die Seite geschlossen war. Merde, aber auch.

Herzlich willkommen hier im Krebs-Forum. Ein trauriger Anlass, der Dich hierhergeführt hat, aber eine gute Möglichkeit, Dich mit anderen Menschen in gleicher oder ähnlicher Situation auszutauschen.
Die Diagnose KREBS zu bekommen, ist, wie ich seit 25. Juni 2010 weiß, die Katastrophe überhaupt, die das bisherige Leben völlig aus den Fugen bringt und auf den Kopf stellt. Erst einmal.

Sicher hattest Du in Deinem Posting sagen wollen (und nur mißverständlich geschrieben), dass für Dich als Ehemann einer betroffenen Patientin eine solche Diagnose sehr fremd ist und viel Fragen offen sind. Auch für den Partner ist es schwer, sich auf die Krankheit einzulassen und sie als neues "Mitglied" akzeptieren zu lernen.

Was Deine Frau angeht: Sie macht es wie mein Mann. Er (er ist der Patient) würde niemals in ein Krebs-Forum gehen, um sich dort zu informieren. Niemals. Er ist über seine schwere Krankheit informiert, läßt sich auch von mir Dinge erklären oder vermitteln. Wobei seine Ärzte die 1. Adresse sind. Da die vielen Schicksale zu lesen, würde ihn zu sehr runterziehen (was ich gut verstehen kann). Daher verstehe ich auch Deine Frau. Dann soll sie es auch lassen. Ich kann nur manchmal hier sein. Manches, was mir hier begegnet, was auch "unser Fall" ist, bringt mich schiergar fast um. Ich kann es nur selten ertragen. Und deshalb - meist - wenn ich einen neuen Hinweis bekomme (wie von Dir), lese ich und wenn ich meine, dass ich es gut hinkriege, antworte ich auch.

Ich wünsche Euch, dass alle um Euch herum (Familie, Bekannte, Freunde, Kollegen) mit Ehrlichkeit und Offenheit mit Euch und der Krankheit umgehen. Das setzt voraus, dass Ihr das auch tut. Bloß keine Sprüche oder Floskeln "Es wird schon werden!" "Kopf hoch", all' das, was Menschen, die nichts damit zu tun haben wollen oder Angst haben, wie sie damit umgehen sollen, gerne von sich geben. Wir haben es denen, die es wissen sollten, schonungslos, ehrlich und offen gesagt und bleiben auch dabei. Und 99% erwidern das mit einem vernünftigen, liebevollen und fürsorglichen Umgang mit uns.

Unsere Katastrophe begann Anfang Mai. Die endgültige Diagnose ereilte uns am 25. Juni 2010. Das war der Beginn es völlig anderen Lebens. Wir sind beide 61 Jahre alt (ich nach schwerer Krankheit und Schwerbehinderung seit September 2009 verrentet, mein Mann seit Dezember 2009 in Altersteilzeit, mit dem Ziel, mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen).

Mit dieser Diagnose können wir alle Pläne, die in die weitere Zukunft gehen, Pläne sein lassen. Wir können nur noch in kürzeren Abständen und Zeiten planen, wenn die Chemotherapie mit allen Nebenwirkungen das überhaupt zuläßt. Medikamente müssen punktgenau eingenommen werden (wegen der starken Nebenwirkungen), ganz viele Lebensmittel verbieten sich wegen des agressiven und besonders bösartigen Tumor. Sonneneinstrahlung ist Gift und die Haut reagiert höchst verärgert auf die Gifte, die mit der Chemo in den Körper gelangen. Dazu kommen schwere Schlaflosigkeit, Gewichtsabnahme von 15 kg, Schwäche, Kreislaufstörungen und allgemeine Erschöpfung. Wobei mein Mann sich niemals gehenläßt, seine Schicksal nicht beklagt, aber schon sehr traurig ist, dass er so schwer krank ist und sein Leben, dass wir gemeinsam so anders geplant hatten, völlig anders verlaufen wird. Meins infolge natürlich auch. Wir wollten mit 80 Jahren am See auf der Bank sitzen und den Fischen zusehen..... Zum Beispiel :-)

Es ist alles sehr schwierig, sehr traurig und sehr anstrengend (für meinen Mann ganz besonders). Er hat den übelsten Befund bekommen, den man haben kann. Leider ein Krebs, der sich erst viel zu spät bemerkbar macht und dann schon so ausgeartet ist, dass nicht viel gemacht werden kann.

Das zur Erläuterung.

Zurück zu Deiner Frau. Ihr steht alle (ich glaube) 2 Jahre eine Anschluss-Heilbehandlung zu (ab Beginn der Krankheit), und das insgesamt dreimal. Den Begriff KUR gibt es nicht mehr. Alle Massnahmen heißen heute REHA (Rehabilitation) und werden entweder von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung bewilligt und bezahlt. Ein Tipp für Euch:
Broschüre "Rehabilitation - Leistungen zu medizinischen REHA", herausgegeben von der Rentenversicherung Bund, Presseabteilung, Ruhstrasse 2, 1070ß4 Berlin, Tel. : 030/865-1. Da bekommt man sie. Sie ist sehr interessant. Ihr findet da, was Ihr braucht. Gleichzeitn wäre zu überlegen, ob Deine Frau beim Versorgungsamt (heißt heute aber ...amt der Stadt, wo Ihr wohnt im Rheinland) einen Antrag auf Schwerbehinderung stellt. Bei Krebs ist der GdB (Grad der Behinderung in der Regel recht hoch). Mit dem Arzt sprechen, Atteste besorgen und anleiern. Hat ein paar Vorteile.

Was REHA-Kliniken angeht: Die Beurteilung ist immer sehr subjektiv. Was der eine toll findet, mag der andere gar nicht (wobei ich aus eigener Erfahrung sehr viel Wert darauf lege, dass der Sinn der Übung, weswegen ich in der Einrichtung bin) weitgehend erfüllt ist. Äusserlichkeiten und Nebensächlichkeiten finde ich vernachlässigbar.

Ich vermute mal, dass Du Deine Frau zu vielen Terminen begleitst und hoffentlich keine Scheu hast, auch den Ärzten Deine vielen Fragen zu stellen. Je besser Du informiert bis, desto besser ist es für Euch, für Deine Frau und für den Umgang mit dieser Krankheit.

In diesem Sinne. Willkommen und Erfolg bei dem, was Du Dir hier erhoffst.

Beste Grüße
sternchen 49:)

descabello
24.07.2010, 07:39
Hallo pekiwi,

herzlichst Willkommen hier in diesem Forum, "hier wirst Du geholfen".
Auch wenn sternchen49 damit Recht hat, daß der Anlass kein schöner ist ist es schön Dich hier zu haben.

Zu glauben als Angehöriger sei man nur mittelbar betroffen, das wirst Du noch oft merken, halte ich nicht für ganz richtig.
Meine Herzallerliebste hat seit vier Wochen die gesammte Behandlung hinter sich
und oft genug habe ich wie meine Süße gelitten wie ein waidwundes Tier.

Wir Angehörigen haben zwar den Krebs nicht im Körper und müssen die Medikamente nicht nehmen aber mir war es oft genug als würde ich den ganzen Mist persönlich mitmachen.
Und natürlich ist da auch noch die Angst um den geliebten Partner, die haben sogar nur wir "Angehörige".

Deine Fragen wirst Du hier in den verschiedenen Foren fast alle beantwortet finden und neue Fragen werden Dir die User hier gerne beantworten. Und vergiss nicht: es gibt keine dummen Fragen, nur Leute die sie nicht verstehen.

Ich wünsche Euch beiden alles alles Gute und sehr viel Erfolg bei Eurem Weg durch diese Zeit. Sie wird Euch noch enger zusammenschweißen.

Herzlichst
Rolf

Warum?
24.07.2010, 14:40
Ja, okee dann schreib ich auch mal was dazu:
Ich bin 13 und meine alleierziehende Mutter hatte Krebs als ich 10 war, diese und 2 Jahre danach waren die schlimmsten meines ganzen Lebens, sogar schlimmer als die Trennung meiner Eltern....
Sie hat zum Glück alles gut über standen, aber ich habe doch Tag für Tag angst, dass der Krebs wieder kommt.....
Scheiße, ich wollte doch nich heulen....
Ich wünsche allen Angehörigen und Krebspatienten von Herzen alles gute und liebe und viel Kraft und Mut.

sternchen49
24.07.2010, 18:34
Hallo, wie heißt Du denn?

Es hat Dir bestimmt ganz gut getan, Dich hier einmal ausschreiben zu können. Bei Dir ist es Deine Mutter, das Liebst, das man so hat, bevor man sich für einen Partner entscheidet, mit dem man sein Leben teilen will.

Weinen tut gut. Das reinigt die Seele, und oft geht es nachher ein klein wenig besser.

Finde gut, dass Du Dir ein Herz gefaßt hast. Wünsche Dir, dass Deine Mutter gesund bleibt (ich kenne einige Frauen, die Brustkrebs für immer besiegt haben) und Du Dir (Du hist ja noch ein Kind) weniger Sorgen um sie machen mußt.

Liebe Grüsse, Du Unbekannte, von
Sternchen 49;)

Warum?
26.07.2010, 21:35
Ich heiße Cheyenne und meine Mutter hatte Gebärmutterhalskrebs.....und ich finde es echt toll, dass man hier so viel unterstützung bekommt

mija
29.07.2010, 09:22
Ich stelle mich dann auch mal vor:

Ich heisse Mirjam und bin vor einiger Zeit durch die Suche im Internet auf dieses Forum gestossen.

Der Sohn(lebt in Polen) meines Freundes bekam vor vier Monaten die schreckliche Diagnose Hirntumor. Er ist erst 17Jahre alt und steht mitten im Leben.
Noch am selben Tag wurde er operiert, es konnte nicht alles entfernt werden. "Tomek" lag eine Woche im Koma und die Ärzte meinten, er würde wohl nicht mehr aufwachen. Wenn, dann würde er wohl eine schwere Behinderung davontragen.
Nach einer Woche wachte er auf und ausser dass sein linker Arm nicht so wollte wie er gerne gehabt hätte, ging es ihm soweit gut.
Auch das Problem mit dem Arm hat sich mittlerweile gelegt.

Die Therapie mit "Temodal 100mg" wurde gestartet, vor drei Wochen wurde win MRI gemacht: Der Resttummor ist weg, die Blutwerte zeigen phantastische Ergebnisse!
Eigendlich ein Grund zur Freude... Eigendlich...

Doch die Krankenkasse in Polen ist nun der Meinung, per sofort die sehr teuren und doch so wichtigen Tabletten nicht mehr zahlen zu müssen.

Frust pur! Mindestens 10 Monate müsste die Therapie weitergeführt werden und nun müssen wir uns selber um Resttabletten von Privat bemühen. Ein sehr schwieriges Unterfangen.
Krebsstiftungen und andere Organisationen habe ich angefragt, doch irgendwie ist schnelle Hilfe sehr rar.

Durch gute Seelen, die uns ihre restlichen Temodal100mg spendeten, haben wir nun Medikamente für einen weiteren Monat zusammen. Ein winziger, aber doch sehr bedeutender Lichtblick!
Eigendlich ist es nicht schön, mitanzusehen wie alle wegsehen/hören.
Onkologen, Kliniken, Krebshilfen, ja sogar TV und Radio habe ich angerufen.
Auch die Kirche, doch es scheint dass der Wurm drinsteckt.

Unser Kampf um Tabletten geht weiter, dieser Kampf dürfen und wollen wir nicht verlieren!


Wer meinen eigendlichen Beitrag lesen möchte kann es hier tun:

http://www.krebskompass.de/forum/showthread.php?t=46648&highlight=Sohn+Freundes

Seid herzlich gegrüsst, Mirjam :)

krettl
03.08.2010, 03:12
Hallo an alle und erst einmal ein großes Dankeschön, dass Ihr hier ein Forum bietet, in dem man offen über seine Probleme reden kann und Menschen findet, die Ähnliches durchmachen und einander versuchen zu helfen.

Mein Name ist Krettl... zumindest nennt mich meine Mama so, weil ich als Baby immer rumgekrabbelt bin, wie eine kleine Kröte. Natürlich tu ich das jetzt, mit 19 Jahren, nicht mehr, aber wenn ich irgendwie etwas "Süßes" mache, bin ich für sie immer noch die kleine Kröte "Krettl".

Kurz vor Weihnachten 2005 wurde bei ihr Darmkrebs festgestellt, operiert und mit einer Chemo vermeintlich erfolgreich behandelt. Diesen Winter wollte man sie eigentlich als "vollständig geheilt" erklären, doch vor 3 Wochen musste ihre Schilddrüse entfernt werden, weil sich dort Metastasen des Darmkrebses befanden. Mittlerweile ist noch ein weiterer Knoten im Halsbereich aufgetaucht und man hat eine 1cm-Lungenmetastase festgestellt, die gestreut haben muss... anders lässt sich der Weg Darm-Schilddrüse medizinisch nicht erklären. Und das nach 5 beschwerdefreien Jahren!! Jetzt fängt ihre Chemo- und Antikörpertherapie an, und wir (also Mama, Papa, mein Bruder (17) & ich) hoffen natürlich inständig, dass sie anschlägt und zumindest das Wachstum der Lungenmeta bzw. anderer, noch nicht entdeckter Metas, stoppen kann!!!

Leider sind meine Mama und ich mit einem verdammt zuverlässigen siebten Sinn gestraft, der uns v. a. in den letzten Wochen, seit Auftreten des Schilddrüsenknotens, noch nicht im Stich gelassen hat und insgeheim habe ich das Gefühl zu wissen, dass wohl nichts Besseres mehr kommen wird :cry:

Es ist einfach so gemein, sie ist doch erst 51 und wir brauchen sie doch so arg!! Auch wenn ich es ihr es wohl nicht richtig zeige, weil ich nicht vor anderen meinen Gefühlen freien Lauf lassen kann und mein Bruder sie keine Sekunde lang mehr alleine lassen will: Ich bin einfach dankbar, für jeden Tag an dem sie da ist und es ihr einigermaßen gut geht und ich hoffe, dass es noch möglichst lange so bleiben wird!!!!!!

Ich wünsche Euch allen - egal in welcher Situation und Rolle Ihr Euch befindet - nur das Beste!!!

niko
06.08.2010, 20:38
Ich stelle mich dann mal ebenfalls vor:

Ich heiße Niko, bin 36 Jahre alt und mein Vater (72) ist an einem Bronchialkarzinom erkrankt (genauerer Befund: Mäßiggradig differenziertes, zum Teil azinäres, zum Teil papilläres Adenokarzinom des rechten Lungenoberlappens (Segment II), Tumorstadium pT2apN0(0/13)cM0L0V0R0, UICC-Stadium IB). Er wurde vor 2 Wochen erfolgreich operiert (Entfernung des rechten Lungenoberlappens) und es geht ihm soweit ganz gut. Nächste Woche ist eine Besprechung welche Chemo er dann bekommt. Der Arzt sagte uns das die Chance mit einer Chemo sich um 5-7% erhöhen, daß er keine Metastasen bekommt.

Es ist für mich ziemlich schwer damit klarzukommen (ich hoffe es hört sich nicht zu egoistisch an) und ich würde sofort mit ihm tauschen wenn ich könnte.

Ob und wann Metas kommen werden ist natürlich nicht klar (ich hoffe das er verschont bleibt), trotzdem .......

Ich habe sehr sehr viele Beiträge hier gelesen und sie alle gehen mir sehr nahe. Es ist wirklich eine sehr schlimme Krankheit und ich hoffe das dies alles einen Sinn hat.

Ich wünsche allen Angehörigen und natürlich den Betroffenen alles alles alles Beste auf diesem schweren Weg, viel Zeit und vor allem gute Zeit.

Wenn ich könnte, ich würde euch allen sehr gerne helfen....

Alles liebe
Niko

Birgit31
07.08.2010, 00:37
Hallo ...

ich heiße Birgit, bin 31 Jahre und habe heute erfahren, dass mein Opa (84 Jahre) an Lungenkrebs erkrankt ist.

Seit 10 Tagen liegt er nun schon im Krankenhaus weil er Wasser in der Lunge hatte (5 Liter wurden im bereits entfernt) und nun kam heute diese Nachricht!

Da ich die einzige Angehörige bin, bin ich mit so einer Nachricht nun echt überfordert! Mein Opa selber weiß es noch nicht. Der Arzt will ihm das erst am Montag sagen, damit er nicht über´s Wochenende darüber nachgrübelt.

Der Arzt hat mir auch ehrlich gesagt das es keine Heilungschancen mehr gibt ... er schlägt eine Chemo vor damit man ihm die letzten Monate leichter macht!

Ich weiß ehrlich nicht, wie ich mich jetzt verhalten soll ... was mach ich, wenn mein Opa die Chemo ablehnt?

Ich wäre dankbar wenn ich von Euch hier ein paar "Tipps" bekommen könnte...

Wie für die meisten von Euch, ist auch für mich heute meine Welt zusammen gebrochen und ich würde ihm so gerne helfen oder ihm das abnehmen!

Ich bedanke mich schon im voraus und wünsche Euch, jeden einzelnem, eine menge Kraft ...

Liebe Grüße
Birgit

ande32
09.08.2010, 00:37
Hallo,

lese schon seit einigen Wochen hier und im Non Hodgkin Forum,stelle mich jezt auch mal vor,ich heiße Andreas,binn noch 32 Jahre jung/alt,seit 2001 sehr glücklich verheiratet und Vater einer 9 Jährigen Tochter.Meine Mutter hatte vor 5 Jahren Blasenkrebs und meine Frau bekam vor 4 Wochen die Diagnose indolente(niedrigmalige) folikuläre B-ZELL NHL,Grad 2 in Stadium IIIA.Lezten Montag begann die Chemo R-Bender,ausser ein wenig Übelkeit und spontankotzen bis jezt alles in Ordnung,aber stehen ja noch ganz am Anfang.Alles weitere in meiner Signatur!!!

ronja021280
10.08.2010, 22:31
Ich stelle mich auch mal vor. Mein Name ist Julia ich bin 29 jahre alt, bin verheiratet und habe einen 4 jährigen Sohn.
Am 02.08.2010 ist meine Mutter ins Krankenhaus, da sie am Arm operiert werden sollte da sie schon seit 4 Monaten mit Schmerzen im arm rumläuft, durch zufall haben sie beim Röntgen ( sie haben den arm geröngt, dabei ein stück Schulter und Lunge) ein Schatten auf der lunge entdeckt. Schock war groß meine Mama tut sehr stark vor uns. Meine Mama ist eine gute sie hilft wo sie nur kann und hat auch schon eineiges durchmachen müssen. Meine Mama hat 4 Kinder wo 2 von, wie sag ich es mal, versager sind. Das eine Kind ist Heroin abhängig und das andere Kind ist Spielhallen süchtig.Meine Mama zieht das Kind von der Heroinsüchtigen groß sie ist 5 und wird im oktober 6. Ausserdem habe ich das gefühl das meine Eltern mir bzw. uns nicht alles sagen.

Boleyne
15.08.2010, 11:50
möchte mich auch mal vorstellen !
Meine Name ist Anni ich bin 39,und mein Partner ist vor 2 Monaten an Gallengankrebs innerhalb von 3 Monaten verstorben.
Er hat bis zuletzt gekämpft,und doch den Kampf verloren.
Es tut verdammt Weh,und ich werde sehr sehr schlecht damit fertig.
Ich drück euch alle eure Anni

aaliyah2007
15.08.2010, 21:11
hallo zusammen,

ich bin 23 jahre alt und habe eine 3 jahre alte tochter namens aaliyah.letztes jahr im dezember wurde bei ihr eine akute lymphatische leukämie diagnostiziert.natürlich war das ein furchtbarer schreck für meinen mann und mich.wenn man nicht selber betroffen ist beschäftigt man sich nicht mit dem thema krebs,meistens jedenfalls nicht.so war es bei uns jedenfalls.ich dachte immer das leukämie den sicheren tod bedeutet oder das eine kmt unabdingbar.gott sei dank hat sich das irrtum meinerseits rausgestellt.wir begannen am 2.1.10 die chemo therapie,die anfangs ohne probleme verlief.die ärzt wunderten sich sogar wieso dieses kleine mädchen trotz härtester chemo therapie,wie ein wirbelwind über die station sausen konnte und so gar nicht angeschlagen wirkte.leider änderte sich alles ziemlich schnell.sie bekam eine lungenentzündung und war mehrere wochen zu schwach um selbst gehen zu können.in dieser zeit konnte die therapie auch nicht fortgesetzt werden weil sie zu schwach war.als wir diese schlimme zeit durch gestanden hatten, sollte aaliyah einen port bekommen.der wurde ihr auch dann vermeindlch erfolgreich eingesetzt.sie wurde donnerstag morgen operiert und hatte knapp 12 stunden später furchtbare fieber anfälle, mit schüttelfrost und kaltem schweiß.als die ärzte beschlossen die portnadel zu ziehen und zu sehen ob das fieber zurück geht vergingen 2 tage voller angst um unsere kleine maus.siehe da die nadel war raus,das fieber verschwand.das ende vom lied war das der port infiziert war und wieder raus musste.bis sie einen neuen bekam vergangen zwei monate.danach verlief die therapie wieder so reibungslos wie am anfang.mittlerweile haben nur noch 20 tage therapie übrig und haben somit ein ende dieser harten zeit in sicht.ich bin endlos stolz auf meine kleine maus,die so hart im nehmen ist.sie hat mir durch ihre unfassbare stärke diese schlimme zeit so leicht wie es ging gemacht.

Lokke
22.08.2010, 23:25
dann stell ich mich auch mal vor..
Also Ich heisse René bin noch 21 Jahre alt komme aus der nähe von Düsseldorf
ich lese shcon was länger hier im Forum da meine Mutter Krebs erkrankt ist...
und das auch schon fast 2 1/2 Jahre..und damit ich Sie etwas besser verstehen kann habe ich mir gedacht "meldest du dich auch an"..und joa das macht ich jetzt..und da ich manchmal nicht weiss wie ich mit dieser krankheit nicht umzugehen weiss versuche ich mir hier rat zuholen..bis dahin

mfg
Lokke

manuela2801
25.08.2010, 23:07
Hallo ich möchte mich auch mal vorstellen.

Ich heiße Manuela, bin 39 Jahre, verheiratet, Mutter von 2 Jungs 6+10 Jahre alt. Ich habe mich hier angemeldet weil mein Papa krank ist.
Bei ihm wurde im Dezember 09 AML und ein "kleines" Lungenkarzinom diagnostiziert. Nach 13 Wochen Krankenhaus und hammerharter Therapie wurde er im Februar entlassen. Danach ging es ihm ganz gut. Vor 4-5 Wochen fing er jedoch mit Sprachstörungen an und nach einigen Untersuchungen hat man dann noch Metastasen im Gehirn, an der Lunge und auch an der Leber festgestellt. Nun soll er Bestrahlungen am Kopf bekommen und danach ist dann alles wieder besser, sagt der Doc. Heuet kam dann eine Blutuntersuchung und was soll ich sagen sch..... Werte.
Das war es erstmal von mir.

Bis dann denn

Gruß Manuela

Binie
26.08.2010, 12:30
Ich denke, ich möchte mich gern bei euch reinschleichen:

Ich heiße Sabine, bin 33 Jahre jung und habe einen 11 (fast 12) jährigen Sohn. Mein Verlobter und langjähriger Lebensgefährte hatte am 18.03.2008 einen epileptischen Anfall (Grand Mal) in Folge dessen man einen hühnereigroßen Tumor links-frontal im Kopf fand.

Am 06.05.2008 erfolgte die OP in Bad Berka. Diagnose: Oligoastrozytom II 5x5x3 cm zu ca. 95 % entfernt.

Seither regelmäßig MRT, derzeit kein neues erkennbares Wachstum eines neuen Tumors / des evt. Resttumors.

GreenEye1972
29.08.2010, 08:03
Ich bin 38 Jahre, verheiratet, keine Kinder. Mein Vater starb am 26.12.2007 an Lungenkrebs. Im Juni 2009 wurde bei meiner Mutter Brustkrebs diagnostiziert.
Tumorformel, Stand 28.04.2010: pT2, pN3 (18/18), M1 (Haut), V0, G2
In der Zwischenzeit "soll" die Leber wohl auch befallen sein. Vor 4 Tagen dann die Nachricht, dass beide Augen von Metastasen befallen seien. Ich hoffe, hier nun eine Anlaufstelle zu bekommen, in welcher ich Kraft tanken kann und vielleicht anderen betroffenen Trost spenden kann! :winke:

gocha73
30.08.2010, 23:06
Hallo, ich war schon vor drei Jahren hier, damals erkrankte meine Mutter an Brustkrebs, seit ihrer Chemo ( schnell erkannt, keine Metas, Ablatio) geht es ihr gut, ist zwar nicht mehr die gleiche, hat auch nicht mehr soviel Kraft aber es ist total in Ordnung, sie lebt und genießt es. Dann habe ich es vermieden hier vorbei zuschauen, es hat mich zu sehr belastet.
Es fing alles im April 2010 wieder an, Vater bekam einen Herzinfarkt (meine Eltern sind seit 15 Jahren geschieden, er wohnt ganz alleine) Nachbar hat ihn durch Zufall gefunden, dann Kur und mein Vater kommt als lebendige Leiche zurück, sein Hausarzt ignoriert den Gewichtsverlust von 40 kg in vier Monaten, ständige Müdigkeit, Bauchschmerzen, fahle Hautfarbe und vor allem Fleischabneigung ( ich kenne meinen Vater seit 37 Jahren, schönes Stück Bauchfleisch vom Grill hat ihn immer begeistern können, jetzt kriegt er nichts runter)
Auf jeden Fall ist er im Klinikum gelandet, ist froh, auch wenn die Diagnose verherrend ist, er hat die Hoffnung.....
Meine kleine Schwester und ich sind total überfordet, unsere Mama weiß bescheid, will nicht reden, was wir auch verstehen.
Vielleicht kann uns jemand Tipps geben, sollen wir ihm die Hoffnung gänzlich nehmen???:confused::confused::confused::confused:

gocha73
30.08.2010, 23:15
Hallo, ich war schon vor drei Jahren hier, damals erkrankte meine Mutter an Brustkrebs, seit ihrer Chemo ( schnell erkannt, keine Metas, Ablatio) geht es ihr gut, ist zwar nicht mehr die gleiche, hat auch nicht mehr soviel Kraft aber es ist total in Ordnung, sie lebt und genießt es. Dann habe ich es vermieden hier vorbei zuschauen, es hat mich zu sehr belastet.
Es fing alles im April 2010 wieder an, Vater bekam einen Herzinfarkt (meine Eltern sind seit 15 Jahren geschieden, er wohnt ganz alleine) Nachbar hat ihn durch Zufall gefunden, dann Kur und mein Vater kommt als lebendige Leiche zurück, sein Hausarzt ignoriert den Gewichtsverlust von 40 kg in vier Monaten, ständige Müdigkeit, Bauchschmerzen, fahle Hautfarbe und vor allem Fleischabneigung ( ich kenne meinen Vater seit 37 Jahren, schönes Stück Bauchfleisch vom Grill hat ihn immer begeistern können, jetzt kriegt er nichts runter)
Auf jeden Fall ist er im Klinikum gelandet, ist froh, auch wenn die Diagnose verherrend ist, er hat die Hoffnung.....
Meine kleine Schwester und ich sind total überfordet, unsere Mama weiß bescheid, will nicht reden, was wir auch verstehen.
Vielleicht kann uns jemand Tipps geben, sollen wir ihm die Hoffnung gänzlich nehmen???:confused::confused::confused::confused:

Traumtänzerin91
01.09.2010, 00:41
Hallo ihr Lieben!

Leider bin ich nun auch schon zum "zweiten Mal" hier, aber diesmal habe ich mich dazu entschlossen, mich anzumelden.. im Sommer 2009 wurde bei meinem Papa Lungenkrebs festgestellt. Damals sah es sehr schlecht aus, die Ärzte waren sich nicht einig, einige gaben ihm nur bis Weihnachten, andere wagten zu Hoffen, dass er es noch erlebt, wie ich mein Abitur mache.
Nach dieser Diagnose war alles sehr ... ihr wisst bestimmt alle selbst, wie es ist. Meine Mutter hatte 20 kg abgenommen, konnte sich auf nichts mehr konzentrieren, nicht mehr lachen und war total am Boden mit den Nerven - Papa selbst war aber immer sehr stark und hat sogar während der Chemo unseren Nachbarn beim Fliesen verlegen geholfen und so weiter. Nachdem er dann bis ca November noch zusätzlich Strahlentherapie bekommen hatte, schien es, als wäre der Krebs besiegt - jedenfalls vorläufig. Weihnachten war ein richtiges Weihnachten.
Nun habe ich seit gut zwei Monaten mein Abitur in der Tasche, fange in einem Monat an, zu studieren und Papa geht es eigentlich recht gut, was leider nichts heißt. Denn letzte Woche hatten wir Nachsorgeuntersuchung und der Schatten an der Lunge ist größer geworden, evtl. sieht man auch etwas an der Nebenniere. Morgen haben wir den Termin beim Doktor, wo wir näheres erfahren werden - und nun sitze ich schon den ganzen Abend hier und muss weinen. Ich habe einfach nur Angst vor dem, was morgen auf uns zukommt.
Und das, obwohl Mama und Papa in einer Woche auf Reha nach Bad Reichenhall gefahren wären - zusammen! Ich hätte den beiden das so sehr gegönnt... aber wir hoffen noch.
Nun wäre meine Frage, ob sich jemand mit Tablettenbehandlungen auskennt, welche Nebenwirkungen diese haben können usw (vielleicht bin ich da hier jetzt am falschen Ort, falls ja bitte ich um Benachrichtigung, dann setze ich das gerne auch woanders hin).
Und jetzt hoffe ich, dass ich schlafen kann, viele liebe Grüße an alle da draußen :winke:

balou1977
05.09.2010, 12:02
Hallo

wollte mich mal eben vorstellen: Ich heiße Marcus bin 33 Jahre Jung (alt) und sein einigen wochen machen meine geschwister und ich uns große sorgen um unsere mama.

Sie ist 2009 an Darmkrbs erkrankt und Operiert mit künstlichen Ausgang Chemo danach abgelehnt, ging soweit alles gut anfang juli 2010 der schock Mama ist im KH Der krebs hatte gestreut jetzt Metastasen im rechten Lungenlappen 6cm große herde.
Jetzt macht sie eine Chemo weil die Ärzte nicht mehr Operieren können.
Erste Chemo lief über48 stunden im KH dann nach Hause ging ihr recht gut war ein Montag Mittwoch nach Hause Sonntag wieder ins KH ging ihr ganz schlecht.
Wir können froh sein das sie das Übelebt hat, hat der Arzt gesagt war verdacht auf Darmverschluss was sich nicht bestätigt hatte dann der nächste schock es sind noch mehr metastasen gefunden worden im kleinen becken in blasen nähe.
die erste woche im KH ging ihr das nicht so wirklich gut dann wurde es aber besser die zweite woche ist sie Operiert worden sie haben ihr eine harnleiter schiene eingesetzt es war sehr knapp gewesen ansonsten hätte sie noch einen künstlichen ausgang gehabt.
jetzt bekommt sie eine andere Chemo die erste war wohl zu hoch dosiert.
Bekommt jetzt FolFox6 und Erbitux
Wir hoffen nur das es alles gut geht.


Ich wünsche allen betroffenen und angehörigen ganz viel glück und kraft das ihr den krebs besiegt.

Midnight
05.09.2010, 23:42
Hallo :o

Mein Name ist Ines und ich bin 27 Jahre alt.

Meine Schwiegermutter (die wie meine eigene Mutter ist) hat seit Oktober '09 Krebs.

Erst wurde Gebärmutterkrebs (gutartig) festgestellt, bei einer Kontrolluntersuchung ein paar Monate später wurde eine Gist-Tumor festgestellt, der trotzdem Bestrahlung und Tabletten-Chemo nicht weggegangen ist.

Nun klagte sie vor zwei Wochen über u.a. Schmerzen im Bauch und noch dazu das ihr Bauch stark aufgebläht ist, haben wir erfahren ist dieser wieder gewachsen und in die Muskeln eingewachsen und hat dazu noch gestreut (15 Metastasen)

Am Freitag hat sie ihren Port bekommen und ab Die bekommt sie Chemo beginnen, falls diese nicht Anschlägt wird noch eine zweite Versucht fällt diese auch flach, besteht keine Chance mehr auf Heilung oder auf ein Stop von dieser Krankheit.


Liebe Grüße

MissLisa
12.09.2010, 18:13
Hallo, wie gut dieses Forum gefunden zu haben.

Mein Lebensgefährte ist an Darmkrebs erkrankt. Vor ca. 3 Monaten kam die Diagnose nach einem Darmverschluß und OP. Mit der Chemo hat er schon begonnen. Leider muss sie derzeit wg. einem Abzeß unterbrochen werden. Er hat auch Metastasen an anderen Organen. Aber ein genauer Überblick über seinen Krankheitszustand fehlt uns noch. Er war in den letzten Wochen so in einem Schockzustand, seine Psyche hat nur ganz langsam überhaupt die Diagnose realisiert. In den letzten Wochen kämpften wir vor allem mit seinem extremen Untergewicht. Es kommt jeden Tag ein Pflegedienst, da er nachts eine künstliche Ernährung erhält. Außerdem versuchen wir mit zusätzlichem Eiweiß wieder etwas an Gewicht zuzulegen.
Es sind so viele Fragen auf uns eingestürzt. Hoffe, dass wir durch dies Forum ein wenig besser damit umgehen und uns fit machen können. Werde mich erstmal ordentlich durch die Beiträge lesen.

morbius
14.09.2010, 20:15
Hallo.
Also ich bin morbius ( Daniela ) bin 34 jahre alt und verheiratet. Mein Paps ist am Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und befindet sich jetzt im Endstadium. Mein Mann bekam letztes Jahr mit nur 37 Jahren einen Herzinfarkt und seit dem hat er immer wieder gesundheitliche Probleme. Zur zeit liegt mein Privatleben auf Eis da ich für Mama papa und meinem Mann da sein will. Leider ist mir mein kleiner Bruder (32) nicht grade eine hilfe ( ich denke er kommt mit der ganzen Situation nicht klar) Ich weiß nicht wie lange ich das alles noch schaffe.
Lg
morbius

Claudia1982
18.09.2010, 19:57
hallo ich bin claudia und auch neu in diesem forum.

mein vater hat krebs, diagnose seit letztem jahr januar, erst nierenkrebs, linke niere wurde entfernt, dann metastasen in der lunge, operativ entfernt ohne chemo jetzt erneute metasten (2 an der zahl) gefunden, was nun passiert weiß ich noch nicht das wird das nächste gespräch im oktober zeigen.

ich bin sehr froh, dass es ein solches forum gibt und hoffe hier viel mut und kraft zu bekommen aber auch geben zu können.

liebe grüße
claudia

chelsea26
23.09.2010, 19:01
hallo

ich bin neu hier bin 26 jahre alt und heisse sabrina und komme aus wien

vor 3 wochen hat meine mama in der nähe ihrer achsel ein knötchen gefunden worauf sie gleich zum arzt ging, alle untersuchungen wurden gemacht, aufatmen es ist nichts schlimmes nur geschwollene lyphknoten.... ok aber 1 woche später als ihr eine gewebeprobe entnommen wurde hiess es dann Brustkrebs :eek: seit dem, denke ich nur darüber nach weine sehr viel und oft aber versuche stark für meine mama zu sein.

sie wurde schon operiert jedoch liegt der krebs iergendwo, wo sie ihm nicht finden können :confused:

jetzt muss sie am 29.9 ins spital, da bekommt sie so ein schälchen für die chemo rein und am 30.9 ist die erste chemo.... ich habe mir schon frei genommen für den tag.
insgesamt bekommt sie 6 mal chemo und dann bestrahlungen..... hab schon sehr grosse angst um sie

ok sorry das ich euch gleich so zutexte und das ohne fachsprache (das kommt sicher noch gg)
aber ich finds iergendwie schön, sich mit anderen auszutauschen

lg aus wien

sternchen49
24.09.2010, 15:56
@claudia 1982 und chelsea26

Herzlich willkommen hier im Forum. Wir alle begegnen uns hier, weil wir selbst oder ein Angehöriger an Krebs erkrankt ist und wir uns Rat, Unterstützung und Hilfe erhoffen, aber auch die Möglichkeit, Eigenes abzuladen und Meinungen von anderen, die in ähnlicher Situation sind, zu lesen.

Ich bin über einen Link, den ich bei meinen Recherchen zur Krankheit meines Mannes entdeckt habe, hier ausgekommen und fan es zunächst sehr schwierig, hier zu lesen oder selbst zu schreiben. Das geht inzwischen besser.

chelsea26:

Du schreibst, daß Deine Mutter an Brustkrebs erkrankt ist, man den Primär-Tumor aber nicht finden konnte. Das ist bei Brust-Krebs nicht außergewöhnliches (haben uns die Ärzte in der Uniklinik erklärt). Er sitz dann irgendwo ganz anders, behandelt und therapiert wird aber auf Mamma-Karzinom.

Mein Mann hat ein Karzinom entweder in den Gallengängen oder in der Bauchspeicheldrüse. Primär-Tumor trotz sorgfältigster Diagnostik nicht zu finden, dafür Metastasen (eine sehr große, 10 kleine) in der Leber. Im letzten jahr war noch alles in Ordnung, keine Auffälligkeiten im Labor.

Und als Anfang des Jahres die Beschwerden (typische, wie wir heute wissen), auftraten, war es schon zu spät: Nicht heilbar, keine OP, keine Chemo. Einzig möglich: Lebensqualität verbessern und Lebenszeit verlängern. Man nennt das "palliative Therapie".

So, mehr möchte ich jetzt nicht schreiben. Habe ich hier im Forum unter sternchen 49 an anderer Stelle schon getan.

Die Welt bleibt einen Moment lang stehen, wenn man eine solche Diagnose bekommt, die Sonne scheint nicht mehr so hell, wie vorher und über allem (so empfinde ich das für mich), schwebt eine dunkle Wolkfe, die nur ganz selten mal weggeht. Aus einem irrigen "unendlich" wird innerhalb von 5 Minuten ein "endllich". Damit umzugehen, das anzunehmen und trotzdem zu leben und diesem begrenzten gemeinsamen Leben, das nun schon über 40 Jahre dauert, so umzugehen, als könnte es viel zu schnell zu Ende gehen und noch Freude zu empfinden und Dinge gemeinsam zu geniessen: Das ist nicht einfach.

Ich wünsche Claudia für ihren Vater und chelsea für ihre Mutter und natürlich Euch beiden: Alles Gute.

sternchen49:)

Soee
30.09.2010, 20:18
hallo ich wollte mich auch mal kurz vorstellen :cool:
heise im echten leben verena und bin 20 jahre alt.
bei meiner mutter wurde vor einem jahr lungenkrebs festgestellt :(
durch ne op und chemo is er auf dass 8fache geschrumpft hatten schon wieder hoffnung
aber vor 4 tagen haben wir sie wieder ins krankenhaus fahren müssen weil sie total nemen sich stand und wir nicht wüssten was wir machen sollten.
die artzte haben dann 5 taubeneier große metas im gehirn festgestellt und natürlich am nächsten tag gleich mit der bestalung auf den kopf begonnen.
sie ist kaum noch ansprechbaar und benimmt sich wie n kleinkind.
is ja auch kla mit so nem zeug im kopf:confused:
naja wollte mich hir mal schlau machen weil die ärtze oder auch mein pa nicht viel dazu sagen :(
auser eben dass alles wieder gut wird aber ich kann mir ja denken dass die changsen eher schlecht stehen
lg verena

SabineB
04.10.2010, 19:00
Ich heiße Sabine, bin 31 Jahre alt und derzeit mit meinem inzwischen einjährigen Sohn noch ein weiteres Jahr in Elternzeit.

Meine Mutter erkrankte zweimal an Brustkrebs, hatte ihn aber beide Male bekämpfen können. Leider verlor sie eine Brust dadurch. Letztendlich starb sie dann nach einem operierten Herzklappenfehler, einem Schlaganfall und der darauffolgenden Depressionen meiner Meinung nach an den vielen Medikamenten und deren Nebenwirkungen. Die genaue Todesursache ist mir leider nicht bekannt :(

Zum Jahreswechsel wurde bei meinem Vater nun Lungenkrebs diagnostiziert - Stadium IV T3 N1 M1. Kurz darauf musste er wegen einer Metastase im 1. BWK operiert werden, da er sonst bald von dort an abwärts gelähmt gewesen wäre. Die OP verlief gut, doch die Chemo mit Taxol/Carboplatin musste mehrfach unterbrochen und letztendlich wegen einer schweren Sepsis abgebrochen werden. Inzwischen liegt er nur noch, hat starke Schmerzen und nimmt kaum noch Nahrung zu sich.
Da ich 200 km entfernt wohne und er selbst nicht über den Krebs spricht, komme ich nur schwer an Informationen ran. Das erste richtige Arztgespräch konnte ich im Juli führen und bekam endlich die ersten Informationen. Das Gespräch mit der Ärztin brachte für mich die erschütternde Erkenntnis, dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt. Da seine Freundin ihn kurz nach der Diagnose verlassen hat, planten wir seinen Umzug zu uns nach Beendigung der Chemo. Er hatte sich schon so darauf gefreut - vor allem auf seinen Enkel. Jetzt hat sich sein Zustand innerhalb von nur drei Wochen so drastisch verschlechtert, dass ich ihn wohl in ein Pflegeheim geben muss. Wir fahren am Freitag erst hin, eher geht es nicht. Ich weiß noch nicht, wie es nun weitergehen soll und was genau auf uns zukommt ...

mrs.krabappel
06.10.2010, 21:41
Hallo,

ich heiße Sandra, bin 35 und Mutter von 2 Kindern. Ich hoffe eigentlich immer noch ein bisschen, dass ich gar nicht so richtig hierhin gehöre...
Mein Vater ist seit Sonntag wegen verschiedener diffuser Beschwerden im KH, jetzt kam von der Ärztin der Verdacht, er habe Krebs. Ein Adenocarcinom, evtl. Magen oder Darm. (Der Verdacht begründet sich auf eine Untersuchung des Punktats aus Papas Herzbeutel - er hatte einen schweren Pericarderguss mit massiver Kompression, der ihm Montag fast das Leben gekostet hätte. In dem Punktat fand am irgendwelche Anzeichen für ein Adeno-CA.)
Morgen ist die Magenspieglung, übermorgen dann die Darmspieglung und wenn beides neg. ist, dann folgen weitere Untersuchungen der Bronchen etc.
Im Moment habe ich viele Fragen und bin deshalb hier gelandet.

LG
Sandra

sonja zankl
07.10.2010, 12:14
Hallo.
Mein Name ist Sonja. Ich bin 34 Jahre alt und arbeite als OP-Schester in München, bin gebürtig aus dem Bayerischen Wald.
Letzte Woche ist mein Vater,59, mit schweren Atemproblemen und Egüssen im Herzbeutel und der Lunge in die Klinik gekommen.
Nach einigen Untersuchungen und Punktionen steht seit Montag fest, das er Lungenkrebs hat. Der entgültige Pathologiebericht liegt noch nicht vor, und ich weiß nur das es sich um ein Adeno-Ca handelt, und wohl nicht operabel ist. Jetzt ist erstmal Chemo angesagt.
Ich bin seitdem völlig am Ende. Das haut mich um.
Ich hab`seit über zehn Jahren jeden Tag an Menschen mit solch einschneidenden Diagnosen mit rumgeschnippelt; ich müsste eigentlich damit umzugehen wissen..., eigentlich.
Ich bin nicht mal fähig mit ihm zu telefonierern, weil ich vor lauter weinen, kein Wort rausbringe.
Ist alles soooo furchtbar schlimm...

:angry:
Sonja

Nessa88
09.10.2010, 10:20
Hallo,
ich heiße Vanessa und bin 22 Jahre alt. Bei meiner Mutter wurde gestern Brustkrebs festgestellt. Die OP hatte sie bereits, da uns nach einer Biopsie zunächst gesagt wurde es würde sich um eine Vorstufe handeln (DCIS). Nach der Untersuchung des entnommenen Gewebes wurde uns mitgeteilt,dass es doch schon ein Tumor gewesen ist. Nachträglich werden ihr jetzt noch die Lymphknoten entfernt:( Ich bin so traurig und hilflos im Moment aber freue mich hier mit anderen Angehörigen sprechen zu können. Ich schicke euch liebe grüße und wünsche euch viel kraft

KlickKlack
09.10.2010, 23:09
hai an alle :D

Ich bin "KlickKlack" bin 19 jahre alt...in der 12 klasse lebe mit meiner ma und meiner schwester(24) zusammen....
meine mutter hatte vorlanger zeit gebärmutterhalskrebs ist alles super verlaufen (zum glück)
...
doch dieses jahr 10 tage vor mein geburtstag musste sie wieder ins krankenhaus...sie sagte mir es sei nichts schlimmes...dannach war ich 2 wochen weg hatte kein gutes gefühl....

als ich dann nach hause kam wollte ich wissen was los ist....sie sagte mir das sie wieder an krebs erkrankt ist...diesmal ist es weißer hautkrebs....

es ist echt schwer für mich...da ich sie sehr liebe und immer passiert ihr was...sie macht eine therapie...erst ging es ihr nicht so gut doch es wird immer besser...
doch das schlimmste an der sache...meine schwester macht ihr vorwürfe macht nichts im haushalt...und so weiter... meine mutter kann es nicht mehr ... sie ist so geschwächt von der therapie aber meine sis merkt es nicht...

jetzt bleibt alles an mir hängen...aber am meisten ergert es mich das die "beste freundin " von meiner mutter sich ein sch...dreck um sie kümmert....

so danke...selbst diese "paar"zeilen taten schon gut zu schreiben...

Tiiine
11.10.2010, 22:02
Hallo...
Ich bin Kristine und 19 Jahre alt.
Vor einem Jahr haben wir erfahren das mein Opa an Lungenkrebs leidet. Es wurden 4 Tumore in der Lunge festgestellt. Die Chemotherapien sind bis jetzt ganz gut verlaufen, wenn man von allen Nebenwirkungen absieht! Alle Tumore haben sich halbiert...es wurde eine Chemopause von ca 3 Monaten angesetzt!
In dieser Zeit hatte mein Opa mehrere Schlaganfälle und liegt jetzt halbseitig gelähmt im Krankenhaus!
In dem ganzen Jahr habe ich meine Hoffnung nie aufgegeben, aber jetzt ist sie so ziemlich verschunden...vll schreibe ich gerade deshalb in dieses Forum...es fällt mir einfach leichter darüber zu schreiben als mit jemandem zu reden oder vll auch noch meiner Familie ihre Hoffnung zu nehmen

Liebe Grüße

KevinG1987
13.10.2010, 17:23
Hallo.

Ich bin Kevin, 23 Jahre alt, aus Hessen.
Gestern, 12.10.2010, haben wir erfahren das meine 45 jährige Mutter Lungenkrebs hat. Ist ein riesen Schock.

Wir wohnen in einem kleinen Dorf.
Ich spiele Schlagzeug in meiner band, was ein gutes Ventil für Aggressionen ist.
Snowboarde im Winter gerne, Lese viele Krimis, Mag amerikanische Sportarten vorallem: Eishockey, Baseball und Football.

Ich habe seit 6 Jahren eine Freundin mit der ich sehr glücklich bin und die mir und meinem Vater zur Zeit sehr zur Seite steht, was und ein wenig Kraft gibt.

Joa. Habe Elektroniker für Automatisierungstechnik gelernt und mache derzeit in Weilburg auf der TA meine staatlich geprüften Techniker und hoffe, das ich bald einen klaren Kopf bekomme, um die Klausuren und die Prüfung im Frühjahr nicht zu versauen.

Soweit erstmal zu mir.

Liebe Grüße aus dem Limburg-Weilburger Raum.

Kevin

witch812003
20.10.2010, 00:24
Nun denn dann stell ich mich mal vor jetzt ist ja schon überfällig.
Ich heiße Heike bin 29 Jahre verheiratet und habe einen 2 Jährigen sohnemann.
Mich hat es leider auch hier her geführt weil meine liebe Mama im Mai 2009 die Diagnose kleinzelliges Bronchialcarzinom erhalten hat sie hat dann tapfer gekämpft gegen diesen Lungentumor und alles sah aus als könnte sie gewinnen doch dann kamen Metas im Lymphknoten dazu auch gegen diese nahm sie den Kampf auf doch als dann die Metas im Hirn dazu kamen wurde sie aufgegeben von ihrer behandelnden klinik aber sie gab nicht auf und wir gingen in eine andere Klinik um dort eine 2 Meinung einzuholen eine weitere Chemo wurde begonnen doch nach dem 2 Zyklus stand fest die Chemo bringt nix also kam sie dann auf die Palliativ Station bei mir und später als alles nötige zuhaus war kam sie für ihre letzte Zeit zu mir dort pflegte ich sie dann weiter mit meiner Schwester bis sie am 20.08.2010 um 0.34 den letzten atemzug gemacht.
Ich musste Mama gehen lassen das weiss ich aber es ist wirklich unerträglich so weiter zu leben als meine Mama bei mir war hatten wir glaube ich mit die schönste Zeit gemeinsam ich war bis zum letzten Atemzug bei ihr so wie ich ihr das versprochen hatte und es auch selber wollte dennoch habe ich unterbewusst die hoffnung gleich aus diesem sch... traum aufzuwachen sie fehlt mir so sehr :cry:

wbl66
21.10.2010, 16:15
Hallo Leute.

Habe seit einiger Zeit so etwas wie dieses Forum gesucht, weil ich merkte das ich das mit dem Krebs meiner Mutti doch nicht so verarbeitet habe wie ich dachte. Es kommt immer wieder aus mir raus und ich muß weinen, kann nix dagegen tun.
Ich bin 43, single, meine name ist annett, arbeite in einem call center, wohne in Leipzig und mein Sohn 22 ist beim Bund. Ich habe noch einen Bruder, auch Single, ein jahr älter und zur Zeit ist unsere Geschwisterbeziehung etwas `gestört`sag ich mal, weil ich wut und kein Verständniss für sein Verhalten habe.
Meine Mutti hatte Krebs (Brust), naja hatte ist auch so ein Ding, das hat man irgendwie bis zum Ende, diese Diagnose, weil man ja nie weiß, auch wenn jetzt alles gut ist, ob das auch so bleibt. Meine Ma ist 67 und wir sind ohne Vater groß geworden. Als Sie die Diagnose Krebs bekam (2009) stand ich Ihr bei und tu das heute noch, was selbstverständlich für mich ist. Sie ist meine Ma und meine Freundin, wir haben ein Super Verhältniss. Habe alle Termine mit Ihr wahrgenommen, habe Sie zu jeder Chemo gebracht und geholt, viele viele Gespräche mit Ihr geführt und Ihr sogar die Haare abrasiert als es soweit war. Das war schlimm für mich, ich dachte sie sieht jetzt aus wie früher im II. Weltkrieg, als den leuten die Haare geschorren wurden und ich kam mir so sch... vor aber es mußte ja sein, das hatten wir besprochen. Ich war immer Stark und hab mir nix anmerken lassen. Keiner wußte wie es in mir drinnen ausssieht. Es kam vor das ich Sie zur chemo abgab und noch im Krankenhaus kaum aus dem Zimmer war und rotz u wasser geheult habe. Man wußte ja nie wie es ihr am nächsten tag ging. Meine Mutter war nie krank in Ihrem Leben, sie ist immer für alle u jeden da und denkt zuletzt an sich. Mich hat das manchmal geärgert, weil Sie auch nie jemanden zur Last fallen wollte un will und selbst die Krankenschwestern nicht zur last fallen wollte, was schachsinn ist. Dafür sind sie ja da. Aber meine Mutter ist halt so und ich glaube die ändert sich auch nicht mehr. Gestern habe ich sie zur kur gefahren und ich hoffe sie erholt sich gut. Erst wollte sie ja nicht zur kur aber ich babe sie dann zum arzt geschleppt und der hat es ihr dann auch geraten und nun ist sie ja auf erholung.
Mein Bruder hat sich nie gekümmert, er konnte wohl das elend nicht sehen. Er war immer nur da wenn es ihr `gut` ging, hat sich nicht einmal bei mir bedankt das ich das alles hinbekommen habe. Mußte ja meine dienste dementsprechend danach richten und einen haushalt habe ich auch noch. Es ist doch auch seine Mutti, wir haben nur Sie. Sie hat uns alles gegeben uns gut erzogen, sie hatte es auch nicht immer leicht. Im gegenteil, er halste ihr noch Termine auf, obwohl da wo er wohnt leute im Haus da gewesen wären aber nein der Herr muß ja Mutti fragen und die fährt natürlich. Ich habe da auf sturr geschalltet und hab sie mit bus und bahn fahren lassen. Wenn was pasiert wäre, hätte er Schuld gehabt, dieses weichei. Seitdem ist Funkstille zwischen uns und ich weiß nicht ob sich das mal ändert. Bin enttäuscht von meinen großen Bruder.
Die Familie ist super, ich konnte immer anrufen o reden aber am ende fühl ich mich irgendwie alleine. ich weiß nicht, ich reiß mir den A... für sie auf u mein Bruder der denkt nicht nach. Was soll man davon halten? Warum ist der so? Für Ihn ist das jetzt abgehagt und gut ist. Nach mir fragt der nicht. Ich bin immer Stark aber wie es innen aussieht, sieht keiner und sieht man mir auch nicht an.

So, jetzt habe ich mir mal einges von der Seele geschrieben und hoffe ich nerve nicht.

Liebe Grüße Annett

mia32
22.10.2010, 17:15
Hallo,

mein Name ist Mia, bin 32 Jahre und habe vor 3 Wochen erfahren, das meine Mutter (67) ein Lungenkarzinom (wahrscheinlich großzellig, die Bronchoskopie führte zu keinem Ergebnis) und COPD hat. Leider ist der Tumor unheilbar, da schon zu groß und in die Brustwand eingewachsen. Sie ist nie zum Arzt gegangen und hat immer alle Krankheitszeichen verdrängt, obwohl meine Schwester und ich sie immer wieder dazu aufgefordert hatten. Als es inzwischen unübersehbar war, dass es ihr richtig dreckig ging, konnte ich sie endlich überzeugen. Im Krankenhaus hieß es noch, dass sie Bestrahlung bekommen könnte, damit die Schmerzen weniger werden, aber die Strahlentherapie-Ärztin hat uns davon abgeraten, weil es zu wenig Nutzen bringen würde. Der Tumor hätte auch schon die Rippen angegriffen und zusätzlich würden die Fahrten zur Bestrahlung sie noch zusätzlich zu sehr belasten. Nun bekommt sie MST und Ibuhexal, sowie Medikamente gegen den erhöhten Blutdruck etc.. Wie ihr seht, kam ein Hammer nach dem anderen und nach der ersten Zeit, die ich völlig neben mir stand, geht es langsam ein klein wenig besser, so dass ich wenigstens in der Lage bin, hier ein wenig zu schreiben.

LG Mia

edith57
22.10.2010, 21:51
Ich heisse Edith, bin 53 Jahre alt und mein Mann (56) hat gestern die Diagnose hochgradiger Verdacht auf Bronchialkarzinom und Verdacht auf Lymphknotenmetastasen erhalten.

Wir sind gestern ins Krankenhaus "eingerückt" weil er eigentlich heute eine Bypass-Operation gehabt hätte. Er leidet unter pAVK III und sein vor 10 Monaten gesetztes Interponat ist schon wieder verschlossen. Im Zug der Voruntersuchungen wurde ein Torax-Röntgen gemacht. Nachdem sich auf der Lunge ein Schatten zeigte, wurde dann noch ein CT angeordnet.

Und als wir gestern in Krankenhaus kamen, bekamen wir mitgeteilt, dass die dringend notwendige Operation an den Gefäßen auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss, weil der Tumor in der Lunge zuerst behandelt werden muss. Es wurde dann noch ein CT gemacht und etwas in der Leber entdeckt, allerdings soll es sich hier nicht um eine Metastase handeln.

Gestern wurde noch ein Lungenkapazitätstest durchgeführt, heute eine Bronchoskopie. Morgen darf ich ihn für 4 Tage nach Hause holen. Nächsten Mittwoch wird ein PET gemacht und am Donnerstag wahrscheinlich eine Lungenbiopsie. Dann wird entschieden wie es weiter geht.

Ich kann das alles gar nicht glauben, er hat schon so lange gelitten mit seinem kranken Bein, das jetzt nicht operiert werden kann. Warum muss er das jetzt auch noch ertragen. Ich will ihn nicht verlieren - wir sind seit 34 Jahren zusammen und er ist nicht nur mein geliebter Ehemann, sondern auch mein bester Freund.

_lunula_
25.10.2010, 20:31
Guten Abend zusammen,
ich, w. 41, habe mich im Forum angemeldet, weil bei meiner Mutter (71) der Verdacht auf einen Tumor im Bereich der Mundschleimhaut besteht. Sie leidet seit längerem unter Leukoplakie und geht damit regelmäßig zur Kontrolluntersuchung in die hiesige Kieferklinik. Nachdem sich eine Stelle in kurzer Zeit sehr stark verändert hat und meine Mutter über Schmerzen klagt, steht nun die Operation unmittelbar bevor.
Erschwerend kommt hinzu, dass sie COPD-Patientin ist und ein Sauerstoffgerät trägt.
Wie die OP verlaufen wird, welches der Befund ist und was danach kommt, all das ist so ungewiss.

LaLa1983
30.10.2010, 14:01
Hallo,

ich möchte mich auch vorstellen.
Ich heiße eigentlich Maria, bin 27 Jahre alt und arbeite bei einer Versicherung.
Mein Papa hat Lungenkrebs.

Und wie so einige hier habe ich auch ein Pferd.

Ja das wars jetzt....... mal. Bei Fragen...... meldet Euch.:laber:

Akelei
01.11.2010, 22:23
Hallo,

dann auch ich mal. Ich bin (noch) 32 Jahre und habe auch ein Pferd...

Meine Mutter bekam 2009 die Diagnose Lungenkrebs, wurde erfolgreich operiert und galt danach als krebsfrei. 4 Kontrollen im Abstand von je 3 Monaten blieben erfreulich. Nun nach einem weiteren halben Jahr gab es letzte Woche die Diagnose "Hirnmetastasen". Weitere Untersuchungen folgen.

kasi1971
01.11.2010, 22:28
hallo zusamen.. ich stelle mich auch mal kurz vor..
bin der karsten bin 39 jahre alt verheiraratet und einen 18 monate alten sohn.
es geht um meinen papa geboren 1936 der auch nie zum arzt ging,weil was kommt, geht auch wieder sein motto.. mein bericht steht im forum für angehörige.

lg kasi

fraunachbarin
04.11.2010, 14:47
so da bin ich...seit zwei tagen bin ich angehöriger einer krebskranken.
es ist meine mutter, sie ist erst 66 und hat leberkrebs. vorangegangen ist eine zirrhose duch hepatitis-c-infektion. sie hat wenig heilungschancen, das wurde uns vorgestern kargemacht. ihr allgemeinzustand ist nicht gut, auch eine enzophalopathier II. grades wurde bei ihr festgestellt.
ich selber weiß nicht damit umzgehen. ich bin versteinert und kann nicht weinen oder so. geht einfach nicht.
ich bin 41, alleinerziehende mutter von 4 kindern und vor drei jahren wurde bei meiner ältesten ein hirntumor festgestellt, dazu war sie noch anorektisch.
es war eine sehr schwere zeit und letztes jahr im oktober wurde sie dreimal innerhalb einer woche am hirn operiert, und es war jedes mal ein großes risiko dabei. auch da war ich wie versteinert, konnte nicht weinen.
ihr gehts mittlerweile gut, sie hat sich toll erholt.
jo und nun diese diagnose. hab mit meiner mutter nicht den besten kontakt, doch jetzt möcht ich für sie da sein. sie selber hat glaub noch gar nicht genau registriert was los ist. sie redet es schön und wir kinder lassen sie das auch machen.
hoffe hier ein wenig stütze zu bekommen. danke

Nordlichter M&M
18.11.2010, 12:59
Hallo zusammen,
möchte mich hier auch kurz vorstellen. Mein Name ist Marion bin 39 Jahre alt, verheiratet und habe einen Sohn der 18 Jahre ist. Bin schon länger stille Mitleserin hier im Forum, hab mich irgendwie nicht getraut selbst zu schreiben. Auch ich bin Angehörige, mein Mann ist seit März mit NHL dabei. Irgendwie begann alles wie im schlechten Film. Mein Mann hat voll gearbeitet, Montags noch Fußball gespielt und am Donnerstag saßen wir schon auf der Krebsstation. Wir dachten alles läuft super. 6 x Chemo, danach einen Monat jeden Tag Bestrahlung und alles sollte wieder so sein wie früher!!Mein Mann war recht fit. Leider kam alles anders. Wir hatten die Bestrahlung gerade hinter uns als es meinen Mann schlechter ging. Der Termin zur Abschlußuntersucheung am 25.10. haben wir nicht erreicht. Er kam am 23.10. mit schwerer Lungenentzündung in die Klinik, wir wussten nicht ob wir es schaffen. Es folgten wieder viele Untersuchungen, Hochdosischemotherapie würde angefangen. Mein Mann liegt seit dem im KH, soll jetzt nächste Woche im UKE in Hamburg vorstellig werden Zwecks Stammzellenspende. Kann mir jemand Zwecks Stammzellenspende weiterhelfen bzw. Tips geben?

Tippy86
29.11.2010, 22:05
Hallo ihr Lieben!

Ich heiße Jessy, bin 23, Studentin für das Lehramt am Gymnasium Sek. II mit den Fächern Deutsch/Religion in NRW. Ich habe zwei Meerschweinchen, eine Hamsterdame und jaaaa- auch ein Pferd:knuddel:

2005 erkrankte meine Mutter an Ovarialkarzinom Stadium III.Damals war ich gerade 17. Behandlung mit Total-OP und Chemo mit Taxol 6 Zyklen. Der Tumormarker war danach im Normalbereich, ihr ging es auf Deutsch gesagt "gut".

September 2009: Meiner Mama ging es immer schlechter und schlechter. Tumormarker wieder auf 600, Metastasen an Leber, Lunge und den Lymphknoten der Aorta. Nach erfolgloser Chemo-Behandlung im örtlichen Krankenhaus stieg der Tumormarker weiter und weiter, sie galt hier als austherapiert, daher

Februar 2010: Wechsel an die Uniklinik Essen in eine Studie unter Leitung von Dr. Wimberger, mittlerweile bekommt meine Mama die dritte Chemo, die anderen haben leider nicht angeschlagen und sie hat auch wieder Wasser im Bauch. Metastasen an der Nebenniere entdeckt im November 2010, schlechter Allgemeinzustand, neue Chemo mit Caelyx. Wieder Hoffen und Bangen, dass die Lebensqualität sich verbessert.

Ich hoffe auf tröstlichen Austausch mit euch und wünsche euch und euren Familien viel Kraft und alles Gute.

Denn, ich denke euch geht es auch oft so: ICH BIN SO VERZWEIFELT; ICH HABE SOLCHE ANGST!!! Und meine Psyche macht mir oft zu schaffen...

Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet,

Jessy

sternchen49
30.11.2010, 16:33
Hallo Jessy,

wie alle Geschichten hier im Forum ist Eure (die, Deiner Mutter und Deine), schlimm.

Ich möchte Dir heute nur schreiben, dass ich Deinen Beitrag gelesen habe, mit Dir fühle und Dir bestätige, dass bei einem solchen Krankheitsverlauf und der Diagnose Verzweiflung und Angst der alltäglich Begleiter sind. Angst lähmt allerdings, und ich würde mir überlegen, ob es für Dich nicht besser wäre, die sogenannte professionelle Hilfe in Form einer Psychologin/Psychotherapeutin in Anspruch zu nehmen. Das alles neben Deinem Studium aushalten und ertragen zu müssen, ist einfach zu viel. Eine gute Therapeutin (ich schreibe aus pers. Erfahrung), ist in der Lage, Dich auf Gedanken zu bringen, die Dir in Deiner großen Angst selber nicht kommen würden, Dir Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, die Dir helfen können (und mir geholfen haben), es etwas leichter und besser zu tragen. Nur so habe ich hinbekommen, die Stütze für meinen schwerstkranken Mann sein zu können, die er braucht. Ich begleite ihn grundsätzlich zu allen Terminen und Behandlungen, unterstütze ihn bei allem, was er braucht, macht und tut oder auch nicht tut!! Ich teile seinen Optimismus, unterstütze seine Pläne und teile mit ihm seine Hoffnungen, die er seit Beginn der Therapie durchaus wieder hat und nch den guten Ergebnissen haben kann.

Ich wollte Dir einfach ein paar Trostworte und etwas Zuspruch geben. Wenn du magst, melde Dich einfach wieder.

Zur Krankheit Deiner lieben Mama kann und will ich nichts sagen, weil ich davon null Ahnung habe und deshalb einfach mal schweige.

Alles Liebe für Dich und Mama.

sternchen49;)

jessilessi
06.12.2010, 15:26
Hallo, ich schreibe nn zum ersten mal. Mein Name ist Jessica, bin 33 Jahre und habe drei kleine Kinder. Meine Mama (57 J.) ist seit 4 Wochen an EK St III erkrankt. In meinen leben hatte ich viele psyschiche erkrankungen und seit meinen Kindern gibt es auch wieder einen sinn im Leben. aber jetzt ist meine ganze "heile" welt zusammengebrochen, ich kan kaum klar denken.Sie wurde aufgemacht, zugemacht und bekommt jetzt erstmal die üblichen 6 Chemos. Aber das kann es doch nicht sein , oder? Ich hab mich schlau gemacht und bin somit zum Prof. Du Boin gelandet. Er ist momentan in der Uniklinik Wiesbaden und wechselt zum 1.1. 2011 nach Esse. meine Mama hat sofort dort einen termin bekommen und soll nach Ihrer 3. Chemo ,mitte januar, sofort nach Essen kommen, wo sie dann sofort nochmal operiert wird. Man hat uns gesagt, das A und O wäre die OP das man so viel Krebs wie möglich entfernt. dann bekommt sie wieder chemo. Hat jemand erfahrungen mit diesem Professor? Wie geht es weiter, wird sie in den nächsten 5 Jahren sterben ? den Gedanken halt ich nicht aus ohne meine Mama leben zu müssen. Wir haben keinen Krebs in der Familie , alle meine Omas leben noch mit 90 Jahren, das ist doch unfair. wie kann ich mich als Tochter in zukunft vor dieser Krankheit schützen ? wen ihr mir helfen könnt schreibt bitte .Ich habe seit dem ständig das Gefühl reden zu müssen.
LG Jessica

Rösschen
09.12.2010, 12:52
Hallo,
es ist mir ein Rätsel, wie ich hier einen Beitrag verfassen kann. Wäre schön, wenn mir jemand helfen kann. Danke

sternchen49
09.12.2010, 18:03
Willkommen Rösschen:)

Tatsächlich kam mir das Forum im Anfang auch sehr unübersichtlich vor. Wenn Du länger "unterwegs" bist, gibt sich das von ganz alleine.

Ich würde Dir vielleicht vorschlagen, dass Du Dich im Forum "Angehörige stellen sich vor...." bekannt machst. Wenn Du selbst an Krebs erkrankt bist, solltest Du Dich da ebenfalls kurz vorstellen.

Du hast immer am oberen Bildschirmrand - unter dem Logo "Krebs-Kompass" genau den Pfad, wo Du Dich gerade im Forum aufhälst.

So, wenn Du etwas schreiben möchtest, dass in keins der Unterforen paßt (was ich mir aber nicht vorstellen kann), suchst Du Dir das aus, welches für Dein Thema am besten geeignet ist. Es werden ja fast alle Krebserkrankungen hier behandelt.

Und dann würde ich für mich einen neuen Thread aufmachen, d.h. ein bißchen suchen und dann "Neues Thema" aktivieren. und dort schreibst Du, was Du auf dem Herzen hast. So ist sichergestellt, dass sich da (möglichst) niemand einfach anhängt.

Nur Mut, die ersten Male habe ich auch gesucht und auch heute finde ich nicht immer alles so schnell, wie ich möchte. Blättere mal hier und dort, benutze man oben links das Logo, klicke es und schau, was darunter im "Baum" passiert.

Ich hoffe, es klappt.Wenn nicht, Hilfe aufrufen oder hier noch mal nachfragen. Hilfe kommt immer.

Schönen Abend

sternchen49

Roadrunner2412
13.12.2010, 21:50
Hallo,
auch ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Harald, bin 42 Jahre alt und habe eine 14-jährige Tochter und einen 8-jährigen Sohn. Bei meiner Frau wurde im Juni diesen Jahres Lungen- und Enddarmkrebs diagnostiziert. AUssage des Onkologen "ohne Chemo haben sie noch 8 Wochen zu leben". Meine Frau hat dann eine Chemo gemacht und sich dann für eine naturheilkundliche Therapie entschieden, mit Elektrocancer-, Eigenblut- und Wärmetherapie etc. Sie hat jede Menge Nährstoffe zusätzlich zu sich genommen und lebt .... bedeutend länger als die vorausgesagten 8 Wochen. Bei einem PET-Scan nach 3 MOnaten wurde festgestellt, dass rund um die Leber alles voll mit Tumoren und Metastasen ist, aber die Lunge sowie die Lymphknoten tumorfrei sind. Ihr gesundheitlicher Zustand hatte sich weiter stabilisiert und sie hat vor allem nicht mehr an Gewicht verloren. Trotzdem wurde bei einem erneuten PET-Scan Mitte November keine Verkleinerung der Tumore im Leber. und Darmbereich festgestellt. Die naturheilkundliche Behandlung haben wir dann auch abgebrochen, da keine Verbesserung mehr von einem zum anderen PET-Scan eingetreten war. Im Gegenteil, er Darmtumor war wieder etwas größer geworden. Seit 3 Wochen bekommt sie nun wöchentlich Chemo. Achso, der Lungentumor war nach 3 Monaten übrigens verschwunden ... der Onkologe meinte "das käme ja wohl von der einzelnen Chemo" die meine Frau zu Anfang bekommen hatte. Naja, man kann sich wirklich alles schön reden.
Mittlerweile geht man davon aus, dass meine Frau mehr als 1 mindestens 2 verschiedene Krebsarten hat .. man untersucht aber noch, Den Onkologen haben wir logischerweise vor 4 Wochen gewechselt und sind von einem "Mediziner" zu einem "Arzt" gekommen.
Es ist eine verdammt schwierige Situation für mich und die Kinder. Das schlimme ist, ich habe schon seit längerem an Trennung gedacht, da ich sie nicht mehr liebe ... und dann kam die Diagnose Ende Mai. Ich kann und möchte sie und vor allem die Kinder jetzt nicht im Stich lassen, aber die Liebe ist dadurch auch nicht zurückgekommen. Ich frag mich schon lange nicht mehr warum sowas passiert, warum jemand Krebs bekommt, warum irgendwie alles schief geht. Für irgendwas muss das alles gut sein ... und das weiss wahrscheinlich nur der liebe Gott .... ich bin schon vor 2 Jahren aus der Kirche ausgetreten und habe vor 17 Jahren meinen Vater verloren .. auch an den Krebs. Trotzdem geht das Leben weiter und wir dürfen uns einfach nicht mit den Warum-Fragen aufhalten und uns unterkriegen lassen!!

sternchen49
14.12.2010, 11:54
Lieber Roadrunner2412

Ja, auch so kann das Leben spielen: Du hattest den Gedanken an eine Trennung, und nun das. Ich vermute mal, das macht alles noch viel schwerer. Da ist Deine Frau, für die Du keine Gefühle mehr hegst, da sind Eure gemeinsamen Kinder.

Was würde ich in dieser Situation tun?

Alles hintenanstellen, was meine eigenen Wünsche angeht und alles für diese Frau machen, die Du mal aus Liebe geheiratet und mit der Du Kinder bekommen hast. Du kannst Sie wohl jetzt kaum im Stich lassen und wirst es wohl auch nicht tun.

Krebs fällt nicht vom Himmel. Besondere Ereignisse, schwere Belastungen und Stress (dazu gehört u.a. Partnerschaftsstress) bietet den entarteten Zellen, bei einem gleichzeitig geschwächten Imunsystem eine prima Möglichkeit, sich auszubreiten und zu Krebs zu führen. (siehe SIMONTON "Wieder gesund werden") Davon bin ich nach eingehenden Informationen schon seit vielen Jahren überzeugt.

Ich wünsche Dir für den Weg, der vor Dir liegt, besondere Kraft und alles Gute.

sternchen 49;)

wölkchen16
19.12.2010, 12:50
hallo


auch ich bin hier gelandet .....

bin 41, lebe seit 13 jahren mit meinem freund (49 ) und meinem hund zusammen in einem kleinen dorf im westerwald. ich habe 2 ältere schwestern, wovon eine behindert ist ( trisomie 21 ) und bin auch pferdefreund, wie viele hier :-) leider lebt mein pferd seit 6 jahren nicht mehr ....

seit september wissen wir, dass mein papa (71) ein metastasiertes gallengangskarzinom hat.... :cry: ... helfen kann ihm niemand mehr.... er wird palliativ behandelt....

meine mom ist vor einigen wochen mit herzinfarkt ins kh gekommen, auch mein freund ist schwer krank ( herz ), unser hund hat krebs, ....

die abschiede kommen im plural .... :cry::cry::cry:

....

mein eigenes leben war bisher nicht sehr leicht .... :o:o:o ... ich wurde als kind und jugendliche viele jahre missbraucht und konnte deswegen mein leben nicht so gestalten, wie ich es gerne gemacht hätte .... ( medizin studieren, viele kinder haben,.... )

.... trotz allem lasse ich den kopf nicht hängen und glaube daran, dass irgendwann alles anders wird ......

*never give up*
wölkchen

sternchen49
19.12.2010, 13:17
Liebes wölkchen16

Da ich gerade im Forum unterwegs bin, möchte ich willkommen heißen.

Der Anlaß ist traurig, aber schwere Krebs-Erkrankungen sind immer der Grund, sich hier anzumelden und evt. mitzuschreiben.

Auch dich hat es in besonderer und vielfältiger Weise getroffen: Dein Vater, Dein Freund, Du selbst und Dein Bello.

Palliative Therapie bei Deinem Vater: Wie sieht die aus, und wie geht es ihm damit? Bekommt er Chemotherapie, und wenn ja, wie bekommt sie ihm? Doch, helfen kann ihm alles noch, was ihm dazu verhilft, ein einigermaßen lebenswertes und beschwerdefreies Leben führen zu können. Heilung, die ist wahrscheinlich bei dieser Diagnose nicht mehr zu erhoffen.

Ich drücke Dich mal ganz feste (ohne Dich pers. zu kennen) und unterstütze Dich in Deiner Auffassung, dass es irgendwann einmal wieder besser werden wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt und aufgeben gilt nicht.:)

Liebe Grüße
sternchen 49

wölkchen16
19.12.2010, 13:55
danke sternchen :)

ich weiss nicht, ob ich hier auf deine fragen antworten darf :confused:...

wenn ich hier falsch bin, kann ja vielleicht ein mod den beitrag verschieben :o

mein papa hat eine palliative chemo ( cisplatin und gemcitabine ) angefangen .... er hatte nur einmal die kombination und eine woche später reduziert nur gemcitabine, weil seine blutwerte dramatisch waren ( leber, nieren, entzündungswerte, leukos, ...) .... ihm ging`s sehr schlecht :sad: er war schwach, bekam fieber und lungenentzündung und die laborwerte verschlechterten sich noch dramatischer ... er war dann 2 tage zu hause und kam wieder ins kh .... nun kann erstmal keine chemo mehr gemacht werden ....

ansonsten hatte 2 stents wegen gelbsucht und gallengangsverschluss... und er bekommt schmerzpflaster und diuretika, weil er wasser in der lunge und beinödeme hat ....

schlimm war und ist es, dass er die ersten wochen im kh "nur" von chirurgen und kardiologen behandelt wurde und erst 10 wochen nach der diagnose einen onkologen gesehen hat ..... :shocked:

.... die diagnose wurde uns auch dann erst gesagt, obwohl er schon am 3.tag im kh morphiumpflaster bekam und die diagnose feststand :sad::sad::sad:

.... weil ich das pflaster kenne.... hatte ich schon eine schlimme ahnung ..... :sad: meinem dad wurde gesagt, das pflaster sei gegen den husten ..... :sad::shocked::sad:

sternchen49
19.12.2010, 15:04
wölkchen16

Ich denke, dass Du das hier schreiben darfst. Warum nicht?

Nach Deiner Schilderung geht es Deinem Papa wirklich schlecht. Das tut mir wirklich sehr leid.

schlimm war und ist es, dass er die ersten wochen im kh "nur" von chirurgen und kardiologen behandelt wurde und erst 10 wochen nach der diagnose einen onkologen gesehen hat .....

.... die diagnose wurde uns auch dann erst gesagt, obwohl er schon am 3.tag im kh morphiumpflaster bekam und die diagnose feststand

.... weil ich das pflaster kenne.... hatte ich schon eine schlimme ahnung ..... meinem dad wurde gesagt, das pflaster sei gegen den husten .....

Das findet im Jahr 2010 an deutschen Kliniken statt? Es ist unglaublich. Patienten und ihre Angehörigen haben allen Anspruch und das Recht auf die Wahrheit, wenn sie die hören wollen. Das entscheiden aber nicht die "Halbgötter in Weiß".

Was soll ich dir noch schreiben? Ich weiß nicht, wie ich Dir trösten könnte. Wenn jetzt auch keine Chemo mehr gemacht werden kann, dann könnt Ihr nur alles tun, um bei ihm zu sein und ihm all' Eure Liebe und Zuneigung zu zeigen. Was die ärztliche Kunst dazu ausrichten kann, bleibt ein wenig abzuwarten.

Wenn Du möchtest und Sorge hast, dass es hier - offen für jeermann - nicht zu lesen sein soll: PN an mich, gerne.

Alles Liebe und Gute für Papa und für Dich.

wölkchen16
19.12.2010, 16:26
liebes sternchen,

ich danke dir :)

... meinem papa geht`s schlecht.... aber er will es nicht wahrhaben ... er hat noch hoffnung :eek: .... so schwer es fällt, wir lassen ihm diese ....

er hat immer action und leute um sich rum gebraucht.... so auch jetzt .... das können wir ihm nicht verbieten.... :boese: auch wenn sein leben dadurch wegen der infektionsgefahr verkürzt wird .... er will es so :) .... wir lassen ihn ... so schwer es anzusehen ist ..... mit dem wissen, dass er nun vlt. wieder ins kh muss..... ( wir haben ihn 4 mal mit kw weggebracht :-( )

ein grosser trost bleibt.... er hat zusammen mit meiner mom in diesem sommer endlich (s)eine lange wichtige reise ( zum grab seines vaters in russland ) geschafft ... :):):) ...... wir kinder und mom hatten ihm diese reise zu seinem 60ten geburtstag geschenkt..... getraut hat er sich erst 11 (!) jahre später .....er hat es geschafft :) .... das ist toll !!!

sternchen49
19.12.2010, 16:50
Liebes wölkchen16

nun habe ich mir mein Posting an Dich doch tatsächlich weggeklickt. Ich fange noch einmal von vorne an.;)

Hier ist Land unter. Es schneit seit heute morgen ununterbrochen. Ein wunderschönes Bild. Ich fürchte aber, dass auf den Strassen das Chaos wieder in voller Prcht ausbrechen wird.

Zu Dir und Papa (wobei ich, entschuldige bitte, Deine Mama völlig außer acht gelassen hatte). Das habe ich jetzt erst gesehen.

Wenn Papa Hoffnung hat und an Besserung glaubt, könnt Ihr nichts Besseres tun, als ihn dabei zu unterstützen. So schwer das auch ist, weil ihr mit ansehen müßt, wie schlecht es ihm geht und dass es nach Besserung nun gar nicht aussieht. Es ist seine Art, mit diesem Schicksal überhaupt umgehen zu können. Er braucht dass. Und solange ihr ihm das Gefühl gebt, in seiner Richtung zu denken, zu fühlen und für ihn zu handeln, tut ihr das beste für ihn, was ihr könnt.

Was die Infektionsgefahr angeht? Was ist das im Verhältnis zu seiner schweren und komplikationsreichen Krebserkrankung? Wenn er Menschen um sich mag und braucht, ist es wunderbar. Laßt ihn einfach. Wenn es ihm irgendwann schlechter geht, wird er sie alle nicht mehr um sich haben wollen.

Was Du zu der Reise ans Grab seines Vaters im fernen Russland geschrieben hast, hat mich sehr berührt. Wie schön, dass er sich diesen Wunsch mit Eurer Hilfe erfüllen konnte und das auch geschafft hat. Es wird Dir und Deiner Mama immer ein großer und beruhigender Trost sein. Erzähle ihr doch von unserem elektronischen Kontakt, wenn Du willst.

Ich schreib Dir per PN meine E-Mail-Adresse. Wenn Du magst, bediene Dich ihrer.

Alles Liebe für heute.

wölkchen16
19.12.2010, 18:14
... ach sternchen :)

was du schreibst hilft mir sehr :) danke :) ....

ich dachte, es wäre herzlos und falsch zu denken, dass dad den besuch - auch mit dem risiko einer infektion - haben soll ..... du schreibst, dass genau das oke ist .... :) ....

das macht es mir um einiges leichter.....

ich weiss, dass mein dad leute um sich braucht, ablenkung will .... und nun weiter vollgas gibt, wie er es immer getan hat ....

.... er wird sich seine noch vorhandenen kraftpunkte nicht sorgsam einteilen ....

.... und lieber für paar tage, wochen,....(?) einen glücklichen papa, als einige tage länger einen papa, der nur leidet und traurig ist .... weil ihm die menschen fehlen ..... :)

danke für`s gedanken zurechtrücken :)

einen schönen restlichten 4.advent :)

sternchen49
20.12.2010, 16:09
Hallo wölkchen16:winke:

Deine Nachricht hat mich mit Freude erfüllt. Ja, genauso sehe ich es, und nicht anders würde ich mit Papa umgehen. Er soll in seiner letzten und schwersten Lebenszeit alles genau so haben, wie er es möchte, es ihm gut gut und ihm Freude macht.:)

Schreib Dir mal ein Beispiel, das dazu gut paßt: Da befindet sich ein Tumor-Patient im Endstadium. Es kann wirklich nicht mehr viel für ihn getan werden.

Seine Angehörigen bitten und betteln bei seinem Arzt, ihm endlich die unerträglichen Schmerzen zu nehmen, mittels Morphium, was auch immer, Hauptsache, er muß diese schlimmen Schmerzen nicht mehr ertragen, die ihm das Leben unerträglich machen auch für seine Angehörigen eine Qual sind.

Da gibt es heute noch Ärzte, die auf ein solches Ansinnen antworten: "Ich kann doch nicht verantworten, dass der Patient süchtig wird!"

Ist das im Verhältnis noch wichtig? Du verstehst, was ich Dir sagen möchte?

Wir alle wissen nicht, wie es in einem Menschen aussieht, dem man sein Kostbarstes, nämlich sein geliebtes Leben, klaut. Also laß und unterstütze ihn - gemeinsam mit Deiner Mama.

Alles Liebe

sternchen49:shy:

Grüß

wölkchen16
20.12.2010, 18:05
hallo sternchen :)

du hat recht :) .... ich habe einiges kapiert :) und es heute gleich in die tat umgesetzt ....

als ich bei dad war, habe ich ihn einfach in ruhe gelassen, seine medizin und mom`s medizin gemacht, mit ihnen gegessen und als ich wieder gefahren bin habe ich ihnen für heute ganz viel spass gewünscht... ein freund von dad kommt heute ( er fährt über 500 km, bei dem wetter :) )

... eben hatte ich doch keine ruhe, habe nochmal angerufen und gefragt, ob der freund angekommen ist .... alles oke, viel spass heute abend ...... :)

ich lerne das noch ... :o

danke :)

gruss wölkchen

sternchen49
20.12.2010, 19:05
Du bist wunderbar. Meine Güte, ich kann von Dir lernen und werde das auch tun.

Wie lieb, dass der Freund bei dem Wetter diese Tour auf sich nimmt.Er weiß Bescheid, nicht wahr?

Sandra71171
21.12.2010, 02:44
Hallo
Dann möchte ich doch hier auch kurz vorstellen.
Ich heiße Sandra bin 39 Jahre alt und wohne in Krefeld.
Ich arbeite als Pferdepflegerin und habe zwei Jagdhunde.
Ich habe mich hier angemeldet wegen meiner die an Darmkrebs erkrankt.
Ich habe im Darmkrebsforum bereits usnere Geschichte erzählt.

LG Sandra

wölkchen16
22.12.2010, 07:42
hallo sternchen :)

.... meinem papa hat der besuch sehr gut getan ... :):):) er braucht das dringend ..... und ja, der freund weiss bescheid.... ich finde es klasse, dass er diesen weiten weg auf sich genommen hat .... das tut mir für meinen papa gut ....:):1luvu::)


@ sandra :winke: willkommen hier :) ich wünsche dir gute "gespräche" hier im forum und viel kraft für alles, was kommt ....

sternchen49
22.12.2010, 16:05
Liebes wölkchen16

Das freut mich doch. Schöne Erlebnisse können bekanntlich manchmal mehr bewirken als die ganze Medizin, die verordnet wird. Hier freut sich die Seele mit....und das tut dem Patienten und allen um ihn herum, gut :pftroest:

Was, glaubst, wie er von diesem Besuch zehren wird.

Danke, dass Du mich teilhaben läßt und alles alles gute für Euch.:)

wölkchen16
23.12.2010, 12:36
hallo sternchen,

bin sehr froh, dass papa diesen besuch noch erleben durfte ..... :1luvu:

es geht ihm nicht gut .... :sad: .... er hat angst sich hinzulegen.... weil er schlecht luft bekommt .... und er sieht heute schlimm aus ..... :sad:

......... ich habe kein gutes gefühl .... :cry::sad::cry:

liebe grüsse
trauriges wölkchen

sternchen49
23.12.2010, 19:09
Liebes Wölkchen,

habe gerad noch mal nachgelesen:

"meine mom ist vor einigen wochen mit herzinfarkt ins kh gekommen, auch mein freund ist schwer krank ( herz ), unser hund hat krebs, ...."

Bitte, entschuldige, dass ich so blöde nachgefragt habe.:pftroest: Ich hatte das nicht mehr präsent.:confused:

Ich muß mich einfach noch einmal melden. Ich habe, was Papa angeht, ein ebenfalls düsteres Gefühl, obwohl ich ihn nicht kenne. Dieses schlechte Aussehen, die Luftnot, die Angst, sich zu legen.

Klingt vielleicht außerirdisch. Ich möcht Dir sagen, dass ich neben Dir sitze und mit Dir gemeinsam aufpassen möchte. Und wenn etwas sein sollte: Ich werde für Dich da sein. Versprochen.

Alles Liebe Anne:pftroest:

wölkchen16
28.12.2010, 21:41
danke sternchen :knuddel:


:o


.... es ist schwer ... für alle hier .... :( .....

mir graut vor dem tag, wo mein mut, meine kraft und mein wunsch nach gutem flöten geht ....

( wo ich vielleicht selbst `ne warme decke brauche...... )

*duck*


*weglauf*


:knuddel:

wölkchen

Kou
29.12.2010, 01:04
Hallo miteinander!
Ich heiße Annika und bin 22 Jahre alt. Ich war eigentlich noch nie direkt mit Krebs betroffen, für mich war das immer so "Es haben andere Leute, aber nicht bei mir im direkten Umfeld". Nun, vor ein paar Wochen änderte sich das schlagartig. Bei meiner Freundin wurde Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert, was schon ein kleiner Schock für uns war, aber ich gab die Hoffnung nicht auf, weil sowas ja relativ leicht entfernt werden kann. Aber nach ein paar Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Krebs gestreut hatte... Sie hat 4 Tumore am Herz und ihr Magen ist auch betroffen. Die Knoten an der Brust wurden inzwischen entfernt, aber wie ich heute erfahren habe geben ihr die Ärzte noch ein Jahr zu leben...
Das ging alles so schnell, mit einem Schlag ging alles bergab, wo wir davor noch so glücklich waren... Man muss dazu sagen, dass wir ein lesbisches Paar waren, was die Sache auch nicht viel einfacher macht. Sie hat sich kurz nach der Diagnose von mir getrennt, weil sie mich damit nicht belasten will...
Aber für mich macht es das nicht einfacher, im Gegenteil. Ich kann sie doch so nicht einfach allein lassen, in dem Wissen, dass sie in einem Jahr tot sein wird... Das schlimme ist auch, dass sie die Hoffnung aufgegeben zu haben scheint...
Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll... um es ihr etwas leichter zu machen und ihr Mut zu machen, aber ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll... Alles, was ich tue und sage, scheint falsch zu sein und ihr nicht im geringsten zu helfen, weil sie einfach jeden, und besonders mich, zurückweißt.
Es ist einfach nicht fair, dass es gerade so einen jungen Menschen treffen muss... Sie ist gerade mal 21 und ihr Leben soll schon vorbei sein...
Habt ihr Erfahrung mit so einer Situation? Gibt es noch Hoffnung, auch wenn die Ärzte etwas anderes sagen?
Ich will und kann sie einfach nicht verlieren...:(

zottel1265
29.12.2010, 02:41
Hallo,

ich möchte mich auch vorstellen.
Ich heiße Conny und bin 45 Jahre,beruflich bin ich Netzwerktechniker,aber z.Z. arbeite ich im Kindergarten.

Ich bin noch ziemlich neu hier

Es geht um meine Schwester…ich hab auch schon unter „Wir brauchen dringend Hilfe „ geschrieben.

Der Weg durch das Jahr 2010

Im Januar wurde ein Knoten an der linken Axilla festgestellt…es folgte eine OP im KH Alzey
der Befund nach der OP….Non-Hodgkin….es sollte eine Hochdosis-Chemo gemacht werden
Dies lehnte meine Schwester ab.

Im März erneut ein Knoten an der Linken Axilla…..wieder OP diesmal in Worms
der Befund diesmal nach der OP…hochagressives Sarkom,was nicht näher zugeordnet werden kann
Es erfolgte keine weitere Behandlung bzw. Therapievorschläge

Im Juli ist das Sarkom wieder da und wächst extrem schnell und dann beginnt eine Odysee
Uniklinik Mainz…da können wir nichts machen, versuchen sie es in Worms
Klinik in Worms…nein,da getrauen wir uns nicht mehr dran, wir überweisen sie nach Heidelberg

Im August erneute OP unter einbeziehung der Klinik Ludwigshafen(plastische Chirurgie)
diesmal der Befund …undifferenziertes Stromasarkom G3 mit sitz an der linken Axilla
Weitere Behandlung bzw. Therapie….Bestrahlung wenn die verpflanzte Haut verheilt ist.

Im Oktober erneute vorstellung in Ludwigshafen…es sieht alles gut aus,die Haut verwächst gut…da kann im Nov. mit der Bestrahlung angefangen werden.
Der Hinweis meiner Schwester das etwas nicht stimmt wurde abgewiegelt, das wäre nur Wasser das geht noch weg.

Im Oktober starb dann noch unsere Mama am plötzlichem Herztod,völlig unerwartet und das hat uns total aus der Bahn geworfen….leider ist dadurch auch die Behandlung des Sarkoms ins hintertreffen geraten.

Im November wieder vorstellung diesmal in Heidelberg wg. der Bestrahlung und dann kam alles anders.

Das Sarkom wäre wieder da und es hätten sich Metastasen in der Lunge abgesetzt…da hilft keine Bestrahlung und OP mehr,da könnte man nur noch eine Chemo mit Doxorubicin und Ifosfamid machen.Die Chance das die Chemo anschlägt liegt bei 30 %

Anfang Dezember Einlieferung ins KH Alzey wg. starker Schmerzen und Atemnot
Pleuraerguss wird punktiert,es werden 4l Flüssigkeit abgelassen
Dann wurde das Portsystem gelegt,danach verlegung in die Uniklinik Mannheim
Am 23.12. folgt die erste Chemo mit Doxorubicin….Ifosfamid konnte wg. dem Pleuraerguss nicht gegeben werden.
Entlassung am 24.12., 26.12. wieder Einlieferung wg. erneuter starker Schmerzen und Atemnot in folge des Pleuraergusses ,ins KH Alzey und da liegt sie immer noch.

Wie das alles noch weitergehen soll…ich weiß es nicht, ich weiß nur….das ich eine verdammte Angst um meine kleine Schwester habe.
Und mir Sorgen um die Familie mache…wie lange hält mein Schwager das alles aus , die Sorge um seine Frau, die 3 Kinder und den Haushalt. Ich unterstütze sie schon wo ich kann und nehme ihnen vieles ab.

LG Zottel 1265

sternchen49
29.12.2010, 17:39
Liebe Annika,

was für ein trauriger Bericht von Dir und Deiner Partnerin. Es tut mir so leid, wobei mir jedes Schicksal, das ich hier lesen muß, schwer an die Nieren geht.

Ich bin hier im Forum, weil mein Mann seit Juni 2010 an Krebs erkrankt ist.

Zu Deinen Fragen: Ich kann Dir nur schreiben, was mein Gefühl ist und was ich machen würde. Den Kontakt zu Dir abzubrechen, ist eine Reaktion, die ich schon öfter gelesen oder gehört habe. Deine Freundin will und möchte dich nicht mit ihrem leid belasten. Das ist irgendwie edel, aber auch sehr rücksichtslos Dir gegenüber, denn Du hast sie in der Vergangenheit geliebt und liebst sier ja nun nicht weniger, weil sie von einer sehr heimtückischen Krankheit erwischt worden ist. Sie will es im Moment so, und ich denke, auch wenn es dir fürchterlich schwer fällt, dass Du das hinnehmen mußt. Wenn Du sie bedrängst, wird sie sich noch mehr zurückziehen. Stell Dir vor, was dieser Befund für sie bedeutet, mit grade einmal 21 Jahren? Da muß sie ert einmal selbst mit klar kommen. Dann allerdings - glaube ich - dass sie sehr froh sein wird, wenn DU für sie da bist, lieb, unaufdringlich, aber immer mit dem deutlichen Sifnal: Ich bin da, wann immer Du es möchtest. Ich tue es nicht aus Mitleid, sondern aus Liebe, denn an er kann diese Krankheit nicht ändern. Verstehst Du, wie ich das meine? Unauffällig, unaufdringlich da sein, Antennen haben, wann Deine Anwesenheit gewollt ist, aber nicht Nachlassen in Deinem bemühen, sie zu begleiten und zu unterstützen.

Ja, solange man selbst nicht damit in Kontakt kommt, meint man, dass es jeden, nur einen selbst, nicht treffen wird oder kann. Die Realität belehrt einen innerhalb von Stunden eines anderen. Das Leben steht urplötzlich auf dem Kopf.

Nein, das Leben ist wirklich oft nicht fair. Es ist auch nicht in Ordnung, dass ein so junger Mensch so schwer erkrankt. Es ist überhaupt nicht fair, dass überhaupt Menschen an unheilbaren Krebs-Tumoren erkranken. Nur, darüber entscheiden nicht wir.

Und niemand kann sich vorstellen, ohne einen besonders geliebten Menschen, der Teil seines Lebens ist, weiterleben zu müssen. Manchmal gibt es Heilungen, die niemand erartet hat (auch die Mediziner nicht), häufig ist es aber so, dass man irgendwann den Tatsachen ins Ausge sehen muss, die dann nicht mehr geleugnet werden können.

Was ich Dir von Herzen wünsche? Dass Du wieder Zugang zu Deiner Partnerin findest. Mit ihr zusammen ihren Weg gehen zu können, wäre für Euch beide eine große Hilfe und für sie eine Erleichterung.

In diesem Sinne: Alles Liebe für sie und Dich.

sternchen49
29.12.2010, 18:33
Für Annika,:1luvu:

ich sehe gerade, dass meine dicken Finger den ein oder anderen Tippfehler fabriziert haben. Sorry. Es ändert aber nichts an dem, was ich Dir sagen wollte und möchte. Es ko9mmt wirklich aus meinem Herzen.

Diese Schreibschwäche ist Folge meiner eigenen, schweren und chronischen Krankheit, derentwegen ich frühzeitig verrentet worden bin. Ist einfach so. Ich kann es kaum ändern.

Spooky
18.01.2011, 15:52
...ich hoff mal ich mach alles richtig :tongue

Also ich bin Verena,aus Nrw und 22 Jahre alt.
Bei meiner Oma-68- wurde Lungenkrebs festgestellt,der leider schon überall gestreut hat. Die Diagnose bekam sie erst im Sommer gestellt und nun ist sie schon richtig gelb,na ja und bekommt auch keine Chemo mehr bzw. sie wird nun baldig sterben.

Ich bin darüber so traurig,man kann das nicht in Worte fassen,da ich sehr sehr sehr viel Zeit mit ihr verbracht hab und naja,die meisten werden das ja leider kennen!

Ich hoffe hier auf Antworten und nette Bekanntschaften und das man sich vielleicht gegenseitig aufbauen kann.

Liebe Grüße

Monique80
19.01.2011, 21:54
hallo ich möchte mich hier auch gern vorstellen. Ich bin Monique, 30 jahre alt aus Sachsen Anhalt und mein papa um den es hier geht ist 54 jahre alt.

mein papa hat herzbeibäse die ärzte sagten sein herz schlägt nur noch auf 38% das ist aber auch schon ein paar jahre her aber da hatten wir alle schon rießen angst um ihn.
nun wurde letztes jahr blasenkrebs festgestellt. mit einer op wurde ihm die blase entnohmen und eine neue eingesetzt. er bekamm 2x cemo die letzte am 23.12.2010 am 27.12. mußten wir ihn weil es ihn so schlecht ging ins krankhaus bringen. am 31.12. kam er dann auf die intensiv und wir durften schon mit den schlimmsten rechnen. aber er erholte sich wieder und kam zurück auf normal station und machte auch wieder seine witze und es schien auch ein weg der besserung einzutretten. der schlag kam dann letzte woche donnerstag. er bekam schlecht luft und mußte wieder zurück auf intensiv. dann kam der anruf, er wurde ins koma gelegt und bekommt sauerstoff. er hat eine lungenentzündung, pilze und metastasen in der lunge. die werte stapilisierten sich nach 2 tagen wieder und wir haben wieder ein lichtblick gesehn bis vorgestern da hatte er eine herzattake und die werte waren wieder alle im keller. heute sagten uns die ärzte das alle werde wieder auf den weg der besserung sind und wir wieder einen kleinen lichtblick haben.
nur die maschinen um ihn rum, der anblick ihn so hilflos zu sehn und das ständige hin und her zert unheimlich an unseren nerven aber wir wollen für ihn stark sein. bin auch jeden tag bei ihn rede mit ihm und streichel seine hand:cry: auch wenn er mich nicht mitbekommt. :(

LG Monique

BiancaZ
20.01.2011, 17:39
Hallo zusammen,
mein Name ist Bianca,ich bin 37 Jahre alt und lese hier schon eine Weile still mit.Als ich 14 Jahre alt war,verstarb mein Stiefvater an einem großzelligen Lungen-Tumor,der genau zwischen beiden Lungenflügeln saß.
Vor 4 Jahren verstarb dann der letzte Lebengefährte meiner Mutter ebenfalls an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung und einem angeschlagenem Herzen.
Nun vor knapp einem Jahr ist meine Schwiegermutter 67 erkrankt.Sie hatte einen TUmor im Unterleib und bei der Suche nach Methastasen kam heraus,dass sie noch einen kleinzelligen Tumor in der Lunge hat.Bei der OP des Unterleibes wäre sie fast gestorben und danach die Chemos schlugen nicht an.Wir wohnen leider eine längere Strecke weit weg und so müssen wir auf die Informationen der Schwiegereltern vertrauen.Mir fiel recht schnell auf,dass meine Schwiegermutter mir Teile ihrer Krankheit vorenthielt.Sie hat Methastasen in Leber und im Hirn-das mit dem Gehirn erfuhr ich erst über meinen Mann,der mit dem Schwiegervater mal lange telefonierte.Deswegen weiß ich nicht wie lange es ihr eigentlich so richtig schlecht geht.Im November hat sie noch selber zum Geburtstag meines Mannes angerufen,dann herrschte auf einmal Funkstille.Im Dezember erreichten wir sie dann erst wieder udn da kam dann raus,dass es keine Chance mehr gibt,sie wohl das letzte Weihnachten feiern wird.Sie liegt nur noch und muss gewindelt werden,dazu verzweifelte mein Schwiegervater,weil sie nicht mehr aß.Kurz vor Weihnachten kam sie nach einem Zusammenbruch in die Klinik.Man hat sie aufgepäppelt und am Neujahrstag war sie wieder Zuhause.Jetzt ist es wieder soweit,dass sie nicht ißt und so wie ich es sehe resigniert sie und auch mein Schwieva.Sie wollen keine Pflegehilfe annehmen,nur von meinem Schwiegervater .Wir haben versucht einiges in die Wege zu leiten,aber sie wünschen es nicht.
Ich war 14 als ich diese ganze Tragik bei meinem Stiefvater mitmachen musste.Meine Mutter hat auch alles alleine gemacht und sie sagt heute noch,dass sie diese Erfahrung nicht mehr machen möchte und froh ist,dass ihr Lebengefährte im KH war.Wir hoffen sehr,dass emin Schwiegervater da noch rechtzeitig die Einsicht hat,sie geschultem Personal zu überlassen und nicht nur an das Pflegegeld zu denken.Wir sind hier machtlos und hilflos und das ist für mich das Schlimmste.

Ines-Thum
23.01.2011, 17:20
Hallo ich bin die Ines bin 50 Jahre alt und wohne Kreis Rosenheim und bin Krankheitbedingt Hausfrau.
Seit Freitag den 21.1.011 18 Uhr das mein Lebenspartner Fortgeschrittenen Rachenkrebs hat, genau gesagt zwischen Zunge und Kiefer, und Lymphknotenkrebs, wie es an der Luft und Speiseröhre usw steht weiß man noch nicht(das wird bei der OP untersucht). Er wird nächste Woche Operiert zwischen Mittwoch und Freitag:(.
Ich weiß nun nicht genau in welchen Forum bereich ich muss, und bitte um Mithilfe. Ich habe so viele Fragen und Ängste, ich kann an nichts mehr anderes Denken ich habe so eine Panische angst meinen Partner zu verlieren, weil mir immer noch die Worte des Arztes in den Ohren klingen überlebensChancen 50 zu 50%. Und die Berichte wo man im Netz findet über Rachenkrebs ermutigen auch nicht, im gegenteil sie ziehen einen nur noch weiter runter. Naja und so bin ich zu Euch hier gestoßen, weil ich bei google einfach mal Krebsforum ein gegeben habe.
Leider weiß ich aber nicht so recht wo ich hier hin muss.
Ich danke im vorraus und hinterlasse Liebe Grüße

edith57
24.01.2011, 11:47
Hallo Ines,
Ich würde mal vorschlagen, dass du deine Fragen im Bereich Kehlkopfkrebs (+ Krebs im Halsbereich) stellst, ansonsten bist du bei den Angehörigen immer richtig. Ich wünsche euch alles Gute.
LG Edith

Ines-Thum
24.01.2011, 15:16
Hallo Edith57,
vielen Dank für deine Antwort und Anteilname, ich habe es nun bei Angehörige rein gesetzt. All meinen vorschreibern wünsche ich alles nur erdenklich gute, und viel Kraft und Stärke, das werden wir alle brauchen, in den kommenden Monaten.
LG Ines

Sternchen12
27.01.2011, 19:25
Hallo Ihr Lieben,

ich möchte mich nun auch einmal vorstellen.
Mein Name ist Janena, ich bin 27 Jahre, glücklich verheiratet (seit Dezember 2010 :1luvu:) , habe eine 20 Monate alte Tochter,arbeite als Sachbearbeiterin und bin mehr als Happy diese s Forum gefunden zu haben..

Bis vor einer Woche hatte ich noch nie mit Krebs zu tun, nun wissen wir aber seit einer knappen Woche dass mein Papa Lungenkrebs mit Metastasen im Gehirn (eine im Kleingehirn wurde schon operativ entfernt, die anderen sind mini und sitzen ungefährlich) und Metastasen im Beckenbereich.

Hier zu sein ist für mich sehr kraftgebend derzeit, ich habe einfach so viele Fragen/Ängste/und noch mehr Fragen und bin über jeden froh der mir ehrliche Worte mitgibt- Ich danke euch allen schonmal, ob stiller Mitleser oder nicht -einfach dafür dass es diese Art "Anlaufstelle" gibt und wünsche allen Betroffenen und Angehörigen vom ganzen Herzen alles erdenklich Gute.

Petra1996
30.01.2011, 18:35
Hallo, ich heiße Petra bin 44 Jahre alt und verheiratet, habe 2 Kinder 14 + 17 Jahre alt. Meine Schwester bekam vor 5 Jahren Brustkrebs. Sie wurde operiert und es wurden Bestrahlungen gemacht. Sie bekam keine Chemo. 2008 bekam Sie ein Gebärmuttersarkom. Sie wurde im Oktober operiert, danach bekam sie Depressionen, nahm immer mehr ab. Thrombose und im März 2009 einen Schlaganfall. Sie verstarb innerhalb einer Woche im KH. Ihr Körper war voller Metastasen. meine Schwester war 5 Jahre älter als ich. Wir haben zusammen in einem Haus gewohnt. Sie fehlt mir sehr. Am Montag vor Weihnachten wurde jetzt bei meiner Mutter Brustkrebs festgestellt.
Ihr wurde am 13.1.11 die Brust amputiert und 13 Lymphknoten entfernt. Bis zur OP habe ich sehr viel geweint und mir große Sorgen gemacht, aber ich versuche auch für meine Mutter stark zu sein. Die Ärzte haben ihr zu Chemo geraten. Die sie wahrscheinlich mitte Februar beginnen wird. Außerdem beginnt bei meinem Neffen die Trauer aufzubrechen. ich fühle mich im Moment sehr angreifbar und verletzlich. Möchte für meinen Mutter und für meinen Neffen dasein.
liebe Grüße aus dem SchwarzwaldPetra

Shamo
31.01.2011, 11:43
Ich bin der Christian alias Shamo und bin noch 24!

Seit meiner Ausbildung, zieht sich das Thema Krebs wie ein roter Faden durch mein Leben!

Ich habe fasst schon regelmäßig Verwandte, Freunde und Bekannte durch verschiedene Krebserkrankungen verloren!

Viele Verluste davon habe ich bis Heute noch nicht überwunden!

Doch in der Vorletzten Woche habe ich den größten Fehler meines Lebens begangen!
Ich wollte wissen warum eine Freundin(sie würde mich wohl nur als Bekannten bezeichnen) sich so komisch verhält!
Da Sie immer sagte es wäre alles okay, habe ich sie gegooglet(ich habe vorher noch niemanden gegoglet) und in diesem Forum habe ich gelesen, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist und keine Therapien machen möchte!
Bei dem Thema Krebs setzt mein Gehirn aus und ich werde nur noch von meinem Bauchgefühl gelenkt!Deshalb habe ich sie darauf angesprochen und ihr gesagt, dass ich immer für sie da sein werde!
Seit dem hat sie den Kontakt mit mir abgebrochen!
Das ist es was mich so unendlich fertigt macht!
Ich möchte mich nicht vorstellen was ich damit angerichtet habe und was jetzt vielleicht mit ihr los ist!
Es tut mir so unendlich leid!
Ich wollte total uneigennützig sein und für sie da sein und dann nimmt das ganze solch ein Ende!
Ich habe mittlerweile Schlafstörungen, ich habe Magenprobleme, ich kann kaum noch einen klaren Gedanken fassen, wenn ich nur ein Ansatzweise trauriges Lied höre fange ich an zu heilen und kann nicht wieder aufhören!
Ich würde alles dafür geben ich mit noch einmal reden könnte!
Es ist nicht so schlimm jemanden geliebten zu verlieren, wie das eas ich gerade durchlebe!
Ich weiß nicht wie es weitergehen soll!

Zetchen
02.02.2011, 20:58
Dann stell ich mich doch auch kurz mal vor...

Mein Name ist Celina, ich bin 19 Jahre alt, weiblich und lebe im Saarland. Vor kurzem wurde bei meiner Mutter CUP-Syndrom diagnostiziert, allerdings auch ein undifferenziertes Karzinom (siehe auch Thema das ich im CUP-Syndrom Forum eröffnet habe). Ich bin immer noch total durch den Wind, fühl mich als wäre mein Leben mit einem mal ruiniert. Voriges Jahr habe ich Abitur gemacht und jetzt sieht es so aus, als sei alles vorbei. Meine Mutter ist mir so wichtig, ich kann mir nicht vorstellen, ohne sie zu leben. Ich denke immer an gewohnte Situationen, wie sie aufm Sofa sitzt und fernsieht, wenn ich die Treppe runterkome und dass das dann alles nie mehr so wäre. Dann kommen mir immer wieder die Tränen. Ich habe in den letzten Wochen so viel geweint, wie zuvor in meinem ganzen Leben noch nie, da ich auch normalerweise nicht der Typ Mensch bin, der weint.

Mein Vater ist natürlich auch total durch den Wind, wir haben uns beide nie sonderlich um den Haushalt gekümmert, müssen jetzt alles erledigen, was meine Mutter zuvor gemacht haben...




@Shamo: Das klingt ganz so, als wüsste diese Freundin nicht, wie sie selbst damit umzugehen hat. Vielleicht möchte sie auch anderen, die es aus welchen Gründen auch immer nun wissen, somit das Leid ersparen, mitzuerleben, was noch alles geschehen wird, indem sie sich von ihnen abkapselt. Manchmal verhalten sich Menschen einfach seltsam, weil sie mit der Situation nicht anders umgehen können oder denken, sie würden den anderen damit mehr helfen. Ist natürlich alles nur eine Vermutung.

spieluhr
06.02.2011, 12:26
Ich bin Conny und 40 Jahre .
Vielleicht kennt mich ja noch jemand . Habe mich 2004 hier schon mal angemeldet . Ehrlich gesagt wollte ich mich hier gar nicht mehr melden ,aber ich muß es doch . Ich breche sonst zusammen .:cry:
Es geht um meine Mam . Ihre Krebsgeschichte fing 2004 an und es war eine Zeitlang Ruhe . Wir haben echt geglaubt nach 5 Krebsfreien Jahren ist man geheilt .... :rolleyes: Wie naiv man sein kann .
Nach 6 Jahren sprich 2010 wurde bei der Lunge was entdeckt . Und wieder mußte sie durch die Chemo . Diesmal hatte sie mächtig dran zu knabbern.
:cry: schreckliche Zeit .
Dezember 20010 sollte sie ausgeschabt werden . Routine .... haha ... nach 2 Tagen wurde sie entlassen . Danach wurde sie 2 Tage wieder mit Schmerzen , blutungen und Fieber eingeliefert. Es kam erneut zur Operation . Ihre Gebährmutter wurde komplett entfernt . Sie lag über Weihnachten im KH und wurde Silvester entlassen .
Mitte Januar war die nachuntersuchung und sie bekam die Ergebnisse gesafgt , die sie umhaute .... bösartig .
:cry: Tränchen wegwisch . ich habe ihr noch gesagt , was wäre , wenn die letzte OP nicht wäre ....
4 Tage vor meinen 40. Geb. bin ich mit meinen großen zu meiner Familie gefahren . Es brach mir das herz . Sie war so gekennzeichnet . :cry:
Habe ihr viele geschenke mitgebracht . Meine Kleine gab ihr schwarzesn Plüschhund mit ..am Hals ist ihre Kette . Sie schrieb noch auf einen kleinen zettel . " Liebe Omi , ich habe dich so lieb - deine Sarah ..." mit Aufkleber und Knutschmund.
Mein großer gab seine Plüschmaus . Von mir gab es ein Schlüsselanhänger - Schutzengel ....
Wir hatten solche Hoffnung ... Mein Bruder hatte aber schon lange ne Vorahnung ...
Es wurde letzten Sonntag offiz. bestätigt ...... Gehirntumor .
Wie es nun endet könnt ihr euch sicherlich vorstellen ,.,,,,,
ich bin total am ende .... uns trennen 160 km . Kann nicht einfach spontan hinfahren . Habe 2 Schulkinder. :cry:
Meine Mam wird im Juni erst 60 Jahre .....

Ich wünsche mir einfach Kontakt zu Gleichgesinnten ..... brauche Hilfe ,sonst zerbreche ich daran .
Wer leidet auch so und hat so ne große entfernung .
Wie kann man sich Kraft holen . Den Glauben habe ich eh schon verloren .
Habe einfach nur Angst und :cry:

Liebe Grüße ...... aus Fürstenwalde
Conny ...
Übrigens meine Mam war hier auch gemeldet
Ich glaube sie hieß Helli ..... Ihre Klinik ist in Torgau . Sie selbst wohnt in Stehla ...
Ihre Krebsgeschichte damals war Brustkrebs ..
Falls sich jemand an sie erinnert ... bitte melden .

Ylva
06.02.2011, 13:13
Hallo und Willkommen allen Neuen..auch wenn es ein trauriger Grund ist weshalb wir uns hier treffen bin ich doch so dankbar das es dieses Forum gibt..

@Zetchen
Ich kann jedes Wort nachvollziehen.
Mir geht es ganz genauso.Meine Mama ist der wichtigste Mensch für mich, sie bedeutet mir alles, ich kann mir auch nicht vorstellen ohne sie zu sein.Sie hält alles zusammen,baut einen auf, sieht immer das Gute und ist immer für mich da.
Jetzt hat sie eine Auffälligkeit an der Gebärmutter (z.n Mamma Ca ) und ich habe so eine scheiss Angst. Mamas Verzweiflung und Angst zu sehen macht mich kaputt. In meinem Umfeld kann ich mit niemandem drüber reden, warscheinlich denken alle, Krebs sei ansteckend :rolleyes:
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für alles was kommt..aber auch die Kraft mal schwach zu sein.
Wenn du magst, schreib mir.

Shamo
06.02.2011, 15:28
Ich habe Ihr immer wieder gesagt, dass ich an Ihrer Seite sein will!
Natürlich weiß sie, dass ich den Tod meines Schwagers bis heute noch nicht überwunden habe!
Aber in dem Sie keine Kontakt mehr mit mir haben will und ich nie weiß wie es ihr geht, tut sie mir unendlich weh!

Mein Schwager lag in einem Krankenhaus, welches 1 1/2 Fahrtzeit entfernt war und von daher verstehe ich wie schrecklich es ist wenn man nicht bei dem erkrankten sein kann!

mimisiku68
20.02.2011, 22:54
Hallo an alle

Dann werd ich mich auch mal vorstellen:megaphon:

Ich bin 42 Jahre alt und wohne im Raum Ebersberg. Wenn ich mit der S-Bahn 35 Minuten fahre dann bin ich in München.
2 Söhne habe ich alleine großgezogen. Der eine wird im Juni 23 Jahre und der andere wird im Oktober 18 Jahre. Der ältere wohnt seit 3 Jahren mit seiner Freundin zusammen.
Meine Eltern wohnen direkt in München.
Wir waren bis 2005 verkracht. Mindestens 6 Jahre lang.
2005 war das Horror Jahr.
Meine Mutter hatte schmerzen unter ihrer Zahn Brücke. Dieses Ding ist ihr rausgefallen. Sie ging zum Zahnarzt der schikte sie nach dem Röntgen zum Kieferortophäden und der dann ins Krankenhaus.
Da musste meine Mutter dann operiert werden.
Erst da wurde das ganze Ausmaß sichtbar.
Es wurde Krebs an der Zunge, in der Mundhöle und an den Lymphen festgestellt. Es wurde ihr ein riesen stück Unterkiefer Knochen entfernt und eine Titanplatte wurde eingesetzt. Meine Oma (Mutter von meiner Mutter) hat mir erzählt, dass man bei meiner Mutter 53 Lymphknoten entfernt hat, die befallen waren (ich weis bis heute noch nicht, wie viele Lymphknoten man hat??). Es war so schlimm meine Mutter so leiden zu sehen.Und sie war immer so tapfer und hat alles immer über sich ergehen lassen. Mein Vater hat gesagt, dass bei einer OP eine Gehirnhälfte für eine Zeit ausgesetzt hat.
Nach 2 Jahren kam auf die Titanplatte ein riesen Stück Knochen, dass sie kurz vorher von ihrem Schienbein entnommen haben.
Nach fast einem Jahr haben sie dann die Titanplatte entfernt.
Der Knochen hat sch ganz gut gemacht.

Meine Mutter kann bis heute fast nicht essen und sehr schlecht sprechen.
Der Krebs war der schlimmste hatten die Ärzt gesagt. 2-3 Monate später und sie hätten für meine Mutter nichts mehr machen können.

Ja, jetzt sind meine Zeilen etwas lang geworden.
Viele Grüße mimi (in wirklichkeit heisse ich Jutta)

sille262
23.02.2011, 15:01
Na dann will ich mich hier auch mal kurz vorstellen...
Mein Name ist Silke ich werde jetzt 38 Jahre alt und komme aus dem schönen Münsterland.
Ich bin auf diese Seite gekommen, weil ich mich über Morbis Hodgins informieren wollte.
Mein Mann ( 40 Jahre ) ist seid heute auf anraten seines Hausarztes ins Krankenhaus gekommen.
Er hat seid ca 3 Wochen sehr stark vergrößerte Lumphknoten im Bereich des linken Halses und seid gestern spürbare in der Leistengegend ( auch links ).
Nachdem der Arzt eine Blutntersuchung durchgeführt hat ging alles ziemlich schnell.
Im Krankenhaus angerufen und heute sofort rein.
Der Hausarzt hatte auf der einweisung die wahrscheinliche Diagnose Morbus Hodgins:Leukämie geschrieben......
Toll !!!! Und damit sitzt ich jetzt hier rum und mach mir Gedanken und Sorgen..

So bin ich hier gelandet um vielleicht schon mal im ansatz zu verstehen was da eventuell vor sich geht...

Ganz Liebe Grüße
Silke

sahilli1972
26.02.2011, 19:21
Hallo allezusammen,

jetzt bin ich wohl an der Reihe.
Ich heiße Sandra, bin 39 Jahre und Mutter von 5 Kindern. mein Ältester ist 15, dann kommt ein Sohn im Alter von 13, eine Tochter im Alter von 11 und meine Zwillinge sind jetzt 6 Jahre.
Mein Mann ist nicht der biologische Papa, (sie haben kaum Kontakt zu diesem) aber der Papa eben...:)
Im vergangenen September bekam mein Mann die Diagnose Rachenkrebs!!
Er hat 10 Stunden im Op verbracht, mit Kiefernspaltung, Hauttransplantation, Luftröhrenschnitt zur Beatmung, usw. Dann kam die tägliche Bestrahlung und 1x wöchentlich die Chemo. Alles schmerzt im Mund, schlucken geht wieder, aber die Zunge ist noch mega empfindlich, Geschmack gleich null, offene Stelle unterm Kinn, usw!!! Ich kann nachvollziehen, das man da frustriert ist, Angst hat und nicht weiter weiß. Aber Hilfe suchen will er sich nicht. Er meckert nur noch rum, vorallem an den Kids läßt er kein gutes Haar mehr. Und ich weiß nicht weiter!:(!
Und da bin ich dann gerade auf euer Forum gestoßen und dachte mir, ich schreib einfach mal rein!!
Bin so ziemlich am Ende meiner Kräfte, aber das kennt ihr wahrscheinlich selbst.
Liebe Grüße Sandra

Ylva
27.02.2011, 11:47
Hallo Jessica,

lass dich erstmal - unbekannterweise - :pftroest: !
Du wirst die kommende Zeit viel Kraft und viel Mut brauchen..
ich würde Dir gerne ein paar tröstende Worte schreiben..aber es gibt einfach keine..
Schreib dir alles von der Seele, das hilft. Und du wirst hier immer Menschen finden, die dich verstehen. :pftroest:
Versuche die Zeit mit deiner Mama zu geniessen und zu nutzen. Halte dich nicht auf mit Prognosen...das hilft nicht.

Meine Mama ist auch an BK erkrankt und das Leben nach der Diagnose hat sich komplett verändert.

Ich schick dir viel Kraft und Sonnenstrahlen an die Nordsee (liebe die Nordsee..war öfters in Emden und Aurich)

Ylva

Christa1960
28.02.2011, 20:09
Erstmal Hallo an alle mehr oder weniger direkt und indirekt Betroffenen!
Möcht mich eben vorstellen:
Verheiratet (beide 50), 2 erwachsene Söhne, 1 Enkel

Im März letzten Jahres kam mein Mann mit Aszites ins Krankenhaus...bis dahin hielten wir ihn für gesund.
Nach 2 Wochen die Diagnose: Darmkrebs(vermutlich Dünndarm, er "stellt sich - auch im CT - nicht dar), Lebertumor durch Metastasen (durch eine Punktion der Leber wurde überhaupt nur erkannt, daß der Primär im Darm sitzen muss), Lymphknoten im Rückenbereich geschwollen, Peritonealkarzinose, Pleuraerguss - keine Chance auf Heilung bei der Diagnose.
Durch eine palliative Chemo und einen Besuch in einer Schmerzambulanz mit entsprechender Medikamenteneinstellung wurde uns kostbare, verhältnismäßig gute Zeit geschenkt.
Dann ging es sehr schnell ganz rapide bergab. Durch eine Infektion wurde er Anfang Januar bettlägerig..und innerhalb von 10 Tagen zum Pflegefall. Bei klarem Verstand, aber noch nicht einmal in der Lage, allein zur Toilette zu gehen.
Freitag wurde mir vom Arzt erklärt, daß seine Lebenserwartung nun wohl nur noch in Tagen gerechnet werden kann.
Und nun ist er wohl in der Finalphase...ich weiß nicht, ob er die nächste Nacht noch überlebt.

Christa, traurig, verzweifelt und hilflos

The sunflower
01.03.2011, 19:47
Guten Abend, allerseits ;)

Ich bin Janina, jetzt 18 Jahre alt / jung und seit ein paar Tagen in diesem Forum.
In meiner Freizeit -> male/ zeichne ich gerne
-> spiele gerne Gitarre/ Orgel
-> jogge oder fahre gerne Inliner
Ich liebe die Natur und bin gerne draußen sogar im Regen schnappe ich mir gerne meine Kamera und versuche das trübe Wetter positiv dar zustellen.:D
Ich bin in der 11 und werde den Kunst Leistungskurs anstreben.

So jetzt zu dem Thema:
Ich war Jahrelang wegen Asthma im Spezialkrankenhaus, wo auch sehr viele Krebspatienten waren, die nach und nach *wegstarben*.
Das zusehen ist echt nachhaltig.
Als dann vor 2 ein halb Jahren meine allerbeste Freundin Juliane an Krebst gestorben ist, war das der größte Schocke meines Lebens.
Aber das sollte nicht alles sein vor 1 einhalb Jahren ( 3 Tage nach dem Jahrestodestag Julianes) starb dann plötzlich mein Bester Freund an einem Gehirntumor und bestätigte meine negative Einstellung zu dem Krebs: Ich hasse die Krankheit mehr als alles auf der Welt egal wie viel Heilingchancen es vorliegen.
Und jetzt das letzte:
Bei meinem Opa hat man Leberkrebs festgestellt, und hat schon gestreut, letzte Chance Chemo da die nebenwirkung aber hammer sind wird es wohl so sein das er in spätestens einem jahr sterben wird.
Ich kann nichts gegen meine Einstellung, ich hb nur negative Erfahrungen oder was sagt ihr, wenn ihr ein 3 Jahre junges Mädchen auf einem Dreird seht und die kleine zu dir sagt das sie bald stirbt weil sie ein riesigen Gehirntumor hat.
Wenn Familien treffen sind halte ich mit meiner Meinung zurück, um nicht zu negativ zu sein.

Normalerweise bin ich der Sonnenschein in Person aber wenn es um Krebs geht verfinstert sich sofort alles aufgrund meiner leider negativen Erfahrungen.

Mit freundlichen Grüßen die Nina:winke:

Ines-Thum
01.03.2011, 19:59
Hallo an alle

Dann werd ich mich auch mal vorstellen:megaphon:

Ich bin 42 Jahre alt und wohne im Raum Ebersberg. Wenn ich mit der S-Bahn 35 Minuten fahre dann bin ich in München.
2 Söhne habe ich alleine großgezogen. Der eine wird im Juni 23 Jahre und der andere wird im Oktober 18 Jahre. Der ältere wohnt seit 3 Jahren mit seiner Freundin zusammen.
Meine Eltern wohnen direkt in München.
Wir waren bis 2005 verkracht. Mindestens 6 Jahre lang.
2005 war das Horror Jahr.
Meine Mutter hatte schmerzen unter ihrer Zahn Brücke. Dieses Ding ist ihr rausgefallen. Sie ging zum Zahnarzt der schikte sie nach dem Röntgen zum Kieferortophäden und der dann ins Krankenhaus.
Da musste meine Mutter dann operiert werden.
Erst da wurde das ganze Ausmaß sichtbar.
Es wurde Krebs an der Zunge, in der Mundhöle und an den Lymphen festgestellt. Es wurde ihr ein riesen stück Unterkiefer Knochen entfernt und eine Titanplatte wurde eingesetzt. Meine Oma (Mutter von meiner Mutter) hat mir erzählt, dass man bei meiner Mutter 53 Lymphknoten entfernt hat, die befallen waren (ich weis bis heute noch nicht, wie viele Lymphknoten man hat??). Es war so schlimm meine Mutter so leiden zu sehen.Und sie war immer so tapfer und hat alles immer über sich ergehen lassen. Mein Vater hat gesagt, dass bei einer OP eine Gehirnhälfte für eine Zeit ausgesetzt hat.
Nach 2 Jahren kam auf die Titanplatte ein riesen Stück Knochen, dass sie kurz vorher von ihrem Schienbein entnommen haben.
Nach fast einem Jahr haben sie dann die Titanplatte entfernt.
Der Knochen hat sch ganz gut gemacht.

Meine Mutter kann bis heute fast nicht essen und sehr schlecht sprechen.
Der Krebs war der schlimmste hatten die Ärzt gesagt. 2-3 Monate später und sie hätten für meine Mutter nichts mehr machen können.

Ja, jetzt sind meine Zeilen etwas lang geworden.
Viele Grüße mimi (in wirklichkeit heisse ich Jutta)

Hallo Jutta und alle Neuankömmlinge,
autsch Jutta das bei deiner Mam hört sich ja echt heftigst an, da ist es ja fast ne Kleinigkeit bei meinem Hans. Aber was ist schon bei Krebs eine Kleinigkeit Krebs ist leider Krebs, aber das hört sich ganz schön schlimm an. Ich wünsche Euch für die Zukunft alles, alles Liebe:pftroest:
Auch für allen Anderen
gglg Ines

Mausi1985
02.03.2011, 20:05
Nun will ich mich hier auch mal schnell vorstellen.

Ich heiße Susann und bin (noch) 25 Jahre jung.

Meine Oma hat Lungenkrebs, deshalb hab ich mich hier im Forum angemeldet. Hab grad eben ein Thema im Angehörigenforum eingestellt, da hab ich mal alles aufgeschrieben, was mir so durch den Kopf geht.

Wünsch allen Angehörigen viel Kraft und alles Gute.

LG

Susann :)

Vanamaus14
03.03.2011, 14:12
So dann ich auch noch:

Ich bin noch 27 Jahre jung, verheiratet und zwei Kinder. Eine Tochter 6 Jahre und einen Sohn von 2 Jahren.
Seit Oktober letzten Jahres bin ich eigentlich das erste Mal so richtig mit dem Thema Krebs konfrontiert wurden.
Es geht um meine Oma (68), sie hatte vor 5 Jahren Brustkrebs, aber den hatte Sie besiegt! Dachten wir. Seit Oktober 2010 wissen wir nun, dass er doch irgendwie gestreut hat und nun Metastasen in der Wirbelsäule, Halswirbel, Brustwirbel und Lunge sitzen. Wahrscheinlich seit kurzem auch im Darm.
Chemo muss immer wieder abgebrochen werden, wegen zu schlechten Werten.
Aber kein Arzt sagt irgendwas genaues.

Ich wünsche allen Angehörigen und Betroffenen ganz viel Kraft und Mut nicht aufzugeben!

KleineSüssenenntsiemich
06.03.2011, 11:32
Hallo,

ich heiße Sanne,,bin 40 Jahre alt,habe 2 Kinder (12,17),bin verheiratet, habe 2 Brüder und bin wegen meiner Mutter hier gelandet.
Unter diesem Thread: http://www.krebs-kompass.org/showthread.php?t=50254
habe ich unsere Situation schon einmal kurz vorgestellt.

Ich möchte diese Plattform nutzen, um mir a) Informationen zu holen, aber in erster Linie, um meinen Ängsten Raum zugeben, meine Wut, Trauer rauslassen zu können.
Ich selbst leide seit 2005 an schweren Angststörungen und einer Depression, die zur Berentung geführt hat.

Danke, dass es solch eine Plattform gibt.

Danke Sanne

kleiner hüpfer
10.03.2011, 16:07
Hallo Ihr Lieben,
ich bin die Sabine aus Baden-Württemberg, bin 32 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern, 4 und 1 Jahr. Letztes Jahr im April starb meine Mutter an einem Schlaganfall (der dritte in Folge mit Hirnblutungen). Nun, das ist nicht der Grund, weshalb ich hier bin. :(Mein Vater ist seit September 2008 an einem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom mit Pleurakarzinose erkrankt, Tumorstadium damals war T2 NxM1.Ich bin derzeit hier stille Mitleserin, insbesondere wenn es um Beiträge zum Thema Lungenkrebs geht und wie die Angehörigen damit umgehen und fertig werden. Noch vor 2 Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, mich so detailliert mit dem Thema schwere Krankheit und Sterben auseinander zu setzen, ich habe es immer vermieden, mich näher über das Internet darüber zu informieren, sicher aus Angst vor der Wahrheit. Nun, da es meinem Vater schlechter geht (was bei Krebs eine sehr pauschale Beschreibung ist!) dachte ich, ich wage den ersten Schritt hier und stelle mich einfach mal vor. Die genaue Geschichte meines Vaters usw. werde ich sicher niederschreiben, wenn es in die Akutphase geht - zurzeit wird er noch mit Chemo therapiert. Viele Grüße!

emimaus2007
12.03.2011, 23:03
Hallo...
Auch ich stell mich dann mal vor.

Mein Name ist Nicole. Ich bin 32 Jahre alt.

Ich habe schon 2 sehr geliebte Menschen /Oma und Opa an
krebs verloren.
Nun hat mein Vater im Januar die Diagnose. ...Darmkrebs. ..Bekommen.
Das alles macht mich ziemlich fertig und kaputt.
Angst kommt natürlivh auch dazu.
Möchte mich mal umsehen nach Hilfe.

Wünsche allen nur das beste......

Frisurverweigerin
14.03.2011, 18:24
Hallo,
ich denke ich stelle mich nun auch vor...
Schon länger lese ich hier im Forum und nun wirds Zeit...
Ich, Birgit, bin 52 Jahre und aus gesundheitlichen Gründen Rentnerin, habe zwei erwachsene Töchter und lebe mit meinem Mann ( 58 J. ) ca 50 km von Hannover entfernt.
Bis letztes Jahr im September war unsere Welt in Ordnung aber dann wurde von heute auf morgen alles anders.
Mein Mann ging zur Vorsorgeuntersuchung bei der nichts festgestellt wurde, es wurde Ultraschall etc. gemacht...alles ok sagte der Urologe.
Danach fuhren wir in Urlaub aber mein Mann hatte ständig Probleme bei seinem Toilettengang.
Wir tippten auf Hämos die evtl. bei der Untersuchung gereizt wurden und nach dem Urlaub ging mein Mann zu unserem Hausarzt da es durch Hausmittelchen nicht besser wurde.
Dieser überwies ihn nach weiteren Untersuchungen sofort zum Gastroenterologen und der schickte ihn nach dem *Versuch* einer Darmspiegelung und Feststellung eines Tumor im Enddarmbereich noch am selben Tag zum CT.
Dort wurde ein Rectumcarzinom mit multiplen Lebermetastasen festgestellt. Da die Gefahr bestand das mein Mann einen Darmverschluss bekommt wurde so schnell als möglich operiert, bei der OP wurde der Tumor mit ca. 30 cm Darm anhängende Lymphdrüsen und ein Teil des linken Leberlappens entfernt.
Ein künstlicher Darmausgang wurde nicht gelegt, das musste aber nach einer Woche in einer erneuten OP nachgeholt werden da die Nähte nicht hielten.
Ich denke ich muss hier keinem schildern wie uns zumute war/ist, Weihnachten und Silvester waren Nebensache und irgendwie war es einem so als wenn nach jedem Arztgespräch alles nur noch negativer erschien.
Zusätzlich wurden dann noch Knoten in der Schilddrüse entdeckt da die Schilddrüsenwerte auf einmal sprunghaft stiegen, scheinbar wurde die starke Reaktion der Schilddrüse durch die erste Gabe von Kontrastmitteln geweckt, vorher war alles in Ordnung.
Die Tumorwerte stiegen in den 14 Tagen von der Entlassung aus dem KH bis zur ersten Chemo ums doppelte fast an und machten mir grosse Sorgen, mittlerweile sind sie wieder so wie direkt nach der Entlassung.
Die Tumorkategorie ist pT4, G3, N1 (3/12), R1, M1.
Momentan bekommt mein Mann 14 täglich Chemo + Antikörper mit allem was da sonst noch dazu gehört über 48 Stunden und es geht ihm verhältnissmässig gut.
Er jammert nie und sorgt sich nur immer um mich.
Die Haare scheinen jetzt dünner zu werden, aber er hat sogar zugenommen.
In einem Kontrollultraschall wurde festgestellt das die Metastasen nicht gewachsen sind, aber viel kleiner sind sie auch nicht geworden.
Die Ärzte sprechen nur von mehr Zeit raus holen, Heilung gäbe es nicht...
Jetzt steht morgen ein Kontroll-Ct an und ich hab ein flaues Gefühl in der Magengegend......

sternchen49
14.03.2011, 19:01
Hallo und guten Abend:)


Ich möchte Dir nur schreiben, dass ich Dir und Deinem Mann für morgen wünsche, dass die Ärzte Euch etwas Positiveres sagen können, als es heute den Anschein hat.

Dein Mann ist wirklich sehr krank.

Bis letztes Jahr im September war unsere Welt in Ordnung aber dann wurde von heute auf morgen alles anders.


Ja, fast immer trifft das zu. Es war der 25. Juni 2010, als sich unsere bis dahin fröhliche und glückliche Welt aus den Angeln hob und unser Leben, dass wir seit über 40 Jahren als Ehepaar führen, auf den Kopf stellte. Nichts ist mehr, wie es davor war.

Man muß versuchen, zu akzeptieren, was einem da präsentiert wird und einen gemeinsamen Weg finden, mit dieser schweren, bei uns unheilbaren, Krankheit umzugehen, ohne unterzugehen und an allem zu zweifeln. Diese Zeit seit dem Juni 2010 ist die schwerste meines Lebens, das nun wirklich an Schicksalsschlägen nicht arm war.

Ich drücke dich mal ganz fest und wünsche Dir von Herzen, dass Du es schaffst, Deinem Mann die Partnerin zu bleiben, die Du bisher warst, auch, wenn sich die Verhältnisse so grausam verändert haben.

Der Mensch wächst mit den Anforderungen, die an ihn gestellt werden. Es ist so. Etwas anderes ist auch gar nicht möglich. Dieser erkrankte Mann ist der Mensch, der einem der wichtigste ist und den man liebt. Das macht alles umso schwerer.

Auch bei uns ist es so, dass mein Mann nicht jammert, nicht klagt und sein Schicksal nicht bedauert. Seine gerade erst begonnene ATZ hat nach wenigen Monaten jäh geendet. Er wollte in zwei Jahren in den Ruhestand gehen. Ich wurde infolge von Komplikationen bei großen OP verrentet (mit 60). Ach, was hatten wir für Pläne, Träume und Wünsche für die Zeit, wenn wir zuhause sein konnten. Aus, vorbei, es war einmal.

Auch bei ihm ist es so, dass sein Schmerz eher dem Gedanken geschuldet ist, dass er mich irgendwann alleine zurücklassen muß und nichts mehr für mich tun kann. Es schnürt mir das Herz ab. So war immer seine Einstellung zu mir.

Es ist nicht selten so, dass er mir Mut macht, obwohl ich schon glaube, dass ich mich nicht gehen lasse.

Alles Liebe und toi, toi, toi für morgen:)

sternchen49

lilibey
20.03.2011, 15:53
Hallo alle miteinander,
ich bin 44 Jahre alt und im wirklichen Leben bin ich Andrea. Ich bin verheiratet, Kinder habe ich leider nicht. Ich komme aus Brandenburg und bin gebürtige Berlinerin. Leider ist auch meine Mama (63 Jahre alt) an Leberkrebs erkrankt. Die Diagnose hat sie im Nov. 2009 erhalten. Nicht kleinzelliges Lungenkarzinom mit Metastasen an der Schilddrüse. Leider keine OP möglich. Im Januar 2010 dann die erste Chemo, danach folgten noch 2. Doch dann Ende Januar gabe es ebenfalls Komplikationen. Aterienverschluss in beiden Beinen, mit entsprechender Vorerkrankung. Im Februar 2010 Amputation nach Infektion im linken Bein und im April dann leider das Gleiche am rechten Bein. Das Alles hat sie gut gemeistert. Natürlich war zu dieser Zeit keine Chemo möglich bis August 2010. Meine Mama kämpft und gibt auch noch uns, meinem Bruder, meinem Stiefvater und mir Kraft. Seit August bekommt sie Chemo, dann Bestrahlung und Anfrang Februar 2011 dann der Rückschlag - Schlaganfall - Es hat sich nun auch ein Tumor im Kopf abgekapselt, aber Sie gibt nicht auf. Sie bekommt jetzt eine stärkere Chemo - ihr eigene Entscheidung - sie kämpft und kämpft - Es geht Ihr den Umständen entsprechend gut - ihr ist klar das sie nicht wieder gesund wird, aber sie gibt nicht auf - und wir auch nicht - Ich habe großen Respekt vor Ihr
Ich wünsche Euch und Euren lieben viel Kraft und Gesundheit
LG Lilibey:winke:

conny1957
24.03.2011, 12:59
Mein Name ist Conny. Mein Mann ist am 09.03.an einem kleinzelligen Lungenkarzinom verstorben. Ich bin 53 Jahre alt. Wir waren erst 5 Jahre verheiratet. Zur Zeit bricht über mir alles zusammen. Die Wohnung aufgeben und die zwei Hunde (2Jahre alt) müssen ins Tierheim.

sternchen49
24.03.2011, 13:46
Liebe Conny,

und wieder eine sehr traurige und schlimme Geschichte. Ich möchte Dir mein herzliches Beileid bekunden. So kurz verheiratet und so jung. Wobei kein Alter das richtige ist, um so krank zu werden und keine Heilung zu erfahren.

Das alles über Dir zusammenbricht, ist völlig klar. Der Tod Deines Mannes ist ja auch erst ganz kurz her und Du mußt nun ohne ihn Dein Leben neu regeln.

Hast Du niemand, der Dir helfen kann, die organisatorischen Dinge (wie Wohnung) zu regeln? Willst oder mußt Du Dich von den beiden Hunden trennen? Es ist sicherlich auch eine Kostenfrage. Aber emotional bedeuten Sie Dir doch gerade jetzt, wo Du alleine bist, doch sicherlich sehr viel.

Wenn Du möchtest, schreibe doch ein bißchen mehr über Dich;) Wo willst Du hin, wenn Du Eure gemeinsame Wohnung aufgibst.

Laß einfach von Dir lesen. Vielleicht hilft Dir hier der ein oder andere Rat, das Zuhören (bzw. Lesen) und der Zuspruch von anderen Foren-Teilnehmern.

LG sternchen49:)

conny1957
24.03.2011, 14:59
Ich habe jetzt eine 400 quadratmeter wohnung alleine mit einem riesigen Garten. Das kann ich alleine natürlich nicht halten. Meine Ärztin hat für mich eine Blitzrehe beantragt. Da ich nicht weiß wann, sitze ich hier wie auf Kohlen. Ich habe zwei Söhne. 32 und 28 Jahre. Der Ältere war bis gestern da. Aber bei der Wohnung auch keine große Hilfe. Was wegwerfen und was hebt man auf. Die Sachen meines Mannes habe ich schon bis auf wenige Dinge, einer Arbeitslosenhilfe gestiftet. Ich habe in Caputh ein Zweifamilienhaus. In dem einen wohnt meine Mutter. In dem anderen mein ältester Sohn. Zu meiner Mutter (wo Platz wäre) will ich aber nicht. Mein Vater ist 2009 auch plötzlich nach dem dritten Schlaganfall gestorben und meine Mutter trauert immer noch ganz doll und vergleicht jetzt unsere Fälle. Die kann man aber nicht vergleichen. Ich habe meinen Mann seit Januar zu Hause alleine gepflegt. Wir waren unzertrennlich und haben alles gemeinsam gemacht, so als ob wir geahnt haben, dass wir nicht viel Zeit miteinander verbringen können. Deshalb ist es jetzt so schlimm, dass er nicht mehr da ist.

alles_anders
26.03.2011, 12:09
hallo...

ich möchte mich auch mal kurz vorstellen. bin 30 jahre alt und wohne in nrw.

seit zwei wochen wissen wir, dass meine mutter lungenkrebs hat, welcher schon ins gehirn gestreut hat.

leider haben die metastasen schon einen schlaganfall ausgelöst. der linke arm ist taub und das linke bein schlürft sie nurnoch hinter sich her.

mehr schreibe ich in kürze in einem neuen post.

sternchen49
26.03.2011, 14:35
Liebe Conny1957:)

Ich hatte Dir versprochen, mich noch einmal zu melden. Das tue ich hiermit.;)

Ja, Du hast recht! Eine so riesengroße Wohnung mit einem ebensogroßen Garten kannst Du alleine nicht halten und nicht bewirtschaften?

Hast Du einen Beruf? Gehst Du arbeiten? Bist Du wenigstens finanziell einigermaßern abgesichert?

Daß Du auf keinen Fall zu Deiner Mutter möchtest, kann ich sehr gut nachvollziehen. Warum? Ein Nachbar von uns ist vor 18 Jahren an Darmkrebs gestorben. Sein schweres Leiden dauerte 24 Monate. In der gesamten Zeit haben mein Mann und ich das Paar zu jeder Tages- und Nachtzeit begleitet, sind mit zu den Chemos gefahren, haben wirklich alles gemacht, was zu tun war und waren auch bei ihnen, als er zuhause starb. Danach haben wir mit seiner Frau seine Beerdigung organisiert. Das Problem war, dass weder sie noch ihre Tochter verstanden oder verstehen wollten, dass der Patient schon längst keine Chance mehr hatte, zu leben. Er vegetierte nur noch vor sich, weil er den beiden Frauen den Schmerz nicht antun wollte, den sein Tod bei ihnen auslösen würde. Mit Hilfe des Notarztes haben wir es geschafft, sie zu überzeguen, dass sie ihn endlich loslassen und gehen lassen mußten.

Und was sagt diese Nachbarin in dem Moment, als sie erfuhr, dass mein Mann an Krebs erkrankt ist und es keine Hoffnunge auf Heilung gibt: "Ach ja, das habe ich alles schon mitgemacht!"

Wie bemerkt, es ist 18 Jahre her. Ich habe in dem Moment gemerkt, dass ihr so etwas wie Mitgefühl und Teilnahme für andere Menschen (wir waren viele Jahre befreundet), absolut fremd sind und unser Schicksal sie nur an eins erinnert: Daran, dass ihr Mann vor so langer Zeit verstorben ist. Sie hat bis heute (mein Mann ist im Juni 2010 diagnostiziert worden), nichts, aber auch gar nichts getan, um uns oder mir auch nur einmal zur Seite zu stehen.

Das zu dem, was Du von Deiner Mutter geschrieben hast.

Und Vergleiche: Ehrlich, das könnte ich schon gar nicht ertragen. Dein Leid wird niemals vo schwer sein, wie ihres.

Wie sieht es mit der REHA aus? Ich hoffe, dass Du sie bekommst, und zwar bald.

Ja, auch mein Mann und ich sind sehr aufeinander fixiert und machen die meisten Dinge gemeinsam. Wir haben das in unserer über 40 Jahre andauernden (meist) glücklichen Ehe immer geliebt und genossen.

Und dann der Schock. Bei so einer Diagnose bleibt es nicht aus, dass einem fast den ganzen Tag über Gedanken durch den Kopf gehen, die nur selten nicht von Kummer, Sorge und Traurigkeit geprägt sind. Was soll sein, wenn?

Und weil Ihr so eng wart, ist es jetzt doppelt schwer für Dich, ohne ihn leben zu müssen.

Mir ist sehr schwer, während ich hier versuche, Dir ein bißchen Trost zu spenden und Dir das Gefühl zu geben, dass ich verstehe, was Du meinst und empfindest.

Laß bitte von Dir lesen. Wenn Du magst, auch unter den PN.

Liebe Grüße

sternchen49:pftroest:

time44
29.03.2011, 17:07
Hallo an alle,

meine Situation ist ein wenig "ungewöhnlich". Ich lese hier schon eine Weile in fast allen Forenbereichen mit.
Mein Bruder erkrankte vor 2 1/2 Jahren mit 30 an Darmkrebs. Die genaue Klassifizierung bekomme ich nicht mehr zusammen, er hatte ein Rektumkarzinom mit Lymphknotenbefall. Er bekam eine Chemo über einen Port und Bestrahlung. Später wurde er dann operiert, ein Grossteil des Darms entfernt und er bekam ein Stoma, dass nicht zurückverlegt werden kann.
Auf Grund seiner früher Erkrankung wurde ein humangenetisches Gutachten erstellt mit einer umfassenden Familienanamnese. Mein Vater und zwei seiner Schwestern waren auch an Krebs erkrankt ( Darmkrebs, Brustkrebs und Hautkrebs). Bei ihm wurde dann HNPCC oder auch Lynch-Syndrom genannt, diagnostiziert, autosomal dominant vererbt. Tja und dann wurden auch wir, noch 3 Schwestern, gefragt, ob wir diesen Test auch machen lassen wollen.
Meine kleine Schwster und ich sind auch betroffen, nur meine grosse Schwester ist "verschont" geblieben.
Und nun können unsere Kinder ( ich hab 2) meine Schwester 1 diese Genmutation mit 50% Wahrscheinlichkeit an unsere Kinder vererben.
Lynch-Syndrom heisst, dass wir eine 70-80% ig höhere Wahrscheinlichkeit haben an Krebs zu erkranken.
Ich kann immernoch nicht so richtig damit umgehen und habe nun Angst, dass es auch meine beiden und meinen Neffen erwischt.
Für uns heisst das lebenslang umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen, im Moment weiss ich nicht ob das eher Segen oder Fluch ist.

Liebe Grüsse time44

Isis
29.03.2011, 22:56
Hallo zusammen. Meine Mutter Brustkrebs und jetzt einen kleinen Hirntumor. Das eine geschafft (Chemo,OP,Bestrahlung) und schon kommt das nächste. Ich Arbeite/Lebe 400km weit weg und fühle mich total verloren. Der Typ der 8 Jahre mein Freund (kennen tue ich ihn seit 15 Jahren) war, hat mich quasi sitzengelassen. Er kommt mit "kranken Leuten" nicht klar - seine Worte. Mein Bruder kümmert sich zuhause wo er nur kann. Seine Freundin ist eine ganz tolle Frau und kümmert sich um uns alle. Und das wo vor kurzem bei ihr selbst Krebsverdacht bestand - zum Glück war es ein Fehlalarm. Nur ich habe immerwieder das Gefühl das ich ganz alleine bin, bei der Entfernung zur Familie wohl auch kein Wunder... Keiner der mich mal in den Arm nimmt oder tröstet. Für unsere Mutter müssen wir eben stark sein und mit ihr gemeinsam kämpfen!

steffmeff
31.03.2011, 21:32
Hallo zusammen,

mein Name ist Steffie,bin 29 jahre alt,verheiratet und hab zwei Jungs!
Mein Papa hat im September 2010 die Diagnose Lungenkrebs bekommen.
Chemo hatte ganz gut angeschlagen,doch seit 4 Wochen hat sich alles verändert.Metastasen in der Wirbelsäule und im Kopf.Sein Zustand hat sich sehr verschlechtert.
Ich lese seit September 2010 mit und habe jetzt das Bedürfnis mich mitzuteilen,mich auszutauschen.

Liebe Grüße Steffie

maryellen
03.04.2011, 01:13
Ach, ich muss, muss wohl auch mitmachen....

Ich hab auch schon eine Weile mitgelesen.. Ich trau mich eigentlich kaum.. Mir fällt es überhaupt so schwer, das Ganze überhaupt wahrzuhaben!
Und mir tut es so unendlich leid, von euch und dem Schicksal eurer Lieben zu lesen!!!!!!

Mein eigentlicher Name ist Marion, bin gerad 40 geworden (sehe aber wesentlich jünger aus ;0), bin Freiberuflerin als Cutterin/Grafikerin, naja, und.. weshalb ich mitgelesen habe:

Mein lieber, lieber Bruder, Kollege und auch bester Freund - abgesehen von meinem Mann natürlich.. Meinen lieben großen Bruder Stephan hat es gerad Anfang Februar 2011 ganz schrecklich erwischt..

Da war es auch, wie ich schon soo oft gesehen habe - Immer Rückenschmerzen und Ärzte sagten immer "Ja, da müssen´se halt mal was zum Sport, bisschen Massage, paar Schmerzzäpfchen... Da ist eben irgendwas abgenutzt am Rücken und dann noch Computerarbeit immer, na da müssen´se sich ja nich wundern, haben ja alle..." etc.

Naja, weil es eben nicht besser wurde nach einem ganzen Jahr komplett unerträglichem Schmerz, ist er auf mein Drängen endlich ins Krankenhaus. Nie hat ihn jemand richtig ernstgenommen (Ich wollt hn ja auch schon zum Psychologen schicken...) Die im Krankenhaus jedenfalls wollte ihn auch fast wieder wegschicken - er ist ja eigentlich auch überhaupt kein kranker Typ.. Erst 44 (aber, natürlich auch viel jünger aussehend ;0), groß, stark, selbstbewusst, toll...!! Aber, dann schaute eher durch Zufall noch eine dritte Ärztin aufs Röntgen "Hm, da scheint ja doch noch was andreres zu sein......."

Super: Das Ganze jedenfalls hat bewirkt, dass sein Pancoast-Tumor sich ungehindert ein ganzes Jahr lang fleißig ausbreiten konnte - Ins Lymphsystem, in die Knochen, in die Nerven.. Drei Hirntumore gabs gratis dazu....

Weiß nicht, ich schwanke einfach zwischen Wut und Verzweiflung..
Am liebsten würde ich auch alle an diesen lächerlichen Fehldiagnosen beteiligten Ärzte verklagen!!!! Mein Stephan hat doch sogar immer gefragt "Könnte es nicht auch Lungenkrebs sein?? Ich rauche doch so viel schon so lange.."

Die Ärzte haben vor ca. 10 Tagen gesagt, es wär ein Wunder, wenn er dieses Weihnachten erleben sollte.. Und er selbst weiß es auch.............

WIE verdammt nochmal können wir seine Selbstheilung aktivieren????
WIE kann man ihn aus seiner Depression holen????
WIE soll man überhaupt damit klarkommen????
WIE soll das denn überhaupt gehen ohne meinen großen Bruder????? (Ich weiß, das klingt schräg, aber wirklich... Ich kann mir das einfach nicht vorstellen....)
Und unsere Eltern....
Wie soll ich das nachher alles allein schaffen??

Ich hoffe, ich habe niemand genervt!!!
Sorry, ich grüße euch alle ganz lieb, womöglich geht vielen von euch genauso........

Ich hoffe, demnächst einige "qualifiziertere" Beiträge schreiben, oder euch von einem Wunder berichten zu können........
Oder, ihr berichtet von einem Wunder??!!!??
Darauf hoffe ich soo sehr.....

Viele herzliche Grüße,
Marion

maryellen
03.04.2011, 01:47
Mein Name ist Conny. Mein Mann ist am 09.03.an einem kleinzelligen Lungenkarzinom verstorben. Ich bin 53 Jahre alt. Wir waren erst 5 Jahre verheiratet. Zur Zeit bricht über mir alles zusammen. Die Wohnung aufgeben und die zwei Hunde (2Jahre alt) müssen ins Tierheim.


Liebe Conny...
Es muss der absolute Horror sein............
Gibt es nicht einen anderen Weg..?????
Zum Beispiel Untervermieten?? Oder, Zimmer mit Frühstück????
Ich stehe im Leben generell auf sehr wackligen Beinen, was das Finanzielle anbelangt... Das jedenfalls habe ich mir so überlegt für den schlimmsten Fall...
Bin selbst gerad frisch verheiratet (als "Alte" mit 40) und.. Mein Mann ist Musiker und hat früher auch nicht unbedingt soo supergesund gelebt.. Nee, ich denke oft, dass ich auf jeden Fall diejenige bin, die länger bleibt.. Ich hoffe auch, dass wir das noch mit der Kinderwunschklinik und den kleinen Bärchen hinbekommen....
Aber, ich ahne, dass ich zurückbleiben werde... Aber meine Liebe wird immer bleiben.......... Genau, wie für meinen lieben, allerliebsten Brudi, der aktuell..........

Ich grüße dich ganz herzlich, alles Liebe von Marion

Sabsi234
07.04.2011, 21:22
Hallo ich wollte mich auch mal kurz vorstellen. Ich bin Sabsi und mein Ehemann hat Darmkrebs und jetzt leider auch Metastasen in der Leber. Gestern wurde mein Mann operiert nur leider konnten man nicht alles entfernen können und er muss jetzt doch wieder eine Chemo machen und vielleicht können sie den Rest noch operieren. Derzeit bin ich total verzweifelt, weil ich mit der neuen Situation noch nicht klar komme. Ich bin erst 41 und hatte mir noch ein langes Leben mit meinem Mann vorgestellt, der auch erst 47 wird übernächste Woche.

Benny81
11.04.2011, 10:51
Hallo zusammen!

Meine Name ist Benny, bin 29 Jahre alt und bin Pflegehelfer in einem Altersheim.

Durch meine Arbeit bin ich es gewohnt mit kranken Menschen, deren Angehörigen und dem Tod umzugehen. Es ist nicht immer einfach aber diese Arbeit macht mir sehr viel Spass, da ich jeden Tag wieder die Chance bekomme etwas gutes zu tun.

Bei meinem Vater wurden im Februar dieses Jahres Siegelringzellen festgestellt. Diese haben leider gestreut was eine Op zur Zeit nicht möglich macht. Er wird von meiner Mutter ( Altenpflegerin i.R. ) Zuhause gepflegt. Die Chemo wird ambulant durgeführt da mein Vater nicht grad die besten Erfahrungen mit Krankenhäuser gemacht hat. Er hat in seinem Leben sehr oft gegen den Krebs kämpfen müssen ( Tumor an der Wirbelsäule, Lyphknotenkrebs und nun Siegelrinzellen im Magen ). Mein Vater ist ein richtiger Kämpfer was mir bzw. uns Hoffnung macht, dass er auch diesmal gewinnt!

Das was mich am meisten belastet ist, meinen Vater im Bett liegen zu sehen.
Er hat sich vor seiner Erkrankung NIE krankschreiben lassen, ist immer 10-12 Std. / Tag arbeiten gegangen ( Maler&Lackierer ). Seine wenige Freizeit die er hatte, verbrachte er damit Geschenke in seiner Garage für meine Mutter zu basteln.

Ich hab leider keine Ahnung wie ich ihm helfen kann. Er wird zu Zeit nur über seinen Port "ernährt", wodurch er sehr viel Gewicht verloren hat. Essen kann er nicht schlucken und trinken nur ganz wenig ( ca. 500 ml / Tag ). Mein Vater eckelt sich regelrecht davor sagt er.
Mit der Infusion die er bekommt ist die Flüssigkeitsbedarf / Tag zwar gedeckt aber leider nicht die Nährstoffe wie Fett, Eiweiß etc. Die sind grade so hoch in der Infusion vorhanden das der Körper noch arbeiten kann.

Aber ich weiss da mein Vater auch diesen Kampf gewinnt!

Wünsch Euch allen viel Stärke und Kraft damit Ihr mit euren Angehörigen kämpfen könnt!

MfG Benny

( Zweifel ist der Tod jeder Hoffnung )

Bianca_78
12.04.2011, 13:28
Hallo,

mein Name ist Bianca, ich bin vor kurzem 33 Jahre jung geworden und eigentlich von Beruf Kosmetikerin/Masseurin.

Anfang Januar ´09 rief mich meine Mutter an, ob ich mal kurz vorbeikommen könnte. Gegen Abend als mein damaliger Freund (16-jähriger Beziehung) von der Arbeit nach Hause kam fuhren wir hin. Meine Mutter überbrachte mir da die Diagnose das sie an einem bösartigen Nasen-, Hals-, Rachenkarzinom inoperabel erkrankt sei. Für mich brach ein Welt zusammen und meine Mutter und ich fielen uns in die Arme. Mir fehlten jegliche Worte und ich kann bis heute nicht beschreiben was ich dachte oder wie ich mich fühlte. Sie erzählte mir, das eine 70 %-ige Heilungschance gäbe, wenn man gleich mit Chemos und Bestrahlungen anfängt. Jedoch war kein Bett frei und so mussten wir warten bis dies der Fall war. Über einem Monat später bekam sie dann ihren Platz in der Klinik. Das warten bis es endlich los geht und die Angst wurden von Tag zu Tag größer. Ich verbrachte jede Minute bei meiner Mutter bevor sie ins KH kam und auch währenddessen, denn meine Mutter und ich verstehen uns blendend und können über Alles reden. Schon wie beste Freundinen. Meine Mutter kam 1 Woche vor dem Einlieferungstermin rein, da sie das Essen verweigerte. Der Tumor war schon so groß geworden, dass ihr alles kauen im Mund weh tat. So kam sie rein und bekam nach 3 Tagen auch schon eine Magensonde gelegt wodurch sie die künstliche Nahrung bekam. Trinken konnte sie noch wie gewohnt. Die erste Chemo haute richtig rein. Jeden Tag nach der Arbeit und davor (jede freie Minute ging ich zu ihr) nach einigen Tagen kamen die Bestrahlungen hinzu (täglich außer an den Wochenenden und das auf höchster Dosis) Da sie einen Schrittmacher hatte musste darauf Rücksicht genommen werden, da er sich auch hätte verstellen können, was auch der Fall war und so mussten die Ärzte in einer anderen Klinik in wieder neu einstellen. Meine Mutter konnte nach einigen Tagen nicht mehr trinken. Der Hals schwillte zu und so bekam sie Medikamente, Essen, Trinken ... eben alles über Infussionen und die Magensonde. Es war/ist schlimm meine Mutter so zu sehen. Früher war sie so selbstbewußt, streng, man konnte ihr nichts anhaben und dann diese schwere Krankheit. Der Krebs hat meinen Mutter geknackt. Nie machte man sich die Gedanken um Krebs, da nichts aus der Familie oder aus den anderen Generationen bekannt war. Doch jetzt sehen meine Mutter und ich das ganz anderst. Hätte meine Mutter aufgegeben, hätte ich es auch getan. Meine Mutter sagte zu mir, ich habe sie am Leben erhalten. Wäre ich nicht gewesen, hätte sie nie gekämpft. Die Zeit in der Klinik war schlimm. Nachts weinte ich im Bett und war so verzweifelt weil ich nicht helfen konnte, ich konnte nur da sein und sie trösten. Es hat mich sehr verändert und mich auch ein Stück weit gebrochen. Doch wer denkt, das nach der Therapie alles wieder in Ordnung sei, der irrt sich gewaltig. Es ist ein auf und ab. Eine tägliche Angst, wenn sie nur einen Schmerz hat und man nicht helfen kann. Die Angst vor jedem CT,Blutuntersuchung oder HNO Arzt Termin ist immer mit unwohl, Panik oder Angst verbunden. Ich versuche immer Alles zu geben und sie aufzumuntern, ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und zu aufzuheitern. Doch ich kam/komme an meine Grenzen und das immer mehr. Zu Hause pflegte ich sie und reinigte auch die Magensonde. Ich lernte später zusammen mit ihr, wie sie wieder essen kann. Es war ein langer Weg, da sie keinerlei Geschmack hat und auch die Speichelbildung fehlt. Durch die Bestrahlung hat es viele Nebenwirkungen gegeben und auch das beidseitige Trommelfeld ist kaputt, wobei sie Ständig mit hochgradigen Entzündungen in beiden Ohren zu kämpfen hat. Ich könnte noch Stunden erzählen über diese Dinge, doch das sprengt den Rahmen und Angst möchte man anderen nicht machen.
Wie gesagt Anfang Januar 2009 bekam ich die Diagnose von ihr. Im selben Jahr April (mein Geburtstag) trennte sich mein Freund (nach 16 Jahren von mir) Unter anderem kam er mit mir auch so nicht klar und das ich mich in der schweren Zeit zurückzog, hat er nie verstanden. Ich hatte einfach das Gefühl ich muss da selbst mit meiner Mutter durch. Keiner auch nicht andere Familienangehörigen hatten/haben es auch heute nicht verstanden wie schwer die Zeit für meine Mutter war/ist... nur weil der Krebs zwar nicht ganz weg aber kaputt ist, heißt es nicht...dass wieder Alles in bester Ordnung ist. Im Gegenteil. Keiner weiß wie schwer es ist für den Patienten oder jemand der ihn immer begleitet ist, durch diesen Schicksalsschlag zu gehen. Es ist die Hölle. Nicht mal meinem ärgsten Feinden würde ich das wünschen. Doch ich glaube jeder hier in diesem Forum weiß das.
Nach der Trennung brach für mich eine Welt zusammen. Die Erkrankung die Trennung wurde mir alles zuviel. Ich merkte nicht das ich nichts mehr Esse und so erkrankte ich an Magersucht ect. zuvor auch im Monat April verlor ich angeblich der Wirtschaftskrise wegen meinen Job. Ich weiß so langsam nicht mehr wohin mit. Ich zog zu meinen Eltern, opferte mich auf. Bekam nur berufliche absagen, da ich zu alt sei und jetzt bin ich verzweifelt. Mir fehlt die Kraft. Ich hatte nicht einen Monat Zeit für mich um wieder zu mir zu kommen/zu finden. Ein Problem nach dem anderen. Die Reha wurde mir abgelehnt obwohl der Arzt mein Problem der suizied Gefahr bemerkte. Ich kämpfte immer und bin am Ende. Jetzt macht mir das Amt druck (jetzt nach der Pflegephase meiner Mutter). Ich soll für einen Euro Vollzeit putzen gehn. Ich habe Angst. Ich packe das nicht. Wie soll ich putzen wenn ich es nervlich nicht auf die Reihe bekomme. 1 Euro Toiletten schrubben auf die Stunde. Davon muss ich selbst den Sprit bezahlen. Ich habe Angst. Ich fühle mich von einem Tief in das nächste geschupst und weiß nicht wer mich überhaupt verstehen kann. Ich war bei einem Psychologen der meinte nach der 3. Sitzung ...es läge an mir. Ich solle mich zusammenreisen. Sie ist gesund und das Leben geht weiter. Doch jemand der das nicht selbst erlebt hat, kann dies überhaupt nicht verstehen und schon garnicht beurteilen. Meine Mutter hat so viele Tiefs (was normal ist laut Ärzte). An ein normales leben ist in den ersten 5 Jahren nicht zu denken. Im Gegenteil. Ich lasse mir nie was anmerken, doch meine Mutter merkt, das ich verzweifelt bin. Ich frage mich, worin der Sinn des Lebens ist. Warum lebe ich überhaupt.... mit meiner Mutter kann ich nicht mehr reden, seid ihrer Erkrankung. Sie hat genug Probleme und das würde ich ihr nie antun. Manchmal wünschte ich mir eine gute Freundin oder Freund der da ist und zuhört, doch davon kann ich träumen.

Naja, ich denke vielen hier geht es ähnlich und ich habe vor jedem Respekt der einen Angehörigen/Freund/ Bekannten ect. begleitet und alle Hochachtung an jeden Krebspatient der dem Krebs den Kampf angesagt hat. In der Bestrahlungsabteilung hing an Bild ... ein Frosch der einen Storch am Hals würgte, darauf ein Spruch "Niemals aufgeben" ... das ist zu meinem Motto geworden.

BITTE GEBT AUCH IHR NIEMALS AUF


Liebe Grüße,

Bianca

Allison
15.04.2011, 11:53
So, dann will ich mich auch mal bei euch vorstellen.

Ich hatte hier im Januar schonmal einen Thread eröffnet und seit dem nur noch still mitgelesen. Mein Vater hat Lungenkrebs und eine inoperable Meta im Kopf.
Nach aktuellem Stand möchte er die Chemo abbrechen, ob er es wirklich macht, wird sich zeigen...

Ich habe viele Fragen zum Thema Pflege Zuhause, konnte aber bis jetzt kaum was dazu finden. Was kommt auf mich zu wenn ich ihn pflege? Was muss ich vorher organisieren und bedenken? Mir geht es weniger um Tipps zu Pflegezeit und Pflegedienste die einen unterstützen, sondern wirklich um die alltägliche Arbeit mit Sterbenden.
Gibt es hier irgendwo einen Thread wo sich pflegende Angehörige austauschen?


Liebe Bianca, ich schreibe hier auch weil ich mir große Sorgen um dich mache!
Nach dem was du durchgemacht hast, ist es nich verwunderlich das du ziellos umher irrst und den Sinn den Leben suchst!
Dein Text ist sehr schwierig zu lesen (keine Absätze) deswegen weiß ich jetzt nich genau ob du deine Mum immernoch pflegst?
Aber wenn du selbst schreibst dass du suizid-gefährdet bist, solltest du dich ganz schnell in psychologische Behandlung begeben und das Erlebte langsam verarbeiten! Denn deine Mutti braucht dich, gesund! Wenn der erste Psychologe nicht der Richtige war, weil er dich nicht verstanden hat, probier vielleicht mal eine Beratungsstelle für Angehörige von Krebspatienten aus. Oder such nach einem Onkopsychologen.

Aber bitte gib nicht auf und fang jetzt an dich um dich zu kümmern!


Benny, auch ich weiß immer nicht wie ich meinem Vater helfen kann und auch darf! Doch letztens habe ich ihn gefragt und für ihn ist es das wichtigste das jemand da ist und ihm Mut macht. Ich glaube das ist für uns ganz schwer weil wir was "machen" wollen. Etwas organisieren und besorgen. Aber scheinbar reicht es wirklich einfach nur da zu sein und die Stille auszuhalten.

Ich wünsche euch allen trotz, nein gerade wegen unserer vielen Sorgen einen schönen, sonnigen Freitag!

Ally :winke:

Marian
22.04.2011, 00:17
Hallo:winke:

Ich bin hier gerade beigetreten und habe auch schon einen Thread eröffnet, weil ich mich einfach einmal wo ausweinen muss...

Meine Mutter hatte vor 2 Jahren Brustkrebs. OP und Bestrahlung verliefen gut, aber heute bekam sie die Nachricht, dass etwas nachgewachsen ist und sie nächste Woche wieder zur Biopsie muss...

Und ich bin einfach überfordert. Meine Mutter hat solche Angst zu sterben und ich kann mich auch kaum noch zusammen reißen. Dabei sollte ich sie doch unterstützen...

eineweissewand
25.04.2011, 12:14
Hallo zusammen,
ich bin weiblich, 30 Jahre alt, nennt mich einfach Nina. Ich habe kürzlich einen unglaublich tollen Mann kennengelernt, der zum dritten Mal gegen einen Tumor am Rücken (Rückenmark? Wirbelsäule? Ich weiß es leider nicht wirklich...) kämpft und derzeit in Strahlentherapie ist. Ich weiß bisher nicht viele Details über seine Erkrankung, will mich aber mit dem Thema auseinandersetzen, um besser zu verstehen, was mit ihm passiert. Ich bin derzeit noch völlig orientierungslos und habe wahnsinnig Angst, alles falsch zu machen (zu wenig/zu viel fürsorglich sein, zu wenig/zu viel fragen etc.) und hoffe, dass ich hier etwas Sicherheit und Rückhalt bekomme.
Gruß, Nina

Bianca_78
25.04.2011, 23:01
Liebe Tina,

herzlich Willkommen bei uns. Ich wünsche Dir und Deinem Freund viel Kraft und wünsche Euch das Beste. Er kann sich glücklich schätzen, Dich an seiner Seite zu haben.... denn nicht jeder hat den Mut durch Dick und Dünn mit zu gehen.

Ganz liebe Grüße,

Bianca

Julia80
26.04.2011, 08:57
Hallo,

mein Name ist Julia(30) und mein Vater (60) erhielt vor ca. zehn Jahren die Diagnose Hautkrebs (malignes Melanom). Nach mehreren Operationen hatten wir Ruhe. Der Krebs ist seit zwei Jahren zurück - Lungenmetastase, Knochenmetastase und zu allem Überfluss erhielten wir, nachdem uns gesagt wurde die Lungen- und Knochenmetastasen wären nach unzähligen Chemos und Bestrahlungen endlich unter Kontrolle, die schlimme Nachricht über Hirnmetastasen.
Das war vor vier Wochen...vor 1 1/2 Wochen mussten wir ihn mit einer Gürtelrose ins KH einliefern lassen....mittlerweile kann er nicht mehr laufen, der Muskelabbau durch das viele Kortison hat seine Spuren hinterlassen....Das Sprechen fällt ihm schwer und er ist die meiste Zeit am schlafen...momentan versuchen wir alles, um ihn nach Hause zu holen. Keiner kann uns sagen wie viel Zeit uns noch bleibt.
Ohne ihn kann ich mir ein Leben nicht vorstellen.....ich vermisse ihn schon jetzt so sehr!!

Ich habe unglaubliche Angst!!

Er hat sich immer für alle regelrecht aufgeopfert, ist unser Fels in der Brandung...immer ein Lächeln parat und nun wissen wir nicht, wie wir ihm all dies zurückgeben können....

Julia

Bianca_78
26.04.2011, 13:47
Liebe Julia,

fühle Dich herzlich umarmt und sei von mir gegrüßt.... auch wenn es wie all die anderen Nachrichten hier keine erfreuliche ist.
Es tut mir sehr leid für Dich und ich wünsche Deinem Vater, Dir und Deiner ganzen Familie viel Kraft und Stärke. Mögen die Engel bei Euch sein.

Ich weiß zu gut wie Du Dich fühlst.... auch ich muss diese Angst jetzt erneut erleben und um das Leben meiner Mutter bangen.

Deine Ängste und Deine Verzweiflung sind normal und die kann Dir niemand nehmen... :( Du musst genau wie all die anderen hier und auch ich einen Weg finden, der Dir für Dich richtig erscheint. Gib nicht auf liebe Julia. Kannst mir schreiben, wenn Dir danach ist.

Herzliche Grüße, :pftroest:,

Bianca

fara
03.05.2011, 12:34
Hallo zusammen,
ich war vor längerer Zeit schon mal hier im Forum, (wegen mir) dieses mal jedoch ist es etwas ernster und geht um meinen LG.
Ich bin (inzwischen) 39 Jahre alt, habe 4 Kids (10, 12, 15, 17) und heiße im richtigen Leben Heike.
Vor einigen Wochen wurde bei meinem LG Plasmozytom festgestellt. Da er noch einige Begleiterkrankungen hatte, wurde erst noch überlegt, was wichtiger ist (Op oder Chemo) jetzt hat man sich für eine Chemo entschieden, die er seit letzter Woche bekommt.(Eine Op, es sollte eine Herzbeutelfensterung sein, wäre zu riskant gewesen) Sollte diese gut anschlagen, wird wohl eine Hochdosis-chemo mit anschließender Stammzelllentransplantation kommen...
Ich würde mich freuen, wenn ich hier jemanden finde, der damit Erfahrung hat. Um mich einfach auch etwas vorbereiten zu können.
Übrigens hat mein LG die sehr seltene Form des extramedullären plasmozytoms, dass sich an den inneren schleimhäuten abgesetzt hat. Es ist wohl auch nicht heilbar...:(:confused:
Freu mich auf jede Antwort.
LG
Heike

PatsyG
08.05.2011, 22:20
Hallo

Meine Mutter, 47, hat vor einer Woche erfahren dass sie Krebs hat. Ein Lymphknoten in der Leiste ist rapide angeschwollen und musste operiert werden. Der Befund ergab Krebs. Nach mehreren Tests ergab sich jetzt das es Lungenkrebs ist der auch schon andere Organe befallen hat.
Morgen gibt es ein 'grosses Gespraech' mit dem Oberarzt.

Ich habe irgendwie 1000 Sachen dir mir durch den Kopf gehen und fuehl mich meiner Aengste wegen ziemlich egoistisch da es hier nicht um mich geht, trotzdem habe ich grosse Angst davor wie es weitergeht. Sie hat zum Glueck einen Freund der sie unterstuetzt aber das wars so ziemlich, ich bin Einzelkind. Ich weis nicht wie ich es schaffen soll sie durch alles zu unterstuetzen.
Wir hatten jahrelang ein schwieriges Verhaeltnis, hauptsaechlich herbeigefuehrt von ihrem Alkoholismus.

Meine Oma ist an Lungenkrebs gestorben ich kenne also den Verlauf...ich hatte damals im Ausland gewohnt und mir wurde nicht viel gesagt und ich konnte/musste es nicht wirklich mit ihr durchstehn, aber ich glaub ich weis genug...

Auf beiden Seiten meiner Eltern gibt es viel Krebs was mir jetzt grosse Sorgen macht, mir scheint es als ob es mich wohl auch treffen wird und ich krieg langsam grosse Angst. Ich habe frueher in sozialen Situationen oft mal geraucht was mir jetzt total bescheuert vorkommt und ich rauche jetzt seit der Diagnose nicht mehr, hoffe ich bleibe da stark....meine Oma und meine Mutter hat geraucht, meine Mutter tut es immer noch...

Ich habe sie gestern im Krankenhaus besucht und sie verhaelt sich gefasst, ich denke das ist noch gar nicht so richtig klar bei ihr wie schlimm es wirklich ist oder sie will es mir einfach nicht zeigen..ich versuch mir nichts anmerken zu lassen, rede so offen darueber wie sie es tut und bin halt nur da, was kann man sonst auch schon machen. Werde mit meinem Chef sprechen um zu gucken wie flexibel die sind..ob ich mir frei nehmen kann wenn es ihr wirklich schlecht geht damit ich an ihrer Seite sein kann. Ich weis nicht, wie geht man mit sowas um, ich hab keine Ahnung.

Wie ploetzlich so etwas geht und wie schnell sich das Leben aendern kann, das sollte man sich wohl immer mal wieder bewusst machen.

Wuerde mich ueber Antworten und Hinweise freuen, obwohl ich weis das man da ja eigentlich nichts gross sagen kann.

hema61
11.05.2011, 16:09
Ich bin 50 Jahre alt und seit 12 Jahren verwitwet (Gehirntumor) mit 2 Kindern. Meine Mutter wurde am 07.02.2011 an Darmkrebs operiert, da 1 Lymphknoten befallen war, wurde zur Chemo geraten, welche am 07.03.2011 begonnen hatte.
Viel ist geschehen und seit Donnerstag vergangener Woche liegt meine Mutter nun auf Intensiv - schwere Sepsis.
Ich fühle mich so hilflos, habe Angst an`s Telefon zu gehen, wenn es läutet....
Mein Mann ist an seinem Gehirntumor verstorben (inoperabel), nun kommen all die Erinnerungen wieder und ich habe zu wenig Erfahrung mit Chemo und Sepsis. Vielleicht gibt es hier jemand, der dies schon durchleben musste.
LG Hema

Löwe_83
11.05.2011, 23:58
Hallo,

ich bin 27 Jahre alt und meine Frau hat vor ein paar Tagen die Diagnose Vulvakarzinom erhalten. Wir sind seit l10.07. letzten Jahres verheiratet und sie wird dieses Jahr 30. Wir haben uns eine 2. Meinung bei der Universitätsklinik Heidelberg geholt in der Hoffnung das die Klitoris nicht entfernt werden muss. Aber leider gibt es kein entkommen denn der Tumor sitz direkt dahinter und sicherheit geht vor risiko. Sie wird sich nun auch dort Operieren lassen nächste woche. Der Tumor ist wohl im anfangsstadium und kann zu 80 bis 90% geheilt werden. ich hoffe das da nicht noch mehr gefunden wird.

LG Pierre

Mirilena
17.05.2011, 08:09
Meine Name ist Miriam, ich bin 41 Jahre alt und allein erziehende Mutter von Helena (13). Bei uns leben noch zwei Katzen, Oscar und Lilly. Ich arbeite ganztags als Marketing / PR Managerin und der Job ist bisweilen schon ziemlich anstrengend.
Am 18.04. haben wir erfahren, dass mein Vater Lungenkrebs hat. Noch gibt es keine finale Diagnose, doch ich gehe davon aus, dass das Bronchialkarzinom der Primärherd ist ( größer als 5 cm im linken Lungenflügel, ein weiterer Schatten auf dem rechten) und der Knochenkrebs im rechten Schulterblatt die Metastase. Befallen ist womöglich noch ein Lymphknoten am Hals, aber das ist derzeit eher "nebensächlich". Der Schock sitzt tief, doch allmählich fangen wir uns und lernen, mit dem Krebs zu leben, auch wenn es hart ist.
Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel tue und organisiere, damit mein Vater sich nicht entmündigt fühlt. Auch das muss ich jetzt lernen... Das Loslassen ist wohl die schwerste Lektion im Leben und je älter ich werde, desto bewusster wird mir das. Leider können wir alle nichts und niemanden festhalten, womöglich nicht einmal uns selbst. Aber wir können im Hier und Jetzt leben und die Erinnerungen an die schönen und die Glücksmomente kann uns niemand mehr nehmen. In diesem Sinne wünsche ich euch und euren Familien weiterhin viel Kraft!!!
Miriam:engel:

Mirilena
17.05.2011, 08:17
Ich habe irgendwie 1000 Sachen dir mir durch den Kopf gehen und fuehl mich meiner Aengste wegen ziemlich egoistisch da es hier nicht um mich geht, trotzdem habe ich grosse Angst davor wie es weitergeht. Sie hat zum Glueck einen Freund der sie unterstuetzt aber das wars so ziemlich, ich bin Einzelkind. Ich weis nicht wie ich es schaffen soll sie durch alles zu unterstuetzen.
Wir hatten jahrelang ein schwieriges Verhaeltnis

Auf beiden Seiten meiner Eltern gibt es viel Krebs was mir jetzt grosse Sorgen macht, mir scheint es als ob es mich wohl auch treffen wird und ich krieg langsam grosse Angst. Ich habe frueher in sozialen Situationen oft mal geraucht was mir jetzt total bescheuert vorkommt und ich rauche jetzt seit der Diagnose nicht mehr, hoffe ich bleibe da stark....meine Oma und meine Mutter hat geraucht, meine Mutter tut es immer noch...

Ich habe sie gestern im Krankenhaus besucht und sie verhaelt sich gefasst, ich denke das ist noch gar nicht so richtig klar bei ihr wie schlimm es wirklich ist oder sie will es mir einfach nicht zeigen..ich versuch mir nichts anmerken zu lassen, rede so offen darueber wie sie es tut und bin halt nur da, was kann man sonst auch schon machen. Werde mit meinem Chef sprechen um zu gucken wie flexibel die sind..ob ich mir frei nehmen kann wenn es ihr wirklich schlecht geht damit ich an ihrer Seite sein kann. Ich weis nicht, wie geht man mit sowas um, ich hab keine Ahnung.

Wie ploetzlich so etwas geht und wie schnell sich das Leben aendern kann, das sollte man sich wohl immer mal wieder bewusst machen.

Wuerde mich ueber Antworten und Hinweise freuen, obwohl ich weis das man da ja eigentlich nichts gross sagen kann.

Liebe Patsy,
ich denke, du machst deine Sache sehr gut, du bist jetzt für deine Mutter da und jetzt braucht sie dich! Mach' dir keine Vorwürfe! Und quäle dich nicht mit der Vergangenheit.
Als Einzelkind (ich bin selbst eines) ruht natürlich der Großteil auf deinen Schultern und das ist nicht immer so angenehm. Wenn du das Gefühl hast, dass dir das alles zu viel wird, dann bemühe dich rechtzeitig um Hilfe. Ich habe mir kurzfristig eine Therapeutin gesucht, denn Job, Kind, Haushalt, die Erkrankung meines Vaters und der seelische Zustand meiner Mutter kosten mich recht viel Kraft. Also keine Scheu, Hilfe zu suchen und anzunehmen.
Und mache dich bitte nicht verrückt! Du darfst dich um Gottes Willen nicht von der Angst besiegen lassen, dass du womöglich eines Tages selbst an Krebs erkranken könntest, da deine Familie vorbelastet ist. Wir tragen alle die Disposition zu Tumoren in uns und kein Mensch, auch kein Arzt, kann mit Sicherheit sagen, warum es bei dem einen ausbricht und bei den anderen nicht. Zum Glück wissen wir das nicht, was uns bevorsteht. Aber die Angst lähmt dich nur und verursacht negativen Stress und das tut dir gar nicht gut. Wenn du Befürchtungen hast, suche lieber ärtzlichen Rat, um dir die Angst zu nehmen. Ansonsten kann ich dir nur raten: versuche, in der Gegenwart zu leben, das hilft. Denn wir alle, auch die Gesunden, haben jeden Tag nur 24 Stunden zur Verfügung so wie auch die Kranken;-)
Liebe Grüße und Kopf hoch!!!
Miriam

Spagyra
17.05.2011, 10:03
Hallo,
ich bin nun schon seit einigen Wochen hier im Forum unterwegs und möchte mich jetzt auch einmal hier vorstellen... Bisher hatte ich nicht die Kraft und die Zeit dazu.
Mein Name ist Sandra, ich bin 32 und vor 3 Wochen wurde bei meiner Mutter (65) die Diagnose Ovarialkarzinom gestellt. Die OP war am 13. Mai. Sie ist relativ gut verlaufen, aber der Tumor entpuppte sich als viel größer, als erwartet. Peritonealkarzinose etc. Eierstöcke wurden entfernt, Gebärmutter hatte sie schon vorher nicht mehr. Der Dickdarm wurde fast ganz entfernt, sie hat nun einen Stoma. Zumindest die Lunge und die Leber sind o.B., Pankreas ebenfalls. Ich sehe das als Chance, auch wenn ich weiß, dass sie in einem unheilbaren Zustand ist, Figo3.

Nun wird in 3-4 Wochen mit der Chemotherapie begonnen, 6 Zyklen sind angedacht im jeweiligen Abstand von 3 Wochen. Ich bin voller Angst und Sorge, aber es wird gehen. Es muss ja gehen, irgendwie. Ich bin noch nicht bereit, meine Mutter gehen zu lassen und ich weiß, dass auch sie am Leben hängt. Sie ist eine Kämpferin und ich hoffe, sie schafft das und wird noch ein bißchen lebenswerte Zeit auf diesem Planeten verbringen. Sie hätte es so verdient, noch ein wenig glücklich sein zu können.

Ich hoffe, ich kann mit meiner Trauer und Angst und Sorge umgehen. Leider hat meine Mutter nur mich, die sich momentan um sie kümmern kann. Es lastet viel auf meinen Schultern, aber ich will das schaffen. Dieses Forum ist auf jeden Fall eine große Hilfe.

Liebe Grüße.
Sandra

Soneax
17.05.2011, 17:10
[QUOTE=Sakurama;320337]Hallo, also auch ich:

Ich heiße eigentlich Angi, bin 39 Jahre alt, Mutter einer pupertierenden 14jährigen Göre:grin: und mein Mann hat 1999 die Diagnose Oligoastrozytom II links frontal bekommen. Nach der Op im April 99 dann 2000 2 Zyklen PCV-Schema,(1. Rezidiv) die wegen Unverträglichkeit abgesetzt werden musste. Dann von 01 - 04 Temodal (2.und 3. Rezidiv) im 4 Wochen Rhythmus. Dann 2004 Bestrahlungen (insgesamt 40 Termine in der Uniklinik). Jetzt 2006 4. Rezidiv und 2. Op (2 Stellen links frontal Jetzt Astrozytom III/ 1 Stelle rechts frontal Glioblastom IV). Auch bei mir geht die Angst jetzt jeden Tag ein und aus und ich denke viel darüber nach was noch kommt. Die Krankheit ist da und kann nicht weggeredet werden. Beschönigen bringt auch nichts, aber das Leben muss weitergehen. Meine Tochter braucht mich jetzt auch, sie bekommt doch alles mit. Und mein Mann braucht meine ganze Kraft. Er war immer sehr intelligent, sprachgewandt und hat alles schmell kapiert. Er muss damit klar kommen, dass das nicht mehr so ist. Die einfachsten Wörter fallen ihm nicht ein, seine Tabletten vergißt er zu nehmen. Alles verlegt er. Es ist schwer für ihn zu verstehen, dass er nichts daran ändern kann. Wir machen "Gehirn-Jogging" um seine grauen Zellen wieder ein bisschen auf Vordermann zu bringen. Es scheint sogar ein bisschen zu helfen.
[B]So jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben

Soneax
17.05.2011, 17:38
Liebe Spagyra,
musste jetzt sogar einmal zu rück um mir deinen Namen aufzuschreiben :rotenase:muss mich auch mal kurz vorstellen, bin keine "Anghörige" sondern eine Patientin( wie es so schön heißt) ich(31) versuche mich kurz zu halten :lipsrseal vor 10 fast 11 Jahren kurz vor meinem 21 Geb. brach ich ohne Vorankündigung einfach zusammen! 1. Op Aug.200 2.OP Feb.2001 (Astorzytom I-II rechts frontal) 3. OP 2005 Rezitiv (Gliom Grad II-III) 4. Op Oktober 2009 (Fibrilläres Astrozytom II-III)jeweils dazwischen Gamma Bestrahlung sowie Rebestrahlung 2010 Chemo mit Temodal mitlerweile auf Grund von neuerlichem Wachstum diesmal Links, mit Überschreitung der Mittelline(anaplastisches Astrozytom) jetzt entgültig inoperabel auf PCV- Zytostika Therapie (Lomustin Vincristin und Natulan)umgestellt, also laboriere ich mitlerweile 10 Jahre rum hätte eigentlich vor 1,5 Jahren tot umfallen müssen stattdessen habe ich meinen 30iger mit Live-Rock Band gefeiert! :prost: das mit den "Wortfindungsproblemen" kenn ich gut auf Grund meiner Langjähringen Erfahrung ;) kann ich euch auch über leichte Persönlichkeitsveränderungen (lt. meiner Mutter) berichten! konnte damals nicht mal schreiben..... also Kopf hoch! Wie man sieht geht es jetzt doch recht gut.. Schmerzen halten sich bei mir bis auf gelegentliche Migräne in Grenzen, dennoch sind Schwäche und naja eine "leichte" Vergesslichkeit und eine gewisse Neigung zum Zickig sein (lt.mama) Agressivität meine ständigen Begleiter, falls noch jemand pers. Fragen hat immer her damit aber NIE auf geben " DAS BESTE HOFFEN AUF DAS SCHLIMMSTE GEFASST SEIN!" LG Soneax

Tiina
18.05.2011, 13:49
Dann stelle ich mich doch auch mal vor:
Mein Name ist Anja, ich bin 43 und lebe in Hamburg.
Bei meiner Mutter ist im Januar letzten Jahres Lungenkrebs diagnostiziert worden, im Dezember ist sie daran gestorben, :weinen: ich habe sie die ganze Zeit bis zu ihrer letzten Sekunde begleitet.

Insofern gehöre ich eigentlich natürlich zu den Hinterbliebenen - aber irgendwie kann ich mich damit noch nicht so ganz anfreunden... Die ganze Zeit des Kampfes gegen den Krebs, die Ängste und der verzweifelte Versuch, irgendwie zu helfen sind mir noch so präsent, ich träume auch immer wieder davon...

Ich komme erstaunlich gut zurecht damit, dass meine geliebte Mutter tot ist, habe aber teilweise den Eindruck, irgendwie abgeschaltet zu sein und nur zu funktionieren...

Liebe Grüße,
Anja

Rumpelstilzchen69
20.05.2011, 18:59
Hallo,

ich heiße Anja und meine Mutter ist an einem kleinzelligem Bronichal-Ca. erkrankt. Wir wissen es seit ein paar Wochen und meine Mutter hat auch schon zwei Zyklen Chemo hinter sich.

Der Krebs ist Stadium IV, sie hat Metastasen in der Wirbelsäule,einigen Rippen, der Leber und dem Gehirn. außerdem hatte sie auch einen Pleura-Erguss.

Leider bekommt ihr die Chemo nicht und sie wollte die Chemo schon abbrechen. Heute hatte sie ein Gespräch mit ihrem behandelnden Onkologen, der ihr dazu geraten hat, die Chemo auf jeden Fall weiter zu machen.

Meine Schwester und mein Bruder waren bei dem Gespräch dabei, ich konnte leider nicht mitgehen, weil ich zu weit weg wohne.

Mein Vater ist vor fast 7 Jahren, ebenfalls an Lungenkrebs gestorben.

Es macht mich total traurig, das meine Mama so krank ist. Sie hat vor 20 Jahren aufgehört zu rauchen, sie war, wegen Asthma, die letzten 3 Jahre regelmässig beim Lungenarzt und der hat nichts gemerkt. Regelmässig bedeutet alle 3 Monate.

Außerdem mache ich mir natürlich Sorgen, ich habe 3 Kinder (habe an alle 3 das Asthma vererbt) und da denkt man dann natürlich darüber nach, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das meine Kinder oder ich den Mist auch bekommen.

Mein Vater hat sich sehr quälen müssen und ich möchte natürlich nicht, das es meiner Mutter genauso geht.

Momentan geht es ihr körperlich nicht gut, sie ist sehr schwach, hat viel abgenommen, aber sie hat kaum Schmerzen. Ich hoffe sehr, das sie noch lange ohne schlimme Schmerzen leben kann.

Jetzt habe ich so einen halben Roman geschrieben, aber es hilft mir ein bisschen, zu schreiben.

Herzliche Grüße

von Anja

Rumpelstilzchen69
23.05.2011, 11:46
Hallo,

ich habe jetzt den genauen Diagnose-Schlüssel von meiner Mama.

Weiß jemand was das bedeutet?

nicht-kleinzelliges Bronchial-Ca., T4, N3, M1b (Pericard-Pleura-Lymph.) Std. IV

Ach ja, im Bericht steht auch drin, das es ein Adeno-Carzinom ist.

Ich weiß, das sie einen Erguß am Herzen hatte, das das scheußlige Ding in ihrer Lunge 2,5 x 3 cm groß war, bevor die Chemo angefangen wurde.

Ich habe grade mit ihr telefoniert und sie ist richtig gut drauf. Wir haben sogar gelacht. :)

Ich musste meinen mittleren Sohn (ich hab 3) heute mit Asthmaanfall ins Krankenhaus bringen, sie haben ihm Cortison verpasst und ihn gleich da behalten.

Ich mache mir richtig große Sorgen, das meine Kinder auch gefährdet sind, mal Krebs zu bekommen.

Wir haben leider sehr viele Krebserkrankungen in der Familie, Leukämie, Brustkrebs (meine Oma und meine Tante), ein Bruder meines Vaters Knochenkrebs, mein Vater und meine Mutter Lungenkrebs.

Liebe Grüße

von Anja

malou21
27.05.2011, 21:32
Ich habe keine Erfahrung mit Foren, habe mich aber nun doch entschlossen, auch mich hier einmal vorzustellen, in der Hoffnung, jemanden zu finden, mit dem ich mich austauschen kann.
Ich bin 34 Jahre alt und Mutter zweier Jungs (bald 6 und 10), mein Mann, der letztes Wochenende seinen 38.Geburtstag feierte, erhielt im März aus heiterem Himmel die Diagnose, unheilbar an Magenkrebs erkrankt zu sein. Für uns alle ein riesiger Schock, der sich zwar langsam gelegt hat, nur wirklich begreifen können wir das ganze immer noch nicht.

Karina*
29.05.2011, 13:10
Hallo und Grüß Gott!
Ich bin Karina und bald 43. Meine Mama hat so viele Metastasen an der Leber, dass man nicht operieren konnte. Der Primärtumor wurde auch mit sämtlichen Untersuchungen nicht gefunden. Man vermutet ihn in den Gallengängen und plötzlich waren dann auch Lymphknoten befallen. Vorher hieß es die Lymphknoten sehen verändert aus aber ungefährlich verändert. Überhaupt waren die Aussagen der Uniklinik etwas verwirrend und jeden Tag gab es was anderes.
Sie wurde dann entlassen ohne Operation und mit Empfehlung Chemo und ist nun bei einem Onkologen in Behandlung bei dem ich auch schon in Behandlung war/bin. Ich hatte ne ziemlich heftige Blutarmut - Ursache unbekannt - dieses Jahr. Er ist auch Hämatologe und ich halte echt viel von ihm.
Na ja, jetzt bekommt sie eine Chemo - welche sie bisher auch sehr gut verträgt. Ist natürlich unter stetiger Blutkontrolle und die Werte sind immer wieder nach einer Woche echt sehr gut. Zum Teil besser als bei mir.
Aber mein Problem was mir echt zu schaffen macht außer diesen heftigen Tatsachen, ist, dass der Arzt mir gesagt hat wie schlimm es um meine Mama steht. Wenn wir uns noch in einem Jahr drüber unterhalten wären das sehr gut hat er gemeint und es gäbe schon Fälle die nach 4 Jahren (Chemo) noch am Leben sind aber das wäre äußerst selten.

So nun stehe ich mit diesem Wissen da und kann/will mit meiner Mama nicht drüber reden. Ich möchte ihr nicht jegliche Hoffnung nehmen solange es ihr so gut geht. Man hat mir allgemein davon abgeraten. Momentan gehts ihr nämlich bis auf den Haarausfall durch die Chemo noch gut. Sie zittert leicht und die Übelkeit hält sich in Grenzen und ist mit Tabletten gut in den Griff zu bekommen. Sie bekommt eine palliative Chemo mit 1xwöchentlich Cisplatin und die nächste Woche etwas anders. Viele Spülungen nach dem Cisplatin. Und dann wieder eine Woche nichts bis es wieder von vorne los geht.

Und doch komme ich mir so schuldig vor. Könnt ihr das verstehen? Ich weiß, dass ich dies alleine entscheiden muss aber trotzdem quält es mich sehr. Ich weiß ja nicht was sie machen würde wenn sie es wüßte.
Ich denke zwar, dass wenn die ersten Chemozyklen vorbei sind und dann Untersuchungen gemacht werden wohl eh die Wahrheit ans Licht kommt aber es ist nicht einfach. Immerhin habe ja auch ich die Hoffnung, dass sie vielleicht noch mehrere Jahre lebt. Und diese Jahre soll sie doch so gut wie möglich genießen können.

Ich selbst hatte die Prognose, dass wahrscheinlich - als einzige noch bleibende Möglichkeit - etwas bei der Knochenmarksbiopsie gefunden werden wird. War dann aber nicht so. Aber das hat mich zu dem Zeitpunkt voll umgehauen und ich war nur noch unten obwohl es mit meiner Krankheit eigentlich täglich besser wurde. Hatte mir schon überlegt wie ich einem grausigen Tod entrinnen könnte und wie ich alles regle nach meinem Tod. Und das ist es was ich meine mit Hoffnung nehmen und das Leben noch einigermaßen genießen können. Es war diese Erfahrung mit der ich auch mein Schweigen jetzt rechtfertige. Vorher hätte ich vielleicht anders gedacht.

Ach bitte schreibt mir irgendwas dazu.

Viele liebe Grüße
Karina

sternchen49
29.05.2011, 13:55
Liebe Karina,

herzlich willkommen hier im Forum. Der Anlaß ist - wie bei allen anderen - die hier mitschreiben, traurig.:mad:

Ich weiß eigentlich nicht recht, was ich Dir Tröstendes schreiben könnte. Ich versuche es einfach, weil Deine Verzweiflung und Deine Zerrissenheit sehr groß sind.

Die Geschichte ähnelt sehr der meines Mannes. Primär-Tumor nicht auffindbar. Es wurde keine Untersuchung (bis zum PET) ausgelassen. Der Tumor ist definitiv verschwunden. Bei ihm glaubt man am ehesten, dass er aus dem Bereich Bauchspeicheldrüse oder Gallengänge stammt. Wie bei Deiner Mutter hat der Feigling, bevor er sich davon gemacht hat, Metastasen in die Leber gestreut. Befund: Nicht heilbar - OP nicht möglich - Bestrahlung nein. Palliative Therapie in Forum von Kombi-Chemo.

Dies alles haben wir im Juni letzten Jahres genauso um die Ohren bekommen.

Mein Mann hat inzwischen die 35. Chemotherapie (ambulant) bekommen, verträgt sie recht gut, hat wenig Nebenwirkungen, und wir hoffen inständig, dass wir diesem Krebs noch eine hoffentlich lange Strecke die Stirn bieten können. Karina, so sieht das aus.

Bei Deiner Muttter ist es etwas anders. Und ich meine, dass Du Dir den Kopf über etwas zerbrichst, was das nicht braucht. Du mußt keine schlechtes Gewissen haben und Dich schon mal gar nicht schuldig fühlen. Woran, warum? Der Arzt hat Dir gesagt, was er meint, welche Restlebenszeit Deine Mutter noch haben könnte. Er ist aber Arzt und Mensch, und nicht der liebe Gott oder eine überirdisches Wesen mit hellseherischen Qualitäten. Seine Annahme kann bei der Diagnose stimmen. Es kommt aber immer wieder vor, dass Krebs-Patienten ihren Ärzten ein Schnippchen schlagen und deren Prognose einfach überleben. Das bleibt aber alles abzuwarten.

Ich habe darüber nachgedacht. Für mich gäbe es zur Zeit keinen Grund, meine Mutter mit der Nase darauf zu stoßen. Laß ihr ihren Frieden und warte weitere Ergebnisse ab. Vielleicht wird der Verlauf ihrer Krankheit ihr selbst signalisieren, wie ernst es ist. Und wenn nicht, dann würde ich sie lassen. Du weißt nicht genau, wie sie es aufnehmen würde und wie sich das auf ihren Lebensmut auswirkt.

Ich bin strikt dagegen, einem Patienten (wie es früher üblich war), die heile Welt vorzuspielen. Solange du nicht erkennen kannst, dass Deine Mutter vielleicht selbst Zweifel hat und nachfragt, würde ich sie in Ruhe lassen.

Es ist so eine Sache, wenn der Arzt es Dir sagt, und Du nun mit dieser Riesenbelastung (neben Deiner eigenen Krankengeschichte) leben mußt. Ich finde es nicht ganz richtig, es ist aber passiert.

So, ich hoffe, dass ich Dir ein wenig Unterstützung geben konnte. Ich bin in einer sehr ähnlichen Situation, mit dem Unterschied, dass mein Mann sich darüber im klaren ist, dass sich sein Zustand von heute auf morgen ändern kann und dass seine ehemals "unendliche" Lebenserwartung auf eher "sehr endlich" reduziert ist. Das macht mir nämlich ganz besonders zu schaffen. Wie geht ein Mensch in seinem Innersten damit um? Wie erträgt er dieses Wissen?

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du eine Strategie findest, mit der Du besser leben kannst. Für Dich und Deine Mutter: Ja, einfach nur alles Gute.

sternchen49:winke:

Karina*
29.05.2011, 15:53
Hallo Sternchen!

Vielen lieben Dank für deine Worte und Wünsche. Es hat mir sehr gut getan deine Worte zu lesen. Mit meiner Krankheit - Ursache unbekannt, es könnte an einer Grippe gelegen haben - ist schon wieder gut. Ok, noch nicht ganz alles aber das Wichtigste. Das "Rätsel" an sich bleibt eben. Aber meine Blutwerte sind wieder ganz ok und da wo es noch fehlt ständig am steigen.
Aber was in einem vorgeht, also zumindest bei mir, wenn man eine schlechte Prognose (oder die Vorschau darauf bekommt) habe ich ja an mir beschrieben. Das zieht einem die Füße weg. Ob der Betroffene auch alles mitteilt ist dann wieder etwas anderes. Als Angehöriger ist man ja auch betroffen und der Patient will natürlich seine Umgebung im Normalfall auch nicht zu sehr verschrecken oder ängstigen. Ich glaube die wahren Gedanken mitzuteilen macht etwas, das mit Hoffnung vielleicht besser aussieht, endgültiger. Sich mitzuteilen kann schon etwas Schlimmes wahrer werden lassen. Ein Betroffener möchte sicherlich seinen Angehörigen nicht so sehr traurig sehen oder eben zu sehr ängstigen. Ich glaube, dass es hier eindeutige Signale braucht die Wahrheit auch hören zu wollen und verkraften zu können. Ich hoffe, dass ich auch dir damit ein wenig helfen konnte bei dem was dir sehr zu schaffen macht. Auch deine Verzweiflung ist eindeutig zwischen den Zeilen zu lesen.

Die Prognose meines Arztes war hart aber sie hat auch die Möglichkeiten für noch längere Jahre eingeräumt. Ich mag ihn gerne den Arzt. Sein Blick ist aber mit Sicherheit ein anderer. Er hat nur solche Patienten und erkennt auch immer wieder die Wunder an. Es gibt sie auch das sagt er. Ein anderer Arzt, obwohl auch der Internist und einen sehr guten Ruf - auch ich habe gute Erfahrung mit ihm - hat die ambulante Chemo abgelehnt. Er macht das wohl noch nicht so lange und die Sache war ihm zu heiß. Es gehört auch Mut dazu es zu machen und auch es abzulehnen. Es ist nicht so anonym wie in einer Klinik, man kennt dann alle persönlich.

Soweit ich das sehe, begreift meine Mama die Chemo als ihre letzte Chance. Von der Möglichkeit, dass eine Chemo nicht immer hilft weiß sie. Aber das es "nur" eine palliative und keine heilende ist das weiß sie nicht...noch nicht.

Ja woher kommt mein schlechtes Gewissen....etwas zu wissen was sie betrifft aber sie nicht weiß. Würde sie ihr Leben anders gestalten wenn sie es denn wüßte? Aber doch, für den Moment glaube ich schon, dass meine Entscheidung richtig ist. Das Andere ist natürlich wen bezieht man in dieses Wissen mit ein. Meinen beiden ältern Schwestern habe ich es schon gesagt. Auch mein Papa weiß es noch nicht. Da ist er natürlich zum Teil auch etwas selbst schuld. Aber das ist ne andere Geschichte.

Ich wünsche mir jedenfalls, dass ihr/mir uns genügend Zeit bleibt alles zu regeln was ihr wichtig ist und wir nicht einfach überrascht werden.

Was ich dir und deinem Mann auch noch ans Herz legen möchte, ich selbst muss mich immer wieder selbst dazu bringen, wir müssen den Blick mehr auf die Gegenwart richten. Die wenige Zeit die bleibt, auch für Nichtangehörige oder Nichtkranke kann es sehr schnell gehen, darf man sich nicht alleine mit Sorgen um die Zukunft verderben. Die meisten Menschen leben viel zu wenig in der Gegenwart.

Sternchen vielen Dank für deine Zeilen. Sie haben mir sehr gut getan. Vielleicht können wir uns gegenseitig ein wenig auf dem Laufenden halten nachdem unsere Angehörigen die gleiche Prognose haben.

Alles Liebe und Gute für euch.

Liebe Grüße
Karina

knirpsmaus
09.06.2011, 17:05
Hallo!
Ich heiße im wahren Leben Sandra, bin 29 Jahre alt und arbeite als "Fototante & Tintentankwärtin" in einem kleinen Fotoaden.

Mein Papa hat leider kurz vor Ostern nach einem schweren Herzinfarkt, den er laut der Ärzte eigentlich kaum überleben konnte, auchnoch Lungenkrebs diagnostiziert bekommen. Wie es weiter geht weiß ich noch nicht, warte aber auf eine Nachricht meiner Eltern, denn heute war Vorgespräch vor der geplanten OP...
"Warten" wird mittlerweile zum 2. Familiennamen - so habe ich das Gefühl - denn nachdem feststand was es ist, ging es wochenlang nicht weiter..
Ich bin sehr froh dieses Forum gefunden zu haben, habe schon einiges gelesen und glaube, dass es sehr gut tut einfach mal alles von der Seele zu schreiben.

Duundich
13.06.2011, 08:45
Hallo!

Ich bin nun auch eine von euch. Eine Angehörige, bei der von heute auf morgen alles anders ist. Meine Mama hat vor knapp einer Woche die Diagnose AML bekommen. Ich heiße Yvonne.
Die Angst, meine Mama zu verlieren ist enorm groß und meine Gedanken drehen sich den ganzen Tag und in meinen Träumen nur um meine Mama und ihre schreckliche Diagnose.
Allerdings schaffe ich es inzwischen auch, etwas Hoffnung zu schöpfen und nicht nur daran zu denken, dass meine Mama uns verlassen könnte. Sie ist da und sie ist eine Kämpferin.
Im Moment ziehe ich mich von Tag zu Tag und hoffe immer, kleine positive Nachrichten zu bekommen.
Ich glaube, das ich in diesem Forum gut aufgehoben bin. Es tut einfach gut, wenn man sich etwas von der Seele schreiben kann, Fragen stellen kann und vielleicht auch irgendwann Hilfe für andere geben kann.

grinch84
16.06.2011, 00:52
Hy, ich heiße Annika und das ist meine "vielleicht etwas lange" Geschichte...

Lange, lange Zeit war das Thema Krebs für mich ein beiläufiges Thema. Man hat hier und da gelesen, dass mal wieder jemand an Krebs gestorben ist. Eine Kollegin von mir erkrankte an Krebs, was mir sehr leid tat, aber es war weg. Weit weg. Mein Onkel starb an Krebs, meine Tante hat Krebs, aber die sind auch weg (Anmerkung: zu der Seite meiner Familie hatte ich nie einen Draht. Nie gesehen. Nie gehört. War irgendwie nich da). Aber jetzt hat´s getroffen. Direkt. Muss dazu sagen, mein Papa war mal Alkoholiker, dann ne Zeit lang trocken und dann hat er wieder zugeschlagen. Er hat gelogen, er hat Sachen erfunden und ehrlich gesagt, wir haben ihm irgendwann einfach nichts mehr glauben können. Vor ca. vier Wochen fing er an zu sagen er habe Schmerzen im Mund. Meine Mutter und mein Bruder haben es ihm nicht geglaubt. Siehe oben warum. Irgendwann haben sie ihm gesagt, er soll doch einfach zum Arzt fahren. Aber er wollte das nicht. Hat immer wieder gemeint, morgen noch, dann geh ich. Ich hab davon nich so viel mitbekommen. Arbeite im Schichtdienst und war nie dann zuhause wenn es akut war. Am Sonntag vor einer Woche ist mir aber dann doch der Kragen geplatzt. Mein Papa mal wieder angetrunken meinte, er hält es nicht mehr aus, bekommt keine Luft, ihm tut es weh. Ich hab ihn angeschrieen und ihm Vorwürfe gemacht und bin einfach ausgetickt. Bis er bereit war, dass ich ihn ins Krankenhaus fahren durfte. Ganz ehrlich, ich wollte das nicht, aber ich wollte auch das es endlich aufhört. Seit Mittwoch letzte Woche hatten wir dann die Diagnose: Zungenkrebs. Erstmal ein Schock. Da war wirklich was und wir haben nich reagiert. Schlechtes Gewissen. Böse. Der Krebs hat noch nicht gestreut, was positiv ist. Aber die Zunge? Man stellt sich dann alle Szenarien vor. Man hat dann selbst so ein Gefühl im Mund. Wie es sich anfühlt die Zunge nicht mehr bewegen zu können usw. Am Wochenende durfte er nach Hause und was soll ich sagen, war das schönste WE seit langem. Mein Dad nüchtern und wir haben über Gott und die Welt geredet. Pfingstmontag musste er wieder ins KH. Mein Bruder und ich haben ihn gefahren. Ich hab extra einen Dienst getauscht, einen Frühdienst gemacht (was ich hasse) um ihn zu fahren. Wollte nich das er in ein Taxi steigt und denkt, er sei uns völlig egal. Dienstag früh wurde er operiert. Um acht war die OP angesetzt, für vier Stunden. Meine Mom war um halb drei im KH und da wurde ihr gesagt, er ist noch im OP. Mehr als die vier angesetzten Stunden. Da macht man sich schon Gedanken. Sie sollte am Abend noch einmal anrufen, was sie getan hat. Seit Dienstagabend liegt er auf der ITS. Meine Mom war gestern da, hat mir eine SMS geschrieben (ich war auf Arbeit), dass sie bei Vati war und er geschlafen hat. Mehr konnte ich bis jetzt nicht erfahren (meine Mom schlief schon als ich von der Spätschicht kam). Nun hab ich vier Tage frei und kämpfe mit mir ihn zu besuchen. Ich hab Angst davor. Hab Angst ihn zu sehen. Ich will ihn sehen, aber ich hab auch totale Angst davor. Ich bin die einzige in der Familie, die noch nie operiert wurde und in einem KH lag. Ich musste/konnte/sollte immer nur besuchen. Aber jetzt bei meinem Dad hab ich auch Angst vor der Zukunft. Wie es weiter gehen soll/wird. Uns wurde gesagt, dass er nie wieder so sprechen kann wie vorher. Logopädie und Chemo werden anstehen. Ich hab wirklich Angst vor dem Danach.
Meine Mom wollte sich wegen dem Alkohol von meinem Dad trennen. Jetzt bin ich froh, dass sie es nicht tat. Aber ich denke jetzt auch, das eine Scheidung das einfachere Los gewesen wäre.
Tut mir leid für den langen Text. Aber ich hoffe hier Menschen zu finden, die mich verstehen. Auf meine Kollegen kann ich nicht bauen. Das schlimmste was mir gesagt wurde, nachdem ich offenlegte was mit mir und meiner Familie is, war: der hat euch so viel angetan und ihr steht trotzdem bei ihm? oder...nur weil dein Papa jetzt krank ist werden wir nicht unsere Dienste tauschen, haben genug Überstunden...das hat getroffen. Ich mein, das ist mein Papa. Hab nur den einen (wirklich). Und die denken an Überstunden und...ich arbeite in einem sozialen Bereich (Wohnheim für schwerstmehrfach behinderte Menschen) und ich begegne gerade Kollegen die ein Einfühlungsvermögen wie Steine haben. Ich bin ein sehr introvertierter und verschlossener Mensch. Hab auch nicht jedem gesagt was mit mir und meiner Familie los ist. Aber von denen den ich es gesagt hab, hätte ich ein bisschen mehr erwartet. Sonst hätte ich es ihnen ja nicht gesagt.
Jetzt wirklich Schluss. Noch eines, danke für dieses Forum. Hätte nie gedacht so eines mal in Anspruch nehmen zu müssen, aber jetzt wo ich es tue, bin ich dankbar dafür, dass es das gibt.

LG, Annika

sternchen49
16.06.2011, 19:23
Hallo, liebe Annika:)

Ich wollte gerade meinen Rechner runterfahren, als ich Deinen Beitrag zu "Papa hat Zungenkrebs" entdeckte.

Nun habe ich mich umentschieden, weil ich denke, dass Du gerne eine Antwort und ein Feedback finden möchtest. Beides will ich versuchen, Dir zu geben.;)

Zunächst einmal herzlich willkommen hier in diesem Forum, das ich für eine ganz besonders gute Sache halte. Dadurch, dass mein Mann vor einem Jahr an Krebs erkankt ist und ich im Internet suchte, was ich zu seiner unheilbaren Krankheit finden könnte, bin ich rein zufällig auf das KKF gestoßen.

Alle, die hier mitschreiben, sind selbst betroffen oder haben einen lieben Menschen, der erkrankt ist und für den sie hier schreiben.

Nun aber zu Dir und Deinem Vater. Es ist nun einmal so, dass Alkoholiker lügen und betrügen und sich immer wieder etwas einfallen lassen, um ihre Umwelt und - hier - ihre Familie zu täuschen und zu hintergehen. Wenn man bedenkt, dass Alkoholismus eine anerkannte Krankheit ist, dann muß man das akzeptieren oder es lassen. Dass Deine Mutter den eigentlich geplanten Schritt - Scheidung - nicht vollzogen hat, finde ich jetzt, in dieser traurigen Situation, wirklich gut und für Euch alle schön. Das macht es leichter.

Es ist aber auch so, dass man Alkoholikern, die so unzuverlässig sind, irgendwann nichts mehr glaubt. Wie denn auch? Es ist völlig in Ordnung. Es gibt zwei Möglichkeiten: Man nimmt ihn, wie er ist oder man läßt ihn fallen, uns zwar so, dass er restlos auf die Nase fliegt und bei Null anfangen muß. Nur so gibt es überhaupt eine (geringe) Chance, dass dieser Mensch zu Verstand kommt.

Dass Deinem Vater keiner glauben wollte, als er anfing, über Schmerzen im Mund zu klagen, ist also seiner Krankheit geschuldet, und darüber brauchst Du Dir auch keine Vorwürfe zu machen. Es ist halt so. Wenn jemand immer schwindelt oder im anderen Fall Krankheiten erfindet, glaubt ihm niemand mehr, und er ist dann, wenn es wirklich passiert, sehr allein und unverstanden.

Ihr habt die Kurve bekommen und gerade noch rechtzeitig begriffen, dass da etwas Ernstes sein muß. :mad:

Und dabei würde ich es belassen. Schluß, Ende, Punkt.

Hier kommt Euer Einstieg, wie ich es ganz persönlich (immer meine Meinung, nichts anderes) empfinde:

Nun wißt Ihr, dass Vater sehr ernst erkankt ist und - egal, was in den letzten Jahren passiert ist - auf Eure Liebe, Hilfe und Unterstützung bitter angewiesen ist. So, wie Du schreibst, läßt Du daran, dass alles andere dahinter zurückstehen muß, keinen Zweifel.

Ich möchte Dir eigentlich Mut machen. Für jemand, der wenig oder keine Erfahrung mit Krankheit oder Krankenhaus hat, ist es schwierig, sich darauf einzulassen.

Meine Devise seit vielen Jahren lautet: Leichter hat es der, der einen Krankenbesuch in der Klinik macht, als der, der als Patient dort liegen muß.

Du mußt Dich damit "anfreunden", dass das jetzt Euer Leben ist: Papa sehr krank, sehr hilfebedürftig und nicht mehr der, der er einmal war, als er Euch alle mit seiner Trinkerei genervt hat.

Du lernst es mit Sicherheit, mit diesem veränderten Vater und der Krankheit umzugehen. Das ist ein Lernprozess, der dauert. Aber, Annika, er ist zu schaffen. Weil Du es willst, und weil Du - und das lese ich doch deutlich aus Deinem Posting - Deinen Papa von Herzen liebst.

Also: Der Mensch wächst mit den Anforderungen, mach Dich auf und stelle Dich dieser Herausforderung. Du hast nur diesen einen Papa.

Übrigens. Danach lebe ich schon lange, und es geht.;)

Nun ein Wort zu Dir und Deinem Umfeld: Bei solchen "Kollegen" brauchst Du keine Feinde. Es ist wirklich eine bekannte Tatsache, dass in sozialen Einrichtungen mehr gemobbt wird, als überall sonstwo. Wie das kommt? Keine Ahnung. Eigentlich macht das ja keinen Sinn. Es sei denn, dass sich Deine Kollegen und -innen in dieser Einrichtung für schwerstmehrfach behinderte Menschen (wo ist das?) völlig überfordert fühlen in der Betreuung dieser Menschen und einen Frust schieben, der alles andere als gut ist. Und wenn es ihnen tief drin nicht gut geht, soll es Dir auch schlecht gehen.:mad:

Glaub mir, Annika, in solcher Lebenssituation kapierst Du ganz schnell, wer mit Dir und wer gegen Dich ist. :)

Wie kann man nur eine solche Äußerung tun? Aber, so sind eben eine Reihe von Menschen, die anstelle von Ellbogen Sägen und anstelle eines Herzens einen Stein tragen.

Nimm es so, wie es ist. Du änderst es nämlich nicht. Wenn Du sehr introvertiert warst, wirst Du es an Deinem Arbeitsplatz umso mehr werden und Dich an Menschen wenden, die Dir zur Seite stehen werden.

Ich finde ganz wunderbar, dass Ihr alle um diesen kranken Mann herum, bereit seid, zu vergessen und zu verzeihen, was alles nicht gut war und nun ohne Vorbehalte für ihn da seid.

Das sollte Dich stärken. Und glaub mir: Man lernt, damit umzugehen. Ich habe es auch gelernt, weil: Mein Mann ist das Beste und Wertvollste, was ich seit fast 50 Jahren habe.

Ich wünsche Dir viel Kraft und hoffe für Euch alle, dass Papa sich nach dieser schlimmen OP mit allen Einschränkungen, die sie mit sich bringen wird, bald wieder einigermaßen zurechtfindet.

Liebe Grüße

sternchen49:)

Jaecky
20.06.2011, 15:16
Hallo,
ich möchte auch meinen Teil als Angehöriger dazu beitragen.
Ich bin Jäcky, 32 Jahre alt, verheiratet und habe zwei süße Jungs im Alter von 3 Jahren.
2005 hatte mein Papa einen Tumor an seiner Niere. Nach entfernen der halben Niere, Bestrahlung, Chemo und Stammzellenbehandlung ist er natürlich gezeichnet.
Er hat das sogenannte Non Hogkin Syndrom und ein multiples Myelom.
Er muss einmal im Monat als Tagespatient in seine Spezialklinik und bekommt auch Bluttransfusionen und wie er immer sagt "Knochentropf" zum Aufbau seiner Knochen.
Mittlerweile hat er auch öfter eine Lungenentzündung, hat stark an Gewicht verloren und man kommt kaum noch an ihn heran.
Es ist sehr schwer für mich und meine Familie, da man mit ihm über seine Krankheit nicht reden kann. Er will alles mit sich allein ausmachen und somit erfährt man von ihm gar nichts, nicht wie es um ihn steht und nichts anderes. Es ist auch für meine Mama sehr schwer, da sie ihn nicht wiederkennt und er alles abblockt und auch nur schlecht drauf ist und es ihr sehr schwer macht. Er meckert nur noch rum und man kann ihm mit nichts eine Freude machen.
Ich hoffe, dass ich hier ein paar Leidensgenossen finde, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder die mir irgendwelche Tipps gegen können, wie man damit umgehen kann oder die mir mehr Informationen bezüglich dieser Krankheit geben können (Lebenserwartung, Heilungschancen etc) denn von meinem papa bekomme ich nichts heraus und im Internet steht so viel, deine eine sagt das und der andere das. Ich komme damit absolut nicht klar, meine Familie ist das liebste was ich habe. :cry:
Viele Grüße

ewieh
22.06.2011, 16:28
Hallo ihr da draußen:winke:
Nachdem ich die letzten Tag hier "herumgeschlichen"bin..und mich mit dem thema nun leider auch "anfreunden"muß...und ich diese seite echt toll finde
möchte auch ich meine Geschichte schreiben und mich vorstellen..:)
Also ich bin Manuela,habe 3 Kinder und eine Tolle Familie...allerdings klappte es nie so wwirklich mit meinen Eltern..speziell meine Mutter...wir hatten das letzte halbe Jahr kein Kontakt-den hatte ich abgebrochen-...und nun hat meine Mutter vor etwas über 1 Woche den Kontakt zu mir gesucht...
sie hat mich angeschrieben und mir in 3hintereinander folgenden Tagen versucht zu sagen das sie Schwer krank sei....zu erst dachte ich nicht an das schlimmste..nun ist sie dann am letzten Mittwoch inskrankenhaus gekommen,weil sie zuhaus zusammengebrochen war..natürlich war ich sofort bei ihr..und ich erfuhr das wir es mit Lungenkrebs zu tun haben..:(..am nachsten tag sollten die Untersuchungen folgen...die dann am Freitag ergaben,das es sich um ein Kleinzelliges Bronchialkarzinom handelt das leider auch schon in Leber und Milz gestreut hat...!!!!schönen Dank auch...auf einmal kamen mir all unsere "Probleme"soooo nichtig vor...ich bin für sie da wie ich nur kann..seit Montag bekommt sie nun ihre erste Chemo...das tut mir alles so schrecklich leid...Warum muß soetwas erst passieren um fest zu stellen wie sehr man aneinander braucht...all die streitigkeiten vorher...waren doch eigentlich soooo sinnlos...es tut so weh..sie hat allen lebensmut verloren...Ich habe angst vor der Zeit die vor uns liegt...vor allem wie viel Zeit wird das sein...?..wißt ihr ich arbeite selber seit 20 Jahren in der Pflege..habe einige menschen begleitet mit diesem Sch***krebs..ich weiß wie er verlaufen kann...wenn ich sie so sehe..mein Gott sie wird doch erst 57!! sie ist zur zeit so schwach...hat einerseits schon abgeschlossen..anderseits will sie kämpfen..:(ich hoffe ich kann das alles gut auffangen...bin doch die einzige Tochter..ich versuche stark für uns beide zu sein..aber schaffe ich das...bin nur so froh das mein Mann da ist..der wiederum mich auffängt...und mir den Rücken immer frei hält..

Ich danke für eure Geduld und das lesen..wie manch einer hier schon schrieb es tut gut sich das weg zu schreiben...werde mich im Laufe dieser schweren Zeit sicher das ein oder andere mal melden..
liebe Grüße Manuela

Jane85
11.07.2011, 00:19
Dann stelle ich mich auch mal vor...

Ich heiße Janine und werde in ein paar Tagen 26 Jahre jung. Ich bin seit 4 Jahren verheiratet und habe einen Sohn, der im September 3 wird und einen Hund namens Fine. Außerdem arbeite ich im Altenheim als examinierte Altenpflegerin.

Nun zu meiner Geschichte:

Vor 3 Wochen haben wir erfahren, das mein Papa (58 J. starker Raucher) an LK erkrankt ist. Er hatte Blut gespuckt. Daraufhin bin ich sofort mit ihm ins Krankenhaus gefahren (Ich muss dazu sagen, dass ich absolutes Papa-Kind bin). Er wurde geröngt und ein CT gemacht. Danach sollte eine Bronchoskopie gemacht werden, da man auf den Bildern den Tumor selbst nicht gesehen hat, nur das ein Teil der Lunge nicht belüftet wurde. Zu diesem Zeitpunkt war meinem Papa schon klar, dass es sich um LK handelt, da sein Vater im gleichen Alter daran gestorben ist. Außerdem wurde vor ca. 12 Wochen LK bei seiner Schwester diagnostiziert und vor ca. 8 Wochen Lymphdrüsenkrebs bei seinem Bruder. (Wir glauben schon, dass ein Fluch auf uns lastet). Leider konnte die Bronchoskopie nicht sofort gemacht werden, da mein Papa Vorhofflimmern bekommen hat. Also hieß es warten. Diese Ungewissheit war schrecklich. Doch auf einmal hieß es, der Professor hat den Tumor auf dem CT entdeckt. Die Ärztin sagte, er wäre ganz winzig und somit sehr gut behandelbar. Mein Papa hätte 2-3 jahre damit rumlaufen können, ohne was zu merken. Man könnte wahrscheinlich operieren. Wir (außer mein Papa) haben uns sehr darüber gefreut. Mein Papa konnte und kann sich über gar nichts mehr freuen. Nunja...als ein paar Tage später die Bronchoskopie gemacht werden konnte und die Ergebnisse da waren, waren wir geschockt. Der Oberarzt erzählte uns, dass der Tumor doch nicht so klein ist und operieren gar nicht in Frage kommt, da der Tumor mit an der Luftröhre sitzt. Stadium IIIb: T4 N1 M0
Zum Glück haben die anderen Untersuchungen ergeben, dass der Tumor keine Metastasen gebildet hat.

Nun geht es uns nicht so gut. Mein Mama spielt die starke (fast schon gefühlskalte), meine Schwester wohnt jetzt weiter weg und mein Mann muss jetzt die Arbeit meines Papas mitmachen, ohne mehr Gehalt zu bekommen (arbeiten beide in einer Firma). Mein Mann meckert jedesmal, weil ich seitdem jeden Tag bei meinen Eltern bin (wohnen 5minuten Fußweg entfernt). Aber mein Papa ist immer der Starke gewesen, mein Held, der gar nicht krank werden kann. Ich würde jetzt am liebsten jede Sekunde mit meinem Papa verbringen.
Mein Papa selber ist total depressiv und teilweise auch aggressiv seit der Diagnose. Er hat einfach sehr viel Angst. Man muss dazu sagen, dass ich unter Angst- und panikattacken leide und eine hypochondrische Störung habe. Seit 1 1/2 Jahren kann ich mit Antidepressivum wieder ein einigermaßen normales Leben führen. Und jetzt ratet mal, wer mir das wohl vererbt hat...ja genau mein Papa. Also kein Wunder, dass er so reagiert. Aber er möchte kämpfen und das finde ich gut. Er hat jetzt schon 2 Chemos hinter sich. Mittwoch kommt die Dritte. Nebenwirkungen halten sich in Grenzen. Er ist wohl sehr schlapp und hat die Schleimhäute im Mund kaputt, aber ansonsten alles in Ordnung. Auch die bestrahlung soll bald anfangen.

Der Oberarzt sagte, dass man diesen Tumor wohl 5 Jahre lang behandeln könnte. So hat es mein Papa verstanden. Er denkt jetzt, er hätte noch auf jeden Fall 5 jahre, aber was ich hier so gelesen habe in diesem Stadium bezweifel ich das eher.

Zwischendurch sagt mein Papa aber auch so blöde Sprüche wie z.B.: "In einem halben Jahr bin ich ja sowieso nicht mehr!" Das tut richtig weh. Habe auch in dieser zeit meinen Papa das este Mal weinen sehen. Echt schrecklich.

Und was mit mir los ist, weiß ich auch nicht. Ich dachte wenn mal so eine Diagnose kommt, dann weine ich jeden Tag und kann gar nicht mehr aufhören, aber so ist es nicht. Oft denke ich eher: Naja Papa ist krank, wird schon bald wieder gut, so als ob er nur ne Erkältung hätte und manchmal, wenn ich abends hier alleine sitze, dann stelle ich mir schon seine Beerdigung vor und weine bitterlich.

Ich glaube das war erstmal genug. Tut mir leid ist sehr lang geworden :o, aber ich musste mir das mal alles von der Seele schreiben.

LG Janine

Gitti123
14.07.2011, 12:23
Auch ich bin seit heute neu hier, mein Name ist Brigitte,

bin vor einem halben Jahr zu meinem Lebensgefährten in den Norden gezogen und habe es noch keinen Tag bereut.
Meinen Vater habe ich 1991, an Lungenkrebs mit Metastasen im Gehirn, verloren. Zu diesem Zeitpunkt war die Medizin noch nicht so auf dem heutigen Wissensstand. Meinen Mann ist 2009 plötzlich und ohne Vorwahrnung an einem Hirnaneurysma verstorben.
Nun ist mein Freund am Lungenkrebs erkrankt, das macht mich fertig und ständig kreisen meine Gedanken um diesen Krebs den ich mittlerweile hasse.
Hinzu kommt auch noch das ich von Beruf Krankenschwester bin und aufpassen muss ihn nicht zu sehr als Patient zu sehen sondern als selbstdenkende Person mit eigenen Entscheidungen.
Kann mir irgendjemand Rat geben?

LG Gitti

sternchen49
14.07.2011, 13:20
Liebe Gitti,

ich weiß nicht, welchen Rat ich Dir geben könnte.

Ich schreibe ganz einfach mal: Willkommen hier im Forum.

Alle TE, die hier schreiben, sind entweder selbst von Krebs betroffen oder haben einen lieben Menschen, der erkrankt ist. Du wirst also sicherlich Menschen finden hier finden, die Dir die eine oder andere Empfehlung geben können.

Dass es Dich nun zum dritten mal so eiskalt erwischt, ist einfach nur traurig und schwer zu begreifen.

Wenn du Krankenschwester bist, wirst Du schon wissen, wie Du am besten mit Deinem Lebensgefährten umgehst. Mein Mann (BSDK) mochte es auch nicht, wenn ich - seiner Meinung nach - zu fürsorglich war. "Noch gehe es ihm relativ gut, und er könne selbst entscheiden, was er möchte und was nicht." Klar, recht hat er, und seitdem handle ich nach meinem Grundsatz: "Mein Mann ist zwar schwer krank, aber nicht entmündigt."

Als liebender und besorgter Partner, den diese Diagnose ja genauso trifft (und Ihr seid ja noch gar nicht lange zusammen und seid offensichtlich sehr glücklich miteinander), neigt man aber dazu, mehr zu tun, als für den Patienten gut ist.

Es hilft ganz einfach, darüber zu sprechen und zu verabreden, wie es gehen soll. Das klappt dann schon.

Es tut mir sehr leid, dass Du so getroffen worden bist. Das ist das, was ich Dir gerne schreiben wollte.

sternchen49:)

VanessaE
14.07.2011, 16:18
Hallo,

ich bin neu in diesem Forum weil ich es leid bin, nur auf Seiten zu lesen, auf denen Sachen stehen, die einem den Mut nehmen.

Ich bin 30 Jahre alt, mein Vater (62) hat vor einigen Tagen die Diagnose Speiseröhrenkrebs erhalten. Er hat einen 3,7 cm großen Tumor im oberen Teil der Speiseröhre, welcher direkt an der Wirbelsäule sitzt.

Momentan warten wir darauf, dass die Ärzte entscheiden, wie behandelt werden soll.

Ich will positiv denken und ich hoffe dass es noch eine Möglichkeit auf Heilung gibt. Manchmal schaffe ich das auch ganz gut. Dann sitzt ich aber auch wieder hier und weine nur. Ich habe so Angst um meinen Papa.

Siehe dazu auch mein Thema unter Krebsarten - Speiseröhrenkrebs.

Liebe Grüße
Vanessa

Sasa111
14.07.2011, 23:18
Hallo Zusammen,

ich wollte mich auch mal kurz vorstellen:

Mein Name ist Sarah, ich bin 27 Jahre alt und komme aus Oberhausen (NRW).

Meine Mama ist letztes Jahr an Brustkrebs erkrankt. Der Tumor war 3 cm groß und saß oberhalb der Brust. Schuld waren angeblich ihre Wechseljahresmedikamente. Erkannt hat sie den Knoten selber, er war zu weit oben als das man ihn bei der Mammographie hätte sehen können.

Der Tumor wurde entfernt (Wächterknoten markiert jedoch keine Lymphknoten befallen) und bis zuletzt sollte sie eine Chemotherapie gemacht werden.
Am Tag der Entlassung haben sich die Ärzt auf einmal doch dagegen ausgesprochen, obwohl Mama sich schon eine Perücke ausgesucht hatte und sich mit dem Gedanken angefreundet hatte....

Ja, hätte hätte....hätte sie diese mal bekommen, wäre es vielleicht nun anders :cry:
Hätte und wäre, das sind die Worte die uns momentan oft in Gedanken begleiten.

Nach einem Jahr hatte sie nun Ihre Psyche einigermaßen im Griff und die Angst erneut zu erkranken. Sie fuhr dieses Jahr im Juni wieder zur Kur.
Da rief sie mich am 09.06. abends an und meinte ihre Hand würde ihr nicht mehr gehorchen und ich habe gesagt sie solle sofort zum Kurdoc.

Abends rief sie mich an, sie läge im Krankenhaus und hätte "Wasser im Gehirn" und ich solle sie mit meinem Vater nach Hause holen.

Diagnose: Gehirnmetastase hochpariell links, inoperabel.
Keine Woche später fing die Bestrahlung an.
Ihr war immer schwindelig und sie war vom Kortison sehr schwach.

Nun hat sie die 2. Chemo hinter sich und heute habe ich mich wieder erschrocken wie viel sie abgenommen hat und wie schwach sie ist. Letztes Wochenende hatte sie Fieber und Mundsoor bekommen. Sie kann immer noch nichts essen, ihr Geschmackssinn ist so gestört, dass sie alles widerlich findet. Und sie hat starke Schmerzen beim Essen.

In der Lunde gibt es 3 Kleinstmetastasen und evtl auch eine mini-Auffälligkeit in der Leber.

Die Angst ist mein ständiger Begleiter geworden...

Eigentlich sollte ich mich vorstellen glaube ich...

hm, wohne nicht bei meinen Eltern, sondern alleine mit 2 Meerschweinchen und 2 Katzen.

Hobbies: Lesen, Sport, malen :prost:

So ich mache nun besser Feierabend,

LG,
Sarah

gubbelchen
16.07.2011, 14:37
Hallo,
nach längerem stillen Mitlesen habe ich mit heute entschlossen, mich hier auch anzumelden.
Leider haben wir seit April auch die Diagnose "inoperables Magenkarzinom" bei meiner Mutter (78) bekommen. Da bereits Metastasen im Bauchfell vorhanden sind und der Tumor in die Bauchspeicheldrüse eingewachsen ist, ist mit einer OP leider nichts mehr zu machen.
Im Moment bekommt sie Xeloda und verträgt das bislang ganz gut, wenn auch mit zunehmender Dauer die Nebenwirkungen immer mehr und stärker werden.

Grüße vom
gubbelchen

trisha-mela
18.07.2011, 22:03
Hallo:prost:

Mein Name ist Patricia
Ich bin 22 Jahre alt und komme aus der Schweiz
Zurzeit besuche ich noch das letste Jahr einer Maskenbildnerschule.

Mein Vater bekam im März 2009 die Diagnose Hirntumor.
Seit 2 Jahren sind wir also am Kämpfen, leider ohne bisherige besserungen sondern nur verschlechterungen.
Da er nicht gerne und immer nur wieder bruchstücke erzählt habe ich also eigentlich keine Ahnung was für ein Hirntumor er hat etc. Alles was ich weiss habe ich mir selbst beigebracht oder rausgefunden.

Kaye
20.07.2011, 22:44
Hallo, ich heisse Natalie bin 46 Jahre alt und heute hat mein Mann die Diagnose Lymphom bekommen. Irgendwie habe ich es seit ein paar Monaten schon gewusst, dass etwas nicht in Ordnung ist. Deshalb habe ich ihn immer wieder gedrängt zu Arzt zu gehen. Ich habe Angst. Ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll, ohne eine Belastung für ihn zu sein, denn er brauch jetzt seine ganze Kraft für sich.

loloschaf
28.07.2011, 12:29
hallo alle zusammen :)

mein Name ist Lolo, ich bin 19 Jahre alt.. und ich habe gestern erfahren, dass meine Beste Freundin, die ich jetzt seit 10 Jahren kenne, einen Tumor im Blinddarm hat... Jetzt haben sie ihn rausoperiert, um herauszufinden, ob er gut oder bösartig ist.. ich habe den schock meines lebens ): ...
ich hoffe ich kann hier ein paar antworten und hilfe finden um ihr beizustehen... ): ... ich habe schreckliche angst, dass er sich schon im gesamten Darm ausgebreitet hat ): ... und dass ich noch einen lieben menschen an einem Tumor verliere ): .. meine Oma hatte einen Gehirntumor genauso wie meine Tante ): ... meier Tante konnte man helfen, meiner Oma leider nicht mehr... ich hoffe einfach, dass alles gut wird bei ihr :(:(

liebe gruesse an alle

lolo<3

aprilfreya
01.08.2011, 14:31
Hi,Ihr Lieben,ich bin 53 und meine"kleine"Schwester hat das Leiomyosarkom.Morgen geht sie zur 3.Chemo.Seit 21/2Wochen verteilt sie Rundumschläge an ihre engsten Familienangehörigen,u.a.an mich.Wie soll ich das werten?Was sollen wir tun?aprilfreya

descabello
01.08.2011, 20:24
Hallo aprilfreya,
nimm es ihr nicht übel, die Chemo greift auch die Psyche stark an. Ich habe es bei meiner Liebsten selbst erlebt.
Sei geduldig und sprich mit ihr ruhig darüber, aber ohne Vorwürfe.

Alles alles Gute für Euch

Descabello

aprilfreya
02.08.2011, 16:15
Hallo descabello,vielen Dank für Deine Antwort!Ich werde es beherzigen.

mäuschen93
15.08.2011, 20:30
Hallo zusammen,

ich heiße eigentlich Julia und bin 18.

Letzten Monat wurde bei meiner Oma Magenkrebs diagnostiziert. Mitlerweile wurde auch noch Krebs in der Lunge gefunden. Noch weiß man nicht genau, ob es eine Metastase ist oder eine andere Krebsart. Morgen beginnt die Chemo und hoffen dass sie anschlägt.
Ich bin im Moment ziehmlich hilflos und habe auch noch keine Vorstellung was auf meine Familie jetzt zukommt in nächster Zeit. Ich hoffe ich finde hier ein bisschen halt. :)

Mario74
16.08.2011, 04:50
Hallo,
ich habe mich diese Nacht hier angemeldet, kann mal wieder nicht schlafen...
Ich bin 36 Jahre alt, mein Nutzername ist auch mein realer NAme.
Meine Frau heisst Tanja, Sie ist 35. Sie hat Magenkrebs im Endstadium...
Wir haben 2 Kinder. Unser Sohn ist 11 Jahre alt, unsere Tochter ist 10 Jahre alt.
In diesem Jahr war Tanja mehr im Krankenhaus, als zu Hause...
Wenn es Ihr nachher einigermaßen gut geht, dann hol ich Sie nochmal nach Hause. Jedesmal, wenn Sie stationär aufgenommen wird, dann bange ich darum, ob Sie überhaupt wieder rauskommt.
Es ist schlimm...

swienerli
20.08.2011, 18:09
Hallo

Ich wollte mich auch mal vorstellen, bin 69 Jahre wohne in Wien, Österreich und mein richtiger Name ist Erika
Ich habe schon viele Artikel gelesen und ich muss sagen, die helfen mir sehr viel
da mein Gatte 82 Jahre an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist und es für ihn keine Heilung gibt.
So schöpfe ich Kraft von Euren Berichten

alles Liebe und herzliche Grüsse aus Wien
swienerli

sternchen49
21.08.2011, 14:01
Hallo @ swienerli

Auch wenn es keine Heilung für Deinen Mann gibt, es gibt doch Therapien, die seine Lebensqualität verbessern und seine -dauer verlängern helfen.

Ich denke aber, dass Du im Unterforum "Bauchspeicheldrüsenkrebs" gelesen hast und liest.

Bei meinem Mann ist es eine Kombi-Therapie (eine palliative): Chemotherapie mit Gemzar (Gemcitabine) = Infusionen und Erlotinib (Tarceva) = Tabletten.

Alles Gute wünsche ich Deinem Mann und Dir.

Grüße aus dem Rheinland

stenchen49:)

sternchen49
21.08.2011, 14:08
Lieber Mario;)

ich habe Deine persönliche Geschichte um Deine Frau Tanja gelesen. Es ist schlimm, und ich weiß auch nichts Kluges dazu zu sagen. Magenkrebs im Endstadium: Was gibt es da zu sagen?

Für sie ist es schrecklich, so jung sterben und einen jungen Mann und ihre zwei Kinder zurücklassen zu müssen.

Für Eure Kinder und Dich geht die Welt unter.

Ich schreibe Dir einen Gruß, um Dir zu zeigen, dass ich Deinen Hilferuf gehört habe. Da ich weiter nichts für Euch tun kann, wünsche ich Deiner Frau und Dir, dass sie alle ärztliche und pflegerische Hilfe bekommt, die sie benötigt, damit ihr die letzte Strecke ihres Lebens für sie noch einigermaßen erträglich und gut ist.

Ich kann Dir nur ganz viel Kraft wünschen, um das alles durchzustehen.

LG sternchen49:winke:

Sarami
26.08.2011, 00:01
Hallo mein Name ist Sara .im Dezember 2010wurde bei meiner Mama kleinzelliges broncialkarzinom entdeckt. Nach sofortigen anfangen mit chemo und Bestrahlung im April kein Tumor mehr nachweisbar.letzte Woche Kontrolle Tumor wieder da jetzt sind wir echt niedergeschlagen das er doch so schnell wieder gekommen ist.schon eine groesse von2,cm ab nächste Woche wird sie wieder bestrahlt.

mahalo
28.08.2011, 18:59
hallo zusammen,

mein vater hatte ein blasen- und prostatakarzinom,
beides wurde im aug 2010 entfernt.
nun also knochenmetastasen im becken, viele lymphknoten befallen...
endstadium.

nun lese ich mich hier durch das forum und hoffe, dass ich hilfe für ihn finden kann.

viele grüße von mahalo

kms
29.08.2011, 09:33
Hallo,
ich muss mir meinen Kummer von der Seele schreiben. Mein Lebensgefährte hat Dickdarmkrebs, der letztes Jahr operiert wurde, aber jetzt im gesamten Bauchraum gestreut hat. Die Ärzte sagen, es gibt keine Heilung, nur eine "Verbesserung seines Zustandes". Er bekommt jetzt stationär Chemo und Bestrahlung, wird aber immer schwächer. Gerade hat er mich angerufen und gesagt, dass es so nicht weitergeht und er mit den Ärzten reden wird, um eine Entscheidung zu treffen. Er möchte nicht, dass ich ihn besuche, auch seine Eltern schickt er immer weg. Ich glaube, er möchte allein und in Frieden sterben. Ich versuche, loszulassen und seine Entscheidung zu respektieren, aber es ist so schwer. Ich vermisse ihn jetzt schon ganz schrecklich und kann es irgendwie gar nicht fassen. Es ist, als würde mein Verstand sich weigern, die Realität zu akzeptieren. Er ist erst 43 und war so ein Energiebündel, immer voller Ideen und Pläne. Und jetzt dieses langsame Sterben.....alles in mir weint.....wir waren so ein tolles Team, in jeder Hinsicht. Wie kann man so eine schwere Zeit überstehen, ohne verrückt zu werden?
Ich lese schon seit einiger Zeit die Beiträge in diesem Forum, es hat mir geholfen......so viele berührende Schicksale, so viele, denen es ähnlich geht wie mir.
Ich schicke euch allen viel Kraft, Licht und Liebe
Katja

amara
29.08.2011, 18:44
Hallo zusammen

auch ich möchte mich kurz vorstellen- ich nenne mich Amara im Forum, bin 39 Jahre alt arbeite als Professorin (BWL), lebe mit meinem Lebensgefährten und bald Mann in der Schweiz zusammen mit unserem kleinen 4er Zoo- 2 Hunde&2 Katzen.

Nach mehrwöchigem Lesen im Forum möchte ich mich nun auch beteiligen. Mein Vater ist am Bronchialkarcinom (Plattenepithelkarcinom T4N2M0- Stadium IIIB) erkrankt. ED war am 12.07.11- also noch recht neu.

Den Foreninitiatoren danke ich für diese Möglichkeit des Austausches mit gleichbetroffenen.

Grüsse
amara

Steffi22
29.08.2011, 19:16
Hallo,
ich heiße Steffi und bin 19 Jahre alt. Vor einer Woche hat man bei meiner Mama Dickdarmkrebs diagnostiziert. Allerdings kam dann bald die Erleichterung, dass es nur ein Tumor und eine Chemotherapie nicht nötig sei. Heute sollte sie operiert werden; aber durch Zufall wurden weitere, noch sehr kleine Krebszellen entdeckt und die OP wurde abgebrochen. Nun soll sie doch Chemo bekommen. Sie wollen damit noch diese Woche anfangen. Meine Mama ist total fertig und hat jetzt auch Angst vor dem drohenden Haarausfall. Außerdem habe ich noch eine jüngere Schwester, die die ganze Situation sehr mitnimmt. Mein Vater ist dabei keine allzu große Hilfe, weil er im Moment oft weint. Ich weiß noch nicht wie ich mit alldem umgehen soll.....:(

bosko
30.08.2011, 14:04
Hallo,
ich möchte mich hiermit vorstellen.
Bin wbl., verheiratet, 3 Kinder.
Mein Vater hat seit 3 Wochen die Diagnose Lungenkrebs - Adeno- Karzinom G2, cT3,N3,M1.
inoperabel, 1. Chemo von zunächst 2- 4 Zyklen

Am Schwierigsten sind zur Zeit die familiären Begleiterscheinungen wie Hoffnungslosigkeit, Depression, Umgang mit ihm. In den nächsten Tagen werde ich euch da sicher in einem Extra- Thread um eure Meinung und Tipps befragen.

Ich wünsche allen, hier lesenden und schreibenden Usern viel Kraft!
Beitrag bearbeiten/löschen

MaggieMae
01.09.2011, 11:18
Hallo !

Ich bin seit gestern hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 49 Jahre alt und komme aus Niedersachsen. Mein Mann (52) bekam vor zwei Wochen die Diagnose AML. Gleich einige Tage später begann er mit einer Vidaza-Therapie. Zur Zeit geht es ihm nicht gut, er hat jeden Tag einmal einen Fieberschub, verbunden mit starkem Schüttelfrost.

Dazu kommt noch, dass mein Mann eine chronisch progrediente MS hat und nur noch wenige Schritte im Haus laufen kann, ansonsten sitzt er im E-Rolli.

Wir versuchen gerade diese neue Diagnose zu begreifen und damit klar zu kommen.

Ich hoffe, hier Kontakt zu anderen Betroffenen, bzw. deren Angehörigen zu bekommen und mich austauschen zu können.

LG MaggieMae

Gyny
02.09.2011, 21:52
Stelle mich hier auch mal vor. Heiße Ela und bei meinem Stiefvater wurde im April Cup festgestellt. Der Haupttumor wurde bis heute leider nicht gefunden. 

MaPa15
06.09.2011, 11:45
Dann will ich mich auch mal vorstellen!

Ich nenne mich hier im Forum MaPa15 und bin 36 Jahre alt.

Mein Vater ist vor 1,5 Jahren an kleinzellingen Bronchialkarzinom erkrankt. Es wurde sehr sehr früh entdeckt!

Nach einer Op wurde der hauptumor entfernt, aber ein kleiner Tumor am Bronchienstamm konnte nicht entfernt werden. Dann bekam er Bestrahlung und Chemo und der Tumor hat sich verkapselt.

Jetzt ist es wieder ausgebrochen. Vor 4 Wochen ist er beim Autofahren zusammen gebrochen. Festgestllt wurden 4 Metastasen im gerin und der in der Lunge ist wieder etwas gewachsen. Er bekam 10 Mal Bestrahlung im Gehirn.
Jetzt sollte die Chemo folgen, aber meinem vater geht es gerade so schlecht, dasss ie die Chemo ausgesetzt haben!!

Ich bin so traurig und fertig und wünsche meinem Papa nur, das er nicht so leiden muss!!

Bina1982
12.09.2011, 16:22
Hallo,
auch ich möchte mich vorstellen.
Ich heiße Sabrina und bin 29 Jahre alt und lebe in der Nähe von Frankfurt/Main.
Im März/April 2011 haben wir bei meiner 52 jährigen so geliebten Mama die Diagnose eines kleinzelligen Bronchialkarzinoms bekommen mit multiplen Knochenmetas und Metas in Bauchspeicheldrüse, Niere und Leber. Die pallitative Chemo wurde nach dem 5.Zyklus abgebrochen. 2x 10 Tage Bestrahlung hat sie hinter sich........

Nun ist sie wieder zu Hause und sie leidet so sehr.......jeder noch so kleine strohhalm an dem wir uns festgehalten haben wurde uns genommen....

Mein größter Wunsch ist es, dass meine Mama noch ein paar schöne und vor allem schmerzfreie Tage erleben darf.....

börni
06.10.2011, 13:37
Hallo, ich heiße Bernd,
seit knapp 3 Wochen haben wir die Gewissheit, dass meine Lebensgefährtin an einem Adenokarzinom der Lunge erkrankt ist. Zudem haben sich sehr rasch Metas in Leber, Lendenwirbel und Beckenbereich gesellt. Rein äußerlich sieht man ihr nichts an, außer, dass sie gelegentlich Hustenanfälle hat.
Nach anfänglicher Ratlosigkeit mit tagelangem Weinen haben wir uns entschlossen, der Prognose zu trotzen und die Krankheit möglichst lange zu überleben.
Wir sind beide 52 Jahre alt, aber unsere Liebe ist noch jung. Dummerweise haben wir uns vorgenommen, gemeinsam 100 Jahre alt zu werden. Wir sind völlig geplättet, dass das nun nicht mehr klappen soll.

Nicht zuletzt die vielen Beiträge von direkt Betroffenen, die sich hier austauschen und gegenseitig auf so liebevolle Weise ermutigen, haben mich dazu bewogen, mich in diesem Forum zu registrieren. Denn ich bin sicher, auf dem langen Weg den einen oder anderen Rat, oder Zuspruch selbst zu brauchen.

Meine Partnerin wird sicherlich manchmal mitlesen. Ich bin bemüht, sie dazu zu bringen, sich selbst zu registrieren und mit ihren Beiträgen zu helfen, offene Fragen zu klären, oder einfach nur gemeinsam eine furchtbare Krankheit durchzustehen.

techgirl
11.10.2011, 23:04
Hallo, ich stelle mich denn auch mal gerne vor, habe mich heute hier registriert.

Mein Name ist Sabrina, bin 29 Jahre alt und bin verheiratet mit meinem Mann der ist 30 Jahre alt und haben einen süssen Sohn zusammen der ist gerade mal erst 18 Wochen alt.
Ich habe Zahnarzthelferin gelernt und jetzt bin ich Nageldesignerin.

Uns traf leider letztes Jahr also 2010 November die schlechte Nachricht, das mein Mann schwer krank ist. Er hat ein anaplastisches Menigeom ( Grad III )
wurde auch schon ein paar mal operiert, aber leider bekommen die Ärzte nicht alles entfernt. Der Tumor kam in so einem Azsmaß noch nie vor.

Für uns ist die Welt zusammen gebrochen aber wir versuchen das Beste daraus zu machen denn unser Sohn gibt uns sehr viel Kraft zu kämpfen und Stark zu sein. Wir genießen jetzt unsere Gegenwart und schauen nicht in die Zukunft was kommen wird.....wir leben jetzt so lange es ihm noch gut geht und genießen noch die Zeit zusammen.....

Karin11
13.10.2011, 11:55
Hallo,

gestern hat mein Mann die Diagnose Magenkrebs (Tumor direkt an der Speiseröhre) erfahren.
Es soll ein Port für Chemo gelegt und später operiert werden.
Für uns ist das Alles völlig unerwartet und neu und mein Mann soll sich nun schnell entscheiden. Wir sind damit ziemlich überfordert....
Achso zur Vorstellung: wir sind beide 57; ich bin berufstätig, mein Mann seit 2003 nach einem schweren Betriebunfall Frührentner.

Verwirrte Grüße

Karin

adelante
15.10.2011, 19:08
Dear all,

gibt es in dieser community jemanden, der/die schon lange mit der Krebserkrankung des Partners/der Partnerin konfrontiert ist? In meinem Fall (46, w) ist der Partner seit nunmehr 14 Jahren krebskrank (Plasmozytom), mit zwei Stammzellentransplantationen, also akuteren und "chronischeren" Phasen. Ich würde mich gern austauschen, wie es Euch damit geht. Wir haben eine 13jährigen, wirklich (wohl nicht von Ungefähr) sehr reifen Sohn.

adelante

Nina_123
16.10.2011, 08:33
Hallo bin wieder da vor fünf Jahren war ich schonmal unter dem Namen Nina_1 hier,mein Mann war damals am Thymom erkrankt,leider muss er morgen wieder ins KKH neue Tumore am Rippenfell ,so ein Mist:cry:

Rose_SLO
18.10.2011, 00:02
Hallo,

ich bin 48 Jahre alt, mein Mann (noch 51) ist Slowene und daher haben wir uns auch vor Jahren entschlossen in Slowenien zu leben. Wir haben 3 kids (16, 19, 20), 2 Studenten und ein Mittelschüler. Da ich ein Einzelkind bin, sind meine Eltern, als sie in Rente gingen zu uns nach Slowenien gezogen und wohn(t)en im Nachbarhaus.

Tja, uns hat es dieses Jahr ziemlich erwischt: am 21.06. ist meine Mutter am Herzinfarkt gestorben, sie war schwer nierenkrank und war seit Januar Dialysepatientin. Sie fiel im Bad um und war sofort tod - somit musste sie nicht leiden. Am 03.07. musste ich dann erfahren, dass mein Vater Lungenkrebs im Endstadium hat, doch kam es noch schlimmer, am 20.07.2011 erfuhren mein Mann und ich, dass auch mein Mann Lungenkrebs hat - Stadium IV (T4N3M1b).

So und da stehe ich nun, mein Vater ist mittlerweile ein Pflegefall (Rollstuhl, Windel, Katheter,...), mein Mann hat am 13.10. den 3. Zyklus der Chemo hinter sich... und ich sehe wie er jeden Tag mehr und mehr abbaut... und ich ... tja - was soll ich sagen. Am Anfang, nach der Diagnose bei meinem Mann, habe ich nur noch geweint, ich konnte mit niemandem mehr normal kommunizieren, das hat sich jetzt stabilisiert. Habe jedoch Hilfe bei der Krebshilfe in Graz / Österreich bei einer Psychotherapeutin gesucht. Ich konnte noch nicht mal um meine Mutter trauern, schon stand ich vor den nächsten Schocks... Ich gehe jetzt nicht mehr zur Psychotherapie, denn mittlerweile haben wir (die Kinder und ich) es geschafft über die Erkrankung offen zu reden und uns gegenseitig zu trösten, zu helfen und Mut zuzusprechen.

OK - ich denke das reicht für heute.

Herzliche Grüsse

Rosemarie

undine
18.10.2011, 00:15
Liebe Rosemarie,

das ist so schockierend, was du alles durchstehen musst, fühle dich bitte in den Arm genommen.

Ich bin mir sicher, du wirst hier viele Menschen treffen, die dir gerne mit Rat und Zuspruch zur Seite stehen. Und du hast einen Ort, wo du deiner Trauer und deinr Angst Ausdruck geben kannst.

Alles Liebe für dich!

Pengle
19.10.2011, 16:45
Hallo an Alle,

ich habe mich heute hier angemeldet und bin sowohl Angehöriger als auch Hinterbliebener. Ich heiße Simon, bin 38 und wohne in Bayrisch-Schwaben.

Meine Freundin ist letztes Jahr im Alter von 30 an genbedingtem BK erkrankt. Die Behandlung ist seit Mitte des Jahres fürs Erste abgeschlossen. Chemo und beidseitige Mastektomie mit anschließendem Wiederaufbau. Momentan ist ein wenig Ruhe eingekehrt, allerdings hat der behandelnde Arzt bei der Nachsorge vor 2 Wochen wohl eine Verhärtung am Schlüsselbein/Hals entdeckt. CT soll demnächst folgen. Ich hoffe sehr, dass sich die Befürchtungen nicht bestätigen.

Am vergangenen Montag ist mein bester Freund nach 16 Jahren an einem Hirntumor verstorben.Ich war sein Trauzeuge vor 7 Jahren. Deswegen auch Angehöriger und Hinterbliebener.

Ich habe alles etwas ausführlicher im Thread "Trauernde Männer?" geschrieben.

Das soll es erstmal gewesen sein von mir

Herzliche Grüße in die Runde

Pengle

Tabitha
26.10.2011, 10:35
Guten Tag,

nachdem ich mich heute in diesem wunderbaren Forum registrierte, möchte ich mich gerne vorstellen.

Mein Nickname ist Tabitha, ich lebe im bayrischen Raum, bin über 50 Jahre alt, verheiratet.

Mein Mann leidet seit 2008 an einem Hypopharynxkarzinom und seit ca. einem Dreivierteljahr geht es im schlechter, d.h. konkret, er ernährt sich über eine PEG-Sonde, die Kraft nimmt ab usw.

Ich verfüge über keine Forenerfahrung und hoffe daher, dass ich mich bei euch zurechtfinden werde.

Liebe Grüße
Tabitha

kat81
26.10.2011, 10:47
SO da wil ich auch mal. Ich heiße Katharina und bin 29. Meine schwester ist letztes jahr mit 31 an Brustkrebs gestorben. MIr selber wurde vor 3 Jahren die Gebärmutter entnommen.
So bestimt seitdem die Angst vor der Krankheit mein leben

GrosseSchwester
26.10.2011, 11:37
Hallo ich stell mich auch mal vor, bin 44 Jahre.
Im Februar 2011 wurde bei meiner kleinen Schwester (40J.) Lungenkrebs festgestellt. Metastasen im Gehirn, Lymphknoten und jetzt auch noch in den Knochen :shocked:

Ich hoffe hier im Forum ein paar Tips zu bekommen und über meine Ängste schreiben zu können!

Tabitha
27.10.2011, 08:17
Ich weiß jetzt nicht, ob es hier üblich ist, selbst andere User zu begrüßen.

Hallo und willkommen ihr Zwei, ich bin ebenfalls ein Neuzugang.

Liebe Grüße
Tabitha

descabello
27.10.2011, 08:22
Hallo Tabitha,

üblich oder nicht- was solls?
Wir sind doch alle hier weil wir uns Hilfe und Zuspruch erhoffen.
Ich finde es schön wenn Neue begrüßt und Willkommen geheißen werden.

Liebe Grüße

descabello

Sprotte_64
08.11.2011, 11:35
Hallo,

ich möchte mich auch kurz vorstellen! Ich bin 47 Jahre alt und glücklich verheiratet. Außerdem haben wir 2 wunderbare erwachsene Söhne!

Im Juni 2011 wurde mein Mann wg. einer vermeintlichen Halszyste operiert, die sich dann aber als 7 cm große Metastase "enttarnte".

Bei der Suche nach dem Haupttumor wurde zunächst eine Blasenkarzinom entdeckt. "Leider", besser gesagt Gott sei Dank, war dies aber nicht der zur Metastase gehörende Primärtumor, sondern nur eine "Zufallsdiagnose". Im August 2011 (nach zwei Blasen-OP´s) wurde dann der 2. Primärtumor gefunden: Tonsillencarzinom.

Tja, und plötzlich ist nichts mehr wie es war!

Die OP´s sind bisher gut verlaufen; mein Mann erhält im Moment Betrahlung und seit Absetzen der Chemoinstallation in der Blase eine flankierende Chemotherapie in Form von Infusionen.

Puh, eigentlich wollte ich ja nur ganz kurz.....

Viele herzliche Grüße

Die Sprotte

mondschein27
12.11.2011, 23:18
Hallo Zusammen,
nun nachdem ich lange hier mitgelesen habe, wollte ich von meinem Schicksal erzaählen. Im wahren Leben heiße ich Sylvia.
Seit März 2011 wissen wir um die Krebsdiagnose meines Vaters (60 Jahre jung): er hat Lungenkrebs (kleinzelliger Lungentumor),nicht operabel. Chemotherapie und Bestrahlungen folgten. Jetzt sind die Metastasen in beiden Lungenflügeln da. Die zweite Chemotherapie läuft gerade. Wir hoffen alle.
Leider hat das Schicksal im Sommer auch bei meiner Mutter (58 Jahre jung) zugeschlagen. Man hat bei ihr einen Gallenganstumor (CCC) festgestellt. Die erste Chemotherapie hat nicht angeschlagen. Jetzt bekommt sie Xeloda.
Und ich darf/muss damit zurecht kommen, auch wenn ich noch nicht weiß wie.
Meine Schwester wohnt zu weit weg, deswegen kann sie uns leider nur am Tel unterstützen, selten Vorort.

Wir haben es alle nicht leicht, aber beide Eltern so "gleichzeitig und zeitnah" zu verlieren..... es ist so schlimm....

Ich Wünsche allen Kraft und Zuversicht.

Eure Sylvia

Stefan27211
16.11.2011, 09:03
Hallo Sylvia
ich kann dich verstehen - meine Frau ist auch am Lungenkrebs erkrankt - und keiner meiner oder auch ihrer Familie wohnt in der Nähe - so das wir auf uns allein gestellt sind. Ich hoffe für dich und für uns das wir irgenwoher die Kraft finden damit allein fertig zu werden.

Gruss

Stefan

Rose_SLO
16.11.2011, 23:18
Hallo Sylvia,

ich kann Dich sehr sehr gut verstehen, ich habe innerhalb von 4 Monaten beide - Mum und Dad, verloren. Ausserdem mussten wir noch am 20.7.11 erfahren, dass auch mein Mann Krebs in fortgeschrittenen Stadium hat und eigentlich nur noch palliativ behandelt wird.

Ich lebe mit meiner Familie in Slowenien und meine Eltern sind zu uns gezogen, nachdem sie in Rente gingen, da wir keine Verwandten haben und sie sich in Deutschland einsam ohne mich und meine Familie (wir haben 3 Kinder) fühlten. Dazu kommt, dass auch ich ein Einzelkind bin, somit stehe ich ganz allein mit all dem ganzen Sch... da und stellte heute fest, dass ich mich momentan vor der Realität verschliesse. Keine Zeit zur Trauer über den Tod meiner Eltern. Vergessen, dass mein geliebter Mann unheilbar krank ist... Jeden Tag in der "gewohnt sicheren" Realität leben... Ich will das alles nicht mehr... ich will mein "altes" Leben zurück...

Sorry, gerade ist alles mit mir durchgegangen, aber ich glaube ich werde mich nicht mehr im Forum melden.

Ich wünsche Euch allen alles erdenklich Gute, viel Optimismus, noch mehr Hoffnung und vor allem wünsche ich allen, dass Wunder geschehen mögen...

Herzliche Grüsse
Rosemarie

Hoppie1
17.11.2011, 19:35
Hallo ich heise Swetlana,ich bin stile lessrin in dise forum seit 2,5 jaren,mein mann war am liposarkom erkrankt in rachen bereich er war sehr tupfar und mid starken weilen weiter zu leben 3 op zimliche beschtralungen und 1,5 jahren chimoterapi hinter sich gebracht,aber leida das hat nichts gebracht er ist verschtorben,ich habe im bei seite gestanden wei ich konnte etzt bin elein mit meine kleine tochter,und wies nicht mehr wei soll leben weite gehen keine boden unter füssen.

kerstin0364
21.11.2011, 19:48
Und wieder bin ich hier - keine Ahnung, ob sich der Verdacht bestätigt - heute war die Biopsie - in den nächsten Tagen kommt das Ergebnis.

Meine Tante, mehrmals Wegschnitt eines Hautkrebses - erfolgreich.

Seit Wochen Heiserkeit und Halsschmerzen, jetzt noch Knochenschmerzen und Luftnot und Wortfindungs-Probleme. Kommt nicht mehr die Treppen raus, hat zum Glück Fahrstuhl im Haus.

Ich sag mir immernoch - es kann auch was anderes sein - mein Erfahrung und Verstand sagen etwas ganz anderes.

maryellen
25.11.2011, 23:01
Hallo ich stell mich auch mal vor, bin 44 Jahre.
Im Februar 2011 wurde bei meiner kleinen Schwester (40J.) Lungenkrebs festgestellt. Metastasen im Gehirn, Lymphknoten und jetzt auch noch in den Knochen :shocked:

Ich hoffe hier im Forum ein paar Tips zu bekommen und über meine Ängste schreiben zu können!


Hallo große Schwester!
Ich habe gerad deinen Beitrag gesehen....
Wie geht es euch???

Herzliche Grüße & alles, alles Allerberbeste,
Marion

ktitzedent
28.11.2011, 13:34
Ich lese schon einige Zeit im Lungenkrebsforum mit und will mich nun hier auch mal vorstellen.
Ich heiße Kerstin, bin 46 und habe ich hier angemeldet, weil mein Papa an Lungenkrebs erkrankt ist. Erstdiagnose April 2011 : Nichtkleinzelliges Adenokarzinom, keine Metastasen , nicht operabel wegen Lage in der Brustkorbmitte und schon 5x7 cm groß.
Nach Chemo und Bestrahlung ist der Tumor fast weg, aber nun spielt die Psyche und der Kopf nicht mehr mit! Das ist so schade, wegen des eigentlich guten Befundes ....wir wissen nicht, wie wir ihn noch motivieren sollen :confused:

Coorii
11.12.2011, 20:20
Hallo :winke:

Mein Name ist Cori, ich bin 23 und habe mich hier angemeldet, weil meine Schwiegermutter (54) und Oma meiner Tochter (3) mit Magenkrebs im Krankenhaus liegt.
Ich habe schon sehr viel in diesem Forum gelesen, was uns wirklich hilft.
Es gibt doch nichts schlimmeres als sich in so einer Situation mit nichts auszukennen.
Es ist kaum zu glauben, wie fremd mir diese Krankheit noch vor einer Woche war. Schön, dass es dieses Forum gibt.

Ich wünsche allen Betroffenen das Beste !

jessy81
13.12.2011, 11:05
Hi mein Name ist Jessy
Mein Papa verstarb am Ostersonntag 2009 an vierfachen Krebs. Zwei Monate später erfuhr ich das meine Ma Brustkrebs hat ein schnell wachsender Tumor inzwischen geht es ihr nach vielen Op s und Chemo so einigemassen wieder gut.Jetzt 2011 kam der nächste Hammer meine kleine Tochter wurde am 26.10 geboren und am 28.10 sagte man mir ich müsste sofort nach Schwerin zu Spezialisten.Dort auf dem Us sah man dann eine Golfballgrosse veränderung der Nebenniere die Tumormarcker waren sehr hoch.Heute wissen wir es ist ein Tumor und wir müssen kämpfen.

Skandinavia
13.12.2011, 11:58
Nachdem ich lange immer nur still mitgelesen habe, will ich mich nun auch mal vorstellen. Ich bin 25 Jahre alt und eigentlich nicht mal direkt als Angehörige betroffen. Meine Mum arbeitet sozusagen direkt an der Quelle allen Übels und so komme ich immer wieder mit dem Thema in Verbindung. Vor 2 Jahren starb eine Freundin meiner Mum relativ schnell an einem Ovialkarzinom, was mich irgendwie ziemlich schockierte - denn es könnte ja auch unserer Familie so gehen. Vor 4 Jahren kam ich mit meinem Freund zusammen, seine Mutter wurde vor längerer Zeit wegen Brustkrebs behandelt und es kommen immer mal wieder einzelne Metastasen zurück.

Nun hat es auch noch seinen Papa erwischt. Im Sommer wurde er an der Lunge operiert, Lungenkrebs im Frühstadium, danach angeblich Krebsfrei. Nun sind Metastasen in der Niere gefunden worden.

In der Familie wird es eher so zwischen Tür und Angel abgehandelt. Mein Freund muss alles aus seinen Eltern rausquetschen, während den Nachbarn die ganze Krankheitsgeschichte ausführlich erzählt wird. Gut so geht halt jeden mit dem Thema anders um.

Man fühlt sich doch recht machtlos und ich mag mich da auch nicht einmischen, auch wenns mir manchmal ziemlich auf den Senkel geht, dass niemand Klartext spricht. Dabei hab ich gar nicht das Recht dazu. Naja so schaue ich eben, dass ich einfach für meinen Freund da bin und halte mich ansonsten bedeckt im Hintergrund.

Frau_Krauß
14.12.2011, 13:25
Hallo Zusammen,
mein Freund (35) leidet seit 5 Jahren an einem Osteosarkom (inoperabel), seit Montag weiß er, dass er in Lunge, Leber, Hirn und Niere Metastasen hat. Die Ärzte wollen nichts mehr unternehmen. Die Lebenserwartung wurde zwischen 6 Monaten und 3 Jahren angegeben.
Kurz zu mir, bin 33 und mit den Nerven am Ende.

Ich wünsche allen viel Kraft, Licht und Gesundheit.

Edith 53
18.12.2011, 19:36
Hallo Zusammen,

mein Name ist Edith ich bin 53 Jahre alt und mein Partner hat ein Kleinzelliges Lungenkarcinom. Am 24.10.2011 erhielten wir die Diagnose, am 05.12., 06.12., 07.12. die ersten Chemos. Haben viel Hoffnung und viele Ängste. Eine Metastase ist in der Leber, zuerst 2cm, letzte Nichricht 2,6cm. Bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Habe so einiges über diese Krebsart gelesen und habe manchmal kein gutes Gefühe. Letzte Woche ist mir bei meinen Partner aufgefallen, dass er weniger Kraft hat. Beispiel: Sind jeden Tag ins Caffee gegangen, am Freitag sind wir mit dem Taxi nach Hause gefahren. Zu Hause hat er ca 1-2 Stunden geschlafen. Mache mir viele Gedanken, wie geht alles weiter?????

Erst Mal lieben Gruß
Edith

Ina84
03.01.2012, 13:33
Hallo,

mein Name ist Ina und ich bin 27 Jahre alt. Bei meiner Mutter wurde jetzt im Dezember ein nicht kleinzelliges Lungenkarzinom festgestellt mit einer Metastase in der Nebenniere.

Ich bin momentan noch ein bisschen überfordert mit allem und ich habe wirklich Angst vor dem was kommt.

Bin sehr froh, dass ich diese Seite gefunden habe und wünsche mir ein wenig Unterstützung zu bekommen und diese auch zu geben, auf diesem schweren Weg.

Lg Ina

Laura88
03.01.2012, 18:24
Hallo alle zusammen!

Ich heiße Laura und bin 23 Jahre alt.
Bei meinem Papa wurde im Oktober 2011 ein kleinzelliges Lungenkarzinom festgestellt, es sind noch keine Metastasen vorhanden, aber operiert werden kann er leider nicht .... Dieses Forum ist wirklich super und ich war ersaunt, wie liebevoll alle miteinander umgehen :1luvu: .

Liebe Grüße an alle

Ylva
03.01.2012, 23:45
Hallo Laura,
komme auch aus der Nähe von Gießen.

Ich wünsche deinem Papa alles Gute!!

JessyHH
10.01.2012, 01:01
Hallo,
nachdem ich nun seit fast einem halben Jahr nur still mitlese will ich mich nun auch mal zu Wort melden und mich bei euch vorstellen.

Mein Name ist Jessy, ich bin 24 Jahre alt, komme aus Hamburg und seit ende Juli wissen wir nun dass mein Vater schwer an Krebs erkrankt ist.

Ende Juli kam der Zufallsbefund - Hirntumor (13cm :shocked: ) + 2 Metastasen
02.08. dann OP mit dem Ergebnis dass der "Hirntumor" nur eine "metastase ist
05.08. dann Diagnose Lungenkrebs - schlecht differeniertes Adenocarzinom 15x34mm im Stadium T1/ fraglich N2/M1

damit wurde er dann zum Palliativ Patient und wir waren fix und fertig.

4Wo. nach OP dann 10 Ganzhirnbestrahlungen wegen der 2 verbliebenen Metastasen.
Im Anschluss dann Chemo 4x im 3Wo. Rhytmus mit Cisplatin (in dieser Zeit ging es ihm sehr schlecht)

Zzt. Lungenbestrahlung + behandlung mit Alimta

Noch im Nov. bekamen wir durchweg gute CT und MRT Ergebnisse - alle Therapien hatten gegriffen.
Seit kurz vor Weihnachten sieht die Welt leider wieder etwas anders aus, da eine der Hirnmetastasen wieder Aktiv ist und große Probleme macht (was sich mit Krampfanfällen bemerkbar macht).

Aber wir haben und fest vorgenommen auch das zu schaffen und den Kopf nicht in den Sand zu Stecken.
Die Tage an denen mein Paps mal einen Hänger hat versuchen wir ihn aufzufangen und ihn immer wieder auf die Füße zu schubsen.
Ich glaube bei gerade bei dieser Krankheit darf man die Hoffnung nie augeben.

Ich wünsche euch allen viel Kraft für das neue Jahr und hoffe auf ein paar nette neue Bekanntschaften.

Fühlt euch gedrückt :knuddel:

Rolli2811
13.01.2012, 18:38
Hallo Ihr,

nachdem ich jetzt einige Zeit in einem anderen Thread aktiv war, möchte ich mich jetzt auch hier vorstellen.

Ich heiße Oliver bin 31 Jahre alt und von Geburt an querschnittgelähmt.
Auf dieses Forum bin ich gestoßen, weil eine sehr liebe Freundin, die ich schon seit der Schulzeit kenne, an einem Zungengrundkarzinom erkrankt ist. Am Mittwoch war ihre erste Chemo. Was beunruhigend ist, ist die Tatsache, dass die behandelnden Ärzte jetzt schon gesagt haben, dass es schwierig wird.

Ich hasse die beschissene Hilflosigkeit! Einfach nur da sitzen und nichts machen zu können damit es besser wird macht mir wahnsinnig. Ich hoffe, dass ich hier ein paar Tipps kriege wie ich mit der Situation besser umgehen kann.

Gruß Oliver

nala1810
24.01.2012, 21:01
Hallo Zusammen;

ich poste viel im Gallengangskrebs-Forum, meine mum (67) hatte im Oktober starke Schmerzen im Oberbauch, der Ha stellte Wasser im Bauchraum fest, es folgten 2 Darmspiegelungen, eine Magenspiegelung, uUntersuchungen beim Gyn und zu guter letzt der Kernspin, dort wurde eine Wucherung an der Gallenblase festgestellt, am 06.12. die 8 stündige OP, Gallenblase mit 65 Steinchen und die Wucherung entfernt, leider mit dem Ergebnis Metastasen am Bauchfell und Klatskin IV, Galle wird über 2 Drainageschläuche in den Darm geleitet, diese werden nicht mehr nach innen verlegt. Nach Einer Woche Krankenhaus, endlich Nachhause. Ist sehr schwach die Lymphe arbeiten nicht mehr, Wasser in den Beinen, Lymphödeme. Seit 11.01 Chemo mit Gemcitabin, morgen die 3. dann eine Woche Pause.
Manchmal weiß ich nicht mehr weiter, keine Ahnung wie lange sie durchhält. Es tut weh sie so leidern zu sehen. Leider können wir sie diese Woce nicht besuchen, die Zwillinge und ich sind sehr erkältet, wir wollen ja ihre Chemo nicht gefährden.

So nun wisst ihr etwas mehr über uns, ach ja mir tut dieses Forum sehr gut, besonders der Austausch mit den anderen.

Grüße

Sandra1907
15.02.2012, 15:45
Hallo

möchte mich kurz vorstellen mein Name ist Sandra ich bin 44 Jahre und komme aus Gelsenkirchen. Ich bin Mutter einer 15 jährigen Tochter und allein erziehend.

Das meine Mutter an einem Mamma Karzinom erkrankt ist wissen wir schon viele Jahre. Vor 2 Jahren kamen Leber Metastasen hinzu. Es folgte eine Chemotherapie die zunächst auch das Wachstum der Metastasen stoppte.
Nach einem Jahr stieg der Tumor Wert an und es folgte eine weitere Chemotherapie.
Diese hatte zur Folge das sich der Zustand meiner Mutter rapide verschlechterte.

Wir hatten keine Ahnung, ich könnte mich selber treten, wie konnte ich so naiv sein und glauben das bei ihr alles in Ordnung ist!
Dann kam der Zusammenbruch, Einweisung ins Krankenhaus und heute die Wahrheit: weitere Metastasen in der Lunge, die Leber streikt, die Nieren auch.
Keine weitere Therapie mehr möglich.
Es traf uns völlig unvorbereitet, kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Wir müssen uns Entscheiden, als Pflegefall nach Hause? Ins Übergangsheim bis ein Platz im Hospiz frei wird?
Wenn einer frei wird...

Sorry das es so lang geworden ist, wir wissen einfach nicht weiter.


LG Sandra

Cocomaus
18.02.2012, 13:27
Hallo zusammen..

ich heiße Corinna, bin 40 Jahre alt. Verheiratet und habe drei Kinder... (18/17 und 7)

Mein Mann ist an einem Stimmbandkarzinom erkrant, inzwicshen sind beide Stimmbänder sowie die Lymphknoten links entfernt....
Eine sehr gute Freundin starb 2010 an Hautkrebs, meine Ma 2005 an Darmkrebs.... das war schon schlimm genug, aber wenn der eigene Partner erkrankt ist das nochmal ne ganz andere Schiene....

corini
18.02.2012, 20:31
Hallo!

Ich heiße Corinna und bin 38 Jahre alt. Mein Mann hatte seit Juni 2011 (damals war er noch mein Freund ... am 12.1.12 haben wir geheiratet) Beschwerden mit dem Stuhlgang.... Schmerzen im Bauch.
September 11: Diagnose Darmkrebs...anlegen eines Kunstafters
Oktober 11: kombinierte Chemo/Strahlenteraphie
Januar 12: MRT und danach Tumorentfernende OP ... leider sah man da, dass dieser nicht "einfach" herauszuschneiden ist
Februar 12: Verlegung in ein Klinikum nach DD, erneute Chemoteraphie (beginnt wahrscheinlich am Dienstag (21.2.) mit dem Ziel, dass der Tumor sich verkleinert, damit er entfernt werden kann.
Des Weiteren ist die erste OP-Narbe wieder geöffnet worden, da sie entzündet war (ein Stück von 10 cm ist jetzt offen)

Ich denk manchmal, dass das alles nur ein Traum ist und wir erwachen und alles ist gut.....

Aber ich und auch mein Mann sind zuversichtlich, dass auch in Wirklichkeit alles gut wird!

Mein Mann ist tapfer und stark!!!!


Corinna

desert_rose
20.02.2012, 16:09
Hallo, ich habe mich nun auch entschlossen, mich zu registieren. Ich bin 34 Jahre alt und wohne in München, meine Mutter ist 68 J, hatte vor ca. 5 Jahren Brustkrebs und sich damals leider entschlossen, es nicht schulmedizinisch behandeln zu lassen. Es wurde "nur" anthroposophisch behandelt, mit Misteln, Diäten u.ä. Es kam, wie es kommen mußte: Seit letztem Jahr August ist klar, daß der Kampf verloren ist: Die ganze Wirbelsäule ist voll mit Metastasen, meine Mutter ist auf den Rollstuhl angewiesen. Im Dezember hatte sie noch eine Lungenembolie, nach dem KH war sie auf Reha und inzwischen in einem Pflegeheim. Es ging rasend schnell... :cry:

Liebe Grüße
desert_rose

Calisi
28.02.2012, 00:16
Hallo,
ich bin Calisi und 26 Jahre alt.
Mein Vater hatte vor 7 Jahren eine Diagnose zu einer schweren Herzkrankheit.
Und zusätzlich im Januar 2011 die Diagnose Lungenkrebs durch Asbesth. Also unheilbar. Sauerstoff bekommt er Nonstop, und man sieht bei jedem Besuch wie er abbaut, und erschreckt sich jedesmal aufs neue. Nachdem ich heute meine Oma zur letzten Ruhestätte gebracht habe, und gesehen habe wie sehr es meinem Vater weh tat das er aus Krankheitsgründen nicht dabei sein konnte, habe ich festgestellt wie wenig ich mit der ganzen Situation klar komme.

Deshalb habe ich mich kurzerhand entschlossen mich hier anzumelden.
Mit Fachbegriffen kenne ich mich nicht aus. Ich lese sie andauernd in Arztberichten und lasse mir auch viel erklären. Doch entweder mein Gedächnis ist zu schlecht, oder ich verdränge es zu gut.

Ich denke das reicht erstmal als Vorstellung hier :)

LG Calisi

Ylva
28.02.2012, 00:37
Hallo Calisi,

willkommen hier..wenn es auch kein schöner Anlass ist sich kennenzulernen, aber es tut gut sich hier auszutauschen. Meine Mutter erkrankte 2004 an Brustkrebs und es geht ihr inzwischen gut, aber das Thema läßt einen nie mehr los und die Angst begleitet einen.

Es tut mir sehr leid, dass du deine Oma verloren hast und dass es deinem Vater so schlecht geht. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und denke, dass es gut ist, sich damit auseinander zu setzen, weil es einen sonst überrennt.

Liebe Grüße
Ylva

AliceStayGold
01.03.2012, 21:53
Guten Abend Allerseits!
Seit ca. einer Stunde bin ich hier registriert.. und habe mich erst einmal umgeschaut.
Nun würde ich mich auch gern vorstellen.

Mein Name ist Alice, ich bin 32 Jahre.
Meine Mama ist vor 10 Jahren an Brustkrebs erkrankt. Ihr wurde damals die linke Brust amputiert.. hat eine 6monatige Chemotherapie+Bestrahlung hinter sich gebracht. Mit allen Kräften hat sie gegen diese Krankheit angekämpft, und konnte die vergangenen 10 jahre ohne Krebstumore leben. In der Zwischenzeit musste sie noch einen gesundheitlichen Schicksalsschlag erleiden.. Und zwar wäre die fast an einem geplatztes Gehirnaneurysma gestorben. Doch auch das hat sie mit aller Kraft und Liebe durchstanden.
Seit dem 07.01.2012 wissen wir der Brustkrebs ist zurück..und hat gestreut.. Zwergfell, Leber, Wirbelsäule. Sie bekommt momentan eine sehr starke Chemotherapie. Doch die Ärtzte sagten ihr bereits das sie nie wieder gesund werden wird.
Ich befasse mich seither sehr intensiv mit dem Leben und Tod. Versuche mich aufs schlimmste vorzubereiten. Und dachte mir das es sicher nicht verkehrt wäre, mich hier anzumelden. Den wir alle teilen ja irgendwie das selbe Schicksal.
lieben Gruss Alice

cascada
02.03.2012, 01:31
Hallo Ihr Lieben,
habe schon öfter bei euch vorbei geschaut und viel gelesen und ich denke nun war es ander Zeit mich einfach mal zuregistrieren.

Mein richtiger Name ist Marina und ich werde bald 47 Jahre....
Warum ich hier bin...
Vor 3 Jahren wurde bei meiner Mutter Lungenkrebs festgestellt und momentan geht es ihr sehr schlecht.
Ich habe vor 7 jahren meine Schwester beim Sterben begleitet, auch sie hatte Lungenkrebs...
Da es schwer ist, sich mit anderen Menschen, die sich nicht mit dieser Thematik beschäftigen, auszutauschen, denke ich das ich mich hier gut aufgehoben fühlen kann.
wünsche allen noch einen schönen Abend
Marina

Nixs
05.03.2012, 01:56
Hmm....
gut, zuerst mal ein 'Hallo' in diese Runde! Auch ich möchte mich vorstellen.... wobei ich mir jetzt gerade nicht mehr soooo sicher bin, hier richtig zu sein, denn ich bzw. wir haben keinerlei Erfahrungen damit! Wenn ich so diese ersten Forumsbeiträge lese, dann wird mir ganz anders... denn viele von Euch haben sich erst angemeldet, nachdem die Ersterkrankung der Eltern/Angehörigen schon seit drei, vier, teilweise schon 10 Jahre zurückliegt. Und ihr schmeisst mit Begriffen um Euch, da schlackern mir echt die Ohren.
Naja, dann fange ich jetzt trotzdem mal an:
Mein Name ist Nicole... bin 40.... und Schwiegertochter!
Mein Schwiegermütterchen ist vor drei Wochen erkrankt... Erste Diagnose vom Vertretungsarzt: grippaler Infekt....
Gut, Mütterchen hat Antibiotika und andere Erkältungsmittelchen verschrieben bekommen...
Nachdem ihr Hausarzt letzte Woche aus dem Urlaub zurückkam, hat er ihr - da sie schon sehr geschwächt war - Blut abgenommen und innerhalb von 2 Tagen war sie dann auch schon im Krankenhaus.
Am Mittwoch noch gutaussehend ins Krankenhaus.... seit Donnerstag hat sie sonnenblumenfarbene Augäpfel und ihr Zustand verschlechtert sich stündlich..... Die Blutwerte sind komplett im Keller.... Blut-, Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Schilddrüsen- und Blutgerinnungswerte und was es nicht sonst noch so alles gibt.
Gestern morgen wurde dann ein CT gemacht.... obwohl ihre Schilddrüsenwerte so schlecht waren und herauskam, dass sie wohl Tumore in Leber und Lunge hat....
Zuerst war ja nur die Rede davon, dass in jedem dieser Organe EIN Tumor gefunden wurde... Heute morgen knallte die Oberärztin meinem Mann hin, dass es sich um eine fortgeschrittene Lungenkrebsart handelt, die Leber auch voller Tumore ist und es wohl auch ganz schnell gehen kann, dass sie 'von uns' gehen wird. Mein Mann und seine Geschwister sind wie betäubt.
Wir bemühen uns, dass sie so schnell wie möglich aus dieser 'Provinzklinik' in ein "passendes" Krankenhaus verlegt wird, aber in unserer Nähe ist gerade nichts frei. Wir hoffen auf ein freies Bett im Laufe der nächsten Woche.... Gut, ich bin eine echte Nulpe in diesem Gebiet, aber ich habe einfach das Gefühl, dass nicht noch mehr Zeit vergehen darf, bis ihr richtig geholfen wird. Mag sein, dass wir da extrem übertrieben reagieren.... (Nein, eigentlich gar nicht, denn sogar die Ärzte sagen, dass ihr in dem Haus nicht geholfen werden kann)!!!
Wir sind wirklich ratlos.... und eigentlich wissen wir auch nicht wirklich damit umzugehen.
Sie ist gerade erst 53 geworden...

AnnaDorothea
09.03.2012, 16:30
Jetzt sitze ich hier schon eine Weile und lese und habe beschlossen, mich meinen Vorschreibern einfach mal anzuschließen und mich vorzustellen.

Ich heiße Anna (17) und meine Mama (53) hat seit ca. 9 Jahren zum zweiten Mal einen Knochentumor im linken Knie. Da die Chemo bei ihr nicht helfen konnte, haben sich an allen möglichen Stellen Metastasen gebildet.

Um ehrlich zu sein versteh ich mindestens die Hälfte aller Fachbegriffe hier nicht, finde es aber trotzdem gut, mich mit anderen Angehörigen austauschen zu können, da ich sonst keinen in einer ähnlichen Situation kenne.

Ganz liebe Grüße und viel Kraft für alle hier,
Anna.

mhb12
16.03.2012, 21:13
Gut, bin auch neu hier und werd mich kurz mal vorstellen.
Ich bin 31 Jahre alt, habe schon eine Zaubermaus und bin gerade im 8 Monat schwanger! Da hat es uns alle eiskalt erwischt und mein Papa hat per Zufallsdiagnose erfahren, dass er ein riesiges Thymuskarzinom hat. Diagnose, Punktion, CT etc. alles in den letzten 3 Wochen und jetzt soll bald die Chemo starten.
Wir sind alle ziemlich vor den Kopf gestoßen und versuchen uns gerade etwas zu ordnen! Finde diese Seite hier echt gut, aber auch erschreckend! Mal sehen wie es weiter geht!

Daeumelinchen
17.03.2012, 19:47
Hallo,
auch ich würde mich hier gerne vorstellen.

Ich heiße Janine und werde im April 22 Jahre alt. Im Oktober werde ich voraussichtlich ein neues Studium beginnen und dann mit ganz viel Glück in 5 Jahren Lehrerin sein ;-)

Das erste Mal mit dem Thema Krebs wurde ich ca. 2002 konfrontiert. Damals ist meine Mama (37) daran erkrankt. Als erstes wurde bei ihr der Brustkrebs diagnostiziert. Die Brust war nicht zu retten und musste ab. Mit 38 ist sie dann dem Krebs erlegen. :sad:
Dieses Thema belastet mich heute noch sehr, weil ich es nie richtig verarbeiten konnte. Doch gestern wurde das ganze jetzt wieder aufgewühlt, weil meine Oma die Diagnose Brustkrebs bekommen hat und ebenfalls die Brust abgenommen werden muss. Meine Oma ist für mich wie eine 2te Mama. Ich will gar nicht daran denken, was passiert wenn ihr was passiert! :sad:

In unserer Familie häufen sich die Fälle von Brustkrebs (Mutter, Oma, Großtante) und anderen Krebsarten (Opa Väterlicherseits Lungenkrebs, Uroma Mütterlicherseits Gebährmutterhalskrebs) weshalb ich demnächst einen Gentest machen werde nachdem ich mir klarheit darüber erhoffe, ob bei uns eine vererbliche mutations des Gens vorliegt.

Ich wünsche euch allen viel Kraft und freue mich auch über Nachrichten von euch. Ich bin gerne zum Reden bereit! ;)
Viele Grüße

mai-regen
18.03.2012, 11:32
Seit meine Mum im September 2011 die Diagnose Lungenkrebs erhalten hat,bin ich hier stille Mitleserin.Es hilft mir sehr und ich habe schon viele Tips zur Linderung ihrer Beschwerden von hier mitnehmen können.
Je weiter ihre Krankheit fortschreitet,umso mehr merke ich,dass auch ich an meine Grenzen komme.Und deshalb wünsche ich mir Kontakt zu anderen in ähnlicher Sittuation.
Ich hab zwar gute Freunde,die mitfühlend sind, aber ich denke,wer noch nie in solcher Extremsittuation war,kann sich gar nicht vorstellen,was dass alles auslöst.
Deshalb hab ich mich jetzt doch registriert und werde bald einen eigenen Tread schreiben.Ich freu mich auf euch.
Ich bin 38 Jahre alt,verheiratet und habe zwei Töchter.
Liebe Grüsse
Sylvia

struppi70
19.03.2012, 09:49
Hallo,
dann will ich mich auch mal kurz vorstellen... obwohl es mir wie so vielen wahrscheinlich viel lieber wäre, nie in diesem Forum gelandet zu sein...

Aber es tut gut, von anderen zu lesen, dann fühle ich mich nicht so allein mit meinem Kummer.

Ich bin die Tina, Jahrgang 1970, bin verheiratet und habe zwei Kinder.

Seit letzter Woche bange ich um meinen Papi, der hat nach langen Jahren mit starker Leberzirrhose nun die fragliche Diagnose Leberkrebs (HCC) bekommen.

Und nun versuche ich, hier irgendwie "business as usual" aufrecht zu erhalten, ich spiele die starke, obwohl ich ständig heulen und brüllen könnte...

Aber ich kann wohl nichts gegen die Tatsache unternehmen, dass mein Papi nicht mehr viel Zeit hat, entweder wird er an dem Tumor in der Leber sterben, oder an seiner Leberzirrhose, das ist ja eigentlich auch egal :(

Mein Papi ist 72, aber bisher war er ein starker, kräftiger Kerl, der noch seinen Schrebergarten umgraben konnte, und seit einigen Wochen ist er so jämmerlich drauf, es tut mir so weh ihn so zu sehen...

Liebe Grüße,
Tina

Enkelchen
21.03.2012, 11:40
Hallo,

mein Name ist Nadine und ich bin 33 Jahre alt. Bin verheiratet und habe 5 Kinder.
Ich bin hier weil meine Oma erkrankt ist und da der Verlauf so rasant ist ... blieb mir keine Zeit in diese neue Lebenssituation hinein zu kommen. Ich finde zur Zeit noch nicht all zu viel Worte.... es sei mir verziehn.

LG Enkelchen

Safia114
27.03.2012, 00:42
Hallo Ihr Lieben,

ich bin die Safia und 23 Jahre alt.
Im kommenden Monat vor 2 Jahren wurde meiner Mutter Brustkrebs festgestellt und ein paar Monate danach hatte ich mich auch hier im Forum angemeldet.

Mittlerweile geht es ihr gut und Sie hat alles gut überstanden, aber es war kein Zuckerschlecken und mir als älteste Tochter, hat das Forum hier sehr viel gebracht. Man hat sich Trost gespendet, hilfreiche Tipss und vieles mehr,
man hat irgendwie ne kleine Family hier gehabt die einen versteht.... das kann ich jedem hier nur raten.

Ähnlich wie bei meinen Vorschreiberinnen war es bei mir so dass ich die Starke gespielt hat die alle nur aufgebaut hat und die Situation total im Griff hat. Erst nachts wenn ich allein im Bett war habe ich mir still und leise die Augen ausgeheult.
Und dass hat zur Folge dass ich das heute noch ab und zu mache und vor jedem Nahsorge Termin solche Magenkrämpfe habe.


Ich wünsche allen hier die dass alles gerade durchmachen ganz viel Kraft, auch an diejenigen die nicht viel Hoffnung haben, glaubt an euch und macht das Beste aus der Zeit die euch noch bleibt. Vertraut auf Gott denn er entscheidet wann er jemanden zu sich nimmt und kein Arzt der Welt, dass wurde mir oft im Lieben bewiesen....


Eure Safia

surreal
03.04.2012, 08:15
Hallo liebes Forum,
ich habe mich auch gestern registriert, da auch mein Leben ziemlich aus den Fugen geraten ist.
Ich lese manche Beiträge von euch und denke da schreibe ja ich. :(

Meine Mutter (wird heute 70) hat vor ca. 6 Wochen die Diagnose bekommen das in ihrer Balse ein Tumor sitzt. Die Blase wurde ausgeschabt und die Probe war sehr bösartig (mind. PT2/G3). Leider hatte meine Mutter extrem lange gezögert zum Arzt zu gehen, ich wollte schon die Rettung rufen, als sie sich noch mit Händen und Füßen gewehrt hat. Gegangen ist sie dann als sie nur mehr Haut und Knochen war, ständig kalt und müde und nichts mehr ging.

Es ist dann das eingetreten was ich befürchtet habe: man sagte meiner Mutter das weder eine Blasenentfernung (weil der Tumor schon aus der Blase heraus gewuchert hat, allerdings nicht in andere Organe gestreut hat) noch eine Chemo in ihrem körperlichen Zustand möglich ist. Op hätte meine Mutter allerdings auch abgelehnt.

Nun gibt es ein Ansuchen um Verlegung in ein Hospitz und das Problem das sie kaum isst und trinkt. Ich selber fühle mich wie im falschen Film und habe mir daher gedacht Austausch tut mir gut.

Alles liebe,
Nadine

Marooone
04.04.2012, 13:19
Hallo!

Ich bin Marion, 35 Jahre und "Tochter". Ich bin das Nesthäkchen zuhause...
Seit Jahren lebe ich in Sorge um meine Mutter. Sie ist Raucherin und hat COPD, eine recht schwerwiegende Lungenkrankheit. Das es NOCH schlimmer geht, habe ich vor 3 Wochen erfahren. Da bekam sie die Diagnose Pankreaskarzinom -inoperabel.
Ihre Bauchspeicheldrüse ist mittlerweile 30 x 35 cm groß...
(...und nun überwältigen mich meine Emotionen/ Ängste...)

DianaS.
05.04.2012, 10:47
hallo,

ich heiße diana bin 27 jahre alt, verheiratet und habe zwei kids (3 und 4) wohnen tun wir in bielefeld.
meine mama hat letzte woche die diagnose triple-neg brustkrebs mit metastasien ausschüttung in verschiendenen knochenteilen im körper...die behandlung ist noch nicht richtig klar aufjedenfall soll nächste woche die chemo beginnen und evtl. bestrahlung da ihre knochen schon sehr angegriffen sind :sad::sad: wir sind in der sache neulinge..kennen uns nicht viel mit dem thema aus meine oma ist an brustkrebs verstorben vor über 20 jahren...und da war noch alles anders...

ich bin froh hier zu sein um mit anderen angehörigen oder evtl. auch betroffenen frauen zu schreiben und neue freundschaften bzw. beistand zu gewinnen.....

lg
diana

Wonnekind
11.04.2012, 08:53
huhuu, ich bin wonny, 36.

ich lese immer wieder, dass die angst und verzweiflung den tag bestimmt.
was mir "etwas" geholfen hat war baldrian für den tag!
es nahm mir die ständige innere unruhe, die angst und fuhr mein herzschlag etwas runter.
man muss sich das so vorstellen, wenn man prüfungsangst hat und eine nimmt, dann kann man in ruhe die prüfung antreten.
auch für die nacht nahm ich die für den tag.
meine aufgewühltheit beruhigte sich, meine gedanken, ängste und was einem auch immer leitet, hat sich minimiert.
ich konnte einige stunden am stück schlafen und hatte energie für den kommenden tag.
die für die nacht machen nur schlapp und helfen nicht die nerven zu beruhigen.
jedenfalls bei mir und ich hatte den kopf frei um die zeit mit mami besser zu genießen, frei sein für ihre bedürfnisse und probleme.
es ist natürlich kein wundermittel und wohl auch eher lächerlich. aber auch die minimalste hilfe kann helfen, oder?
sind wir nicht alle dankbar für das kleinste glück während wir auf wunder warten..
ich schicke euch den frühling ins herz und begleite euch im herzen..

bussi

nicki5656
11.04.2012, 10:36
Registriert seit: 11.04.2012
Beiträge: 3
Standard Hallo
Hallo......
ich habe jetzt nichts gefunden wo ich mich vorstellen kann deshalb mache ich es jetzt einfach hier und erzähle euch kurz meine geschichte.....ich würde mich sehr darüber freuen wenn sich jemand von euch melden würde mit dem ich gemeinsam vielleicht die trauer irgendwie verarbeiten kann......weil ich versuche es jetzt seit oktober und ohne scheiß ich komme damit einfach nicht klar.....

Also ich bin nicki ich bin 28 jahre alt.....meine mama war an lungenkrebs erkrankt. zuerst war sie normal im krankhaus erhielt chemo aber als sie auf die palliativ kam gingen bei mir schon alle alarmglocken aber irgendwie wollte ich es nicht wahr haben also fuhr ich weiter ohne mir gedanken zu machen dorthin......
dann irgendwann waren die schwestern dran sie sollte doch einen katheter gelegt bekommen ......meine mama war dagegen ich habe sie dazu überredet (ein grund warum ich mir vorwürfe mache)
nun gut sie hat sich das teil legen lassen.......(ich mache mir so wahnsinnige vorwürfe das ich ihr dadurch ihr das letzte bisschen genommen habe....haääte man es vielleivht gelassen vielleivht hätte sie sich noch aufgerafft)
stimmt natürlich nicht aber ich habe das gefühl.......
die chemo schlug nicht an und meine mama sollte tabletten bekommen sie wollte sie absolut nicht nehmen ich versucht sie zu überreden aber meine mama schaltete auf stur ich suchte rat beim pfleger.......dieser sagte mir das die tabletten meiner mama höchstens zwei wochen bringen würden und das wenn sie sie nicht nehmen will ich sie doch lassen soll....(scheiße bin grad an weinen ohne ende.....ich komm einfach nicht damit klar)ich ließ sie dann natürlich.......aber ich wollte doch kämpfen.....scheißegal wie ,hauptsache ich verliere sie nicht......naja das ende vom spiel ist das ich nun alleine dasteh.....nur mit der gewissheit das ich die ganze zeit bei ihr war und ihre hand gehalten habe als sie starb aber trotzdem komm ich mir total hilflos vor.....das alles ist im oktober passiert und ich würde mich sehr darüber freuen wenn sich leute melden mit denen ich gemeinsam die trauer verarbeiten kann.....weil alleine komme ich nicht damit klar.......habe es mit feiern , dem ständigen aufsuchen ihrer grabstätte und alkohol versucht aber nichts hilft......ich habe das gefühl daran zu zerbrechen.....mir entgleitet alles......

Wonnekind
11.04.2012, 10:57
lieber/liebe nicki

vorwürfe.. bitte nicht!
woher soll man wissen was richtig ist und was nicht? woher? es ist eine schlimme und neue situation. man hat keine erfahrungen.. das bauchgefühl leitet einen.. es heißt nicht umsonst, höre auf dein herz oder bauchgefühl.
du bist nicht schuld.. an nichts! du bist der wichtigste mensch für deine mami gewesen und bist es noch! alles geschah in liebe und hoffnung! du hast alles richtig gemacht.
meine mami sagte als sie ins hospiz abgeholt wurde, dass ich ihr doch versprochen habe sie nicht alleine zulassen.
vor ein paar tagen weinte ich beim fahrradfahren und mir viel dieser satz von ihr ein. ich schrie in den himmel, dass ich sie doch nicht alleine liess.. ihre stimme in meinem herzen sagte zu mir ICH WEI? UND DU HAST ES AUCH NICHT!
mach dich nicht verantwortlich.. das möchte deine mami nicht!
ich habe vor 4 wochen aufgehört schnaps zutrinken.. über 4 monate ging das so.. schon morgens..
ich habe mich aufgerafft und sinnvolle dinge getan.. meinen garten, sport und habe lecker gekocht. jeder hat so seine art etwas sinnvolles zutun. finde etwas was dich auspowert.. du schaffst das! versuche baldrian für den tag.. es fährt die innere unruhe etwas zurück, spürbar! es hat mir geholfen. meine mami ist seit 9 wochen im himmel und doch immer bei mir..
sei stark.. bewege dein leben!

*sternchen*
11.04.2012, 17:17
Hallo
nach dem ich schon zig Monate hier mit lese habe ich mich doch getraut anzumelden.
ich bin 23 Jahre alt und meine Schwiegermama in Spee ( 50 ) hat letztes Jahr die Diagnose Brustkrebs mit Lymphknotenbefall und Lebermetastasen bekommen.
Ein riesen Schock für uns.
Ich finde es ist für Angehörige wirklich schlimm denn man steht da und weis nicht was man sagen soll oder wie man helfen soll ( man will etwas tun aber es geht nicht )
Oft versucht man die Realität zu überspielen weil man sie nicht wahrhaben will aber sie holt einen immer wieder ein.
Aber es tut gut hier im Forum lesen zu können wie es anderen geht wie sie mit der situation zurecht kommen.
Als "Neuling in dem Gebiet" kommt einem alles wie ein großer Bahnhof vor...

Sly1979
11.04.2012, 20:28
Nun mache ich mal weiter:

Ich heiße Silvana und bin 32 Jahre alt.Ich habe 4 Kinder im Alter von 12 Jahren,10 Jahre,7 Jahre und 5 Jahre.

Bei mir ist meine Oma an Speiseröhrenkrebs gestorben,mein Opa an Lungenkrebs gestorben.Mein Onkel hat auch Krebs,welchen weiß ich nicht.

Mein Vater hatte erst Kehlkopfkrebs,dann Lungenkrebs und ist 2008 daran nach 2 Jahre Kampf und Leiden gestorben.

Meine Mutter hat auch Krebs am Finger,ihr wurde 2009 gesagt sie habe Gicht und 2010 wurde sie erst an einem Chirurgen geschickt der dann richtig untersuchte und feststellen musste das es eindeutig ein Tumor ist.Ein Jahr lang lief so ohne zu wissen mit einem Tumor herum.Leider lässt sie sich nicht behandeln und ist bis heute noch nicht operiert!

Mitlerweile ist die ganze Hand betroffen,sie hat einfach Angst und daher meidet sie noch immer den OP-Termin und macht erst keinen.

2009 ist meine Freundin an Brustkrebs erkrankt,sie bekam Chemo und Bestrahlung.Dann sah alles wieder gut aus.2011 das böse Erwachen,sie hatte Leberkrebs,es hat in die Leber gestreut,wieder Chemo.

Jetzt im März 2012 das nächste,Tumore hinter den Augen.
Nun folgte eine Bestrahlung,was sie nun extrem mit genommen hat.Sie kann nicht gut reden,Geschmacksverlust,zittert am ganzen Körper durch die ganzen Medikamente,sie sieht einfach schlecht aus.Nun soll sie nächste Woche in eine Hospiz.

Ich finde es schlimm das so viele an Krebs erkrankt und gestorben sind,aber nun soll es meine Freundin sein? Ich muss da wohl durch aber hart ist es dennoch,denn meine Freundin ist doch erst über 40!

regenbogenimwinter
20.04.2012, 05:51
Guten Morgen...
Ich bin ziemlich ruhelos und sehr erschüttert im Moment.
Meine Schwester ist an Brustkrebs erkrankt .Sie ist noch sehr jung und hat ein Kind mit zwei Jahren.
Es ist für mich gar nicht leicht gewesen am Anfang mit ihr zu sprechen.Sie ist so tapfer und mutig. Ein Kämpferherz und so ruhend in sich. Ich war so verzweifelt und oft fehlten mir die Worte. Das komische ist ....das Sie die erkrankt ist mir der Gesunden alle Angst nahm....
Ich habe so eine verzweifelte Wut in mir....Und Sie trägt alles so tapfer...
Was für mich am schlimmsten ist ...und hier jetzt meine Frage darf so etwas 2012 überhaupt passieren.
Sie hat den Knoten schon während der Stillzeit vor 1,5 Jahren entdeckt...
Und obwohl Unterschungen erst Ultraschall vom Hausartzt (der sie in eine Klinik zur Mammografie überwies)...dort wurde von einem Assistenartzt zwar bestätigt dort wäre ein Knoten aber nichts schlimmes sie stille ja auch)...das fatale diese Fehldiagnose....wir haben alles schriftlich bestätigte sich nicht...am liebsten würde ich den Artzt verklagen....Sie sagt sie spürte immer das Sie Krebs hat...Seit Ostern steht fest es war immer Brustkrebs G3 und Lymphknoten sind betroffen....Sie ist für mich die allergrösste kleine Schwester der Welt....(Und ich habe so eine Wut auf diesen Atzt)

Onkologie
24.04.2012, 21:29
Hallo, auch meine Schwester weiß seit Dez. 2011 daß sie an Brustkrebs erkrankt ist. Sie hat 2 tolle Söhne (23 Jahre und 12 Jahre). Sie ist 41 Jahre.
Sie verspührte seit ca 2 Jahren schon einen kl. Knoten, lt. Gyn nur eine Zyste, wurde engmaschig und regelmäßig untersucht. Aber im November 2011 dann der V.a. ein Mamma Ca., kl. tumor , G3 und 8 befallene Lymphknoten ohne Kapseldurchbruch und L0 V0, ist jetzt mit der Chemo fertig und wartet auch die 1 Bestrahlung.
Die Situation ist die schlimmste Zeit unseres Lebens.

Sometimes
25.04.2012, 10:12
Hallo zusammen,

nun will ich mich auch mal vorstellen. Ich bin Lena, 32 Jahre alt und Mutter 2er Söhne. Obwohl ich selber Brustkrebs habe (1. Erkrankung 2008-brusterhaltende OP+Chemo u. Bestrahlung - 2011 Rezidiv und pos. BRCA1 Test - Ablatio beidseitig plus Entfernung der Eierstöcke) habe ich mich erst jetzt hier angemeldet, weil mein Paps vor einigen Wochen die Diagnose Magenkrebs bekam. Ihm wurde der Magen und die Gallenblase entfernt und nach langen 3 Wochen ITS, geht es jetzt langsam aufwärts.

...und ich fühle mich so verdammt hilflos. Ich dachte immer Brustkrebs zu haben ist das schlimmste, was mir passieren konnte, aber ich muss sagen, jetzt so hilflos zuzuschauen, wie mein Vater immer mehr abnimmt und nur noch stückchenweise Essen kann und er sich in seinem Alter (66) jetzt noch einmal komplett umstellen muss - puh, damit komm ich noch viel weniger klar.

Liebe Grüße

Lena

AnnaSue
27.04.2012, 11:02
Hallo!

Am Montag dieser Woche wurde bei meiner Mama (60) ein Ovarial-CA festgestellt. Im CT sah man bereits auch eine Veränderung (Metastase?) an der Bauchspeicheldrüse ;(

Kommende Woche Montag haben wir ein Gespräch mit den Ärzten, die sie betreuen/operieren wollen.

Wir wissen zwar noch nicht genau, wie schlimm es ist, aber das es nicht sehr gut aussieht, weiß ich spätestens nach den vielen Informationen, die ich im Internet sammeln konnte.

Mir selbst geht es gesundheitlich auch nicht gut, ich habe eine schwere reaktive Depression (b. rezidivierender Belastungssituation), und für mich ist das jetzt natürlich ebenfalls der Supergau. Ich schreibe das jetzt auch nicht, um Mitleid für mich zu erregen - ich habe einfach nur Wahnsinnsangst, dass ich zusammenbreche - und meiner Mama einfach nicht genug oder nicht richtig beistehen kann. Sie braucht mich doch jetzt!!!!

Bin wirklich sehr verzweifelt...

Traurige Grüße,
AnnaSue

Pakita
05.05.2012, 02:01
Hallo, dann stelle ich mich auch noch vor. Mein richtiger Name ist Anja, ich bin 44 JahrWe alt und bei uns ist mein Mann an Krebs erkrankt. Wir wissen es seit Januar 2012. Bei ihm wurde "kleinzelliges Bronchialkarzinom" festgestellt. Ausserdem hatte er Metastasen in der Lunge (wurde bereits operiert), Befall der Knochen und der Nebenniere. Aus der Krebsklinik wurde er entlassen zur palliativen Weiterbehandlung.
Er hat die erste Etappe mit 22 Bestrahlungen hinter sich gebracht. Gleichzeitig bekam er einmal die Woche Chemo. Dann drei Wochen Pause, weil erst mal nichts mehr ging.
Nächste Woche gibt es dann die nächste Dröhnung
Was uns aber am meisten fertig macht: Wir wissen nicht, wo der Haupttumor sitzt. Der konnte nicht lokalisiert werden. Mein Mann wird sterben und ich weiss nicht, wie ich damit klar kommen soll.
Wie man an der Uhrzeit sieht: Vor zwei oder halb drei Uhr nachts gehe ich nicht ins Bett.
Einschlafen dauert ewig und dann hat man ständig Alpträume. So langsam komme ich an meine Grenzen.
Aber ich brauche doch Kraft; mein Mann schaltet manchmal schon total ab.
Wie soll das nur werden?

colognepower
14.05.2012, 22:25
Schaue mir gerade das bild meines Enkels an und grüble und grüble dies ist meine geschichte ich bin der Karl 49 jahre 4 kinder 1 Enkel und mein ewig geliebter Engel. I:cry:ch war mit meiner Frau vor ca. 2 wochen in einer Notfallambulanz weil unser Hausarzt den Husten meiner Frau nicht in den griff bekam nach ca 8 std stellte sich heraus das mein Engel einen tumor in der lunge hat und ihr die luftröhre abdrückt sie musste sofort da bleiben und am anderen tag wurde ihr ein Stend eingesetzt jetzt klappt es mit der luft wieder .Nach zahlreichen untersuchungen incl.CT wurden keine Metastasen im Körper Endeckt.Morgen findet nun die Tumorkonferenz im Krankenhaus statt weis zwar nicht was uns erwartet aber werde es auf jeden fall durchstehen möchte auf keine fall mit 4 kindern und einem Enkel ohne meinen Engel sein es hat mir echt gut getan das hier zuschreiben, weil ich es sonst nicht zeigen möchte da ich eigentlich immer alles Verharmlose obwohl ich weis das es nicht so ist.Melde mich sobald es was neues gibt

micky117
14.05.2012, 23:07
Hallo,
auch ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin Michaela, 38 Jahre alt und Mutter von zwei Jungs (8+10 Jahre).

Es geht hier um meine Mutter (63 Jahre alt), sie hat ein Bronchialkarzinom (kleinzellig, schnellwachsend) mit Metastasen in der Nebenniere.

Unmittelbar vor Ostern hat unser Leben sich von Grund auf verändert!

Festgestellt wurde ein Nebennieren-Tumor, der sollte nach Ostern operiert werden, keine Bestrahlung, keine Chemo, alles sollte dann gut sein. Nach der Aufnahme in der Klinik wurde sie auf den Kopf gestellt (sie hatte seit Monaten starken Husten), u.a. wurde ein CT gemacht, auf dem ein kleiner Fleck in der Lunge zu sehen war. Es folgten Biopsie und endlose Tage des Wartens...
Heute, nur wenige Wochen nach der Diagnose nimmt der Tumor die linke Lungenhälfte ein, drängt in den Rücken und drückt auf die Wirbelsäule! Endstadium!

Wir stehen erst am Anfang und sind doch schon völlig am Ende!

Lieben Gruß

Michaela

molüfunidami
15.05.2012, 09:51
hallo!

ich bin dani, 42 jahre alt, verheiratet und mutter einer tochter (11 jahre),
michaela (micky117) ist meine schwester.

das schicksal unserer ma hat micky ja schon kurz geschildert. im forum lungenkrebs habe ich auch schon kontakt zu ganz lieben menschen bekommen.

der zuspruch hilft sehr, man fühlt sich ausserhalb der familie doch ziemlich verloren.

es ist, wie micky schon geschrieben hat, man steht am anfang und trotzdem schon soo kurz vor dem ende!

Bavaria
24.05.2012, 22:49
Hallo :winke:
Dies sind meine ersten Gehversuche hier im Forum und möchte mich gerne vorstellen:
Ich heiße Karina
bin 39 Jahre alt
im Münchner Süden zu Hause
verheiratet, eine Tochter (9), ein Sohn (7)
Angestellte im Verwaltungsdienst (Teilzeit)
Hobbys: Familie, Lesen, Musik hören, Garten und Natur
Ich geselle mich zu Euch, da mein Mann (49) an Lungenkrebs erkrankt ist

Erstdiagnose 05/2011: Primär metastasiertes, nicht kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)
:eek: ABGRÜNDE :eek:
Lokalisation: zentral re. ML/UL
TNM&Stadium: pT2 a (3,5 cm), pNO (0/18), pM1b (Axilla re.), Stadium IV
Histologie: Plattenepithelkarzinom, G3, EGFR & EML4-ALK n. best.
Metastasen: Axilla re.

Bisherige Therapie:
Entfernung des rechten Lungenflügels und der Metastasen in der Achsel (die weitere Therapie verzögerte sich um Wochen, da mein Mann eine Wundheilungsstörung hatte sowie Herzbeutelentzündung bekam),
dann Bestrahlung und zwei Zyklen Cisplatin/Vinorelbin (prophylaktisch, wurde aber wegen schlechter Blutwerte abgebrochen).
Schon während der Anschlussheilbehandlung wurde ein Weichteiltumor in der rechten Flanke festgestellt. Die AHB wurde abgebrochen und die Metastase entfernt. Da sonst nichts zu finden war, wurde von einem Einzelereignis ausgegangen und keine weitere Therapie veranlasst.
Die erste Nachuntersuchung wurde vorgezogen, da es ihm nicht gut ging. In diesen wenigen Wochen waren erneut bzw. wieder Metastasen aufgetreten im operierten Gebiet (Achsel, Lungenraum rechts), Nebenniere rechts, Gesäß rechts).

Aktueller Stand: Nach drei Zyklen Chemo erfolgte ein Zwischencheck, leider haben sich die Metastasen nicht beeindrucken lassen, sind so geblieben, zum Teil sogar gewachsen. Die Zusammensetzung der Chemo wurde daraufhin geändert, in wenigen Wochen steht wieder eine Kontrolle auf dem Programm. Aus der ursprünglich sog. kurativen Absicht wurde schon bald eine palliative :cry: Er war so tapfer, hat so viel über sich ergehen lassen, hat das Rauchen aufgehört. Das ist sehr depremierend. Ich bin jede Woche bei einer Psychologin, meine "Fee" ist meine wichtigste Stütze. Sie ist selbst Ärztin (hat als Dermatologin ständig mit Krebs zu tun), Mutter, ihre eigene Mutter starb kürzlich an Krebs - ich hätte niemand besseren finden können.

Das war zwar keine kurze Vorstellung, aber ich hoffe übersichtlich.
Ich freue mich auf den Erfahrungsaustausch mit Euch, über Fragen, Antworten... wir lesen uns :)
Karina

wsbv
05.06.2012, 09:03
Ich habe mich hier erst angemeldet und möchte mich auch vorstellen.

Mich begleitet das Thema Krebs nun seit etwas mehr als zwei Jahren, denn 2010 ist meine Mutti mit 57 Jahren an Brustkrebs erkrankt. Ich selbst bin 31, habe eine dreijährige Tochter und entbinde in 5 Wochen mein zweites Kind.

Nach einer Chemo und Bestrahung hatten wir damals alle die Hoffnung, dass meine Mutti sich stabilisiert. Aber es kam anders: Nur drei Wochen nach Beendigung der Kur bekam sie heftige Rückenschmerzen. Es hieß: Verspannung durch die Chemo!
Aber es wurde nicht besser und mittlerweile wissen wir, dass es Metastasen in der Wirbelsäule sind. Sie bekam zwei Wirbelsäulenoperationen (Titanversteifung: Wirbelknochen sind zersetzt) Dann traten Beschwerden in der Hüfte auf: Metastasen im Becken! Da waren wir nervlich am Ende.

Nach weitern Bestrahlungen (Wirbelsäule und Becken) hat sich ihr Zustand dramatisch verschlechtert. Das Blutbid ist komplett abgesackt und hat sich nicht erholt. Da hieß es: Geduld; Geduld; Geduld...! Aber nun wissen wir seit zwei Wochen, dass der Krebs auch im Knochenmark sitzt. Die Biopsie hat einen G4 Grad ergeben. Jetzt ist sie zuhause und wird nur noch palliativ behandelt. Es geht uns allen sehr schlecht und wir versuchen gemeinsam das Sterben zu begreifen - wo doch gleizeitig bald mein Sohn geboren wird. Es ist sehr schwer.

tenya
05.06.2012, 11:36
Hallo,
dann stelle ich mich auch gleich mal kurz vor.
Ich bin 36 und mein Mann hat ein Bronchialkarzinom. Die Diagnose hat er im Dezember 2010 bekommen. Da hieß es, noch 2 Jahre ca., wenn er nix weiter macht. Zuerst hat er total abgenommen, Atemprobleme gehabt und Blut gehustet. Nach nem halben Jahr gings ihm besser und seitdem hat er eine neue Arbeitsstelle, wir sind umgezogen und er ignoriert das ganze Krebsthema komplett. Es geht ihm soweit gut, er hustet immer wieder Blut, ansonsten gehts soweit. Im Alltag merkt man ihm nix an. Unser Sohn ist nun 4 Monate alt.

LG tenya

knarf_72
05.06.2012, 13:24
So, also dann hier auch auch noch einmal...

mein Name ist Frank, ich bin 39 Jahre alt.

Am 21. Mai 2012 wurde bei meiner Mutter (59 Jahre) Lungenkrebs im linken Lungenflügel, kleinzelliges Lungenkarzinom Typ oat-cell, diagnostiziert.
Der „Haupttumor“, ca. 7 x 6 x 6 cm groß, ist mit der Herzscheidewand und der Aorta verwachsen, kann nicht operativ behandelt werden.
Im linken Lungenflügel mehrere „kleinere“ Metastasen von bis 2,5 cm Durchmesser.
Die Klassifikation gem. Bericht der Lungenklinik in W’tal liegt bei cT4 M1…

Seit Freitag, 25.05. bekommt Sie eine Chemo, gem. Bericht der KH W'tal als Palliativ-Behandlung, danach kommt Bestrahlung...
Am 09.06. wird ein MRT ihres Kopfes und am 19.06. ein CT des Abdomen gemacht, um zu schauen, ob sich auch hier Metastasen angesiedelt haben.


Ich bin über die Internet-Suche zum Thema Lungenkrebs auf dieses Forum aufmerksam geworden.

So, das war es erst einmal von mir...

Liebe Grüße
Frank

LucieLu
14.06.2012, 20:08
Hallo!:winke:

Ich bin ganz neu hier! Ich bin eine Mama von drei Kindern (7,4,2) und daher momentan Hausfrau.

Ich erhoffe mir, dass ich hier vielleicht von Euch ein paar gute Ratschläge bekommen kann! Der Bruder des besten Freundes meines Kleinsten ist an Nierenkrebs erkrankt. Es ist alles ganz "frisch". Ich habe ein sehr herzliches Verhältnis zu den Eltern und würde von euch gerne erfahren, wie ich nun am besten mit der neuen Situation umgehen kann, wie ich unterstützend wirken kann (Kinder zu mir nehmen mache ich schon). Ich bin allerdings emotional auch ziemlich durch'n Wind. Gestern erst hat mir die Mutter erzählt, dass die Ärzte ihr direkt gesagt haben, dass ihr Sohn vielleicht sterben wird! Das ist sooo schlimm und es tut mir für die ganze Familie unsagbar doll leid!!!

Es wäre schön, von Euch zu lesen!
Danke und viele Gruesse,
LucieLu