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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Magenkrebs mit Lymphknotenbefall ohne Chemo?


22.01.2002, 16:54
Hallo zusammen,

zuerst einmal ein Danke an die Macher dieser Seite. Die Informationen sind echt sehr gut. Aber nun zu meinem Problem:

Bei meinem Vater (60) wurde vor wenigen Wochen Magenkrebs diagnostiziert. Zuvor hatte er ca. 1/2 Jahr lang Probleme beim Essen. Er hatte entweder keinen Appetit oder das gegessene kam postwendend wieder zurück. Er nahm rapide ab.

Die Ärzte haben bei einer gewöhnlichen Gastroskopie einen vollkommen entzündeten Magen festgstellt. Außerdem bestand ein Befall mit dem Helicobacter pylori, welcher dann mit einem Antibiotikum behandelt wurde. Nur die Beschwerden klangen nicht ab. Bei einer erneuten Gastroskopie wurde dann ein Rückgang der Entzündung festgestellt. Außerdem diagnostizierte man ein scheinbar harmloses Magengeschwür. Trotzdem überwies man ihn in die gastrologische Abteilung eines anderen Krankenhauses. Dort sollte man eine Endosonographie durchführen. Die Endosonographie schlug fehl, da der Mageneingang so verengt war, dass man mit dem Schlauch nicht hindurch kam.

Es folgten insgesamt 16 weitere Gastroskopien. Bei der letzten wurden 15 Proben genommen, wovon zwei bösartig waren. Letzte Woche wurde ihm dann ein kleiner Teil des Magens und ein kleines Stück der Speiseröhre entfernt. Außerdem entnahm man ihm 20 Lymphknoten. Er hat sich seitdem sehr gut erholt, kann schon wieder alleine aufstehen und darf seit gestern auch wieder Wasser trinken. Für mich scheint er körperlich in bester Verfassung zu sein, nur psychisch scheint es ihn doch ziemlich mitgenommen zu haben, was aber wohl in solchen Fällen normal zu sein scheint.

Gestern hat er nun den feingeweblichen Befund des Lymphgewebes bekommen. Drei der 20 entnommenen Lymphknoten waren ebenfalls befallen, was mir irgendwo sagt, dass das Karzinom gestreut hat. Trotzdem bräuchte er keine Chemotherapie. Und das ganze kommt mir spanisch vor. Kann mir irgendjemand weiterhelfen???

Ich bin für jeden Rat dankbar.

Rainer

23.01.2002, 18:09
Hallo Rainer,

was Du da schreibst, kommt mir ziemlich bekannt vor. Bei meinem Dad (57) wurde im Oktober letzten Jahres Magenkrebs diagnostiziert - das aber auch erst, nachdem sie ihn aufgemacht hatten. Sämtliche vorher durchgeführten Magenspiegelungen brachten auch kein rechtes Ergebnis... entweder man kam gar nicht erst rein oder die Gewebeproben erwiesen sich als gutartig... Nach der OP wurde uns dann mitgeteilt, dass von den entnommenen Lymphknoten (wie bei Deinem Vater auch 20) einer befallen war, man sonst aber nichts hatte finden können (Gott sei dank!). Ich habe zunächst ganz genauso gedacht wie Du, nämlich dass da jetzt wohl eine Chemo fällig ist (weil ich das in anderen Fällen auch schon erlebt habe). Uns wurde aber von den Ärzten gesagt, dass eine Chemo den Körper und das Immunsystem nur zu sehr schwächen würde und dass man ja alles Bösartige erwischt habe. Man macht eine Chemo also offensichtlich nur noch, wenn definitiv noch bösartiges Gewebe/Metastasen vorliegen... Zum Vorbeugen wurde uns dann im Krankenhaus die Misteltherapie empfohlen und die regelmäßige Gabe von Vitamin B12. Letzteres bekommt mein Dad jetzt regelmäßig von seinem Arzt gespritzt.
Leider kann ich Dir damit auch keinen richtigen Rat geben, vielleicht aber zeigen, dass es auch noch andere Patienten gibt, die das Krankenhaus ohne Chemo wieder verlassen haben... Ich wünsche Euch - vor allem Deinem Dad - alles Gute!

Lieben Gruß,
Tini
WeSimon@t-online.de

24.01.2002, 10:03
Hallo,

meine Mutter hat seit 2 Wochen keinen Magen mehr . Dieser wurde wg. eines Tumors (pT3, pN, G3) entfernt. In dem gleichzeitig entfernten Fettgewebe waren auch von 40 Lymphknoten 4 befallen. Bei der anschliessende CT der inneren Organe konnte man keine weiteren Metastasen sehen (Micrometastasen kann man so aber nicht erkennen).

Der beratende Onkologe empfahl ebenfalls keine Chemotherapie, da medizinisch nicht eindeutig nachweisbar sei, dass eine Chemo die Prognose verbessert. Das Rückfallrisiko bleibt, besonders in den ersten 3 Jahren. Es gibt aber auch Patienten, die trotzdem eine Chemo machen. Nun soll der Patient entscheiden, was ihm lieber ist. Wie soll man das ohne entsprechende Fachkenntnis "richtig" entscheiden?

Falls sie doch eine Chemo wünscht, würde sie mit den Präparaten Tegafur und Mitomycin C behandelt. Hat jemand Erfahrung damit ? Was für Nebenwirkungen gibt es?

Was kann man alternativ über die Misteltherapie sagen? Was bewirkt sie und welche Ärzte machen so etwas?

Vielen Dank (auch für die guten Informationen auf dieser Seite)
Martina

24.01.2002, 16:10
Hallo Tini,
hallo Martina,

erst mal vielen Dank für Eure Hilfen. Ich dachte echt schon an das Schlimmste, aber das scheint mir jetzt schon plausibler zu sein.
Wegen der Misteltherapie werde ich mich jetzt wohl auch mal schlau machen. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass die etwas schadet. Und daher sollte man wohl alles Mögliche versuchen.

Tini, weil unsere Väter ja fast gleichaltrig sind: Fändest Du es nicht sinnvoll, mal einen Kontakt zwischen den beiden herzustellen? Ich finde, ein Erfahrungsaustausch kann beiden wohl nicht schaden. Vor allem weil, so denke ich, die beiden wohl die gleichen Sorgen und Ängste haben werden.

Liebe Grüße

Rainer

27.08.2002, 00:01
Bei meinem Mann 55 Jahre, wurde im Nov. 2000 Magenkrebs festgestellt und gleich operiert. PT2/N2/G3. Befall von 8 Lymphknoten. Erst Misteltherapie. 2 x Hyperthermie.Im Juli 2001 Erhöhung der Tumormarker, jedoch grenzwertig. Im Okt.2001 Lebermetastasen in allen Segmenten. OP nicht möglich. Beginn einer Chemo über Port ca. Nov. 2001 bis Feb. 2002. Abbruch wegen größter Probleme mit allen Schleimhäuten.Rück-
gang der Metastasen bis auf 2 größere,
deren Umfang sich aber verkleinerte.
Entfernung des Ports aufgrund Ver- keimung im Mai 02. Jetzt leider Fest-
stellung von zusätzlich Lungenmetas -tasen. Mein Mann ist total fertig, denn er dachte, der Krebs sei besiegt
bzw. eingeschränkt.
Wer weiß bitte seriöse Möglichkeiten,
ihm zu helfen ?? Wir sind - wie alle
Krebspatienten mit Angehörigen sehr, sehr dankbar für jeden Strohhalm !
Gruß Marlies

27.08.2002, 10:39
Hallo liebe Mitbetroffene,

ich kann Euch keine Lösung bieten,- das schon mal vorab. Höchstens durch unsere Erfahrung zeigen, wie man es nicht machen sollte.
Mein Mann bekam im Aug 01 die Diagnose: Magen-Ca mit Leberbefall und Bauchfellbefall.Der Primärtumor im Magen wurde operiert. Danach schloß sich eine Chemo nach der Anderen an. Er wurde immer schwächer bis er nach ca 6 1/2 Monaten oral keine Nahrung und dann auch Flüssigkeit mehr zu sich nehmen konnte. Die Ärtze (Schulmediziner, wir wechselten mehrmals) lehnten begleitende Immuntherapien völlig ab, gaben noch nicht mal Vitamine oder Eisen etc...
Mein Mann verstarb nach qualvollen 7 Monaten.
Damit will ich Euch keine Angst machen, aber die Empfehlung unbedingt ganz kritisch die Ärzte auszusuchen und Euch nicht alleine auf die Schulmedizin zu verlassen. Heute weiß ich (leider zu spät), daß es einen Chirurgen gibt, der Bauchfellbefall operiert und heute würde ich meinen Mann in eine dieser ganzheitlichen Kliniken bringen, die auch den gesamten Organismus mit einbeziehen. Es soll mehrer gute Kliniken geben,- z.B. Hufeland/Bad Mergentheim etc.
Ich wünsche Euch , daß Ihr Eure Sache besser macht als wir. Viel Glück und die ganze Energie, die Ihr braucht um zu gewinnen!
Gruß Nadine

27.08.2002, 14:21
Hallo Marlies!
Zu dem was Du schreibst, kann ich wenig sagen. Ich denke nur, daß es jetzt erst mal wichtig ist, daß Dein Mann wieder ein wenig zu Kräften kommt. Habt Ihr schon mal an alternative Medizin gedacht? Ich glaube wichtig ist nun, sein Immunsystem zu stärken mit Vitaminen, Spurenelementen, Enzymen. Außerdem ist es wichtig, daß er essen kann.
Bei meinem Freund ist ein ähnlicher Befund wie bei Deinem Mann, doch noch verträgt er die Chemotherapie mit Cisplatin "relativ" gut. Nur wie lange das gut gehen wird, weiß keiner. Nebenbei nimmt er Mistel, Selen, Enzym und etwas blutbildendes. Gleichzeitig überlegen wir, demnächst Chemo + regionale Tiefenhyperthermie anzuwenden. An dieser Stelle würde mich natürlich interessieren: Wie sind Eure Erfahrungen mit der Hyperthermie gewesen? Wie lief die Behandlung ab und wie hat Dein Mann sie vertragen?

02.09.2002, 17:06
hallo nadine!

erst einmal tut es mir sehr leid, dass ihr eine so schwere zeit hattet. alles liebe für dich.
bei meinem vater (60) wurde vor einer woche die gleiche diagnose gestellt. er wurde allerdings gar nicht operiert und soll nun eine chemo bekommen - da seine ärzte mistel, hyperthermie etc. ablehnen, werden wir diesbezüglich ein "biosanatorium" aufsuchen. soviel ist klar. meine frage nun: du schreibst von einem chirurg, der auch bei bauchfell filialisierung operiert. kannst du mir nähere infos dazu schreiben?

lieben dank
joanna
jomifischer@compuserve.de

02.09.2002, 17:50
Hallo Joanna,

meine Weisheit mit den Chirurgen habe ich auch aus diesem Forum.Und zwar lies nach bei Peritonealcarzinosen. Da wird einmal ein Chirurg in Washington erwähnt und einer in Hannover (Medizinische Hochschule) Dr. Piso. Ich glaube ihr habt ohne Op eine bessere Überlebenszeit. Bei uns sah es aus als hätte bei der Op der Tumor, der zwar völlig entfernt wurde, sehr gestreut. Mein Mann mußte angeblich operiert werden, da der Magenausgang verengt und der Tumor blutete, sodaß er schon die Hälfte seines Blutes verloren hatte.
Ich würde zuerst mal die Diagnoseunterlagen diesem Dr. Piso faxen oder telefonieren oder besser beides, um zu hören, ob bei Deinem Vater eine Chance besteht dort operiert zu werden. Ich habe mir mittlerweilen die "DAten" von Dr. Piso angeschaut. Er wird in der med. Hochschule Hannover als onkologischer Chirurg geführt, der auch Magen Speiseröhre und Bauchfell operiert.
Ich habe das letztes Jahr noch nicht gewußt und es quält mich sehr mit meinem Mann nicht diese Chance zumindest probiert haben zu können.
Außerdem würde ich mich NIE MEHR nur auf die SChulmediziner verlassen. Falls das mit Dr. Piso nichts wird, versuch es doch in einer ganzheitlichen Klinik, in der BEIDES praktiziert wird Schulmedizin und Alternatives.Auch hierfür findest Du in den Beiträgen für Magen einige Kliniken. Man kann glaube ich auch in Heidelberg nach Kliniken zur biologischen Krebsabwehr fragen.
Mein Mann hat nur Chemos bekommen,- noch nicht einmal Vitamine und Anderes und heute bin ich fast sicher, man hat ihm das Leben verkürzt!!!!
Ein Teil Chemo ist eventuell nicht schlecht, aber das müssen kompettente Ärzte beurteilen.
Wenn Du die Anschrift und Telnr. hier nicht findest, schreibe ich sie Dir.
Ich wäre Dir auch dankbar, wenn Du mir erzählen würdest, wie es bei Euch weitergeht. Nicht aus Neugier, sondern aus dem Gedanken heraus, ob es anderen Menschen doch noch hilft einen anderen Weg zu beschreiten, als den den wir gewählt haben.Wir hatten sehr schlechte Berater (alles Schulmediziner, die ihr 0815-Programm abgespult haben). Ich möchte hier nicht ungerecht sein, es gibt sicherlich auch engagierte Ärzte, unsere gehörten nicht dazu!
Ich wünsche Euch alles Glück der Welt,- seid hartnäckig,- laßt Euch nicht abspeisen, es geht um das Leben Deines Vaters.Versucht ALLES!(Manchen sollen mit Mistel ganz gute Erfolge habe, zumindest, was die Befindlichkeit angeht.)
Liebe Grüße, Nadine

02.09.2002, 18:00
Hallo Joanna,

habe inzwischen noch mal genau nachgeschaut:

Dr. P. Piso
Medizinische Hochschule Hannover
Tel.0511-532-2262
fax 0511-532-4010

Arbeitsgebiet:
Chirurgische Onkologie/Gebiet: Peritonealcarzinosen, Magen-und Oesophagusmalignome, hypertherme intraperitoneale Chemotherapie.
Forschungsgebiet:Klinische Studien.Magenkarzinome/Peritonealcarzinosen.

Alles Gute, Nadine

03.09.2002, 14:55
Nadine, vielen dank!

weist du evtl. auch ob man eine ganzheitliche tumortherapie in anspruch nehmen kann auch wenn man an einer studie teilnimmt. bei meinem paps soll "campto" (wirkstoff irenotecan) ausprobiert werden. können wir dennoch hyperthermie u.ä. anwenden? wir fragen den behandelnden arzt aber allein auf seine aussage verlasse ich mich nicht.

liebe grüsse
joanna

03.09.2002, 15:12
Liebe joanna,

leider weiß ich nicht ob man innerhalb einer Studie ganzheitliche Therapien in Anspruch nehmen kann.Bezgl irenotecan habe ich mittlerweilen von positiven "Erfolgen" gehört. Mein Mann hat es NICHT bekommen.Von Hyperthermie hatte man uns ganz abgeraten,- aber das ist kein Grund nicht nochmals jemand zu fragen. Wie gesagt, unsere Berater waren nicht die Besten.Hast Du schon in Hannover nachgefragt?
Hälst Du mich auf dem Laufenden???
Viel Glück und Mut, auf daß es Euch besser ergehe als uns.
Liebe Grüße, Nadine

03.09.2002, 15:17
liebe nadine!

danke erst einmal für die schnelle antwort. ich hatte von deinem "fall" gelesen und es tut mir sehr leid für dich.
natürlich werde ich hier weiter berichten und nachdem ich innerhalb einer woche die maschinerie durchschaut habe werde ich in zukunft - egal wie gut oder schlecht es meinem paps ergehen wird - weiter machen. nach meinen bisherigen erfahrungen kann ich nicht still sitzen bleiben. unendliche wut kocht in meinem bauch und ich werde hier und da meinen beitrag leisten. man darf sich von ärzten nicht einschüchtern lassen. jetzt fahre ich ins krankenhaus - paps bekommt heute seinen port.

alles liebe
joanna

03.09.2002, 15:28
Liebe Joanna,

empfinde mich nicht als lästig...Ich glaube im nachhinein, daß die Op bei Dr. Piso meinem Mann wahrscheinlich etwas gebracht hätte. Die Bauchfellmetastasen waren anfangs winzig klein und sind im Laufe der Zeit (im Laufe der Chemos) so gewachsen, daß sie nach ca 6 1/2 Monaten den Dünndarm in der Bauchhöhle so "bedrängt" haben, daß mein Mann nichts mehr essen und kurz darauf auch nicht mehr trinken konnte. Wären die Bauchfellmetastasen nicht dagewesen...?.Aber es ist natürlich nur Spekulation. Ich kann nur wiederholen,- unser Weg war der schlechteste, den wir wählen konnten.
Dank Dir für Dein Verständnis.
Paß gut auf! Alles Liebe

04.09.2002, 16:21
hallo nadine!

auch mein paps hat bauchfellmetastasen. ich will erst einmal schauen, welche chemo der onkologe vorschlägt und wie dies bei meinem paps wirkt. ein schritt nach dem anderen. ich versuche nicht in panik zu geraten ob des ausmasses an informationen die man benötigt um alles zu verstehen.
momentan haben wir ein kleines problem mit dem port - ich hoffe bis ich heute abend wieder im krankenhaus bin ist das "problemchen" wieder gelöst. mein paps ist heute etwas genervt, was auch nicht positiv ist. er wird ungeduldig, der arme. als ich heute mittag ging war er endlich ob der ganzen aufregung müde und konnte einschlafen...

und: natürlich bist du nicht lästig!

liebe grüsse
joanna

04.09.2002, 17:32
Liebe Joanna,

ich möchte mich und meine Meinung nicht aufdrängen.. (und tue es dennoch)
Bei meinem Mann hat KEINE der Chemos auf die Bauchfellmetastasen gewirkt.Aber jeder Fall ist ja anders...Das mit dem einen Schritt nach dem anderen ist normalerweise richtig,- hat mein Mann auch immer gesagt. Nur laßt Euch die Zeit nicht davonlaufen. Informationen überall zu holen kostet nichts und dann kann man besser entscheiden.
Entschuldige meine ungebetenen Ratschläge. Ich kann mich einfach nicht mit dem ZU frühen Tod meines Mannes abfinden,so daß ich für jeden hoffe, er macht es besser. Und mir fehlten damals die Infos, die ich heute habe.
Alles Gute mit dem "Portproblem"!
Liebe Grüße, Nadine

29.08.2003, 03:22
bei meiner schwester 34j ist im jan.2003 ein siegelringzell-carcinom des magens Diffuser Typ nach Lauren pT3,pN1-G3 festgestellt worden. sie wurde operiert und anschließend wurde eine Chemo/Bestrahlung durchgeführt.was sie alles ganz gut vertragen hat. es ist im Krankenhaus ganz viel falsch
gelaufen. es wurde vorweg kein ct gemacht worden was bei der Bestrahlung schon fehlte weil die ärzte nicht wußten wo der magen gesessen hat. nach der op wurde dann ein ct durchgeführt wo dann gesehen wurde das der eierstock vergrößert war,das wurde dann im Feb. nochmal kontr. aber angeblich ohne befund. nach der chemo/bestr. wurde noch ein ct gemacht, wo es dann hieß eierstockmetastase! warum wurde es nicht im Jan schon genauer genommen! die metastase wurde auch rausop. jetzt haben wir natürlich angst das die chemo gar nicht gewirkt hat. was gibt es für eine GUTE Uni/ganzheitliche klinik (umfeld Oldenburg)die sich mit magenkrebs gut auskennt????? Wem ging es ähnlich? Vielen Dank im Vorraus kerstin

07.02.2004, 15:00
Hallo Kerstin
bei meiner Frau ist letzte woche mittwoch der magen, die milz und 20 lympfhknoten davon waren 18 befallen entfernt worden. Diese woche ist uns mitgeteitl worden das es sich um ein siegelring-carcinom handelte und wir uns noch einer chemo unterziehen müssen. welche chemo ist bei euch angewandt worden???? habt ihr eine ganzheitliche klinik gefunden ??? Hast Du auf deine Frage eine antwort erhalten oder kann mir sonst noch jemand eine antwort schicken.

26.02.2004, 01:07
Hallo Ralf,eine ganzheitlichklinik befindet sich in Freiburg im Breisgau. Es ist die Klinik für Tumorbiologie. ich bin dort ab nächster Woche in der REHA.

06.03.2004, 16:54
Lieber Rainer, meine Mama, 64 Jahre alt, ist ein Magencarzinom festgestellt worden. Bei der nachfolgenden Bauchspiegelung wurden Metastasen am Bauchfell und der Bauchspeicheldrüse festgestellt - inoperabel. Es wurde ihr dringend geraten Chemotherapie anzuwenden. Wir haben uns sehr eingehend nach Chemotherapien erkundigt, (Heidelberg, Freiburg, Hannover) und feststellen müssen, dass es für diese Krebsart keine heilende Chemotherapie gibt, allenfalls ein aufschiebende Wirkung erzielt werden kann, die aber u. E. eher zweifelhaft ist. Weder ist genau klar, ob es wirklich aufschiebende Wirkung hat, noch, wie die Lebensqualität in dieser Zeit verläuft. Mama hat sich einen guten Mix aus Misteltherapie, jetzt Thymusdrüsentherapie, hochdosierte Vitamine nach dem allgemein verteufelten Dr. Rath, zusamemngestellt. Zudem will sie noch pschisch-therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, da gibt es vielerlei Angebote, entweder zur Krankheit selbst von der Caritas (um damit besser fertig zu werden) oder aber Heilbehandlungen, die die Selbstheilungskräfte aktivieren. Meine Mama sucht nach etwas passendem für sich. Ich denke, die Krankheit - so schrecklich sie auch ist, bietet den Erkranten Gelegenheit, ihr Leben neu zu gestalten. Nach allem, was ich gelesen habe, haben die Menschen Chance auf Gesundung, die das "Übel an der Wurzel packen" - nicht nur damit, was das Herauslassen von Carzinogenen (Rauchen, falsches Essen) betrifft, sondern auch innere Strukturen, die verändert werden können. Vielleicht kannst du deinem Vater Anstöße geben in dieser Richtung. Das die Diagnose, auch wenn sie nicht so schlimm ist wie bei meiner Mama, Depressionen auslöst, ist vollkommen normal und gehört dazu. Er muss über seine Gefühle sprechen lernen, damit er diese Gefühle in Griff bekommen kann - und du bzw. andere Familenangehörige und Freunde, können ihm nun viel viel Liebe, Kontakt und Impulse geben. Alles Gute für dich und deinen Papa. Andrea

30.04.2004, 23:45
Hallo wer kann mir bzw. meiner Frau Helfen???
Meine Frau hat Siegelrinkarzinom T3 G3
zwei Chemos mit Doxetaxel + Cisplatin hat Sie schon erhalten jedoch ohne erfolg. Der Dickdamm wird zur Zeit von neuen Geschwüren so zusammen gedrückt das Sie schon seit 3 Wochen nichts mehr essen kann.
Die Ärzte haben keine große Hoffnung gemacht, doch ich kann mich und im Namen unsere zwei kleinen Kinder nicht mit dieser Entscheidung zufrieden geben. Kann mir jemanden noch einen Tipp geben wo man scih Ganzheitlich Behandeln lassen kann. Hat jemand schon was von einer Vermed-Klinik gehört? Benötige dringend Antwort denn die Zeit läuft gegen uns. Dank an alle.

03.05.2004, 11:22
Leider hat es nicht geklappt ! Mein Mann ist nach 40 Monaten schlussendlich doch gestorben
Ich bin nicht sicher, ob nicht etwas nachgeholfen wurde.
Magen-Op im Nov. 2000, Metastasen in Leber 10/01, in Lunge 08/02, in Hirn 08/03, Wirbelsäule 12/03. Div. Chemos - seit Metastasenfund - teils sehr erfolgreich, da Remission. Seit Hirnbefall ging es allerdings bergab.
Leider sind Krebspatienten nur irgendwelche Nrn. in großen Kliniken und niedergelassene Ärzte haben bzw. nehmen sich viel zu wenig Zeit.
Ganzhirnbestrahlung in 08/03, Bestrahlung der Lendenwirbelsäule 01/04, Radiochirugie v.4 Metastasen im Hirn ebenfalls 01/04. Danach totaler körperlicher Zerfall. Ein letztes Aufbäumen durch Intensivbehandlung in der Veramed-Klinik in Brannenburg. Ärzte haben sich zwar sehr bemüht -es ging auch zuerst bergauf, aber eine starke Bronchitis konnte mein Mann nicht mehr bewältigen. Nach einer Woche hat er den Kampf auf Gesundung aufgegeben. Er starb am Ostersamstag.
Er wurde nur 56 Jahre alt.
Die Ansätze in der Veramed-Klinik sind sicherlich als gut einzustufen. Die lokale Hyperthermie in Verbindung mit Chemo wird dort seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Teilweise kommen die Patienten schon über 10, 15 Jahre dorthin. Auch mit vorher sehr schlechten Prognosen. Mein Mann hat meiner Meinung nach jedoch zu viele Medikamente bekommen, die ihn ebenfalls meiner Meinung nach innerlich aufgefressen haben. (Morphin, sonst. Schmerzmittel, Tegretal, weiteres Antikrampfmittel, Antipilzmittel, Xeloda, Entwässerung usw. usw.), Infusionen ohne Ende. Eine bessere Dosierung all dieser Medikamente - auch Chemo - hätte vielleicht doch zum Erfolg geführt. Ind der Krebstherapie ist sehr viel Bewegung und ich glaube fest daran, dass es bald für all diese Betroffenen Hilfe gibt. Wir haben diese Zeit nicht mehr erleben dürfen. Meinem Mann war dieses Glück nicht hold - er hätte so gerne noch gelebt und durfte doch nur 56 Jahre alt werden ! Ich vermisse ihn als meinen Ehemann und unser Sohn seinen Vater - unendlich, denn er war mein Leben und meine allergrößte Liebe !
Alles Gute für die Menschen
Marlies Kronthaler
marlies@alfredwimmer.de]

Fantine
03.05.2004, 21:44
Hallo Marlies,
mein aufrichtiges Beileid zum Tode Deines Mannes.
Ich kann in etwa nachvollziehen was Du jetzt gerade durchmachst.
Mein Vater ist am 25.05.01 an dieser Krankheit gestorben und ich vermissen ihn immernoch unendlich.
Ich wünsche Dir und Deinem Sohn alle Kraft der Welt und dass für Euch irgendwann wieder die Sonne scheint.
Wenn Du magst kannst Du mir mal mailen.

03.05.2004, 22:00
Liebe Marlies, es tut mir unendlich leid zu lesen, dass dein Mann gestorben ist. Du musst ihn sehr geliebt haben, so wie deine Worte klingen. Ich bin ganz sicher, dass deine Liebe ihn begleiten wird auf seinem Weg, so wie seine Liebe zu dir bei dir /Euch sein wird. Für immer und unsterblich. Ich hoffe, du hast gute Unterstützung, jemand, der dich fest in den Arm nimmt wenn dir danach ist, jemand, der bei Euch ist und Wärme gibt. Alles Liebe Andrea

22.05.2004, 13:05
Hallo
leider hat es bei uns auch nicht mehr solle sein !!
Meine geliebte Frau ist im alter von 39 Jahren an dieser heimtückischen Krankheit gestorben und hinterlässt eine große Lücke, denn wir vermissen Sie alle SEHR.
Wir hatte nach der Diagnose nur noch 3 1/2 Monate und es ging am Schluß so schnell das ich und unsere zwei Kinder 4 + 8 Jahre dies nicht begreifen können, da wir am Todestag noch einen stationären Aufnahmetermin in der Veramed-Klinik hatten.
Wir wünschen allen viel Kraft für die schwere Zeit.

06.04.2005, 23:16
Bei meinem Vater ist vor 3 Wochen Magenkrebs mit Bauchfell,Milz,Leber,Zwerchfell, Dünndarm, Blasen Metastasen festgestellt worden. Wir sind alle traumatisiert und er ist so tapfer mit 64 Jahren. Ohne jegliche Vorwarnung! Die Ärzte öffneten den Bauch zwecks Magenentfernung und schlossen den Bauch wieder ohne Entfernung. Es wurde uns empfohlen, keinerlei Chemo, bzw. keinerlei Medikation ausser evtl. Schmerztherapie zu beginnen. Es ist alles so ohne Hoffnung irgendwie. Wer hat die selbe Erfahrung?
Wir sind für alle Hilfen dankbar!name@domain.de