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„Rauchfrei Siegel“ für vorbildliche Filme
Die bekannten Schauspieler Leonard Lansink und Marianne Sägebrecht sind überzeugte Nichtraucher und nehmen ihre Vorbildfunktion ernst. So auch in ihren Hauptrollen in der TV-Serie „Wilsberg“ (ZDF) und dem Fernsehfilm „Charlotte und ihre Männer“ (NDR). Diese beiden Produktionen wurden in Hamburg mit dem „Rauchfrei Siegel“ des AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN ausgezeichnet. „Produktionen, die auf rauchende Charaktere verzichten oder Raucher nicht zu positiven Rollenmodellen stilisieren, helfen dabei, das Nichtrauchen als den gesellschaftlichen Normalzustand darzustellen“, betonte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, bei der Preisverleihung. weiter ...
Das Risiko für Kinder unter 5 Jahren, an Leukämie zu erkranken, nimmt zu, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerk liegt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kinderkrebsregisters in Mainz (DKKR) unter Leitung von Professorin Maria Blettner im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). BfS-Präsident Wolfram König: "Das Ergebnis der Studie ist belastbar. Es ist nach bisheriger Prüfung kein Fehler bzw. Irrtum bei der Entwicklung des Studiendesigns noch bei der Gewinnung und Analyse der Daten erkennbar, der den beobachteten Effekt erklären könnte."
Eine möglichst exakte Diagnose ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die erfolgreiche Behandlung: So ermöglichen erst genaueste Informationen über das Ausmaß einer Erkrankung den Ärzten die Wahl der richtigen Therapie, beispielsweise den Chirurgen schonende Operationen. So umfassend wie möglich sollten daher die Informationen über die Erkrankung sein, ganz besonders, wenn es um Krebs geht.
Unter der Schirmherrschaft des Luxemburger Gesundheitsministeriums organisiert die Forschungseinheit INSIDE der Universität Luxemburg am 14. Dezember ihre erste interdisziplinäre Fachtagung zur Psychoonkologie. Auf der Tagung werden Forscher der Universität Luxemburg und externe Experten Einblicke in die aktuelle Forschung geben und konkrete Probleme aus der Praxis diskutieren.
Im Rahmen der psycho-onkologischen Versorgung der Medizinischen Klinik III am Klinikum in Großhadern wird ein neues Angebot eingerichtet. Es geht um die individuelle psychologische Betreuung von Kindern, deren Eltern an Krebs erkrankt sind.
Vom 6.-8. Dezember treffen sich am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) rund 250 Experten der Psychoonkologie und Palliativmedizin, die sich mit den grundlegenden Problemen beider Bereiche beschäftigen.
Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Männern. Allerdings entwickelt sich der Krebs sehr unterschiedlich: Bei einem großen Teil der Männer über 70 Jahre verändert er sich wenig und bereitet keine Beschwerden; er ruht, bleibt verborgen und bedarf keiner Behandlung. Ein geringer Teil der ruhenden Krebse beginnt jedoch irgendwann schneller zu wachsen und sich auszubreiten, wird damit lebensbedrohlich und schwer zu behandeln. Für den Arzt wäre es hilfreich, gerade den sich schnell entwickelnden Krebs schon in einem Frühstadium zu erkennen, um rechtzeitig effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Eine Arbeitsgruppe um den Homburger Mediziner Veit Flockerzi und seinen Mitarbeiter Ulrich Wissenbach untersucht mit Unterstützung der Wilhelm Sander-Stiftung bestimmte Gene, die es erlauben könnten, den 'bösartigen' vom 'ruhenden' Krebs zu unterscheiden.
Wenn Patienten mit ersten Symptomen zum Arzt kommen, hat der Krebs meist schon Metastasen gebildet. Weil es bisher keine Möglichkeit gibt, Bauchspeicheldrüsenkrebs frühzeitig zu erkennen, entwickeln Forscher jetzt eine Methode, mit der sie einzelne "verdächtige" Zellen wie mit einer biologischen Lupe von außen sichtbar machen. Das sog. Molekulare Imaging ist Teil des europäischen Projekts MolDiag-Paca und wird in Deutschland von Prof. Dr. Stephan Hahn (Molekulare Gastroenterologische Onkologie, Medizinische Fakultät) koordiniert.
Im Kampf gegen den Krebs sind Wissenschaftler stets bestrebt, wirkungsvollere Therapien zu entwickeln. Ein neues, derzeit weltweit beforschtes Konzept, ist die Anwendung von Bakterien: Manche Mikroorganismen können Tumoren gezielt besiedeln und zerstören. Dass dies so ist, weiß die Wissenschaft bereits seit über 150 Jahren. Doch erst in den letzten zehn Jahren wird die Bakterien-vermittelte Krebstherapie systematisch erforscht. Auch Dr. Siegfried Weiß, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, ist auf diesem Gebiet aktiv: In einem von der Deutschen Krebshilfe mit 155.000 Euro geförderten Forschungsprojekt untersucht er jetzt, wie die Bakterienart Salmonella typhimurium gegen bösartige Tumoren im Darm eingesetzt werden kann.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) richtet die medizinische Genomforschung in Deutschland neu aus. Sie wird stärker als bisher auf die Bekämpfung von Volkskrankheiten konzentriert und in enger Kooperation mit der Industrie durchgeführt.
"Entzündung - und kein Ende?" Chronische Entzündungen können Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Sie sind der Nährboden für viele Krankheiten wie Neurodermitis, Arthritis, Diabetes Typ-2, Arteriosklerose oder chronisch-entzündliche Darmkrankheiten. Und Statistiken belegen, die Anzahl chronisch-entzündlicher Krankheiten ist in den letzten Jahrzehnten stark ge-stiegen und wird weiterhin überproportional zunehmen. Neben der genetischen Veranlagung beeinflusst dabei vor allem der Lebensstil, insbesondere Ernährung und Bewegung, das Entzündungsgeschehen im Körper - das ist kurz und auf den Punkt gebracht das Ergebnis des Experten-Workshop "Entzündung - und kein Ende?".
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