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Willkommen beim Krebs-Kompass
Der Krebs-Kompass wird von der gemeinnützigen Volker Karl Oehlrich-
Gesellschaft e.V. betrieben. Seit 1997 ist es unser Ziel, das Internet
für Krebspatienten und Angehörige als Informationsquelle nutzbar zu
machen. Der Krebs-Kompass soll Sie bei Ihrem Weg durch das
Informationsangebot im Internet begleiten und Ihnen dabei helfen, auf
dem kürzesten Weg seriöse und aktuelle Informationen zu finden. Wir
freuen uns über die Auszeichnung "Initiative des Monats", die uns von
der Ehrenamtskampagne der hessischen Landesregierung verliehen wurde,
den Oskar-Kuhn-Preis der Bleib Gesund Stiftung sowie den EMBO Award for
Communication in the Life Sciences! Nicole und Marcus Oehlrich,
07.11.2004
Biomarker des Blutes für Bauchspeicheldrüsenkrebs entdeckt
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine seltene, jedoch sehr bösartige Erkrankung. Die Diagnose wird erschwert, weil der Krebs keine oder nur leichte Beschwerden verursacht wie gelegentliche Übelkeit. Deshalb gehört das Pankreaskarzinom zu den Krankheiten, die oft zu spät entdeckt werden. Ärzte und Wissenschaftler aus der Laboratoriumsmedizin und Chirurgie des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig identifizierten nun einen neuen, hochempfindlichen Serummarker für den Bauchspeicheldrüsenkrebs: den Plättchenfaktor 4 (PF 4). In Kooperation mit dem DFG-Forschungszentrum MATHEON, Freie Universität Berlin und dem Universitätsklinikum Heidelberg legten sie dazu eine Studie an insgesamt 120 Patienten und Probanden vor, die jetzt im Journal "Clinical Cancer Research" publiziert wurde.
Das Institut für Photonische Technologien (IPHT) verstärkt seine Aktivitäten im Bereich der spektralen Bildgebung. Im Rahmen des Verbundprojektes CHEMOPRÄVENT will das Institut mit Hilfe neuester optischer Methoden die Ursache der Nebenwirkungen von Chemotherapeutika untersuchen. Diese sind hoch wirksame und wichtige Waffen im Kampf gegen den Krebs. Jedoch kommt es sehr oft zu teils schwerwiegenden Nebenwirkungen an der Haut der Patienten. Moderne bildgebende Verfahren sollen neue Einblicke in die chemischen Prozesse unter der Haut ermöglichen, so das Ziel der beteiligten Projektpartner aus Jena, Berlin und München.
Wer niemals geraucht hat, nicht massiv übergewichtig ist, pro Woche mehr als dreieinhalb Stunden körperlich aktiv ist und sich gesund ernährt, hat im Vergleich zu einer Person, die sich gegenteilig verhält, ein um 78 Prozent vermindertes Risiko, chronisch zu erkranken. Detailliert betrachtet, sinkt bei einer solchen gesunden Lebensweise das Diabetesrisiko sogar um 93 Prozent und das Herzinfarktrisiko um 81 Prozent. Das Schlaganfallrisiko vermindert sich dabei immerhin noch um die Hälfte und das Krebsrisiko um 36 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer großen Potsdamer Langzeitstudie, die Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) leitet.
Moderne Chemotherapeutika sind hoch wirksam und eine der wichtigsten Waffen gegen Krebs. Leider kommt es bei den neuen Mitteln oft zu teils schwerwiegenden Nebenwirkungen an der Haut der Patienten. Der BMBF-geförderte Forschungsverbund CHEMOPRÄVENT will diese Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten mit optischen Technologien untersuchen und so mögliche Therapieansätze aufzeigen.
Fressen trächtige Schafe Lilien der Gattung Veratrum californicum (Kalifornischer Germer), tragen ihre neugeborenen Lämmchen nur ein Auge mitten auf der Stirn, wie bei einem Zyklopen, entdeckten Schafhirten in Idaho (USA) 1957. Als Auslöser konnte das Alkaloid Cyclopamin identifiziert werden. Bei erwachsenen Menschen hat sich Cyclopamin als wirksamer Kandidat für die Krebs-Therapie erwiesen und befindet nun in der klinischen Test-Phase.
Nicht jede Krebspatientin braucht oder wünscht eine psychologische Beratung. Dennoch leiden ein Drittel der Krebspatientinnen in der Rehabilitation unter depressiven oder ängstlichen Zuständen. Auch chronische Müdigkeit, Konzentration- und Gedächtnisstörungen erschweren häufig die Rückkehr in den normalen Alltag.
Die Max-Planck-Gesellschaft bewilligte vor wenigen Wochen die Einrichtung einer neuen "International Max Planck Research School (IMPRS) for Organismal Biology" an der Exzellenzuniversität Konstanz. Die International Research School wird gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und Radolfzell eingerichtet. Hier will man die komplexen Wechselwirkungen zwischen Organismus und Umwelt, aber auch zwischen den Organismen untereinander untersuchen. Internationale, besonders begabte junge Wissenschaftlerteams gehen an den Start.
Transposons sind mobile genetische Elemente im Erbmaterial des Menschen und anderer Organismen. Sie können sich vervielfältigen und immer wieder neu an unterschiedlichen Stellen des Genoms einbauen. Weil dies dem gesamten Organismus gefährlich werden kann, sollen mehrere molekulare Mechanismen die Aktivität der Transposons unterdrücken. Ein Forscherteam um den Biochemiker Professor Klaus Förstemann vom Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München konnte nun in der Taufliege Drosophila melanogaster eine neue Art der zellulären Abwehr gegen Gensequenzen nachweisen, die in hoher Kopienzahl vorliegen - selbst wenn diese noch nicht in das Genom eingebaut sind.
Prof. Dr. Diana Dudziak, Forscherin am Nikolaus-Fiebiger-Zentrum und der Dermatologischen Klinik (Direktor Prof. Gerold Schuler) der Universität Erlangen-Nürnberg, ist für ihre Arbeiten zur Entwicklung neuer Therapieansätze bei der Behandlung des malignen Melanoms mit dem Ria Freifrau von Fritsch-Preis der gleichnamigen Stiftung ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre zur Förderung von Projekten in der Krebsforschung vergeben.
Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin können jetzt mit Hilfe des selbst entwickelten LiMAx-Tests, der die Leberfunktion exakt messen kann, ein Leberversagen vorhersagen. Die Arbeitsgruppe von Dr. Martin Stockmann aus der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie am Campus Virchow-Klinikum beschreibt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Annals of Surgery* wie ihnen dieser Erfolg gelungen ist.
Einer Forschergruppe im Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Uniklinik Köln ist es mit CECAD Cologne (Cluster of Excellence on Cellular Stress Responses in Aging-associated Diseases) und Kieler Wissenschaftlern gelungen, aufzuklären, wie die Bildung von reaktiven Sauerstoffverbindungen (ROS - reactive oxygen species) im Blut durch das Enzym NADPH-Oxidase bei Entzündungsreaktionen aktiviert wird.
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