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Erfahrungsberichte
Die meisten Fragen können von anderen Betroffenen beantwortet werden, die das gleiche Schicksal erfahren haben. Daher veröffentlichen wir Erfahrungsberichte von Patienten und Angehörigen, die ihre persönlichen Erlebnisse und ihre Ratschläge niedergeschrieben haben, um anderen zu helfen.
Genetischer Hinweis auf Unterschiede von weiblichem und männlichem Bauchspeck
Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München unter Federführung von Prof. Dr. Iris Heid haben zusammen mit Kollegen von der Oxford University und der Medizinischen Universität Innsbruck drei neue Genorte für die zentrale Fettleibigkeit gefunden. Einer der Geneffekte tritt nur bei Frauen auf. Damit ist erstmals ein genetischer Hinweis auf die typischen Unterschiede in der Bauchform von Männern und Frauen gefunden. Auf lange Sicht könnten die Forschungsergebnisse auch dazu beitragen, die Rolle der zentralen Adipositas für chronische Krankheitsbilder wie Diabetes oder Herzerkrankungen zu verstehen und so möglicherweise auch Therapieansätze zu entwickeln.
Proteine, die den programmierten Zelltod von krankhaft wuchernden Zellen verhindern, spielen bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Diese Proteine können chemisch unterdrückt werden, um das Abtöten von Tumoren zu erleichtern. Dies gilt als neuer, vielversprechender Weg in der Krebstherapie. Eine internationale Forschergruppe mit Berner Beteiligung hat nun weitere Hinweise darauf gefunden, dass dieser Weg wirksam ist.
Der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, gehört zu den gefährlichsten Tumorarten und bildet rasch Metastasen aus. Ein Forscherteam unter der Leitung des LMU-Pharmazeuten Privatdozent Dr. Robert Besch hat nun ein Verfahren entwickelt, das die Krebszellen in die Apoptose treibt, also in den programmierten Zelltod. Dazu wird synthetische Erbinformation von Viren in die Krebszellen eingeschleust, die sich daraufhin selbst vernichten. Gleichzeitig aktiviert diese Behandlung das Immunsystem, das dann die Krebszellen erkennt und zusätzlich bekämpft.
Eine optimale Ernährung ist aufgrund der verschiedenen Erbanlagen nicht für alle Menschen gleich aufgebaut. Mit Fortschritten in der Genomforschung könnten neue Lebensmittel speziell für Bevölkerungsgruppen mit erhöhtem Risiko etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt werden. Wissenschaftler aus Kiel und München haben das Marktpotenzial solcher funktionellen Lebensmitteln für eine personalisierte Ernährung untersucht.
Immunzellen unterhalten sich mit Hilfe molekularer Botenstoffe. Eine Gruppe dieser Substanzen sind Interferone. Kommt es zum Beispiel zu einer Virusinfektion, produziert das Immunsystem verstärkt das sogenannte Beta-Interferon. Damit alarmiert es Immunzellen, so dass sie bei der Bekämpfung der Infektion helfen. Außerdem haben Beta-Interferone tumorbekämpfende Eigenschaften und - als Therapeutikum gegen Multiple Sklerose - eine wichtige medizinische Bedeutung.
Bis zu einem Terabyte für einen einzigen Patienten, mehr als der Speicherplatz gängiger Heimcomputer: Die Datenmengen, die in der modernen Leukämieforschung anfallen, sind riesig - und die Auswertung sowie Interpretation nur mit modernen Informatik-Verfahren möglich. Ein solches entwickelt mit dem weltweiten "Leukämie-Genatlas" derzeit das Institut für Medizinische Informatik und Biomathematik (IMIB) der Universität Münster. Den Aufbau der neuen Datenbank ermöglicht die Deutsche José Carreras Stiftung, die für das Projekt eine Anschubfinanzierung von rund 120.000 Euro zur Verfügung stellt.
Glioblastome zählen zu häufigsten, aber auch bösartigsten Hirntumoren. Sie wachsen sehr schnell und dringen in das gesunde Gehirngewebe ein, weshalb bei einer Operation nie das gesamte Krebsgeschwür entfernt werden kann. Jetzt haben die Neurochirurgen Dr. Darko. S. Markovic (Helios Klinikum Berlin Buch) und PD Dr. Michael Synowitz (Charité) sowie Dr. Rainer Glass und Prof. Helmut Kettenmann (beide Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) gezeigt, dass Glioblastomzellen die Immunzellen des Gehirns, die Mikrogliazellen, für ihre Ausbreitung nutzen. Zugleich klärten sie den molekularen Mechanismus dafür auf (PNAS, Early Edition)*.
Die Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die MAK- und BAT-Werte-Liste 2009 vorgelegt. Sie umfasst in diesem Jahr 62 Änderungen und Neuaufnahmen, worunter sich neue Bewertungen der Gase Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid befinden, die bei Verbrennungsvorgängen entstehen und daher in Automobilabgasen vorkommen und unter anderem sauren Regen erzeugen.
Glioblastome sind die häufigsten bösartigen Gehirntumore. In dem von der Wilhelm-Sander-Stiftung geförderten Projekt versucht die Arbeitsgruppe von Frau Prof. Simone Fulda von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Ulm, mit einem neuen experimentellen Therapieansatz in Glioblastomzellen gezielt den programmierten Zelltod (Apoptose) auszulösen.
FOCUS Gesundheit strahlt am heutigen Dienstag, dem 14. Juli 2009, um 18:15 Uhr die 29. Folge von „in vivo – Das Magazin der Deutschen Krebshilfe“ aus. Die Sendung wird präsentiert von der TV-Moderatorin Annika de Buhr. Schwerpunkt der neuen Ausgabe ist Prostatakrebs. Weitere Beiträge befassen sich mit der ambulanten Nachsorge, der Forschung im Bereich Lungenkrebs und der „Ordnungstherapie“, einem psychoonkologischen Verfahren. Das Magazin bietet nicht nur Informationen rund um das Thema Krebs, sondern macht Betroffenen und Angehörigen Mut und gibt Hilfestellungen im Umgang mit der Erkrankung. DVDs mit den einzelnen Ausgaben von „in vivo“ können kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. Die nächste Ausgabe von „in vivo“ wird am 15. September 2009 gesendet. In Kürze wird „in vivo“ auch auf Center TV ausgestrahlt.
Wie Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in einer Langzeitstudie an Mäusen zeigen, führen zusätzlich zu einer fettreichen Diät verzehrte, lösliche Ballaststoffe zu einer Zunahme des Körperfetts, zu Übergewicht und zu einer Insulinresistenz - die Vorstufe der Zuckerkrankheit. Dagegen wirkt eine zusätzliche Aufnahme unlöslicher Ballaststoffe dieser ungünstigen Entwicklung entgegen. Die neuen Daten tragen dazu bei, noch unbekannte Mechanismen aufzuklären, die der Langzeitwirkung von Ballaststoffen zugrunde liegen. Zudem liefern sie wichtige Informationen für die Entwicklung funktioneller Lebensmittel.
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