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| Palliativnetz Bochum mit kostenloser Notrufnummer |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Mittwoch, 21. September 2005 | |
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Das Bochumer Palliativnetz ist ab sofort in Notfällen unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-PALLIATIV (=725 542 848) zu erreichen. Im Netz haben sich 77 niedergelassene Bochumer Ärzte, die Ambulante Familien- und Krankenpflege, die Ambulante Hospizarbeit Bochum, eine Spezialapotheke, das Hospiz St. Hildegard und die Schmerzklinik der Ruhr-Universität in den BG Kliniken Bergmannsheil zusammengeschlossen. Ziel des Netzes ist es, die Lebensqualität unheilbar Kranker in Bochum zu verbessern und ihnen das Sterben in Würde und Schmerzfreiheit zu Hause zu ermöglichen. Matthias M. hatte Glück, dass sein Hausarzt den Kontakt zum Palliativnetz kannte. Seit Jahren ist bei ihm ein seltenes Krebsleiden bekannt. Es schien so, als ob er geheilt wäre. Vor einigen Monaten wurden jedoch Metastasen in der Lunge und im Rücken entdeckt, und letzten Donnerstag litt er unter entsetzlicher Luftnot und Schmerzen. Lag er auf dem Rücken schmerzte seine Metastase neben der Wirbelsäule, so dass er nicht schlafen konnte, lag er auf der Seite, bekam er kaum Luft. Ins Krankenhaus wollte er nicht, da er seine Frau und seinen 12-jährigen Sohn nicht alleine lassen wollte. Durch den guten Gedanken seines Hausarztes kam noch am gleichen Abend ein Facharzt des Palliativnetzes zu ihm und konnte die schlimmste Luftnot und die Schmerzen durch eine Spritze bessern, seit Tagen konnte M. das erste Mal wieder ein wenig schlafen. Durch eine Umstellung der Medikation wurden sowohl die Luftnot, wie auch die Schmerzen und die Schlaflosigkeit gelindert. Spezielle Medikamente und ein tragbares Sauerstoffgerät wurden rasch durch eine Spezialapotheke besorgt. Auch der Kontakt zur Ambulanten Hospizarbeit Bochum wurde dankbar angenommen. Nun erhält Matthias M. regelmäßig Bestrahlungen der Metastase am Rücken und hat wieder Lebensmut. 80 Prozent wollen zu Hause sterben Matthias M. ist in Bochum kein Einzelfall: Statistisch sterben ca. 1080 Bochumer jedes Jahr an Krebs, über 80 Prozent von ihnen wünschen sich zu Hause zu sterben. Tatsächlich sterben aber über 80 Prozent im Krankenhaus. Diese Situation zu verbessern, hat sich das Palliativnetz zur Aufgabe gemacht. Es sorgt dafür, dass die erforderlichen palliativen Maßnahmen wie z.B. Schmerztherapie, Symptomlinderung, medizinische, pflegerische und psychosoziale Betreuung gewährleistet sind. Es wird gebeten, möglichst frühzeitig Kontakt zum Netz aufzunehmen, da in der Anfangsphase neuen Patienten keine Notfallversorgung rund um die Uhr garantiert werden kann. Wer das Netz unterstützen möchte, ist herzlich zur Teilnahme eingeladen. Weitere Informationen erhalten Sie hier. |
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| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21. September 2005 ) |


















