| Gedanken über die Zeit |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Donnerstag, 16. März 2006 | |
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Das ganze Krebs-Kompass-Team möchte sich an dieser Stelle ganz ganz herzlich bei der Autorin Bluebird bedanken, die mit ihrem Bericht wohl einigen Betroffenen aus der Seele sprechen wird. Wer mit Bluebird Kontakt aufnehmen möchte, kann dies über uns tun, wir leiten alle Anfragen direkt an sie weiter. Einfach an Nicole Oehlrich schreiben. Zeit hat für mich eine Reife bekommen. Ich unterscheide zwar, wie wir es alle tun, zwischen "Gestern", "Heute" und "Morgen". Früher war "Gestern" nur gestern! Gestern schien die Sonne, oder gestern war ich Essen. Vor dem Juni 1999 war "Heute" der Tag der gerade ist. Heute gehe ich ins Büro, heute lese ein gutes Buch oder heute faulenze ich nur! Auch das "Morgen" hatte eine unkomplizierte Definition . Morgen fängt das Wochenende an, morgen gehe ich auf Urlaub oder morgen treffe ich mich mit lieben Freunden. Zeit ist aber etwas Relatives. Zeit lässt sich immer neu definieren. Zeit passt sich unserem "ich" an. Es gibt für alles seine Zeit: eine Zeit sich zu freuen, eine Zeit traurig zu sein , eine Zeit des Lernens aber auch eine geliehene Zeit . Mir ist jetzt bewusst geworden, dass ich mein "Morgen" geliehen habe. Bis Juni 1999, also "Gestern", glaubte ich noch, mein Leben würde mir gehören. Ich glaubte alles im Griff zu haben und fast alles lenken zu können Seit Juni 1999 muss ich mich damit auseinander setzen , dass mir nie wieder ein "Gestern" ein "Heute" oder gar ein "Morgen" gehören würde. Mir ist es lediglich vergönnt, die Zeit noch eine Weile zu erleben. Mit den Ängsten die mein Heute oder mein Morgen begleiten, muss ich mich anfreunden. Wenn ich mich dagegen wehre, dann fängt die Angst an, mich aufzuessen -Angst Essen Seele Auf- ! Vieles aus meinem neuen "Heute" gehört zwar in das "Gestern". Es ist aber dort noch nicht angekommen. Den Krebs, den ich gestern hatte, habe ich noch heute und werde ihn morgen auch noch haben. Das Gestern, das Heute und das Morgen sind eine Einheit geworden. Mein "ich" muss Teil dieser Einheit werden. Das klingt sehr einfach und banal; das ist es aber nicht! Mein "ich" sehnt sich immer wieder nach dem alten Gestern, Heute und Morgen. Das war die Zeit ohne Bedingungen. Wenn ich früher beispielsweise mal zu sehr gefeiert hatte, war mir am nächsten morgen vielleicht schlecht. Ein kleiner Kater kroch durch meine Haarwurzeln. Heute ist der Kater auch noch da, aber leider auch ein gefräßiger Krebs, der sich dann gleich über die Östrogene freut, die der Alkohol freigesetzt hat. Ich bin Beute geworden. Dieser Krebs lauert überall wo ich jetzt bin und wartet nur darauf, dass ich schwach werde. Vieles was mich heute glücklich macht, macht mich morgen wieder zur Beute! Das Heute und das Morgen verschmelzen! Der Krebs stiehlt mir die Zeit, aber er bringt mich auch dazu über "Zeit" nachzudenken und zu begreifen wie wertvoll Zeit ist. "Zeit" kann man nicht mit Geld aufwiegen. Zeit ist ein Geschenk dessen Wert uns oft zu spät bewusst wird. Zeit ist ein Geschenk, das wir viel zu selten geben. Wie oft sagen wir: " ich habe keine Zeit". Zeit ist das wertvollste was ich geben und nehmen kann. Zeit ist nun mein "jetzt". Wird die Zeit auch da sein, wo ich eines Tages sein werde?
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 2. März 2009 ) |



