|
| „Rauchfrei Siegel“ für vorbildliche Filme |
|
|
|
| Geschrieben von Administrator | |
| Freitag, 25. August 2006 | |
|
Die bekannten Schauspieler Leonard Lansink und Marianne Sägebrecht sind überzeugte Nichtraucher und nehmen ihre Vorbildfunktion ernst. So auch in ihren Hauptrollen in der TV-Serie „Wilsberg“ (ZDF) und dem Fernsehfilm „Charlotte und ihre Männer“ (NDR). Diese beiden Produktionen wurden in Hamburg mit dem „Rauchfrei Siegel“ des AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN ausgezeichnet. „Produktionen, die auf rauchende Charaktere verzichten oder Raucher nicht zu positiven Rollenmodellen stilisieren, helfen dabei, das Nichtrauchen als den gesellschaftlichen Normalzustand darzustellen“, betonte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, bei der Preisverleihung.
„In meiner Rolle als schusseliger Antiquar und Privatdetektiv Wilsberg bin ich mir meiner Vorbildfunktion durchaus bewusst“, so Leonard Lansink. „Wilsberg bevorzugt eine asketische Lebensführung, frugale Mahlzeiten, ist Anhänger des öffentlichen Nahverkehrs – und will keinen Sex vor der Ehe. Es gehört zu unserer Strategie, ganz bewusst aufs Rauchen zu verzichten.“ Die ZDF-Serie „Wilsberg“ erhielt das „Rauchfrei Siegel 2006“ in der Kategorie „TV-Serie“. In der Fernseh-Produktion „Charlotte und ihre Männer“ raucht niemand. Regisseur Dirk Kummer legte Wert darauf, dass auch alle Nebenrollen und Komparsen rauchfrei sind. „Rauchen ist nicht nur schädlich“, so Dirk Kummer. „In den Händen eines Schauspielers entfaltet die Zigarette auch eine große Anziehungskraft – insbesondere auf Jugendliche. Wie die Charaktere reden, welche Kleider sie tragen, was sie essen und trinken – all das übt einen Einfluss auf das Verhalten und die Vorlieben der Zuschauer aus.“ Der Film, der am 6. September 2006 erstmals in der ARD ausgestrahlt wird, erhielt das „Rauchfrei Siegel 2006“ in der Kategorie „Spielfilm“. Mit der Entscheidung gegen rauchende Darsteller in Film und Serie setzen sich die Macher von „Charlotte und ihre Männer“ sowie „Wilsberg“ für eine rauchfreie und damit gesündere Zukunft ein. „Wir freuen uns über dieses Engagement“, sagte Schipanski in Hamburg. Denn gerade angesichts der aktuellen Diskussionen um rauchfreie öffentliche Einrichtungen, Tabakwerbeverbote und den Schutz vor dem Passivrauchen zeigen diese positiven Beispiele, dass sich das Klima in Deutschland ändert. Gesundheitsschutz ist kein Schlagwort mehr, sondern bekommt eine breite politische Basis. Bereits 1974 wurde die direkte Tabakwerbung in Hörfunk und Fernsehen verboten. „Die Tabakindustrie findet seither jedoch über die Schleichwerbung in Film und Fernsehen immer wieder Wege, die Menschen zu beeinflussen“, so Professor Dr. Friedrich Wiebel, Sprecher des AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN. „Selbst in Kinder-, Science-Fiction- und Historien-Filmen tauchen wie zufällig Zigaretten als Requisiten auf. Die Tabakfirmen entgelten die Platzierung ihrer Produkte mit Produktionskostenzuschüssen, Zigaretten, Geschenken und Dienstleistungen.“ Die Folgen sind verheerend: US-Studien haben belegt, dass nichtrauchende Teenager, deren Idole auf dem Bildschirm rauchen, ein 16-fach höheres Risiko haben, selbst zum süchtigen Raucher zu werden. Das „Rauchfrei Siegel“ wurde seit 2003 an die ZDF-Produktion „Soko Leipzig“, die ARD-Fernsehserie „Marienhof“ und an die RTL-Soap „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ verliehen. Weitere Informationen über das Siegel, zum Thema Nichtrauchen sowie über die Projekte und die Arbeit der Deutschen Krebshilfe gibt es unter Telefon 02 28/ 7 29 90-0 und im Internet unter http://www.krebshilfe.de . |



