Home arrow Krebsarten arrow Leberkrebs arrow Mikrokugeln bekämpfen Leberkrebs
Die folgenden Meldungen werden stets aktuell aus den News-Tickern einzelner Nachrichtenagenturen zusammengestellt. Sie sollen Ihnen einen möglichst umfassenden Presseüberblick zum Thema "Krebs" bieten. Für die Richtigkeit der Meldungen sind die jeweiligen Herausgeber verantwortlich. Die Mitarbeiter des Krebs-Kompass können für die Inhalte keine Gewähr übernehmen. Wenn Sie Ihre Pressemitteilung hier veröffentlichen möchten, senden Sie sie uns eine Nachricht über unseren Pressekontakt.
Aktuelle Themen im Forum
AW: Dringender Verdacht auf Leberkrebs von tine28
AW: bin ganz erschüttert...und viele Fragen von Bremensie
AW: Symptome im Endstadium? von piepau
AW: Warum keine Therapie ? von danyII
AW: Meine Diagnose von mary60
AW: Mein Vater hat Krebs ! von sissy
Nach 1 1/2 Jahren Metastasen von Sängerin
Lebertumor von tp0271
AW: Radiologe hat Metastasen festgestellt von Heike1
AW: krebs im endstadion von Wasser13

Mikrokugeln bekämpfen Leberkrebs PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Freitag, 10. August 2007
Die Diagnose Leberkrebs ist für Betroffene ein schwerer Schlag - medizinisch wie psychisch. Häufig haben sich die Tumore bereits so stark ausgebreitet, dass eine Operation schwierig oder sogar unmöglich ist. Das Team der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg behandelt Patienten, die an inoperablen Lebertumoren und Lebermetastasen leiden, deshalb mit einer neuartigen Methode: Bei der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) werden Krebsherde mithilfe winziger radioaktiver Kugeln direkt in der Leber bestrahlt.

Die SIRT ist eine innovative Krebstherapie zur Behandlung von inoperablen Tumoren und Metastasen in der Leber. Millionen kleiner Kunstharzkügelchen - so genannte Mikrosphären - werden mithilfe eines Katheters direkt in die Leber geleitet. Über die Leberarterie gelangen die radioaktiv aufgeladenen Partikel in die unmittelbare Nähe des Tumors. Dort verstopfen sie die kleinsten vesorgenden Gefäße und geben ihre Strahlung ab. "Auf diese Weise erzielen wir einen doppelten Effekt", erklärt Prof. Jens Ricke, Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Universität Magdeburg. "Das kranke Gewebe wird direkt bestrahlt und gleichzeitig von seiner Nahrungsversorgung abgeschnitten. Beides lässt die behandelten Tumorherde in der Regel deutlich schrumpfen."

Mit der in Australien entwickelten Selektiven Internen Radiotherapie wurden in Magdeburg bereits über 40 Patienten behandelt - weltweit sind es mehr als 7.000. Da sich die Mikrosphären direkt im Tumor anreichern, wird dieser sehr gezielt bestrahlt - gesundes Gewebe wird geschont und erholt sich in der Regel schnell von dem Eingriff.

Das Team der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin wendet die Selektive Interne Radiotherapie bereits seit über einem Jahr erfolgreich an. Besonderen Wert legt Prof. Ricke dabei auf eine enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachbereiche und eine internationale Ausrichtung der Forschung: "Die Vernetzung von interdisziplinärem und internationalem Fachwissen bietet ideale Voraussetzungen für eine bestmögliche Behandlung und Versorgung unserer Patienten." Der Magdeburger Ansatz ist schon jetzt überregional erfolgreich: Nicht nur aus Sachsen-Anhalt, sondern auch aus Niedersachsen, Sachsen und anderen Bundesländern kommen Betroffene, um sich mit der SIRT behandeln zu lassen. Die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin nimmt dank des Teams von Prof. Ricke eine medizinische und wissenschaftliche Vorreiterrolle ein - nicht nur in Magdeburg und Umgebung, sondern für den gesamten mittel- und ostdeutschen Raum.

Über die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin

Die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist ein hochinnovatives medizinisches Zentrum, welches das gesamte Spektrum moderner radiologischer und nuklearmedizinischer Diagnostik und Therapie anbietet. Die angewendeten Verfahren reichen von der hochauflösenden Bildgebung über die molekulare Diagnostik bis zu mikrotherapeutischen Eingriffen. Der in Deutschland einzigartige Zusammenschluss von Radiologie und Nuklearmedizin unter dem Dach einer Klinik ermöglicht eine interdisziplinäre Herangehensweise an die unterschiedlichsten medizinischen Fragestellungen, klinischen Probleme und Forschungsinitiativen.

Ein bedeutender Schwerpunkt der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin ist die Mikrotherapie. Sie wird heute in erster Linie zur Behandlung onkologischer Erkrankungen, aber auch bei frauenheilkundlichen, schmerztherapeutischen und gefäßbedingten Problemen eingesetzt.

Weitere Informationen zur Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin finden Sie unter:  http://www.med.uni-magdeburg.de/fme/zrad/kdr/
 
del.icio.us Digg.com Favoriten.de Google icio.de Kledy Linkarena Oneview SEOigg Slashdot StumbleUpon Technorati Mister Wong Yahoo Yigg
 

Mit inhaltlichen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich oder Nicole Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an. Bitte beachten Sie auch die weiteren Angaben in unserem Impressum. | © Copyright 1997-2010 Krebs-Kompass - Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Alle Rechte vorbehalten. |