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Prof. Khosro Hekmat geht ans Uni-Klinikum Jena PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 10. April 2008
Prof. Dr. Khosro Hekmat, neuberufener Professor für Herz- und Thoraxchirurgie, verstärkt das Team der Herzchirurgie am Universitätsklinikum Jena (UKJ).

Der gebürtige Westfale mit iranischen Wurzeln wechselt aus Ulm nach Jena, wo er in der Klinik von Prof. Dr. Jan Gummert vor allem die Thoraxchirurgie weiterentwickeln und ausbauen wird. "Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auch in der Thoraxchirurgie auf einem möglichst breiten Einsatz schonender minimalinvasiver Operationsverfahren", beschreibt der 48-jährige Chirurg sein Spezialgebiet.

Der Operateur hat dafür ein hochmodernes und leistungsstarkes neues Gerät ans Jenaer Klinikum mitgebracht: Einen speziellen sogenannten Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) zur punktgenauen Behandlung vor allem von Lungenmetastasen. "Mit diesem Laser können wir Metastasen so schonend entfernen, dass gesundes Lungengewebe nicht verletzt wird und keine Blutungen entstehen", erklärt Prof. Hekmat. "Für die Patienten ist dieses Vorgehen nicht nur verträglicher - es ist eine echte Überlebenschance".

Denn Lungenkrebs und Metastasen in der Lunge gelten zum Teil nach wie vor als nicht mehr behandelbar. "Die klassischen Operationsverfahren bieten nur selten wirksame Hilfe, vor allem dann nicht, wenn mehrere Metastasen vorliegen", so Hekmat, "denn um den Krebs zu beseitigen, muss auch viel gesundes Gewebe entfernt werden". Das bedeutet für die Patienten starke Einschränkungen der Lungenfunktion und eine geringe Lebensqualität. "Dank des Lasers können wir den Betroffenen jetzt nicht nur mehr Lebensqualität bieten, sondern vor allem auch die Lebenserwartung verlängern", betont Khosro Hekmat. Das ist eine gute Nachricht für sehr viele Krebspatienten, denn die Lunge ist das Organ, das am zweithäufigsten von Metastasen befallen wird. Das neue Verfahren ist in Jena schon im Einsatz, die erste Operation mit dem modernen, 100.000 Euro teuren Laser haben die UKJ-Thoraxchirurgen um Hekmat bereits erfolgreich durchgeführt.

Neben der Metastasen-Chirurgie setzt der Chirurg Khosro Hekmat einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit in der Lungentransplantation, die oft die letzte Chance für Patienten ist. "Hier sind uns aber durch die wenigen Spenderorgane Grenzen gesetzt", bedauert Prof. Hekmat.

Prof. Dr. Khosro Hekmat, der außer Medizin auch Sportwissenschaften studierte, absolvierte sein praktisches Jahr in Australien, Kanada und den USA. An seine folgende Tätigkeit am Kölner Universitätsklinikum schloss sich seine Arbeit in Ulm an, von wo er zum Dezember 2007 auf die W2- Professur an das Jenaer Universitätsklinikum berufen wurde. Prof. Hekmat ist stellvertretender Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: http://www.uni-jena.de
 

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