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| Viren als Waffen in der Krebstherapie |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Montag, 21. April 2008 | |
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Die Lebenserwartung von Patienten mit bösartigen Hirntumoren wie den malignen Gliomen beträgt kaum mehr als ein Jahr. Auch die intensive Forschung der vergangenen Jahrzehnte hat die Prognose nicht verbessert. In dem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt will die Gruppe um Prof. Dorothee von Laer am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt gemeinsam mit PD Dr. Gert Zimmer an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover Viren zu Waffen für die Bekämpfung von maligenen Gliomen umrüsten.
Eine Reihe von Viren vermehrt sich bevorzugt in Krebszellen, die durch diese Viren zerstört werden. Diese so genannten onkolytischen Viren sind für den Menschen harmlos und vermehren sich auch in gesunden Zellen kaum. Viele dieser onkolytischen Viren stimulieren lokal die Immunantwort, was zusätzlich zur Zerstörung des Tumors beiträgt. Durch die modernen gentechnischen Methoden können diese onkolytischen Viren mit anti-Krebs-Genen aufgerüstet und zusätzliche Sicherheitsmodifikationen eingeführt werden. Das Virus der Vesikulären Stomatits (VSV) ist besonders zerstörerisch für Tumorzellen während es für den Menschen ungefährlich ist und sich in normalen Zellen kaum vermehren kann. Problematisch ist allerdings der direkte Einsatz im Gehirn, da hier VSV auf Nervenzellen übergreift. Den Wissenschaftlern um Dorothee von Laer und Gert Zimmer ist es nun gelungen ein fremdes Hüllprotein in die Hülle des Virus einzubauen. Hierdurch kann das Virus nicht mehr in Nervenzellen eindringen (siehe Abbildung). Außerdem arbeiten Sie an einer Applikation über Trägerzellen, die das Virus wie ein Trojanisches Pferd in den Tumor einbringen. Durch die Aufrüstung mit einem Selbstmordgen und einem immunstimulatorischen Gen soll die tumorzerstörende Wirkung noch weiter gesteigert werden. Am Ende der zweijährigen Förderperiode soll ein potentes onkolytisches rekombinantes VSV vorliegen, dessen Sicherheit in vorklinischen Modellen eine Anwendung bei bösartigen Hirntumoren im Menschen erlaubt. Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt mit über 170.000 €. Stiftungszweck der Stiftung ist die medizinische Forschung, insbesondere Projekte im Rahmen der Krebsbekämpfung. Seit Gründung der Stiftung wurden dabei insgesamt über 160 Mio. Euro für die Forschungsförderung in Deutschland und der Schweiz bewilligt. Die Stiftung geht aus dem Nachlass des gleichnamigen Unternehmers hervor, der 1973 verstorben ist. Weitere Informationen erhalten Sie hier: http://www.wilhelm-sander-stiftung.de |




Kommentare
habe ich ausgeführt, dass jede Krebzelle im Organismus durch adaptierte virulente Viren zerstört wird. Die Viren werden in isolierte Krebszellen des jeweiligen Patienten mit Hilfe von Opsoninen, (am besten Antiseren gegen das betreffende Virus), eingebracht - durh "Paassiereen" in weiteren Krebszellen erhalten die neu produzierten Viren auf der Oberfläche ausschließlich die Oligosaccharide der Krebszelle und können daher auch die Krebszellen im Organismus binden, infizieren und zerstören. Wesentlich ist die Erkenntnis, dass Krebserkrankung en auf Veränderungen der Oligosaccharide zurückgeht und nicht von Polypeptiden. (Im Gegenteil; Je mehr Peptide verändert sind, desto weniger bösartig ist der Krebs.)Ich wäre dankbar, wenn eine praktische Bestätigung durchgeführt werden könnte, (an krebskranken Tieren), die ich bei meinem Alter selbst nicht mehr durchführen kann.