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Bessere Versorgung krebskranker Kinder PDF Drucken E-Mail
Freitag, 23. Mai 2008
Seit einigen Jahren ist das Land Niedersachsen bemüht, die "flächendeckende Versorgung und Betreuung schwerstkranker Kinder sicherzustellen" - so lautet der Titel einer Landtagsentschließung vom 13. Juni 2001.

Um die Situation besonders der krebskranken Kinder und Jugendlichen zu verbessern, haben im September 2007 Ärzte und Elternvereine aus Niedersachsen und Bremen auf Initiative von Professor Dr. Dirk Reinhardt, Oberarzt in der Klinik für Kinderheilkunde, Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) den gemeinnützigen Verein "Netzwerk zur Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V." gegründet.

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie hat jetzt für die Arbeit des Vereins 369.000 Euro für die nächsten zwei Jahre bewilligt. Dafür hatten die Träger eine umfassende Landeszuwendung nach der Richtlinie über die "Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Betreuung und Versorgung schwerstkranker Kinder für die Haushaltsjahre 2008 und 2009" beantragt.

Der Verein will eine zentrale Koordinationsstelle für die ärztliche und pflegerische Versorgung schwerkranker und sterbender Kinder schaffen, eine digitale Vernetzung der Kinderkliniken in Niedersachen einrichten und die Aus- und Weiterbildung der Kinderärzte und Pflegekräfte in der flächendeckenden Betreuung krebskranker Kinder verbessern. Insgesamt werden fünf Mitarbeiterinnen, (Ärzt/in, Wissenschaftler/in, Koordinator/in, Datenmanager) die Projekte umsetzen und weitere Projekte vorbereiten, nicht zuletzt, um die Nachhaltigkeit der Strukturen zu erreichen. Das Projekt wird seinen Schwerpunkt an der Medizinischen Hochschule Hannover haben, die Koordinationsstelle für die Palliativversorgung organisiert die Abteilung Palliativmedizin der Universitätsklinik Göttingen. Der Verein erhofft sich mit dem auf zwei Jahre angelegten Projekt die Qualität der medizinischen Behandlung von Krebs bei Kindern zu verbessern und die Belastungen für die Kinder und ihre Familien zu lindern.

Die Behandlung von Krebs bei Kindern und Jugendlichen erfordert eine hohe Qualifikation und Spezialisierung der Kliniken. Vom nächsten Jahr an werden deshalb nur noch wenige Kliniken in Niedersachsen den geforderten Standard erreichen. So sinnvoll in den kritischen Phasen der Diagnosestellung und Behandlung diese Konzentration auf bestimmte Zentren ist, so führt sie andererseits zwangsläufig in einem Flächenland wie Niedersachsen durch die weiten Wege auch zu hohen Belastungen für die Kinder und ihre Familien. Deshalb sollen im Rahmen des Projekts für die weniger kritischen Abschnitte oder in der Nachbetreuung der Erkrankung wohnungsnahe Lösungen erprobt werden. Insbesondere in der traurigen Situation, wenn der Krebs nicht besiegt werden kann, ist die Palliativversorgung, die Betreuung des sterbenden Kindes in der familiären Umgebung, wünschenswert.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: http://www.netzwerk-paediatrie.de
 

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