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Spektakuläre Leber-Operation rettet 60-jährigem Patient das Leben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Tina S.   
Dienstag, 10. November 2009
Mit einer spektakulären, weltweit selten durchgeführten Operation konnte einem Patient in der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg das Leben gerettet werden. Der 60-jährige Mann litt an einem großen bösartigen Lebertumor, der wegen des hohen Risikos des Gewebeschadens durch Sauerstoffmangel mit den üblichen Techniken nicht hätte entfernt werden können. Rund sechs Wochen nach der Operation ist der Patient zu Hause und in guter Verfassung.

Die so genannte "Ante-Situ-Resektion", bei der die Leber vorübergehend aus dem Bauchraum entnommen, vom Blutfluss abgekoppelt und kalt gestellt wird, stellte sicher, dass der Tumor vollständig entnommen und das verbliebene Lebergewebe funktionstüchtig blieb.

Ein 16-köpfiges Team der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Markus Büchler) in Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesiologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Eike Martin) sorgte für die Ausführung des komplexen Eingriffs. Operateur Professor Dr. Jan Schmidt, Leitender Oberarzt an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, führte die "Ante-Situ-Resektion" zum ersten Mal in Heidelberg durch. Er erhielt Unterstützung von Privat-Dozent Dr. Andreas Walther, dem Leitenden Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, der die schwierige Narkoseführung koordinierte.

Ein knapp handballgroßer Leberkrebs

Der Patient hatte einen knapp handballgroßen Leberkrebs, der mehr als 70 Prozent des Lebergewebes befallen hatte. Normalerweise besteht keine Überlebenschance, da derart ausgedehnte Tumoren im Bauchraum wegen des blockierten Blutabflusses nicht operiert werden können. "Das zu entfernende Lebergewebe muss innerhalb von 30 bis 45 Minuten entnommen werden. Diese Zeitspanne ist in besonders fortgeschrittenen Fällen nicht ausreichend. Daher bleibt als einzige Therapieoption eine Chemotherapie, die keine Heilung, sondern nur Verzögerung bieten kann.

Bei der "Ante-Situ-Resektion wird die Leber von der Blutversorgung vorübergehend abgekoppelt und mit einer kalten Lösung durchspült. Dadurch wird das Organ beweglich und kann vor dem Bauchraum präpariert werden. Das kalte Organ hat zudem eine deutlich höhere Toleranz für Sauerstoffmangel, das Zeitfenster verlängert sich auf 4 bis 5 Stunden. Da die Leber blutleer ist, hat der Operateur deutlich bessere Sicht. Die Heidelberger Chirurgen entfernten den Tumor und konnten zwei gesunde Segmente der Leber wieder einpflanzen, aus der sich neues Lebergewebe bilden kann, bis zu 85Prozent der ursprünglichen Größe.

Die "Ante-situ Resektion" stellt an Operateur und Anästhesist hohe Anforderungen. In Heidelberg, einem der größten Zentren für Leberchirurgie in Deutschland, ist die nötige Expertise mit 200-250 großen und teils sehr komplexen Leberoperationen im Jahr vorhanden. Zusätzlich werden ca. 100 Lebern transplantiert.

Weitere Informationen:

Klinik für Allgemeine-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Klinik für Anästhesiologie

 

Kommentare 

 
0 #2 Steffen 2009-12-11 13:50
Ich glaube das Beste wäre, sie wenden sich mit dieser Frage mal an Betroffene aus dem Forum krebs-kompass.org/.../.... Spezielle Hilfe kann diese Seite sicher nicht leisten. Sie können sich auch an die Deutsche Krebshilfe wenden: Deutsche Krebshilfe e. V. Beratungsdienst , Buschstraße 32,53113 Bonn, Telefon: 02 28/7 29 90-95 (Mo-Fr von 8-17 Uhr),
E-Mail: beratungsdienst @krebshilfe.de
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0 #1 Rita Bremm 2009-12-11 13:34
Sehr geehrteDamen und Herren
ich habe gade den obigen Artikel gelesen.
Mein Bruder (67) wurde wegen zweier HCC Lebertumoren in der Uniklinik Bonn mit SIRT und Alkohol Einsprtzung behandelt.
Laut Aussage mit Erfolg.
Seit Diagnosestellun g bis heute ist 1 Jahr vergangen.
Er war laufend zur Nachuntersuchun g - eigentlich immer in Ordnung.
Nun wurde er plötzlich gelb und bei einem
CT wurde im Gallengang ein Stau festgestellt.
Während ein Arzt sagt - ein neuer Tumor - sagt der andere es kann auch ein Gallenstein sein.
Eine weitere Beandlung wurde nicht gestellt.
Keiner der Ärzte ist zu erreichen - einer krank. Derzeitt hängen wir alle völlig in der Luft.
Ich selbst wohne bei Berlin, mein Bruder zwischen Trier und Koblenz.
Ih kann mir also selbst kein Bild machen.
Welche Möglichkeiten gibt es noch?
Bitte helfen Sie uns.
Rita Bremm-Heffels
03561 540383
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