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UKM-Mediziner nutzen innovative Therapie im Kampf gegen Tumoren in der Leber PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Tina S.   
Samstag, 28. November 2009
Neue innovative Therapie am Universitätsklinikum Münster (UKM) im Kampf gegen den Krebs: Ein interdisziplinäres Ärzteteam führte in dieser Woche erstmals eine Selektive Interne Radio-Therapie (SIRT) bei einem Patienten am UKM durch. Die SIRT ist eine nuklearmedizinische Behandlungsform von bösartigen Tumoren in der Leber, bei der mittels eines kleinen Katheters Millionen kleine radioaktive Kügelchen in das Tumorgewebe der Leber geleitet werden.

"Im Gegensatz zur herkömmlichen Bestrahlung von außen lässt die SIRT eine punktgenaue Bestrahlung des Tumors direkt in der Leber zu. Die Tumorzellen werden so effektiv zerstört und umliegendes gesundes Gewebe geschont", erläutert Prof. Dr. Walter Heindel, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie am UKM, die Vorteile der neuen Methode. Er und sein Team arbeiten dabei eng mit den Kollegen der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin zusammen, die von Prof. Dr. Dr. Otmar Schober geleitet wird. "Die SIRT erfordert das Wissen und die Erfahrung beider Fachrichtungen", betont Dr. Michael Köhler, der die erste SIRT am UKM gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Weckesser aus der Nuklearmedizin erfolgreich durchführte.

Eine Selektive Interne Radio-Therapie ist eine viel versprechende Option für Patienten, bei denen herkömmliche Behandlungsmöglichkeiten wie Chemotherapie, Bestrahlungen oder eine Operation nicht wirksam oder möglich waren. "Ziel der Behandlung ist die Durchblutung des Tumors zu stoppen und so im Idealfall eine Verkleinerung zu erreichen", erklärt Dr. Michael Köhler.

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 27. November 2009 )
 

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