Home arrow Krebsarten arrow Magenkrebs arrow Imatinib erhält die EU-Zulassung bei GIST
Die folgenden Meldungen werden stets aktuell aus den News-Tickern einzelner Nachrichtenagenturen zusammengestellt. Sie sollen Ihnen einen möglichst umfassenden Presseüberblick zum Thema "Krebs" bieten. Für die Richtigkeit der Meldungen sind die jeweiligen Herausgeber verantwortlich. Die Mitarbeiter des Krebs-Kompass können für die Inhalte keine Gewähr übernehmen. Wenn Sie Ihre Pressemitteilung hier veröffentlichen möchten, senden Sie sie uns eine Nachricht über unseren Pressekontakt.
Aktuelle Themen im Forum
AW: magenkrebs/peritonealkarzinose von Christian S.
AW: Ohne Magen lässt sich auch gut leben von onkelprimo
Nach Magen-OP sieht ganz schlecht aus. von Bernstein
keine chemo mehr? von sommersonne1974
AW: Morphin - Warum wird es verabreicht?? von HeikesFreundin
AW: Magenkrebs mit Metastasen in Bauchdecke von gabriele59
AW: TROTZALLEDEM Club humortragender Magenloser von sarow
AW: inoperabler magenkrebs von pohlmarie
AW: Dauernd am übergeben. von crab
AW: Schluckbeschwerden nach Magenentfernung von Ines76

Imatinib erhält die EU-Zulassung bei GIST PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Samstag, 1. Juni 2002
Novartis gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission (EC) die Zulassung für das bahnbrechende Medikament Imatinib zur Behandlung von Patienten mit Kit-(CD 117)-positiven unresezierbaren (inoperablen) und/oder metastasierten malignen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) erteilt hat. Die Zulassung folgt einer positiven Empfehlung durch das Committee for Proprietary Medicine (CPMP) der EU im Februar 2002. Es ist die zweite EC-Zulassung für Imatinib in sieben Monaten: die erste Zulassung am 7. November 2001 erfolgte zur oralen Anwendung bei der Behandlung von erwachsenen Patienten mit Philadelphia-(Bcr-Abl)-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie (CML) in der chronischen Phase nach Versagen einer Therapie mit Interferon-alpha, oder in der beschleunigten Phase oder Blastenkrise. "Für Patienten mit GIST standen bisher nur sehr beschränkte Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, so sind wir besonders erfreut darüber, dass die Behörden den Nutzen von Imatinib bei der Behandlung dieser lebensbedrohlichen Krebserkrankung anerkennen," meinte Daniel Vasella, MD, Vorsitzender und CEO von Novartis. "Imatinib hat das Leben von Patienten mit CML und GIST bereits nachhaltig beeinflusst, und wir werden dieses Medikament bei anderen Krebserkrankungen weiter untersuchen, um festzustellen, ob es als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Therapien von Nutzen für die Patienten sein kann."

GIST sind die häufigste maligne Form des Sarkoms im Magen-Darm-Trakt. Weltweit treten pro Jahr ca. 12.000 neue Erkrankungsfälle auf. Die Inzidenz ist am höchsten bei 30-60jährigen. In der Vergangenheit waren GIST aufgrund der Resistenz gegenüber der verfügbaren Chemotherapie und Strahlentherapie sehr schwer behandelbar.

Bei Patienten mit metastasierendem oder unresezierbarem Tumor waren GIST eine unheilbare maligne Erkrankung mit einer medianen Überlebensdauer von 20 Monaten und bei Auftreten eines Lokalrezidivs mit einer medianen Überlebensdauer von 9-12 Monaten. Bisher war die Operation die einzige Therapiemöglichkeit, die im wesentlichen zu einer Palliation (d.h. Symptommilderung, jedoch nicht Heilung) führte.

Informationen zu Imatinib und GIST

Die EC-Zulassung für die GIST-Indikation wird durch Daten aus einer offenen, multinationalen Studie gestützt, die bei 147 Patienten mit Kit-(CD 117)-positiven unresezierbaren und/oder metastasierenden malignen GIST durchgeführt wurde. Die Patienten wurden randomisiert der Behandlung mit 400 mg oder 600 mg Imatinib/Tag bis zum Eintritt einer Remission zugewiesen. Die Gesamtansprechrate betrug 40 %, ausgehend von bestätigten Teilremissionen und Tumorstabilisierungen zum Zeitpunkt der Dateneinreichungsfrist.

Die seit der Einreichung des Zulassungsantrags erhobenen Daten wurden im Mai 2002 anlässlich der 38. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Orlando, Florida, USA, vorgestellt. Die Daten zeigten, dass in dieser Studie mehr als 60 % der Patienten mit GIST eine bestätigte Teilremission unter der Therapie mit Imatinib erreichten, und es bei weiteren 20 % zu einem gewissen Grad der Tumorschrumpfung oder Stabilisierung des Tumors
kam. Aus den Daten ging auch hervor, dass nach einer medianen Nachbeobachtungsdauer von 15 Monaten 73 % der Patienten noch in der Studie verblieben.

Imatinib, ein Signaltransduktionshemmer, ist eines der ersten Krebsmedikamente, das mit einem rationalen Arzneimitteldesign entwickelt wurde, ausgehend vom Verständnis des Entstehungsmechanismus gewisser Krebszellen und ihres unkontrollierten Wachstums. Imatinib setzt an der Aktivität spezifischer Enzyme, der sogenannten Tyrosinkinasen, an, die eine wichtige Rolle innerhalb bestimmter Krebszellen spielen. Die Aktivität einer Tyrosinkinase mit dem Namen Kit - ein Rezeptor, der das Produkt eines Gens mit der Bezeichnung c-kit ist, das sehr häufig mutiert - stimuliert nachweislich das Wachstum und die Teilung der meisten GIST.

Imatinib - aktueller Stand der Information

Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) erteilte Imatinib am 1. Februar 2002 als erste Behörde die Zulassung für das Anwendungsgebiet GIST, für welches das Medikament den sogenannten "Orphan Drug"-Status erhielt. Imatinib ist auch in der Schweiz für das Anwendungsgebiet GIST zugelassen; die Zulassung erfolgte hier am 15. April 2002. Bisher hat Novartis weltweit die Marktzulassung für Imatinib für das Anwendungsgebiet CML erhalten.
 
del.icio.us Digg.com Favoriten.de Google icio.de Kledy Linkarena Oneview SEOigg Slashdot StumbleUpon Technorati Mister Wong Yahoo Yigg
 

Mit inhaltlichen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich oder Nicole Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an. Bitte beachten Sie auch die weiteren Angaben in unserem Impressum. | © Copyright 1997-2010 Krebs-Kompass - Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Alle Rechte vorbehalten. |