Vollständige Version anzeigen : Leben mit und ohne chemo
ich möchte mich gern kurz vorstellen, ich bin nicht betroffen von Krebs und auch niemand meiner angehörigen, bin jedoch ein interessierter Leser, einige von euch kennen mich vielleicht aus dem forum für Hinterbliebene, da ich letztes jahr meinen Vater verloren habe (nicht an Krebs gestorben).
Nun ist mir im Laufe der Zeit beim Lesen in diesem forum etwas aufgefallen, was ich an dieser Stelle mit allem nötigen Respekt einfach einmal aufgreifen möchte.
Ich habe nun häufiger von Menschen oder angehörigen gelesen, daß sich einige von euch gegen eine Chemo oder Bestrahlung entschieden haben. Mir fiel auf, daß diese Menschen positiver über ihre Lebensqualität berichten bzw. teils wesentlich längere rezidivfreie Zeiten hatten, bzw. haben.
Hier werden ja teilweise auch sehr kontroverse Diskussionen über teils haarstreubende, teils durchaus seriöse Alternativen (z.B. Mistel oder Hyperthermie) dikutiert, aber darum geht es mir hier nicht, ich kann und will absolut nichts empfehlen oder anbieten, ich habe auch gar keine ahnung davon.
Mein vorschlag wäre , eure erfahrungen mit oder Ohne Chemo bzw. Bestrahlungen hier einmal zusammen zu tragen und ggfs. auszuwerten.
Diese unseriösen Hamerjünger u.ä. fühlen sich bitte nicht angesprochen.
Ist so eine Idee und könnte evtl. einigen Patienten sogar als Entscheidungshilfen dienen.
Liebe Grüße
Marlies
Okay, ich fang mal an. Mein Vater hat sich nach einer großen OP 1995 gegen eine Chemotherapie entschieden. Er ist 2001 gestorben, hat 7 Monate schwer gelitten. Andererseits hat er die 6 Jahre dazwischen eine super Lebensqualität gehabt. Einziges mir bekanntes Symptom war Müdigkeit in den letzten Jahren (Leber?).
Ich bin davon überzeugt, dass eine Chemo ihm nicht geholfen hätte. Sie hätte ihn noch viel früher umgebracht! Wenn ich selber Krebs bekäme, würde ich auch keine Chemo machen. Weil die nichts, aber auch gar nichts bringt, außer Schaden.
Bin auf weitere Meinungen gespannt. Anja
Hallo Marlies und Anja 32,
ich habe Krebs, find auch mit der Chemotherapie an und stellte fest, dass diese Therapie mich sehr mitgenommen hat.
Habe mich dann kurzerhand entschieden die Chemo abzubrechen.
Dies ist jetzt 5 Jahre her und mir geht es gut!!!
Zur Zeit besteht kein Verdacht auf Tumorzellen in meinem Körper. Alle Laborwerte sind im Normalbereich.
Kann natürlich nicht ausschliessen, dass die chemotherapie mich soweit gebracht hat, aber auch ich denke es ist wichtig auf seinen Körper zu hören und danach zu handeln.Celine
Hallo ihr beiden,
um welchen krebs handelte es sich denn bei Deinem Vater anja und bei Dir celine?
Und gab/gibt es irgendwelche anderen Therapien? wenn ja, wurde/wird sonst noch etwas unternommen wie z.B. Ernährungsumstellung, viele vitamine oder dergleichen?
Wurdest du celine, bzw. Dein vater anja operiert?
Ich freue mich sehr für Dich celine - Anja, ich weiß, wie es ist, seinen Dad zu verlieren, fühl dich umarmt.
Liebe Grüße
Marlies
Hallo Marlies,
mein Vater wurde operiert und hat sich in den folgenden Jahren selbst weiter behandelt (er war Heilpraktiker). Allerdings hat er seine Behandlung nach einiger Zeit nicht mehr besonders konsequent weitergeführt, wie er später einmal gesagt hat. Er wollte einfach nicht immer wieder mit seiner Erkrankung konfrontiert werden. Zweimal hat er die Breuß-Kur gemacht. Das erste Mal einige Monate nach der OP. Die ist ihm trotz aller Durchhalteschwierigkeiten gut bekommen. Das zweite Mal nach 4 Jahren, als er Nachricht von drastisch erhöhten Tumormarkern erhalten hatte. Zu diesem Zeitpunkt war er nicht mehr so ganz überzeugt von der Wirksamkeit der Kur. Kurz vor seinem Tod hatte er dann auch noch einmal Zweifel an der Wirksamkeit geäußert. Aber beim ersten Mal hat die Kur ihm viel, viel Mut gemacht, davon bin ich überzeugt. Ernährt hat mein Vater sich immer vorbildlich, nur Biowaren, wenig Fleisch usw. Desweiteren hat er nie schulmedizinische Medikamente zu sich genommen. Ach ja, du hattest nach seiner Krebsart gefragt, es war Darmkrebs. Man weiß ja leider noch viel zu wenig bis gar nichts über Krebs. Seit ich Lothar ******** gelesen habe, sehe ich die ganze Diskussion noch viel kritischer. Meiner Meinung nach sollte jeder, der irgendetwas mit Krebs zu tun hat, dieses Buch lesen. Dann wird einem sogar klar, dass es noch nicht einmal eine einheitliche Theorie darüber gibt, was eine Krebserkrankung überhaupt ist. Kennst du das Buch?
Gruß. Anja
Hallo anja,
was ist denn die Breußkur? wie lange dauert sie und hat er nach beendigung nicht mehr weiter gemacht, bis die Tumormarker wieder hoch waren?
Nein, das Buch kenne ich nicht, werde mich aber informieren.
Gruß
marlies
Hallo marlies !
Du schreibst oben, diese unseriösen Hamerjünger u. ähnliche
fühlen sich bitte nicht angesprochen. Aber Lothar Hirnreise
ist genau da einzureihen!!!!!
gitti2002
Liebe gitti2002,
ich weiß nicht, woher du deine Weisheiten nimmst, aber ich konnte im ganzen Buch keinen Hinweis darauf finden, dass Lothar ******** ein "Hamerjünger" wäre. Außerdem denke ich, sollte sich jeder selbst ein Bild machen dürfen. Ich persönlich finde das Buch aus verschiedenen Gründen sehr empfehlenswert, alleine deshalb, weil es unendlich viel Mut macht. Was man nach dem Lesen daraus macht, muss jeder in selbstverantwortlicher Weise für sich entscheiden.
Liebe Marlies,
die Breuß-Kur hat den Zweck, den Tumor auszuhungern. Man fastet dabei nach einer bestimmten Methode 42 Tage lang. Ich selbst halte nicht mehr allzu viel davon, aber Breuß selbst hat zu Lebzeiten wohl viele unheilbar Kranke damit heilen können. Ich weiß es nicht...
Als mein Vater die Kur beendet hatte, hat er sich selbst mit Schlangengiften, Blutwäschen, Thymusspritzen, Vitamin C und vielen anderen Aufbaubehandlungen selbst therapiert. Ob er auch Mistel gespritzt hat, weiß ich nicht. Er hat 5 1/2 Jahre ganz normal gelebt, bis der Krebs dann in Form von Metastasen zurückkam. Dann ging alles sehr schnell. Er hat innerhalb von 7 Monaten total abgebaut. Letzte verzweifelte Versuche, dann doch eine Chemo, aber er war bereits zu schwach...
Gruß Anja
liebe gitti,
hab ein wenig nachgelesen über ********, sehe es etwas anders als du, so hat halt jeder seine ansicht, find ich auch ok. Anja preist hier ja nichts und niemanden an und ich würde mit halt wünschen, daß hier einfach mal krankengeschichten ohne chemo und Bestrahlung zusammen getragen werden.
liebe Grüße
marlies
Hallo Anja 32,
ich kann dir nur zustimmen, das ********-Buch ist wirklich lesenswert, da es, wie Du weißt, Informationen über alle möglichen konventionellen und alternativen Therapien beinhaltet.
Bin selbst Angehörige eines Betroffenen. Mein Vater hat Prostatakrebs mit Knochenmetastasen. 2 Jahre Chemo haben nichts gebracht ausser begleitenden Nebenwirkungen.
Dann hat er ******** gelesen, sich für die Budwig-Therapie entschieden, die er konesquent einhält und fühlt sich seit dem prima. Die Lebensgeister sind wieder geweckt und es geht voran.
Ich denke, das Problem -zumindest bei der Budwig-Therapie- ist, dass man, einmal angefangen, nicht mehr damit aufhören darf und deshalb sollte sich jeder gut überlegen, ob er das möchte oder nicht.
Aber sie wirkt als ein Teil einer umfassenden Therapie.
Mein Rat: Jeder, der sich ein Urteil über ein Buch anmaßt, sollte es eventuell vorher mal lesen. Das wäre sehr hilfreich.
Es hat doch sowieso jeder eine ganz persönliche Meinung zu jedem Buch, egal über welches Thema von wem auch immer vorgeschlagen.
friedliche, liebe Grüße
Sabine
Ich muß hier mal eine Frage in den Raum stellen, wieso erscheinen hier immer nur Postings von sogenannten Angehörigen und niemals von Krebspatienten selber, warum wird immer nur auf andere verwiesen die Krebs haben sollten, sich aber niemals dazu äussern, ich finde dies recht seltsam. Die Massive Werbung auf ein bestimmtes buch ist einfach nicht mehr nachvollziehbar. Selbstverständlich wollen die Vertreiber nur euer "Bestes", und das ist euer Geld. Ich habe dank der Schulmedizin "Überlebt".
Liebe Grüsse, ein Krebspatient
RichardR
Hallo Marlies,
Du hast keinen Krebs, Dein Vater ist nicht an Krebs verstorben. Nun stellt sich mir die Frage, mit welcher Absicht hast Du nun diesen Thread eröffnet?
Kann es sein, dass Du zum wiederholten Mal das Thema Lothar ********, zu dessen Nutzen , ins Forum bringen wolltest.
Im Forum ist an verschiedenen Stellen zu lesen, dass Hinweise auf ihn hier nicht erwünscht sind.
Er will nur an unser Geld. Seine Theorien sind in keiner überprüfbaren med. Studie je belegt worden. Die Bücher, die er teuer verkaufen will verlegt er in einem Verlag, dessen Eigentümer er ist.
Vielleicht sollten sich die "********-Jünger" doch besser mal auf seiner Homepage austoben und nicht hier!
Gruss
Bluebird
Bimm - ich hätte nicht erwartet, das es mich hier auch einmal erwischen könnte (diese Angriffe)
Lieber Richard, liebe Bluebird,
gebt doch unter suchen im Forum für Hinterbliebene oder für angehörige mal meinen Namen ein, da könnt ihr mehr über mich erfahren. auch warum ich hier überhaupt bin, ohne krank zu sein und ohne kranken Angehörigen.
Nicole hat mir in einem thread übrigens mal geschrieben, es sei völlig ok.
Ich kenne ******** gar nicht, hab nur mal im net etwas info geholt um mich zu informieren. Das er Geld verlangt, finde ich übrigens auch nicht in ordnung.
meine Motivation ist ganz schlicht und einfach.
mir fiel es eben auf , daß einige hier im forum keine behandlung machen. Wie Hildegard und die krasse Brigitte.
und ich stellte mir vor, es könnte doch für den ein oder anderen interessant sein, zu lesen, wie gehen eigentlich diese menschen mit der krankheit behandlungstechnisch um? nicht mehr und nicht weniger. Ich hab keinerlei probleme mit der Schulmedizin. Es fiel mir einfach nur auf und ich habe die Phantasie, so ein Thread könnte evtl. hilfreich sein. Mehr nicht.
Ich hab übrigens einen zweiten Thread aufgemacht unter anregungen und kritik für den Krebskompass : Tips bei Nebenwirkungen von chemo und Bestrahlungen
aus genau dem gleichen Grund. Ich finde es mühselig, wenn hier jemand von Nebenwirkungen etwas erfahren will, muß er sehr lange suchen um einen Tipp zu finden.
Ich dachte halt gebündelte Tips wären vielleicht ganz sinnvoll. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich hoffe, ihr versteht meine Motivation nun etwas besser.
Liebe Grüße
Marlies
Hallo Bluebird,
das ist jetzt das zweite Mal innerhalb von einer Woche, dass du meinen Hinweis auf ******** auf ziemlich aggressive Weise abwehrst. Es ist das zweite Mal, dass ich dich bitte, mir Hinweise auf Stellen zu geben, wo ich die Kritik an ihm nachlesen kann.
Ich habe auch noch nicht einmal darüber etwas gelesen, dass man auf ihn hier nicht verweisen darf. Im Gegenteil, vor einigen Wochen habe ich selbst den Tipp bekommen, in dieses Buch mal hineinzuschauen. Daraufhin habe ich es mir zu Weihnachten schenken lassen und gerade erst beendet. Ich weiß nichts über ********, außer was in dem Buch über ihn steht. Seine Thesen werden aber in der alternativmedizinischen Medizin immer wieder vertreten. Ich hatte schon vor dem Lesen dieses Buches eine ähnliche Meinung. Als ********-Jünger würde ich mich in keiner Form bezeichnen, aber vielleicht hast du mich ja auch gar nicht gemeint.
Weißt du, was ich sensationell an dir finde? Du versuchst einfach, hier etwas platt zu machen, ohne das geringste Argument in der Hand. Solltest du eins haben, wäre es schön, du würdest es mal rauslassen. Ansonsten wäre es toll, wenn du anderen erwachsenen Menschen ihre persönliche Meinung lassen würdest. Es zwingt dich niemand, sie zu übernehmen. Jeder sollte selbst entscheiden, wie er mit seiner Gesundheit oder Krankheit umgeht. Denn leider sind wir noch nicht so weit, dass es eine (!) allgemeingültige Theorie zu Krebs gibt, sonst hätte man die Krankheit ja im Griff.
Also behandle doch andere auch nicht so von oben herab, als wüsstest ausgerechnet du, wie man mit Krebs umzugehen hat.
Gruß. Anja
Hallo RichardR,
mein Vater kann sich leider nicht mehr äußern, er ist verstorben...
Wäre schön, wenn du uns mehr über dich und deine Entscheidung zu einer schulmedizinischen Therapie erzählen könntest, dann kann man auch Stellung dazu nehmen.
Ich behaupte nicht, gegen die Schulmedizin eingestellt zu sein, sondern nur, dass man Alternativen kennen muss, damit man sich für einen Weg entscheiden kann. Die können sich unter Umständen ja auch als Irrtum herausstellen, wie du weiter oben nachlesen kannst. Aber ich bin der Meinung, dass es die Menschen und speziell auch die Deutschen wieder lernen müssen, eigenverantwortlich mit ihrem Körper umzugehen. Verstehst du, was ich meine?
Gruß. Anja
Hallo Anja,
ich habe mir nun die Home-Page und den Online-Shop von dem Verleger ******** angesehen.
Er schreibt selbst:
Das Krebsbusiness ist ein Milliardengeschäft.
Original - Zitat - ********
Als ich nach meiner BK OP mit meinen Ärzten darüber gesprochen habe, was kann ich sonst noch gegen Krebs machen. Bekam ich die Antwort. Es gibt viele Sachen, aber wir warnen sie, auf diesem Markt tummeln sich auch sehr viele schwarze Schafe.
Ich habe mich für Schuldmedizin entschieden, Chemo und Bestrahlung und ich bin mir sicher, dass dies der richtige Weg war.
Ingrid
An Marlies und an Anja, ihr werdet mir wohl meine eigene Meinung zu diesem Thema gestatten das auch nichts mit persönlichen angriffen zu tun hat. Wenn ich mich wie ihr zwei so veherment gegen asndersdenkende menschen wehren tu, dan scheint ihr wohl etwas zu verbergen zu haben, ich brauch mich nicht hinter einem buch noch hinter einem sogenannten und selbsternannten wunderheiler zu verstecken. Die Menschen die mich kennen und auch persönlich, die wissen das ich Krebs habe, das brauch ich euch hier nicht mitzuteilen. Und diese Massive werbung von euch immer wieder in diese richtung eist wohl eindeutig. Sie ist hier nicht erwünscht. Denn wir sind es die Krank sind und nicht ihr. Hier geht es um uns Kranke menschen und nicht um euer Gewinnstreben. Und meine Persönliche Meinung. Ihr seid hier fehl am Platz
Gruß RichardR
Hallo Richard,
schade - - ich hatte wie oben beschrieben, ein völlig anderes ziel. Und ich habe nicht vor, mich auf diese Diskussionen einzulassen (sag ich ohne jede Wertung Ehrlich!) Ich bin gesund ja, aber das ist doch kein Grund mir weniger Wertschätzung zukommen zu lassen als kranken Menschen oder?
Es muß diesen Thread nicht unbedingt geben, es war die Umsetzung einer Idee. Aber in einem Thread mit gegenseitigen Angriffen möchte ICH nicht teilnehmen. Das habe ich hier noch nie getan und werde es auch jetzt nicht tun.
Liebe Grüße
Marlies
Liebe Nicole,
ich bitte dich, dir die zeit zu nehmen, diesen Thread zu lesen.
Wenn auch du der ansicht bist, ich würde hier unseriöse Werbung betreiben,oder es auch nur versuchen, dann bitte ich Dich, ihn zu löschen, denn ich möchte hier keinen Unfrieden stiften.
Liebe Grüße
Marlies
Hallo!
Schade, dass es so weit kommen muss, dass jetzt schon gesunde Menschen angegriffen werden!!!
Das ist anmassend und selbstgerecht.
Und wieder einmal ist es so, dass andere des Platzes verwiesen werden!!!
Eigene Meinung haben ist gut und schön, aber man sollte doch versuchen, nicht verletzend zu werden....komisch, dass das für manche Menschen nicht möglich ist.
Was ist denn so schwer daran, anderen ihre Meinung über bestimmte Dinge zu zugestehen? Ich finde es nicht schwer...
Gruss, Michi (schon wieder)
Möchte mich auch mal einmischen.Obwohl ich keine chemo hatte
warum kann denn nicht jeder für sich selbst entscheiden was er gut findet und was nicht leben wir in einer Dikatur? Müssen wir alles gut finden was du lieber Richard gut findes Muß ich und darf ich nur auf die Schulmedizin schwören nur weil du liebe Bluebird sie gut findest? Kann nicht jeder eine eigene selbsständige Meinung haben und diese hier auch äußern? Wo steht das das nur ihr beide das dürft und alles was von euch kommt richtig ist??????Warum werden alle beiträge im Forum von euch immer so ellenlang aufgeputscht?Nehmt sie doch einfach nur mal zur Kenntnis ohne Kommentar.Das geht bestimmt auch und es spart euch die Mühe und euere Zeit. Inn diesem Sinne Monja
Hallo an alle,
was ist denn überhaupt "unseriöse Werbung".
Wir wollen doch mal eines klar stellen. Wenn einer von uns ein Buch gelesen hat und denkt, anderen könnte es ebenso hilfreich erscheinen, dann empfiehlt er es hier im Forum als einen ganz persönlichen Tip.
Nicht mehr und nicht weniger. Was ist daran bedenklich?
Das wird doch hier im Forum alle Nase lang praktiziert. Hier werden in allen Rubriken zig Bücher von zig Lesern empfohlen, die alle ihre ganz persönliche Meinung dazu mitteilen. Darauf gibt es dann als Antwort "vielen Dank für den tollen Tipp". Wer entscheidet denn hier, was seriös ist oder was unseriös?
Und warum wird bei dem ********-Buch immer der große Unterschied gemacht?
Wer von den Kritikern traut sich denn hier mal zu sagen, dass er das Buch vielleicht überhaupt noch nicht in den Händen gehabt hat, geschweige denn gelesen hat?
******** hat in seinem 750 Seiten dicken Buch über 100 Krebstherapien und Substanzen zusammengetragen und beschreibt sie in ihrer Wirkung und in ihrem Erfolg oder Mißerfolg. Er beschreibt Vor- und Nachteile der jeweiligen Therapien, ist also überhaupt nicht auf eine einzige Therapie festgelegt, im Gegenteil. Er klärt Menschen darüber auf, dass es noch mehr gibt als Chemo und Bestrahlung. Das ist doch genau die Frage, die in diesem Forum sehr häufig gestellt wird.
So kann sich doch jeder dort informieren, wenn er möchte.
Ich zitiere wörtlich aus seinem Buch:
" Jede Krankheit und jeder Patient ist einzigartig. Dieses Buch soll nur als Informationsquelle dienen. Den Lesern wird ausdrücklich nahegelegt, in Partnerschaft mit einem qualifizierten und erfahrenen Arzt/-Therapeuten zusammenzuarbeiten, bevor sie Behandlungen, die auf diesen Seiten gelistet sind, aufnehmen (oder davon Abstand nehmen."
Und niemand muß in diesen "********-Verein" eintreten, um für seine Krebserkrankung Nutzen aus dem Buch zu ziehen!
Ich habe jetzt also versucht, in kurzen Sätzen wiederzugeben,womit sich ******** in seinem Buch beschäftigt. Ist das nun "unseriöse Werbung", ist das "verdächtig"??
Vielleicht bin ich ja ein wenig begriffstuzig, aber ich versteh immer noch nicht, wo da das Problem liegt?
Hallo RichardR,
Dir möchte ich gern erklären, warum ich "nur" als "sogenannte Angehörige" ( was soll eigentlich das "sogenannt" ?) eines krebserkrankten Vaters hier poste: weil mein Vater 75 Jahre alt ist, den Computer nicht so ganz beherrscht und -ehrlich gesagt- wahrscheinlich überhaupt weder Lust noch Zeit hätte, sich mit solchen Streitereien seine Zeit zu vergeuden.
Da ich aber noch über genügend Energien verfüge, übernehme ich das quasi für ihn. Außerdem bin ich ja als "sogenannte Angehörige", ich könnte auch sagen "Tochter" einer ebenfalls krebskranken Mutter ja geradezu prädestiniert dafür, selbst irgendwann mal an Krebs zu erkranken, oder?
Und ich sage Dir ganz ehrlich, ich bin froh, dass ich mich aufgrund der Erkrankung meiner Eltern mit diesem Thema beschäftigt habe und dass ich durch das ********-Buch erfahren konnte, was ich auch präventiv gegen diese Krankheit, z.B. durch die Ernährung ausrichten kann. In meiner Familie und in einigen Teilen unseres Bekanntenkreises wird seit dem z.B unter anderem auch regelmäßig Leinöl (Omega-3-Fettsäuren) gegessen.
Selbst mein Mann, absoluter Schulmediziner, hat die mögliche biochemische Wirkungsweise der Öl-Eiweißkost (nach Budwig) auf Krebszellen bestätigt. Auch er ißt nun regelmäßig Leinöl.
So, und für uns "sogenannte Angehörige" oder Betroffene wäre es doch interessant, zu wissen, ob auch andere in diesem Forum gute oder auch schlechte Erfahrungen mit dieser Therapie gemacht haben.
Was ist daran verwerflich?
Es wird sich doch auch stundenlang über Chemotherapien oder Bestrahlungen ausgetauscht.
Nochmals viele friedliche Grüße
Sabine
Oh-weia !!
Wo bin ich hier nur hingeraten??
Wieso verbraucht ihr die doch an Krebs erkrankt seit so viel Energie anders Denkende und nicht Erkrankte so fertig zu machen??
Tut mir leid aber ich versteh euch nicht.
Gruss Dagmar
Lieber RichardR,
ich empfehle dir das nochmalige Lesen meiner Zeilen und ein Überdenken deiner Worte...
Anja
Hallo Michi,
ich weiß aus einem anderen thread, daß du die Behandlungen abgebrochen hast (ich bin übrigens die Marlies, die dir über fatigue berichtet hat).
Ich würde gerne wissen, wie es Dir mittlerweile geht. (nicht nur wegen dieses Themas)
Liebe Grüße
marlies
shit hab vergessen, den namen zu ändern. sorry
marlies
Hallo Marlies,
ich weiss wer Du bist (grins).
Ich würde mich gerne mit Dir austauschen, das allerdings nicht öffentlich, da ich nicht alles ausbreite, was mich angeht und wenn Du wirklich wissen möchtest, wie es mir geht, dann werde ich Dir das auch schreiben.
Du kannst mir gerne mailen...unter: michelinaeberle73@hotmail.com
Ich wünsche Dir alles Liebe, Michi
Hallo an alle hier, was geht hier eigentlich ab???? Ich, als"nur" Angehörige (entschuldigung das ich gesund bin!!!)hatte gehoft hier Anternativen aufgezeigt zu bekommen. Wenn ich den Anfang hier richtig mitbekommen habe, dann sollten hier Erfahrungsberichte stehen. Bis jetzt habe ich hier kaum welche gefunden, schade. Ich dachte man hilft sich hier gegenseitig, und giftet sich nicht so an. Letztendlich sitzen wir doch irgendwie alle im selben Bott, ob als selbst Erkrankter, oder eben als Angehöriger. Es gibt soviel Sch...auf der Welt, und wir, die wir mit einer der schlimmsten Krankheiten täglich umgehen müssen, giften uns hier an??? Ist es wirklich das was wir mit der uns verbleibenden Zeit anfangen wollen??? Tja, dann macht mal alle. Ich glaub mir ist meine zeit dafür zu kostbar.
Trotzdem, viele, liebe Grüsse
Silke
Krebs-Kompass Redaktion
19.01.2003, 13:54
Hallo meine lieben,
ich möchte mich wegen Herrn ******** an euch wenden. Ich und einige andere Nutzer haben sich "erlaubt" über Herrn ******** und seine Thesen kontrovers zu diskutieren. Deswegen hat er mir gestern vom Amtsgericht eine offizielle Klage zugestellt. Es darf, wenn wir verurteilt werden, in diesem Forum nicht mehr kontovers über Herrn ******** diskutiert werden und wir müssen dann auch in Zukunft verhindern, daß ihr über ihn kontrovers diskutiert. Sonst müssen wir sehr viel Geld bezahlen. So stehts in der Klage. Das bedeutet im Klartext, daß ich alle negativen Beiträge von euch über ihn löschen müßte. Das ist hier aber ein Diskussionsforum. Eine Diskussion wäre dann aber zum Thema ******** gerichtlich untersagt, nur noch positive Beiträge dürften dann stehen bleiben. Warum das gerichtlich verhindert werden soll, dazu kann sich jetzt jeder seinen Teil denken..... .
Liebe Grüße
Nicole Stroh, Krebs-Kompass
nicole.stroh@krebs-kompass.de
hallo nicole,
danke für den Hinweis. was für ein mist, wie ist dieser Herr denn drauf?
Mir ging es hier aber auch garnicht um Diskussionen, sondern einzig um Erfahrungsberichte, ich bedaure es sehr, daß es so anders verläuft.
Liebe Grüße
marlies
Krebs-Kompass Redaktion
19.01.2003, 14:16
Hallo Marlies,
danke für dein Verständnis. Neben den Kosten, die da in aufgezwungener Weise auf den Verein zukommen, tut uns das am meisten Leid, das wir nun so viel Energie in diesen Prozeß stecken müssen. Wir wollen für euch ja das Forum so beibehalten wie es immer war. Wir können uns dadurch zwangslüfig bis das vorbei ist weniger um euch kümmern. Wir müssen zum Gerichtstermin fahren, Biefe schreiben etc. Bitte streitet euch also nicht so, wir müssen doch alle zusammenhalten :-)
Liebe Grüße
Nicole Stroh, Krebs-Kompass
nicole.stroh@krebs-kompass.de
Liebe Nicole,
bitte verrate mir, an welcher Stelle im Forum ihr kontrovers über ******** diskutiert habt. Ich möchte mir ein Bild über die Argumente machen, da ich ja auch nur das eine von ihm veröffentlichte Buch kenne.
Ansonsten: Was glaubst du denn ist seine Motivation, euch eine Klage zuzustellen?
Gruß. Anja
Vielleicht solltet Ihr Euch mal folgenden Artikel ansehen.Vielleicht werden Augen geöffnet!
http://www.zvw.de/aktuell/1998/07/07/news2.htm
Gruss
Bluebird
Danke für den Link. Habe mir die Kurzzusammenfassung angesehen und kann nichts negatives daran finden. Dennoch sollten Interessierte sich auch mit dem Buch auseinandersetzen, da es natürlich noch eine Fülle weiterer Informationen enthält.
Viele Grüße. Anja
Guten Morgen zusammen,
ist unsere Diskussion schon zuende? Schade, dass niemand mehr von seinen Erfahrungen berichtet. Wäre schön, wenn wir fortfahren könnten, wir befanden uns ja gerade erst am Anfang.
Viele Grüße. Anja
Auf diesen Links muss ich wieder verweisen!
http://www.zvw.de/aktuell/1998/07/07/news2.htm
Mit meinem Geld kann ich was besseres anfangen.
Es reicht schon, wenn der Krebs-Kompass von diesem Verein mit einer Klage "beglückt" wird.
Bluebird
Guten morgen Bluebird,
Wie wäre es, wenn wir das thema ******** jetzt beenden? Er war doch gar nicht thema dieses threads. Welche Erfahrungen hast Du denn gemacht? Und wie geht es dir?
Das finde ich viel wichtiger, als diese - für mich - merkwürdige Diskussion.
Ich hoffe, es geht dir gut.
Liebe Grüße
marlies
Guten morgen,
ich finde es auch schade, daß es nicht so recht weitergeht. Also ich wage nochmal einen anfang.
Sabine, was genau ist denn die budwig therapie?
Hat jemand erfahrung mit Hyperthermie, Mistel usw?
Und welche erfahrungen habt ihr mit chemo und bestrahlung?
liebe Grüße
marlies
Hallo Marlies!
...und selbstverständlich alle, die hier mitlesen!
Da mach ich mal den Anfang, ja?
Also ich hatte Blasenkrebs, das war die Diagnose im März 2000, ab April bekam ich eine sogenannte Studie, eine Kombi Chemo, sie hat 2 Präperate. Ich war damals im Endstadium, keiner glaubte, auch ich nicht, mehr als 3 bis 6 Monate zu leben. Die Chemo wirkte aber, der Tumor schrumpfte, von 5 cm auf 5 mm,ich konnte operiert werden. Danach hatte ich 2 Jahre O.B.
Letzes Jahr im August/September 2002 stellte man Metastasen in der Wirbelsäule und im Becken fest, dazu noch vergrößerte Lymphknoten. Nach einiger Sucherei meinerseits ind der Docs bekam ich meine "alte" Chemo wieder, bin jetzt im 4. Zyklus, es ist keine Studie mehr, sondern jetzt Standart. Ich habe, wie damals fast keine größeren Nebenwirkungen, also nichts, womit man nicht leben kann!Und noch etwas ist passiert, was ich kaum glauben kann, die Metastasen sind stark rückläufig! Die im Becken ist nicht mehr da! Die Lymphknoten sind wieder normal. Ich nehme keinerlei Schmerzmittel, auch keine Nahrungsergänzungen.Ich koche nur frisches, meide Ferigkost, achte auf versteckte tierische Fette, esse nur ca. 1 bis 2x die Woche Fleisch, oft Fisch und Geflügel. Salat, Gemüse, Obst gehört bei mir jeden Tag dazu. Oft beschleicht mich der Gedanke mehr tun zu müssen, aber mir geht es besser als den meisten. Bin auch viel kräftiger und aktiver geworden, als die letzen , ja fast 3 Jahre.
Wenn ihr noch Fragen habt, ich beantworte sie gerne, sehe hier immer wieder nach.
Budwig Therapie, ich hatte soetwas schon gehört, ist das nicht auch eine Art Diät? Ich werde mal suchen....
Vor allen Dingen, egal was ihr macht, setzt euch nicht zu sehr unter Druck, macht euch keinen zu starken Stress, denn das ist nicht gerade förderlich!
Bis bald, liebe Grüße von Ruby
Hallo Ruby,
na das sind ja mal gute Nachrichten, ich freue mich sehr für Dich. Welche Chemo hast du denn?
Habe mir deine Homepage angesehen und sie gefällt mir sehr gut, u. a. deine Hausmittel und Tipps für Nebenwirkungen. Ich habe einen Thread unter Anregungen und Kritik eröffnet: Tipps bei Nebenwirkungen bei Chemo und Bestrahlungen. Genauso wie deine tipps habe ich mir das vorgestellt und würde mich freuen, wenn du deine Tipps dort einstellen würdest.
Was glaubst du selbst denn, was dir gut getan hat, denkst du, es war nur die chemo oder glaubst du, es war die Kombination aus chemo und ernährung? Und oder vielleicht auch psychische Faktoren?
Liebe Grüße
marlies
Liebe Marlies,
ich hätte größte Lust, weiter zu diskutieren. Ehrlich gesagt finde ich eine Diskussion aber sinnlos, wenn bestimmte Ansätze oder Namen nicht erwähnt werden dürfen. Oder wenn man jemanden oder etwas nur positiv darstellen darf. Das finde ich wenig objektiv und deshalb hat eine Diskussion für mich keinen Sinn. Ich für mich bin in ehrlicher Weise auf der Suche nach Antworten auf tausende meiner Fragen. Dazu gehört nicht nur die Bewältigung des Todes meines Vaters, sondern auch die Frage nach Präventivmaßnahmen, damit ich keinen Krebs bekomme wie er oder die Frage nach Behandlungsmethoden, wenn es denn zu spät sein sollte.
Dass ich aus der naturheilkundlichen Ecke komme, dürfte hier mittlerweile bekannt sein. Dass ich deshalb einer chemotherapeutischen Behandlung skeptisch gegenüberstehe erklärt sich sicher von selbst. Das heißt für mich, dass ich alternativen Heilmethoden gegenüber besonders aufgeschlossen bin. Vielleicht gesteht man mir das Recht zu, mich über alle Möglichkeiten zu informieren und darüber zu diskutieren, auch wenn es allgemein vielleicht unerwünscht ist bzw. unüblich ist, Krebs anders zu behandeln.
Letztendlich entscheidet sowieso jeder für sich, wie er sich behandeln lässt.
Gruß. Anja
Hallo Anja,
wir machen ja gerade wieder einen anfang. Ich denke, niemand sollte sich rechtfertigen müssen, wenn er naturheilkundlich orientiert ist, solange er auch Menschen tolerieren kann, die sich ausschließlich auf die Schulmedizin verlassen. Wenn ich von Ruby lese, scheint sie ja für sich genau die richtige Behandlungsmöglichkeit gefunden zu haben und ich bin sicher, du siehst es genau so.
Das hier einige Menschen derart mißtrauisch sind, daß sie - sicherlich um andere hier auch zu schützen - schwere Geschütze auffahren, sobald ihnen irgendetwas komisch vorkommt, ist zumindest für mich nicht weiter dramatisch.
Aber ich habe da auch ein recht hartes Fell und bin nicht leicht verletzbar.
Und daß hier nicht diskutiert werden soll über Herrn ******** (zumindest darf man ja wohl nichts negatives sagen) sollte doch auch nicht so dramatisch sein, wenn man bedenkt, daß Marcus und Nicole dadurch ärger bekommen, fällt es doch vielleicht auch gar nicht so schwer.
Es gibt ja noch etliche andere Möglichkeirten, über die ja auch du gern mehr erfahren würdest.
Ich bitte Dich also, Dich hier weiter zu beteiligen, hier sind doch alle kranken die besten Fachleute und von wem will man denn etwas lernen und verstehen, wenn nicht von Ihnen.
Also nur Mut Anja, wir lassen uns nicht vergraulen und bestimmt werden irgendwann auch die ganz skeptischen menschen hier verstehen, daß es gut und richtig ist, über alles zu reden und sich vielleicht sogar beteiligen wollen.
Dann wäre doch wirklich viel gewonnen oder???
Liebe Grüße
Marlies
Liebe Marlies,
das Problem bzgl. ******** ist auch nur folgendes: Er ist Autor des Buches, in dem viele Behandlungsmöglichkeiten (auch schulmedizinische) vorgestellt werden, unter anderem auch die Budwig-Diät, über die du ja mehr erfahren möchtest. Desweiteren ist er Vorsitzender einer Vereinigung. Ich kenne diese Vereinigung nicht und kann deshalb nichts dazu sagen. Ich kenne ******** nicht und kann auch zu ihm als Person nichts sagen. Aber ich habe sein Buch gelesen und bin davon sehr angetan. Deshalb werde ich vieles des darin Gelesenen in diese Diskussion mit einbringen (müssen). Da auch ich Nicole und Marcus keinen Ärger machen möchte und sie schließlich hier über die Veröffentlichung der Inhalte zu entscheiden haben und nicht ich, bin ich gerne bereit, über die Ansätze in ********s Buch so zu diskutieren, dass ich seinen Namen nicht erwähne. Dann dürfte es ja keine Probleme geben. Aber wie gesagt, ganz fair finde ich die Angelegenheit nicht. Gerade weil er einige sehr gewagte Thesen aufstellt, lohnt es doch, sich damit auseinanderzusetzen. Ich würde jedem empfehlen, nicht die Augen davor zu verschließen. Klar, man darf nicht einfach jede Idee unhinterfragt übernehmen, aber bevor man sich auf eine Behandlung einlässt, sollte man sich doch auch mit den kritischen Stimmen auseinandergesetzt haben. das würde ich im Falle einer Krebserkrankung doch auch in Hinsicht auf Chemo und Bestrahlung tun. Ich würde versuchen, mich ganz individuell und intensiv auf eine Therapie vorbereiten, diese dann aber auch konsequent durchführen. Wenn die Entscheidung zugunsten einer Chemo ausfällt, okay, dann mache ich eben die Chemo mit all ihren Wirkungen.
Zunächst aber gilt es zumindest für mich, auch alternative -oder nur alternative- Methoden in Betracht zu ziehen.
Ich verurteile niemanden, der sich für die Chemo entscheidet, dann müsste ich meinem eigenen Vater Inkonsequenz vorwerfen, aber ich beanspruche das gleiche für meine Entscheidungen.
Ich respektiere die Wahl vieler in diesem Forum, weil ich auch von ihren Erfahrungen profitiere, aber letztlich bitte ich zu bedenken, dass dies ein Diskussionsforum ist, wo jede Meinung zugelassen sein sollte.
Viele freundliche Grüße. Anja
Hallo an alle die hier lesen ,streiten ,und Diskutieren
Meine Lebensgefährtin hat ein Faustgrosses Liposarkom hinter dem
Herzen ,es wurde schon zweimal entfernt nun steht die dritte OP an. Nach der ersten Diagnose sagte man (mediziner)uns der Tumor ist Weder Strahlen noch Chemosensiebel,also OP ,danach sagte man ("..")uns die nächtse OP müsste früher gemacht werdenum die Tumormasse so gering wie möglich zu halten,also 2.OP nach
8 Monaten ,7 Monate später Rezidiv, jetzt sagt man ("..") es hilft nurnoch OP mit anschließender Chemo.
Die Chemo muss aber sehr stark sein und wir Versuchen 3 Zyklen und sehen dann weiter.
Alternativ dazu haben wir in dem oben genannten Buch von einer
Fiebertherapie gelesen und wir würden uns sehr freuen über jede Information und unterstützung von allen seiten.
mfg
Peter.H pithoe@web.de
Liebe anja,
dann laß uns einfach weitermachen ok, Deine meinung und deine einstellungen sind genauso wichtig, laß dich nicht unterkriegen.
Hallo Peter,
meinst du vielleicht die Hyperthermie?
wenn du es unter google eingibst, findest du jede menge infos. und ich glaube gelesen zu haben, daß ruby eine freundin hat, die mit hyperthermie behandelt wurde. vielleicht weiß sie mehr.
liebe grüße
marlies
Krebs-Kompass Redaktion
27.01.2003, 22:24
Hallo Anja,
ich glaube du siehst etwas falsch, nicht wir wollen nicht über Herrn ********s Thesen diskutieren, er möchte eine Diskussion gerichtlich unterbinden lassen. Seinen Namen nicht zu nennen brigt nichts, es darf nicht in negativer Weise um seine Sache gehen (so stehts in der Klageschrift). Es geht generell um den kontroversen Erfahrungsaustausch, der somit von Herrn ******** aus gerichtlich unterbunden werden soll. Also, genau das, was ihr tun möchtet, möchte er aber anscheinend nicht, zumindest nicht über sich! Falls er den Prozeß gewinnt müssen wir Diskussionen wie eure immer radikal löschen, sonst müssen wir jedesmal "strafezahlen". Wir handeln fair, wem Fairness hier also vielleicht zustehen würde, könnte ihr, denke ich, euch jetzt selbst denken.
Liebe Grüße
Nicole Stroh, Krebs-Kompass
nicole.stroh@krebs-kompass.de
Hallo an alle,
gibt es hier nicht vielleicht einen Rechtsanwalt oder eine Anwältin, der/die im Interesse aller hier - Marcus und Nicole rechtlich vertreten kann gegen diese Klage???
Kostet ja schließlich ne menge Geld so ein Verfahren.
Wer bezahlt das eigentlich??
Liebe Grüße
marlies
Liebe Nicole,
ich hatte das schon so verstanden wie du schreibst. Aber ******** kann ja eine solche Diskussion nur dann unterbinden lassen, wenn sie in Zusammenhang mit seiner Person gebracht wird. Wenn wir hier ganz offen über schulmedizinische und alternative Behandlungsmethoden diskutieren und seinen Namen und sein Buch dabei nicht erwähnen, dürfte es keine Probleme geben. Ich selbst hatte schon immer Bedenken gegen eine Chemotherapie bei Krebs, lange bevor dieses Buch überhaupt erschienen ist. Ich weiß, dass es in der Naturheilkunde schon seit Jahrzehnten andere Möglichkeiten gibt, Krebs zu behandeln, das ist ja keine neue Erfindung. Dieses Wissen wird also ab jetzt Grundlage meiner Beiträge sein.
Viele Grüße. Anja
Hallo, sehr lesenswert ist die Abhandlung von Manfred Kuno, Berufsverband der Heilpraktiker zu diesem Thema. Ich habe in der letzten Zeit selten etwas so ausgewogenes und interessantes gelesen und empfehle es allen, die über Schulmedizin und alternative Methoden nachdenken.
Gruß Anna
http://www.krebs-kompass.de/index.html?http://www.krebs-kompass.de/heilpraktiker_krebstherapie.html~content
Hallo Anna,
diese Abhandlung habe ich neulich auch entdeckt.
Ich finde die sehr informativ.
Danke dass du diese Empfehlung ausgesprochen hast.
Schöne Grüße von Ingrid
Hallo Marlies,
ja da hast du Recht. Solche Klagen kosten sehr viel Geld.
Meine Bitte wäre , dass alle Nutzer des Krebs-Kompasses eine Spende im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten tätigen könnten.
Wir nutzen und nutzen, aber ich glaube dass es nur wenigen bewusst ist, dass die Unterhaltskosten für den Krebs-Kompass sicherlich sehr hoch sind.
Es gibt auch die Möglichkeit förderndes Mitglied zu werden. Steht alles im Krebs-Kompass. Kann jeder nachlesen.
Alles Gute
Ingrid
Hallo Marlies,
bei beiden Klagen handelt es sich um sehr spezielle Rechtsgebiete. Die Prozesse werden zeitaufwendig sein, laufen bei verschiedenen Gerichte an unterschiedlichen Orten.
Neben dem Kostenrisiko der eigenen Rechtsanwälte stehen noch das Kostenrisiko der gegnerischen Rechtsanwälte, der Gerichtskosten und das evtl. Gutachter im Raum.
Noch kann keiner vorhersehen, wie viele Instanzen bemüht werden müssen.
Gruß
Bluebird
Hallo Malies
danke für den Tip
viele grüße
Peter
Liebe Bluebird,
ja, das ist mir soweit schon klar, dennoch könnte es doch sein, das hier ein awalt ist, man kann sich ja in alles einarbeiten.
Auch mit dem Spenden dafür ist doch eine gute Sache.
Also ich bin dabei und mach hier mal den anfang mit 50 euro.
Wer gibt noch etwas?
Marlies
Spendenkonto Nr. 172 525 00
Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Groß-Gerauer Volksbank eG
BLZ 508 925 00
@Nicole Stroh
Hallo Anja,
ich glaube du siehst etwas falsch, nicht wir wollen nicht über Herrn ********s Thesen diskutieren, er möchte eine Diskussion gerichtlich unterbinden lassen.
Hier wird wohl einiges vorsätzlich "mißverstanden". Herr ******** kann wohl gerichtlich kaum verhindern lassen, dass über sein Buch kontrovers diskutiert wird, das ist wohl auch kaum seine Absicht. Es ist aber ein schönes Argument, um solche Diskussionen zu unterbinden, schließlich kann man nicht alles löschen, was nicht in den Kram passt, wenn man noch einigermaßen glaubwürdig bleiben möchte. Vielleicht möchte Herr ******** aber auch nur nicht unterschwellig ständig als Scharlatan, Verbrecher oder Abzocker verunglimpft werden?! Wenn es denn von ihm überhaupt eine Klage geben sollte, sollte nicht vergessen werden zu erwähnen, dass auch der Krebs-Kompass, nach eigener Darstellung hier, mal gegen ******** geklagt hat. Weswegen eigentlich?
Wenn Herrn ******** Abzocke vorgeworfen wird, weil er ein Buch verkauft, so ist das ja mehr als lächerlich, auch der Krebs-Kompass gibt nur eine von der ***** KGaA gesponserte Broschüre kostenlos heraus. Alles andere wird verkauft. Ich denke die Diskussion um diese Klage läuft eher darauf hinaus, die Diskussion über das Buch "Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe" zu unterbinden, wie auch Diskussionen zur Budwig-Therapie als unerwünscht deklariert wurden, da man gegenüber gewissen Kreisen eine gewisse Loyalität wahren will. Schließlich wurde der Krebs-Kompass hauptsächlich gegründet und soll weiter fortgeführt werden, um die beruflichen Karrieren der Betreiber in der offiziellen Krebsforschung und in der Pharmaindustrie weiter zu verfolgen und zu befördern, nach eigener Aussage. Das ist aktenkundig!!!
Martin
Hallo martin,
bitte lies dir noch einmal den titel dieses threads durch.
Hier soll es um Hilfen für Betroffene gehen durch Erfahrungen anderer Betroffener.
Wenn du eine Grundsatzdiskussion über die Motivation der Betreiber dieses Forums und ihre Gedanken oder Beweggründe möchtest, sei doch bitte so nett und eröffne einen eigenen Thread zu diesem thema. Dieser hier passt vom thema nicht!!!!!
Liebe Grüße
Marlies
Hallo Marlies,
Du selbst hast auch das Thema in Richtung Prozesse gebracht. In einem Prozess geht es um Herrn ********!
Im diesem Thread, neige ich eh nicht dazu, hier meine Chemoerfahrungen kund zutun. Dies täte ich, wenn überhaupt, unter der Rubrik, die den Krebs betrifft, den ich habe.
Gruss
Bluebird
Liebe Bluebird,
wenn nicht Du, dann aber vielleicht einige andere gelle? Das forum hat ja noch einige Mitglieder ausßer dir und der ein- oder andere sieht es vielleicht anders als du, könnte doch sein oder?
Liebe Grüße
marlies
An Marlies,
bitte richtig lesen! Ich habe nur für mich gesprochen! Zum Glück hat das Forum viele Teilnehmer!
Bluebird
einen schönen guten morgen bluebird,
ne, hab ich schon richtig verstanden, das du nur von dir sprichst.
Ich wundere mich nur, das du hierherkommst, um mitzuteilen, das du hier keinen beitrag zum thema leisten möchtest.
Mußt du ja auch nicht, aber das machst du doch nicht in allen threads - mitteilen, das du dich nicht zum thema äußerst.
Ich frage mich also Warum hier?
Ich habe irgendwie den Eindruck, daß etwas an mir dich zu provozieren scheint. Wenn dem so ist, dann tut es mir leid, das war und ist nicht meine Absicht.
Mit nach wie vor lieben Grüßen und Wünschen
Marlies
Guten Morgen Marlies,
ich hätte da mal einige Fragen an dich.
Wenn ich das recht verstanden habe, willst du unsere Erfahrungen mit oder ohne Chemo zusammentragen und ggfs auswerten.
Warum willst du das machen?
Wie soll deine Auswertung aussehen?
Hast du irgendeine medizinische Grundausbildung für deine "Studie"?
Wer sich informieren will, kann hier unter sehr vielen verschiedenen Threads die Erfahrungen nachlesen.
Dazu möchte ich dir noch mitteilen, du Kannst die Chemos sowieso nicht alle unter einer Art abhandeln.
Es gibt zig verschiedene Chemovarianten.
Ich hoffe, dass du meine Fragen nicht missverstehst.
Ich selber arbeite
an einer medizinischen Studie mit die von der Universität Tübingen betreut wird. In dieser Studie werden zwei verschiedene Chemos gegen Brustkrebs verglichen ( ist eine lebenslange Studie ).
Sorry,
aber deine Versuche eine Auswertung machen zu wollen, ist meines Erachtens nicht aussagefähig.
Liebe Grüße
Ingrid
Lieber Martin,
danke für deinen Beitrag. Mir ist bewusst, dass der Austausch über bestimmte medizinische Theorien hier nicht besonders erwünscht ist. Habe mir auch schon überlegt, weshalb die Vielfalt der "Andere(n) Therapien" in einen kleinen Thread gezwängt werden, während "Chemotherapie" und "Bestrahlung" einen eigenen bekommen. Ich schätze, dieses Vorgehen dient dazu, eine gewisse Kontrolle über die Diskussion bzgl. anderer Therapiemöglichkeiten wahren zu können. Den Grund dafür kann sich jeder denken.
Eine Diskussion über das Thema "Chemotherapie ja oder nein?" ist immer auch eine politische Diskussion. Ein selbstverantwortlich denkender Mensch sollte sich dies immer bewusst machen...
Anja
Hallo Ingrid,
nein, ich verstehe dich nicht falsch. http://www.handykult.de/plaudersmilies.de/happy/wink.gif
Bitte lies zu meiner Motivation noch einmal mein Eingangsposting.
Der Gedanke dahinter war, wenn ich mir vorstelle, ich hätte Krebs, würde ich mich logischerweise informieren wollen über Behandlungsmöglichkeiten. Ganz wichtig wären dabei die Erfahrungen anderer Betroffener für mich. Dafür ist dieses Forum da, ich finde es jedoch schwierig, ganz lange zu suchen, um entsprechende Infos hier zu finden.
Die Idee war, hier alles zum thema an verschiedenen Erfahrungen zusammen zu tragen, um es ein wenig leichter zu machen, Infos zu finden.
Wenn dieser thread so funktioniert hätte, hätte es evtl. später einen Weg gegeben, diese Infos auch auszuwerten und weiter zu sortieren.
Aber meine Vorstellung war eigentlich nicht, das ich dies tue, sondern der Gedanke war, das man dann sehen wird, ob überhaupt und wie es Sinn machen könnte.
Scheint ja nicht wirklich zu funktionieren, aber vielleicht sind ja auch nicht alle Ideen so gut und diese scheint soviele Zweifel und Mißtrauen zu sähen. Das war nun wirklich nicht meine Intention und es tut mir aufrichtig leid.
Nein, Ich habe keine entsprechende Ausbildung und es ging mir auch nicht um eine Studie. Ich dachte einfach nur, das Betroffene doch die eigentlichen Fachleute sind und wollte eine Idee einbringen. Wie ich schon in meinem eingangsposting schrieb, kann ich keine Urteile über div. Therapieansätze fällen, dazu fehlt mir die Kompetenz in jeglicher Hinsicht.
Ich hoffe, ich konnte Deine Fragen zufriedenstellend beantworten.
Liebe Grüße
Marlies
Marcus Oehlrich, Krebs-Kompass
05.02.2003, 13:08
Hallo,
viele haben sich sicherlich schon über den Beitrag von "Martin" gewundert. Einige haben uns auch gefragt, ob das "unser" Martin ist, den viele aus Forum/Chat kennen. Nein, er ist es nicht. Es handelt sich wieder einmal um diese Dame, die sich bekanntermaßen in vielen Internetforen als Werbeposten für die sog. "Neue Medizin" etabliert hat. Im Krebs-Kompass Forum schreibt sie unter ständig wechselndem Namen und ständig wechselnden Geschichten. Es wird deutlich, daß es ihr nicht um die Hilfesuchenden geht, sondern alleine um die Ideologie. Das sieht man auch an der Methode, daß sie häufig absichtlich Namen bekannter Forumnutzer mißbraucht.
Übrigens: Jeder, der anzweifelt, daß die besagte Klage auch das Recht der Forumnutzer auf kritische Diskussion zu diesem Buch, diesem Verein oder dieser Person beschränken möchte, kann von mir den Originaltext erhalten.
Liebe Grüße
Marcus
Es handelt sich natürlich nicht um eine Dame mit ständig wechselnden Namen, obwohl das dann auch nicht verwerflich wäre, da auch andere hier ihre Namen wechseln. Aber in diesem Zusammenhang wird es wie ein Straftatbestand dargestellt. Man läßt eben nichts unversucht, mißliebige Meinungen zu verunglimpfen: Ob es Walter war, der mit seiner Budwig-Therapie den Bauchspeicheldrüsenkrebs geheilt hat oder Claudia aus Österreich, die Brustkrebs ohne Chemo und Bestrahlung bereits vor 10 jahren mit Hilfe der Neuen Medizin geheilt hat, was belegt ist, alles wird in den Dreck gezogen. Immer wieder die gleichen Angriffe von Oehlrich & Co., samt vorgeschickten Lakaien, die die Meinung des Forumvolkes repräsentieren sollen.
Auf Werbeposten für Chemo und Bestrahlung stehen zwei, die ganz große Angst um ihre Karrieren haben, die von den Leuten, die daran verdienen gesponsert werden. Diese Internet-Plattform ist der reinste Selbstzweck!!! Aber die wenigsten wollen es wissen.
Martin
Hallo,
ich muß mich hier jetzt doch mal einmischen, weil es mir auf der Seele brennt.
Wenn ich so krank wäre und durch was auch immer geheilt würde, würde ich die entsprechenden ärztlichen Unterlagen, Befunde usw. hier ins forum stellen. Warum tut das eigentlich nie jemand, der durch eine solche therapie geheilt wurde.
DAS wäre eine Maßnahme, die für alle glaubwürdig wäre!!!!!!!!
dieses hin und her Geschimpfe und gegenseitiges beleidigen wäre für mich und sicher für die meisten Betroffenen hier ebenso, alles andere als vertrauenswürdig.
Und wenn diese - für mich teils überaus suspekten Methoden - , wie z.B. Herr Hamer mit seinen Weisheiten, so erfolgreich sind, warum findet man nirgends auf seinen Seiten auch nur einen einzigen nachprüfbaren Beweis anhand von Befunden vorher - nachher???????????
Berichte schreiben kann jeder dann bring doch mal handfeste Nachweise her, und erzähl bloß nicht, das sei hier und in der Presse nicht gewollt.
Ist ja wohl heute kein Problem mehr, es gibt tausende Möglichkeiten, die Dinge öffentlich zu machen.
Gruß
Marlies
Hallo Marlies,
Claudia hat es angeboten, kein Interesse!!! Und wenn du dich darüber informieren möchtest, mit Befunden, dann gibt es die "Celler Dokumentation" z.B., die gibt es seit mehreren Jahren, müßte dir also schon über den Weg gelaufen sein, wenn du nach Beweisen gesucht hast. Außerdem gibt es auch www.buck-info,de, wo ein vom Hodenkrebs Geheilter seinen Fall darstellt. Es gibt also viele Möglichkeiten sich zu informieren, wenn man es denn will. Auch Walter hat sich angeboten - auch kein Interesse. So ist das!
Martin
Marcus Oehlrich, Krebs-Kompass
05.02.2003, 21:45
Liebe Marlies,
es ist bei dieser Dame, die sich heute mal Martin nennt, eben so, daß sie nicht das Ziel hat, den Menschen zu helfen. Sie verteufelt vielmehr alle, die nicht ihrer Meinung sind. Dabei hat dieser Dame weder eine medizinische Ausbildung, noch ist sie selbst in irgendeiner Weise tangiert. Die Methoden, die sie hier im Forum anwendet (wie gesagt: ständig wechselnde Namen und technische Tricks, die eine Strafverfolgung verhindern sollen), zeigen ziemlich genau, welche Absicht dahinter steckt. Dieses Forum hat in bezug auf medizinische Aussagen zum Schutze aller Forumteilnehmer Spielregeln ( http://www.krebs-kompass.de/nutzungsbedingungen.html ). Wer diese Spielregeln nicht einsehen will, der sollte sich eben ein anderes Forum suchen oder sein eigenes nutzen. Wer hier beispielsweise jedem Patienten rät, er solle seinem Arzt nicht trauen, weil nur dieser eine "Ex-Arzt" in Spanien die richtige Medizin vertrete, der ist hier falsch. Noch einmal: Diese Dame ("Martin") hat keine medizinische Qualifikation und kann auch nicht aus eigener Erfahrung sprechen.
Viele Grüße
Marcus
Hallo Marcus,
genau deshalb nervt es mich ja so an "g".
Hallo Martin.
Also ich hatte mal Krebs und bin geheilt - ein wunder.
Mein Nachbar hatte auch Krebs und wurde geheilt - noch ein wunder.
Ich kann das auf ner Homepage ellenlang erzählen, mein nachbar auch.
Ich kann auch alle Befunde ins netz stellen, mein Nachbar auch.
Herr Buck auch!!!!!!!!
ich tue es nicht, ich hatte nämlich keinen Krebs!
Mein Nachbar tut es nicht, erhatte auch keinen Krebs!!!!!!!!!
Warum eigentlich tut es Herr Buck nicht??????????
Gruß
Marlies
Hallo zusammen,
ob Martin jetzt eine Dame ist oder nicht, das Ergebnis ist das gleiche. Meiner Meinung nach hat er nicht unrecht mit dem, was er schreibt.
Wenn es das Ziel ist, den Menschen zu helfen, sollte man den Menschen auch die Möglichkeit geben, alle Alternativen zur gängigen Standardmethode bei Krebs kennenzulernen und dann selbst zu entscheiden, welche man für sich anwendet. Warum ist das nicht möglich? Weil man es letztlich auf einen klitzekleinen Nenner bringen kann: finanzielle Interessen. Denkt mal darüber nach.
Anja
Guten morgen anja,
genau darum sollte es ja gehen und nicht um Beschimpfungen und dergleichen.
Das ist niemals seriös, denke ich zumindest.
Oder was meinst Du?
Du tust Deine Meinung kund auf freundliche und sachliche Weise. Das schafft vertrauen. Bei Beiträgen wie dem von Martin geht es doch gar nicht ums thema. Und ob Mrcus und Nicole hier Geld verdienen oder nicht, ist doch eigentlich ganz egal. Sie löschen Deine Beiträge ja auch nicht obwohl Du Dich über ******** äußerst und sie sagen doch ganz klar sie dürfen keine negativen Äußerungen über ihn stehen lassen bis die Klage abgehandelt ist. Sie bieten hier jedem Akteneinsicht an.
Das ist doch fair oder?
Liebe Grüße
marlies
An Anja und Martin
Ich habe mir die Nutzungsbedingungen heute nochmals ausführlich durchgelesen. Ich würde das euch beiden auch empfehlen.
www.krebs-kpmpass.de/nutzungsbedingungen.htm
Wer diese nicht einhält,sollte meines Erachtens ausgeschlossen werden.
Ingrid
Hallo Marlies,
danke für deine Antwort.
Ich habe mich dieser Tage so richtig durchs Forum gelesen.
Meiner Meinung nach, finden Interessierte genügend Informationen über Chemo Bestrahlungen Operationen und andere Therapien.
Ist jeweils eine eigene Rubrik eingerichtet.
Will keinsfalls deinen ehrenwerten Versuch über Leben mit und ohne Chemo abwerten, aber ich glaube, dass dort sehr viel nachzulesen ist.
Viele Grüße
Ingrid
Krebs-Kompass Redaktion
06.02.2003, 11:35
Hallo Anja,
ich hatte dich immer für einen vernünftigen Menschen gehalten, aber uns hier wieder finanzielle Interessen zu unterstellen hat dich in meinen Augen wirklich disqualifiziert. Gehen dir die sachlichen Argumente aus? Oder hast du etwa schon jemals etwas dafür bezahlen müssen hier am Forum teilzunehmen oder überhaupt auf der Seite surfen zu dürfen? Hast du schon jemals Werbung bei uns gesehen? Wenn du die Behauptung aufstellst, wir würden am Krebs-Kompass verdienen, dann bitte ich dich hier genau darzulegen woran wir verdienen sollten, das würde ich nämlich gerne selbst wissen, liebe Anja. Aber vielleicht weist du ja mehr als wir, vielleicht kennst du ja unsere finanzielle Situation und die das Vereins besser als wir. Na, dann bin ich für jeden Hinweis dankbar, wo an meinem Ende Regenbogens der "Topf mit Gold" steht. Ich frage mich ernstlich, warum Menschen wie du sich nicht vorstellen können, daß wir den Krebs-Kompass einfach so für Menschen betreiben, die Hilfe brauchen. Warum können Menschen wie du sich nicht damit abfinden, daß es auch noch so etwas wie Nächstenliebe und Uneigennützigkeit gibt. Wenn solch ein Handeln für dich unwahrscheinlich und abwegig erscheint, wenn du dann unweigerlich Geld dahinter vermuten mußt, dann ist das dein ureigenstes Problem. Darüber solltest du mal nachdenken.
Nicole Stroh, Krebs-Kompass
nicole.stroh@krebs-kompass.de
Liebe Ingrid,
ich hab es eh aufgegeben, du siehst ja, was dabei herauskommt "g" war vielleicht doch nicht so eine gute idee.
Liebe Grüße
marlies
Hallo Nicole,
schade, dass du immer gleich so aggressiv werden musst. Ich unterstelle ja nicht speziell euch beiden finanzielle Interessen als einzige Motivation, den KK zu führen. Warum nur hast du das so empfunden???
Es ist aber so, dass du mir, ähnlich wie Bluebird, niemals Antworten auf meine Fragen geben konntet oder wolltet. Ich hatte mehrmals darum gebeten, mir Stellen zu nennen, an denen ich die ********-Diskussion nachlesen kann. Ihr habt mit keiner Silbe auf meine Bitte reagiert. Dann habe ich weiter oben kritisiert, dass sämtliche naturheilkundlichen Therapien in den Thread "Andere Therapien" gestellt werden müssen, ich es aber besser fände, ein wenig differenzierter daran zu gehen. Gut, seid ihr auch nicht drauf eingegangen. Desweiteren bekomme ich oft mit, wie ihr Forumsteilnehmern sehr radikal begegnet, die sich positiv über bestimmte alternative Therapien äußern. (Wobei alternative Methoden ja nicht gleichzusetzen sind mit der Neuen Medizin. Darüber weiß ich viel zu wenig als dass ich mich dazu äußern könnte.)
Tatsache ist, dass ich das Gefühl gewonnen habe, dass Teilnehmer mit einer Meinung wie ich sie habe, hier zwar geduldet sind, aber nicht erwünscht. Ihr haltet wahrscheinlich von der Schulmedizin einfach mehr als ich. Okay, ist ja auch euer gutes Recht, aber darf ich mich deshalb nicht trotzdem neutral über alle (!) Themen, die mich interessieren, informieren? Wäre es so dramatisch, auf meine Frage zu antworten, was denn die Neue Medizin eigentlich ist, auch wenn ihr nicht im Ansatz von ihr überzeugt seid?
Die Tatsache, dass hier nicht alle Themen gleichberechtigt nebeneinander diskutiert werden dürfen, ist es, die mich skeptisch sein lässt. Und sie ist der einzige Grund, warum ich euch noch nicht finanziell unterstützt habe. Das soll jetzt nicht provozierend klingen, sondern es heißt einzig und allein, dass ich es längst getan hätte, wenn ich voll von eurem Konzept überzeugt wäre. Ich halte den KK nämlich für eine Spitzensache, nur eben nicht in allen Details.
Das mit den finanziellen Interessen bezog sich auf den allgemeinen Umgang mit Chemotherapie. Ich persönlich bin nach eigenen Erfahrungen und dem, was ich mir angelesen habe, mehr als skeptisch angebotenen Therapien gegenüber. Finanzielle Interessen spielen in der Medizin mindestens eine so große Rolle wie in anderen Wirtschaftszweigen, davon bin ich überzeugt.
Gruß. Anja
Hallo Marlies,
wer oder was ist "g"??? Oder ist das eine Insider -Information?
Habe gerade erst Deine Frage an mich entdeckt, bezügl. der Budwig-Therapie.
Da man hier ja höllisch aufpassen muß, was man wem schreibt, weiß ich jetzt gar nicht, ob das in dieses Thema passt?!
Aber egal, ich versuch es mal.
Hier also das Prinzip der Öl-Eiweiß-Kost:
Als anerkannte Fettforscherin, approbierte Apothekerin, Dr. der Chemie und Physik hat sie schon Anfang der 50er Jahre bewiesen, dass die hochungesättigten Fettsäuren (besonders die Omega 3 Fettsäuren,in der Menge nur im Leinöl zu finden) bei der Funktion der Atemfermente den entscheidenden Faktor darstellen, der in der Lage ist, wieder Sauerstoff in die anaerob lebende Krebszellen zu bringen. Gemeinsam mit dem 2. Faktor, den schwefelhaltigen Proteinen(Cystein oder Methionin, die z.B. in Milch/ Quarkprodukten oder Zwiebeln/ Knoblauch vorkommen)gehen die ungesättigten Fettsäuren(die allerdings in der cis- Form, also kaltgepresst und nicht erhitzt vorliegen müssen) eine Verbindung ein, deren Dipolarität und Resonanz es dem menschlichen Körper erlaubt, Elektronen aufzunehmen, zu lagern und bei Bedarf abzugeben.
Ungesättigte Fette, die nur in der trans-Form vorliegen, indem sie z.b. durch maschinelle Herstellung erhitzt worden sind, haben diese Eigenschaft der Dipolarität nicht, da rein chemisch gesehen, die Atome sich nicht gegenüber sondern nebeneinander liegen. Deshalb kann durch diese veränderten Fettsäuren keine Elektronenaufnahme stattfinden.
Der Denkansatz ist also der, dass wir krank werden, indem wir zuviele "Elektronenräuber" bzw. Nahrungsmittel und -gifte zu uns nehmen, welche die Zellatmung blockieren. Bekannte Eolektronenräuber sind z.B. Margerine, tierisches Fett, Butter, Nitrate, Bestrahlungen und Zytostatika. Sie alle verhindern die Aufnahme von Elektronen, die aber eben so wichtig sind bei der Blutbildung und insgesamt bei der Bildung von neuen gesunden Zellen.
So, jetzt hab ich es gleich.
Ihre Kost, bei der es sich also nicht um eine "Diät" im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine sehr ausgewogene Kost, die lauter gesunde Sachen enthält, basiert genau auf dieser Theorie. Zudem muß man dazu sagen, dass ihr Ansatz nicht nur der reinen Ernährung gilt, sondern auch der Ausschaltung zusätzlicher "Energieräuber".
Zur Praxis kann ich Dir folgendes sagen: Mein Vater, der seit 7 Jahren an PK erkrankt ist ( nach OP 5 Jahre rezidivfrei, seit 2 Jahren Knochenmetastasen ),hat die Metastasen 1,5 Jahre zunächst mit Bestrahlung/Chemo behandelt. Die Bestrahlung machte ihn schmerzfrei, die Chemo verursachte erhebliche Nebenwirkungen, durch die er erhebliche Herzprobleme bekam, woraufhin er Beta-Blocker nehmen mußte, die ihn wiederum völlig fertig gemacht haben: seine Blutwerte waren vollständig schlecht,er konnte keine halbe Stunde lang auf den Beinen sein, kurz, die Lebensqualität war schlicht und einfach grauenhaft.
Über das nun hinlänglich bekannte ********-Buch sind wir dann auf Dr. Budwig gestoßen.
Mein sehr, sehr kritischer Vater hat die Chemo abgebrochen und lebt also nun seit 4 Monaten nach der Budwig-Kost und fühlt sich prächtig. Zwischendurch bekam er wieder Knochenschmerzen, deren Bestrahlung er aber schon zum 2. mal absagen konnte, weil er die Schmerzen doch wieder in den Griff bekam (u.a. durch die ELDI-Öle der Budwig). Er kann wieder lange Spaziergänge machen und die Herzprobleme sind wieder verschwunden, die Blutwerte verbessert.
Sein behandelnder Radiologe spricht von einem medizinischen Wunder und interessiert sich mittlerweile selbst für Leinöl, ebenso mein Mann, selbst ein ausgesprochener Schulmediziner.
So, liebe Marlies und andere,
ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel der Budwig-Kost bringen.
Wenn Du noch Fragen hast, nur zu!!
Liebe Grüße von Sabine
An Anja,
ich empfehle dir nochmal die Nutzungsbedingungen zu lesen. Besonders Absatz 5 - Anstandsregeln lege ich dir sehr ans Herz.
Ingrid
wolfgang46
06.02.2003, 15:45
Hallo Sabine,
gut finde ich, daß Du beschrieben hast, wie durch die Behandlungsarten der Schulmedizin die Heilung oder Zerstörung der Krebszellen erfolgt ist.
Erst nach diesen Behandlungen war es also den genannten Patienten möglich ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen.
Ich denke, daß auch andere aufmerksame Leser dieses erkannt haben.
Auch ich habe meine Ernährungsgewohnheiten nach der schulmedizinischen Behandlung umgestellt. Ohne OP und nachfolgende Bestrahlung würde ich jetzt gar nichts mehr essen können.
Es wäre wichtig, für alle Menschen, sich AUSGEWOGEN zu ernähren. Es ist unbestritten, daß dann einige Krebsarten weniger stark vertreten wären. Aber ein Allheilmittel ist die ausgewogene Ernährung auch nicht.
Ich esse jetzt mehr frische Sachen als vorher. Insbesondere Gemüse der Saison. Wichtig ist auch, daß man möglichst unbehandelte Lebensmittel nimmt zum Beispiel aus biologischer Herkunft.
Das heiß: Ich ernähre mich jetzt ausgewogener und auch insgesamt gesünder als vorher. Das hilft meinem Körper sich zu stabilisieren und genügend Widerstand gegen alle möglichen Krankheiten aufzubauen.
Das sind die übrigends die anerkannten Grundlagen der Ernährungslehre und nicht mehr und auch nicht weniger.
Man Braucht also keine teuren Bücher.
Fazit: Ohne Schulmedizin wäre ich jetzt nicht in der Lage Dir zu antworten.
Auch von mir liebe Grüße
Wolfgang
Hallo Anja,
gib doch bei Google oder einer anderen Suchmaschine "Neue Medizin" ein. Da bekommst Du alle Antworten und musst hier die Anstandsregeln gegenüber den KK-Betreibern nicht verletzen.
Gruß Renate http://www.click-smilie.de/sammlung/sauer/sauer034.gif
Hallo Sabine,
vielen Dank für die umfangreiche n Informationen.
"g" bedeutet eigentlich nichts anderes als ein virituelles Lächeln.
Hallo Ingrid und Renate,
also vielleicht bin ich ja der deutschen sprache nicht wirklich mächtig oder zum dumm um zu verstehen, aber wo bitte hat anja diese Regeln verletzt????????
Liebe Grüße
Marlies
Hallo Sabine,
die Erfolge mit der Budwig-Kost sind es sicher wert, sich intensiver damit zu beschäftigen. Hat dein Vater eigentlich zusätzlich entgiftet? Falls ja, was genau hat er gemacht?
Ich danke dir sehr für deine ausführlichen Informationen.
Viele grüße. Anja
An Marlies,
hast du die ganzen Nutzungsregeln schon durchgelesen?.
Wenn ja, solltest du eigentlich schon begreifen, wozu die da sind.
So langsam habe ich den Eindruck, dass du die Plattform für die Neue Medizin und sonstige nicht
anerkannte Heiler hier schaffen willst.
Wenn du nicht siehst, was hier den Betreibern unseres Krebs-Kompasses alles vorgeworfen wird, womit sie sich unnötig beschäftigen müssen, dann denke ich, dass ich in meiner Vermutung richtig liege.
Ingrid
Liebe Ingrid,
wie ich vorher schon geschrieben habe, scheint es sowieso alles nicht so gut angekommen zu sein.
Ich hab auch wenig Lust, mich in so eine Schiene schieben zu lassen, das ich mich verteidigen muß. Es bleibt ja jedem überlassen, was er denkt und wenn du hier annimmst, ich würde versteckte Werbung für wen auch immer betreiben, dann kann ich mich nur entschuldigen, das dieser eindruck entstanden ist und hier unfrieden gestiftet hat.
Aber sei gewiß, ich werde in Zukunft nicht mehr Ideen hier einbringen, nicht weil ich beleidigt bin, sondern weil ich offenbar unterschätzt habe, wie sensibel viele hier sind. Mein Fehler sorry.
Ich habe hier jede Frage offen und ehrlich beantwortet und meine Motivation wie ich finde sehr offen dargelegt, mehr kann ich leider nicht tun.
Liebe Grüße
marlies
Hallo Martin!!
Du bist besitzt weder das Recht,geschweige denn
mal die Kompetenz andere Leute oder Institutionen wie den KK zu Beurteilen oder gar zu Kritisieren.Woher weißt du das alles???
Es geht dich,gelinde gesagt einen feuchten kehrich an was Marcus und Nicole an Geld einnehmen oder auch nicht.Wenn jemand Spenden oder andere Hilfe verdient hat sind es Marcus und Nicole!
Welche Hilfe hast du denn schon gegeben??
Wieviel freie Zeit hast du für andere geopfert???
Warum stehst du nicht zu deinem Namen und meldest dich hier mal so,und dann wieder so????
Feige??Schwäche??
Wünsche dir trotzdem alles Gute!!
Martin!!!!!!!
Ps.:Verschone mich bitte mit einer Antwort!!
Pss.:Danke:-):-):-)
Martin (oder wie auch immer Du heissen magst),
lass es doch bitte sein...die Grundidee von Marlies war nicht über die Betreiber und/oder den KK zu diskutieren, sondern verschiedene Meinungen über das Leben mit und ohne Chemo zusammen zu tragen. Was Du hier machst, ist austeilen...immer und immer wieder...und das unter der Gürtellinie. Wenn Du ein oder mehrere Probleme mit dem KK oder Marcus und Nicole hast, dann kläre das doch anders und missbrauche nicht dieses Forum hier, denn das was Du machst, ist Missbrauch.
Hallo Ingrid,
ich glaube nicht, dass Marlies das Thema in eine bestimmte Bahn lenken wollte, sondern dass ihre Motivation lediglich eine Hilfe sein sollte...Hilfe für diejenigen, die nicht lange rumsuchen wollen und hier in diesem Thread über die Erfahrungen anderer lesen könnten, wenn "Martin" das nicht zunichte gemacht hätte.
Viele Grüße, Michi
Liebe Marlies,
lange nichts mehr von mir gehört, ich weiss, aber ich werde Dir bald wieder schreiben...brauche dazu mehr innere Ruhe.
Bitte ziehe Dich nicht zurück...ich denke, dass nicht nur ich der Meinung bin, dass Deine Idee gut ist und es gibt auch sicherlich genug Leute, die nicht so wie "Martin" alles auf eine unsachliche Ebene lenken.
Liebe Grüße, Michi
Vielleicht sollten wir nochmal neu starten und zum eigentlichen Thema dieses Threads zurückkehren...wäre doch ganz gut, oder?
Euch allen alles Liebe, Michi
Marcus Oehlrich, Krebs-Kompass
06.02.2003, 21:27
Hallo,
ich glaube, es ist deutlich geworden, wohin das führt. Wir konnten alle miterleben, wie diese Dame es schafft, jede Diskussion von euch in einen Glaubenskrieg umzumünzen. Ich habe mir erlaubt, unser Nutzungsverbot gegen sie anzuwenden und diese sinnlose Diskussion gelöscht. Ich hoffe, daß ihr jetzt in Ruhe ohne den falschen Martin weitermachen könnt. Es tut mir leid, daß ein echter Martin jetzt der Verwechslungsgefahr unterliegt.
Übrigens: Der falsche Martin schreibt neuerdings als Bryn ( http://www.krebs-kompass.de/Forum/showthread.php3?id=3430 ). So schnell ändern sich die Namen, gell.
Viele Grüße
Marcus
Liebe Michi,
danke, daß Du Dich bemühst, mich zu verteidigen.
Bitte, laß Dich aber nicht durch Deinen Gerechtigkeitssinn - der grundsätzlich eine wunderbare Gabe ist - dazu verleiten, gegen Windmühlen zu kämpfen. Das lohnt sich nicht.
Weißt Du, das alles trifft mich eigentlich gar nicht, es verletzt mich auch nicht. Das einzige Gefühl, welches ich dazu habe, ist Scham, was daraus geworden ist und ich würde es gern ungeschehen machen. Und ich bin erschrocken darüber, was man Menschen angetan haben muß, da? sie so sensibel und verletzbar sind, daß sie sich gar nicht mehr recht vorstellen können, jemand könnte einfach eine ehrliche Motivation haben.
Du siehst, es gleitet hier immer mehr ab in eine Richtung, die mehr als ungesund ist.
Ich ziehe mich nicht zurück, ich möchte nur nicht noch Öl ins Feuer gießen.
Es ist doch ok, wenn du mir nicht antwortest, haben wir doch vereinbart, also bitte mach dir darüber keine Gedanken. Ich freue mich immer sehr, wenn ich sehe, daß du im forum warst und nehme so einen kleinen anteil an Deinem Schicksal.
Weißt Du, es gibt da einen Satz in der Bibel, den übrigens auch die anonymen Alkoholiker als Motto verwenden:
Herr, gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen unterscheiden zu können.
Ich versuche danach zu leben.
Alles Liebe
Marlies
Hallo Michi,
super Idee, nochmal neu zu starten.
Ich fang mal gleich da an, wo wir aufgehört hatten.
Hallo Anja,
Dir bin ich noch die Antwort auf die Entgiftung, die mein Vater gemacht hat, schuldig:
Zur Zeit macht er täglich diese ELDI-Öl-Einreibungen, die sich ja positiv auf auf das Lymphsystem auswirken sollen, er nimmt keine fluorhaltige Zahnpasta mehr und die Mikrowelle ist auch verschwunden. Eine Federkernmatratze hatte er sowieso nicht. Er geht gern in die Sauna, ansonsten beschränkt er sich darauf, keine weiteren "Gifte" (über die Ernährung) zu sich zu nehmen.
Ob das alles nun langfristig hilft oder nicht, kann ich nicht sagen, da können wir auch nur abwarten.
Mein Vater jedenfalls glaubt an den Erfolg, und das ist es, was ihn vorantreibt, das Gefühl, aktiv etwas gegen seinen Krebs zu unternehmen, anstatt zu resignieren. Wenn sich dabei noch körperliches Wohlbefinden einstellt, ist das doch super.
Hallo Wolfgang ,
Du schreibst mir, dass durch die Behandlungsarten der Schulmedizin die Heilung oder Zerstörung der Krebszellen erfolgt ist.
Das sehe ich leider nicht, denn wenn das so wäre, hätte mein Vater nicht nach 5 Jahren ein Rezidiv bekommen. Sicher verschwinden durch die Bestrahlung die Knochenschmerzen, aber an den nicht bestrahlten Stellen wachsen die Metastasen ja munter weiter.
Desweiteren schreibst Du: "Erst nach diesen Behandlungen war es also den genannten Patienten möglich ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen."
Dazu möchte ich sagen, ich schreibe hier nur über meine persönlichen Erfahrungen mit meinem Vater und nicht über andere Patienten.
In einem Punkt gebe ich Dir Recht, dass er erst nach den schulmedizinischen Behandlungen seine Ernährung umgestellt hat, aber nicht, weil er von der Behandlungsweise in der Reihenfolge so überzeugt war, sondern, weil er zu dem Zeitpunkt über andere Therapien noch gar nichts wußte. Davon erfuhr er erst durch Lesen des (ich nenne es mal)"H"-Buches.
Du mußt wissen, als wir in unserer Familie diese Therapien durchdiskutiert haben, hat er sich sehr schwer damit getan und hat ganz entrüstet gefragt" Soll das vielleicht alles falsch gewesen sein, was ich bisher gemacht habe??"( Er meinte Chemo/ Bestrahlung, etc)
Heute sagt er "Da hätte ich schon viel früher mit anfangen sollen. Aber gut, dass wenigstens ihr noch davon profitieren könnt!"
Ich wünsche uns allen einen produktiven Gedankenaustausch ohne gegenseitiges Zerfleischen.
Liebe Grüße
Sabine
Hallo Sabine,
danke für deine Antwort.
Von der Öl-Eiweiß-Kost habe ich leider erst gehört, als es schon zu spät war. Zu diesem Zeitpunkt, also vor wenigen Wochen, war mein Vater bereits ein Jahr tot. Ich bin sicher, dass er es versucht hätte, denn er war ganz arg auf der Suche nach einer Möglichkeit, seinen Krebs noch zu behandeln. Vielleicht oder sicher wäre er nicht mehr geheilt worden, aber eventuell hätte er eine Lebensverlängerung erreichen können. Zumindest hätte er sie durchgeführt, davon bin ich überzeugt. Damals waren wir alle aber blind. Vor allem wegen der sich überschlagenden Ereignisse und dem lähmenden Schock, den eine Krebserkrankung im Spätstadium mit sich bringt, war keiner von uns in der Lage, sich umfassend weiter zu informieren. Vielleicht wären wir sonst auf eine der zahlreichen Therapiemöglichkeiten gestoßen, die man bei Krebs noch anwenden kann und die wir nicht kannten.
Die Chemo, die mein Vater so kurz vor seinem Tod noch gemacht, aber nach einigen Wochen abgebrochen hat, hat ihm aber mit Sicherheit nichts gebracht, außer eine zusätzlich zu seiner Tumorkachexie entstandenen Schwächung. Vielleicht sogar eine Anregung des Tumorwachstums, eine Hemmung aber auf keinen Fall. Man hat ja leider den vergleich nicht, sind aber meine Vermutungen. Er hat sie nur gemacht, weil er keine andere Möglichkeit mehr gesehen hat. Bitte nicht falsch verstehen, ich spreche hier, wie Du, nur von persönlichen Erfahrungen und eigener Meinung. Aber ich bin davon überzeugt, dass man jeden Patienten mit seiner individuellen Krebserkrankung auch individuell sehen MUSS und es keine allgemeingültigen Regeln zur Wiederherstellung der Gesundheit gibt. Ein Patient muss auch immer von dem, was er tut, überzeugt sein, sonst kann seine Therapie nicht wirken. Das einzige, wofür ich plädiere, ist ein offener Umgang auch mit Methoden, die ungewöhnlich sind. Sobald es auch nur einen Fall von Heilung gegeben hat, sollte man sich die Mühe machen, über eine solche Methode nachzudenken. ich tue das jedenfalls und verlasse mich mit Sicherheit nicht nur auf die Meinung EINES Therapeuten.
In Fragen der eigenen Gesundheit ist der wichtigste Fachmann man selbst! In guter Kooperation mit dem Arzt oder/und Heilpraktiker natürlich.
Ich hoffe, das löst jetzt nicht wieder Protest bei den anderen aus, meine Worte sollten nämlich eigentlich der Ermutigung dienen.
Viele Grüße. Anja
Hallo,
sehr interessiert verfolge ich hier die Versuche, sich sachlich mit dem Thema Chemo oder ohne auseinanderzusetzen.
Ich arbeite als Ärztin in einem Bereich (Lymphome) in denen die Chemotherapie gute bis sehr gute Erfolge bringen kann. Das ist natürlich bei anderen Krebsarten ganz anders.
Alternativen Therapieen stehe ich neugierig und offen gegenüber, prüfe sie aber auch kritisch, finde im übrigen, daß man das mit jeder!!!(auch schulmedizinischen) Methode machen muß.
Leider ist die Medizin keine reine Naturwissenschaft, sondern eine lange Geschichte von "Rumprobieren". Immer wieder tauchten neue Therapieen auf, die meistens erst mal abgeschmettert werden, bevor sie dann -wenn sie Erfolge zeigten, die man nicht mehr übersehen konnte-als übliche Therapieen anerkannt wurden.
Immer wieder gibt es auch aufsehenerregende Theorien die sich anschließend als völliger Blödsinn herausstellen. Die Schwierigkeit besteht darin, bei neuen Ansätzen möglichst rasch zu erkennen, ob was dahinter sein könnte oder nicht.
Gerade bei den Krebserkrankungen wird die Diskussion von vielen besonders erbittert und emotional geführt, was ich nur zu einem Teil verstehen kann.
Ich finde, es ist sehr gut möglich als informierter Patient das zu tun und zu lassen, was ich will. Habe ich in der eigenen Familie erlebt, als eine sehr nahe Angehörige bei Darmkrebs keine Chemo mehr machte, sondern nur mit homöopathischen Mitteln behandelte, ihre Ärzte haben ihr nichts aufgedrängt, sondern sie ermuntert, ihren eigenen Entschluß zu fassen. So sollte es auch sein.
Es gibt Initiativen, die genau das versuchen: Ärzte und Patienten sollten gemeinsam nach einer für den Patienten geeigneten Therapie suchen, wobei der PATIENT entscheidet, wass er möchtet und der Arzt "nur" versucht, ihm alle Möglichkeiten darzustellen.
Chemo, Bestrahlung und Chirurgie haben eindeutig Erfolg, sowohl was eine wirkliche Heilung, aber auch eine menschenwürdige Lebensverlängerung betrifft.
Sie versagen in vielen Fällen genauso eindeutig. Das gilt genauso für alle alternativen Methoden.
Gruß
Anna
In einem Forum, finde ich sollte man alles diskutieren können, ohne persönlich angegriffen zu werden. Es ist eine sachliche Diskussion.
Hallo,
ich möchte nur schnell klarstellen, dass ich nicht den Martin gemeint habe, den ich auch aus dem Chat kenne, sondern den falschen Martin oder Bryn oder wie auch immer er/sie sich nennen mag.
LG, Michi
Hallo Anna, hier schreibt endlich mal jemand OHNE Emotionen und vom Fach zu dieser Thematik. Ich kann eigentlich jeden Satz von Ihnen nur unterstreichen. Mein Name wurde von Marlies auch genannt im Zusammenhang 'ohne Chemo'.Ich möchte noch einmal klarstellen: ich hatte direkt nach meiner Pankreas CA-OP EINE Chemoanwendung (3 Tage)Cisplatin und FU. Da ich das absolut nicht vertragen habe, habe ich weitere Behandlungen abgelehnt und GEGEN den Rat der Ärzte keine Chemo mehr gehabt, zumal von 35 entfernten Lymphknoten 1 befallen war. Es war meine eigene Entscheidung. Ich habe auch KEINE Alternativmethoden angewandt, außer Mistelspritzen zur Stärkung des Immunsystems und B 12 und ADEK.(Also kein Hamer, kein Budwig, kein Hirnreise!) Ansonsten positive Grundeinstellung, viel Sport, gesunde Ernährung und gutes privates Umfeld. Damit habe ich jetzt seit Nov.1998 überlebt und hoffe, es noch lange zu tun. LG an alle.
Hallo und guten morgen,
der Gedanke mag naiv sein, ich traue mich einfach dennoch mal.
Ich habe das Buch von Lance Armstrong gelesen.
Er war ja nach ärztl. Ermessen nicht zu retten. Er hat Sport getrieben neben bzw. nach chemo und Bestrahlung, bis zum umfallen.
Hildegard berichtet auch von viel Sport.
Könnte denn Sport zu Heilung einen Beitrag leisten? Und wenn ja, wie könnte man dies denn medizinisch erklären?
Über das Immunsystem vielleicht?
Liebe Grüße
Marlies
Hallo Anna,
es ist sicher richtig, dass Patienten, die eine Chemotherapie machen, die Chance haben, gesund zu werden. Die Überlegung ist aber, ob sie es ohne Chemo nicht auch tun. Mein persönliches Gefühl sagt mir, dass es für den Körper nicht gut sein KANN, wenn man mit solch massiven Giften vollgepumpt wird. Viel logischer klingt es doch, dass ein Mensch mit Krebs GERADE sein Immunsystem stärken muss und es nicht noch zusätzlich schwächen darf.
Eine Frage habe ich an dich. Was genau bedeutet "eine menschenwürdige Lebensverlängerung"? Kannst du mir Zahlen nennen? Kannst du mir auch etwas über die Lebensqualität der Patienten während dieser lebensverlängerten Zeit sagen? Würde mich ehrlich interessieren.
Bis bald und viele Grüße. Anja
Hallo Marlies,
ich kann Dir auch einen Fall nennen, wo ein Bekannter meiner Schwester vor 3 Jahren an einem bösartigen Hirntumor erkrankte, nach sofortiger OP, noch eine Lebenserwartung von 6 Monaten hatte.
Er hat keine Chemo, keine Bestrahlung gemacht, aber seine Ernährung umgestellt (viel Rohkost, kein Weißmehl, kein Zucker, regelmäßig Leinöl, aber nicht unbedingt so streng, wie Budwig es vorschlägt), nimmt regelmäßig hochdosierte Vitamine und hat angefangen, exessiv Sport in Form von Laufen zu betreiben.
Seine Devise lautet: Du mußt es nur wollen und dran glauben, dann schaffst Du es auch.
Heute gilt er als geheilt, die Ärzte beschränken sich aufs Wundern, keiner hinterfragt, was wohl dazu geführt haben könnte.
Ungefähr zur selben Zeit(vor 3 Jahren) erkrankte ein sehr guter Freund von mir an einem gutartigen Hirntumor, der inoperabel war. 2 Jahre lang gab es Chemo, Bestrahlungen in Kombination mit Mistel und Weihrauch und alles brachte keinen nennenswerten Erfolg.
Der Tumor blieb auf seiner urprünglichen Größe, das Ödem drumherum blieb ebenfalls.
Anfang letzten Jahres ging es ihm so schlecht, dass er kaum noch sprechen konnte und seine Beine koordiniert bekam. Da gaben ihm die Ärzte noch 2-3 Monate.
Wir alle (sein Freundeskreis) hatten ihn schon aufgegeben; er selbst hat immer gesagt: ich werde wieder gesund, auch wenn ihr das nicht glaubt.
Als fast gar nichts mehr ging, nutzte er die Möglichkeit, dass eine Freundin, die sich darin ausgebildet hatte, ihn mit bioenergetischem Heilen behandelte (so was Ähnliches wie Reiki), wodurch sie den Energiefluß im Körper wieder in Gang setzte. Die Behandlung erfolgte anfangs fast täglich! (Das kann sich normalerweise ja keiner finanziell leisten, er hatte das große Glück, dass sie auf eine Bezahlung verzichtete). Chemo, Mistel und Weihrauch liefen weiter.
Nach 6 Monaten zeigten die Kontrollbilder einen erheblichen Rückgang des Ödems, nach weiteren 3 Monaten war das Ödem vollständig verschwunden und der eigentliche Tumor hatte sich verkleinert. Ich habe die MRTs vorher und nachher selbst gesehen.
Er fühlt sich heute super und wir sind auf die nächsten Bilder gespannt.
Und alle beteiligten Ärzte freuen sich ein Bein ab und jeder schreibt sich den Erfolg selbst zu: der Radiologe der Bestrahlung, der Onkologe der Chemo, des Weihrauchs und der Mistel.
Von der bioenergetischen Heilbehandlung, nach der erst die entscheidende Besserung eingetreten ist, spricht kein Mensch.
Übrigens hat er niemals seine Ernährung umgestellt und schon gar kein Leinöl gegessen :-))
Aber daran sieht man eben, was dem einen hilft, muß dem anderen nicht schaden.
Und es wird nie Doppel-Blind-Studien geben, in denen die Eindeutigkeit über die Wirkungsweise einzelner, welcher alternativen Heilmethode auch immer nachgewiesen werden kann, weil vielleicht nur die Kombination mehrerer Behandlungselemente -und die für jeden individuell- zum Erfolg verhilft.
Ich glaube ebenso, dass Kranke, die gesund werden wollen, und nicht genügend dafür tun, genauso erfolglos sein können, wie die, die zwar irgendeine Therapie machen, aber nicht wirklich dahinter stehen.
Deswegen finde ich es um so wichtiger, Menschen zu Wort kommen zu lassen, die positive Erfahrungen -mit welchen Methoden auch immer- gemacht haben und die hier kund tun, damit andere sich dadurch Anregungen holen können.
Viele liebe Grüße an alle
Sabine
PS: Ich möchte noch einmal betonen, dass diese drei Patienten tatsächlich existieren und das direkt in meinem Umfeld. Das ist auch der Grund, weswegen sich mittlerweile meine Meinung zur alternativen Medizin grundlegend verbessert hat.
Hallo Sabine,
ja, ich glaube auch, daß es solche Fälle gibt.
Es gibt aber auch Fälle, wo Menschen nur mittels chemo und/oder Bestrahlung geheilt wurden.
Eine Freundin von mir hatte mit 19 Jahren Gebärmutterkrebs. sie bekam irgendwelche, damals üblichen Medikamente,von denen es ihr oberschlecht ging. ich weiß nicht, was es damals gab, das war 1946.
Sie bekam auch ein Rezidiv im Pankreas und das war es dann. Allerdings erst 45 Jahre später mit 64 Jahren.
Also immerhin eine lange Zeit zum Leben dazwischen.
Du hast ja auch etwas erlebt, wo sport eine Rolle spielt. Wie kann das sein, oder ist es zufall???
Mein Verstand kann das so nicht begreifen, könnte es an den Stoffen liegen, die der Körper bei extremen Sport ausschüttet? Das da etwas im Immunsystem bewirkt wird und es so in die Lage versetzt wird, den Krebs selbst zu besiegen?
VORSICHT; ICH DENKE HIER NUR MAL LAUT
Also bitte nicht das jemand glaubt, hier sei jetzt ein wundersames Heilmittel gefunden.
Liebe Grüße
marlies
Hallo Anna,
könntest du mir vielleicht noch meine Fragen beantworten? Wäre schade, wenn die Diskussion an dieser Stelle abbricht.
Viele Grüße. Anja
Ich habe eine Chemo gekommen ( fast 9 Monate lang). Die Chemo war bestimmt nicht "menschenunwürdig", schliesslich bin ich auch ein Mensch. Ohne Chemo wäre ich nicht mehr in der Lage , mein Immunsystem zu stärken.Ich würde mich nicht mehr auf dieser Erde befinden!
Ich lebe und fühle mich sehr gut.
Es gibt aber sicherliche einige, die sich über meine "Lebensverlängerung" nicht freuen!
Ich frage mich, woher Anja 32, die weder Krebs hat noch eine Chemo hatte, sich das Recht nimmt, hier nur ihre Theorie zu verbreiten. Anja32, wie wäre es, wenn du Dich mal in Sachen Toleranz und Offenheit üben würdest.
Bluebird
das lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück
(indisches sprichwort)
Liebe Grüße
marlies
Ach Bluebird, das war doch jetzt mal wieder nicht nötig, oder was meinst du. Über deine Anmerkung, daß sich einige über deine Lebensverlängerung nicht freuen, will ich gar nicht eingehen. Aber ich habe eine Bitte an dich: Laß doch den Menschen, die sich hier auch über anderes, als über die gängige Schulmedizin austauschen wollen, ebenfalls ein bißchen Platz. Es tut dir doch keiner was.
Für uns alle, ob nun direkt oder indirekt betroffen, ist eine Weitsicht auf die diversen Therapieansätze unbedingt vonnöten, um diese Krankheit besser einordnen und bekämpfen zu können. Was Dir geholfen hat (zum Glück!) muß nicht allen anderen auch helfen und umgekehrt genauso. Ich appelliere ganz stark an deinen letzten Satz "Toleranz und Offenheit" walten zu lassen. Ich bin übrigens die Schwester von Sabine (sie hat speziell in diesem Forum einiges gepostet).
Mit Dir hatte ich auch schon eine sehr unschöne Begegnung im Chat, da du offensichtlich Andersdenkende kolossal ausgrenzt. Seit dem bin ich nie wieder dort gewesen. Warum nur bist du so agressiv? Vertraue doch darauf, daß jeder, so wie du, in der Lage ist, für sich selbst zu entscheiden. Nun die Wiederholung meiner Bitte: versuche also nicht, jeden Ansatz einer freien Diskussion über Themen, die du nicht magst, im Keim zu ersticken. Gib allen etwas Raum! Viele Grüße und alles Gute, Susanne
Hallo Bluebird,
ist es nicht Sinn und Zweck einer Diskussion "verschiedene" Meinungen auszutauschen. Wessen Meinung soll Anja32 denn vertreten, wenn nicht ihre eigene? Sie hat doch deutlich gesagt, das sie jedem das seine läst. Wer ist hier untolerant?
Du wirst von deiner Sicht auf die Dinge geprägt, als betroffene Patientin. Anja, und ich auch, haben einen nahen Angehörigen unter der Chemo leiden und dann sterben sehen. Natürlich haben wir eine andere Sichtweise.
Da stell ich mir auch schon mal die Frage, ob es Sinn macht eine Chemo zu machen wenn die Chance auf Heilung bei 1% liegt, nur weil die Schulmedizien sich mit inovativen Alternativen schwer tut. Das letzte was der Arzt uns sagte war, " ich rate ihnen dringend ab zu "Scharlatanen" zu gehen. Sie verschwenden nur ihr Geld." Und das gleich nach dem, "ich kann nichts mehr für sie tun." Am Ende wird man von der Schulmedizin alleine gelassen, aber mit der deutlichen Aufforderung sich gefälligt nicht an jemand anders zu wenden.
Gegen die Millionen Beträge, die die Pharmaindustrie an der Chemo verdient, ist das bisschen Geld, das diese "Scharlatane" aus dem Verkauf von Büchern gewinnen geradezu lächerlich.
Ich möchte lieber nochmal betonen, das jeder selbst entscheiden muß, welche Therapie er bevorzugt. Ich würde mir einen offeneren Umgang mit dem Thema von Seiten der Ärzte Wünschen.
Gruß Tanja
Sinn und Zweck einer Diskussion ?
Der Sinn und Zweck einiger sehr langen Postings hier scheint mir eher Werbung zu sein.
Ein kurzer Hinweis auf einen Link wäre doch sinnvoller.
Ingrid
kann nur sagen, ich liebe es wenn Angehörige besser wissen als Chemobetroffene, wie wir uns fühlen.
Susanne, als wer wars du im Chat, als Vase oder Pudel? Wenn ich Dich angegannen bin, dann weil Du für Neue-Medizin, ********, Budwig oder Walter K. Werbung gemacht hast.
warum habt Ihr alle solche Angst vor mir?
Bluebird
Hallo Ingrid,
nichts für ungut, aber was soll denn das nun ???
Ob Du persönlich einen Forumsbeitrag für Werbung oder nicht Werbung hälst, ist für mich persönlich vollkommen uninteressant.
Meinst Du allen Ernstes, dass die Länge eines Postings etwas über die Eigenschaft bzgl. Werbung/ Nicht-Werbung aussagt?? (Fühle mich ja nun auch angesprochen, wegen meiner langen Postings)
Ich persönlich finde: Nöh!!
Wenn Du mir dann aber verraten könntest, wie ich meine ganz persönlichen Ansichten und Erfahrungen zu welchem Thema auch immer hier mit einem Link versehen soll, fände ich das doch sehr interessant!!
Hallo Blue-Bird,
es würde mich wirklich mal interessieren, warum Du Dich persönlich angegriffen fühlst, hier kann ich auch nur fragen: Was soll das??
In der ganzen Diskussion über 6 Seiten war weder von Dir persönlich, noch Deiner persönlichen Chemo die Rede!!
Im übrigen finde ich es, gelinde gesagt, ziemlich albern und zudem für die Diskussion einfach nur destruktiv, von irgendwelchen Forumsteilnehmern zu vermuten, sie würden sich über Deine "Lebensverlängerung" nicht freuen!!
Das ist so armselig! Schade, schade! ( Meine ganz persönliche Meinung)
Wieso wetterst Du eigentlich nur gegen Anja??
Hier sind einige Diskussionsteilnehmer ( mich eingeschlossen), die selbst weder Krebs noch Chemo hatten.
Dürfen wir uns Deiner Meinung nach hier nicht äußern??
Das fasse ich einfach mal als Scherz auf!!
Dass Du Dich hier als jemand präsentierst, der sich selbst am besten mal in Toleranz und Offenheit üben sollte, hast Du ausser von mir wahrscheinlich auch schon von anderen gehört, richtig?
Also, ich würde mal wieder vorschlagen:
ZURÜCK ZUM THEMA!!!!!!!
Viele Grüße
Sabine
Guten morgen Ihr alle,
Bluebird, schade, das Du hier nicht sagen magst, wie es dir ging mit Chemo. Mich zumindest interessiert es. Ich würde wissen wollen, wie es wirkt und was Du erlebt hast und wie Dir geholfen wurde, wenn ich betroffen wäre, oder meine angehörigen. Und ist es nicht auch für dich von großem Interesse, das die Menschen nicht gleichgültig sind und Du mehr Unterstützung und Rücksichtnahme erfährst, als dies geschieht in diesem Land? Du kannst uns "Unwissende" aufklären und damit einen großen Beitrag leisten und für Dich und alle anderen Betroffenen.
Ich habe keine Angst vor dir Bluebird, aber wenn ich Deine Freundin wäre, dann hätte ich sogar große Angst vor dir. - angst mit dir umzugehen. - Angst, etwas für Dich Falsches zu sagen - Angst vor Deiner Wut. - Angst vor der Macht, die Du gnadenlos ausübst. - Angst, Dich zu verletzen, wenn ich anderer Ansicht bin als Du. - Angst vor der Kälte, und Unnahbarkeit, die Du ausstrahlst.
Wenn Du meine Freundin wärest, würdest Du mich tief verletzen mit Deinem Verhalten und ich würde mich schuldig fühlen, weil ich nicht betroffen wäre von dieser Krankheit.
Wenn du meine Freundin wärest, würde ich dich dennoch unterstützen wollen bei all Deinen entscheidungen. Ich würde Dir alle Infos holen, die es gibt um diese Krankheit zu besiegen. Ich würde mit dir überlegen und beraten, was am sinnvollsten sein könnte für Dich. Ich würde Deine entscheidung niemals in Frage stellen, denn das stünde mir weiß gott nicht zu. Ich würde Dich pflegen, wenn es dir schlecht ginge nach der chemo, dir den Kopf halten, wenn du dir die Seele aus dem Leib kotzt. Ich würde mit dir an die chemo glauben ohne wenn und aber. Ich würde mit dir hoffen.Ich würde es aushalten, wenn du so gemein zu mir wärest.Und ichwürde dich dennoch lieben.
Aber ich hätte Angst vor dir!
Liebe Grüße
Marlies
Hallo Anja,
tut mir leid, ich bin nicht jeden Tag im Internet.
Mit menschenwürdiger Lebensverlängerung meine ich, daß man manchmal eine Chemo gibt, obwohl man weiß daß sie nicht zur Heilung führt z.B. bei Knochenmetastasen, da die Chemo hier nachweislich zur Schmerzreduktion beiträgt oder wenn Tumore durch ihre Größe zum Problem werden: z.B. im Darmbereich, wenn man die Passage erhalten will. In dem Fall bringt die Chemo Lebensqualität. Die Dosierung ist dann so niedrig, daß zusammen mit anderen Medikamenten erreicht wird, daß der Patient wenig unter den Nebenwirkungen zu leiden hat.
Warum Krebs überhaupt entsteht ist eine ungemein komplizierte Angelegenheit.
Das Immunsystem spielt dabei EINE große Rolle, insofern stimme ich Dir zu, daß das Immunsystem aufgebaut werden muß, damit die Erkrankung überwunden wird.
Das dies nur ein Teil der Behandlung sein kann, sehe ich an den Krankengeschichten vieler Patienten: Ich kenne Patienten, die auch alternativ alles gemacht haben und trotzdem zum Teil Jahre später ein Rezidiv bekamen. Meine Meinung ist, daß die Krebserkrankung sich auch in den Genen "niederläßt" (Bewiesen z. B: bei myeloischer Leukämie) und es deshalb so schwer ist, dagegen anzukämpfen, egal mit welchen Mitteln.
Ob bei rasch fortschreitenden Tumoren jemand eine Chance auf Heilung hat ohne Chemo bezweifele ich. Da brauchst du die Chemo um zumindest die Zeit zu haben irgendetwas anderes zu tun.
Bei oben erwähnten Fällen (z.B. gutartiger Hirntumor) wird zum Teil klar, daß Ärzte auch unvernünftig handeln, weil sie meinen etwas tun zu müssen (Bei gutartigen Tumoren erreicht man mit einer Chemo niemals eine Heilung, oft auch gar keinen Erfolg)
Von daher meine ich, daß der richtige Weg zur modernen umfassenden Behandlung der ist, den zum Beispiel die Klinik für Tumorbiologie in Freiburg geht: Dort wird nach einer gründlichen Diagnostik eine breite Palette von Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Der Patient kann dann selbst entscheiden, was er möchte.
Liebe Marlies,
Sport ist bei Krebserkrankungen enorm wichtig, weil die Bewegung und die vermehrte Sauerstoffaufnahme das Immunsystem reizt, der Effekt ist erklärbar und nachmeßbar (Steigerung der weißen Blutkörperchen, Ausschüttung von körpereigenen "Morphinen" zur Schmerzbekämpfung etc.)
Zu Studien zur Lebensqualität: Versuchs hier mal, englische Suchmaschine in der fast alle Studien auftauchen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov:80/entrez/query.fcgi?CMD=Limits&DB=PubMed
Gruß
Anna
Danke Marlies, Du hast sehr gut geschrieben und ich hoffe, es zeigt endlich mal Wirkung!LG
Hallo Annna!
Ich muss da etwas berichtigen: Chemo , es kommt aber immer auf den Primär Tumor an mit welcher, hilft eben doch, daß Skelett Metastasen zurück, bzw. verschwinden.
Erfahren am eignen Leib mit einer Metastase im Becken, schon nach 2 Zyklen war sie verschwunden, im LWS und HWS sind alle sehr stark rückläufig!
Bitte nicht einfach behaupten, Chemo hilft nicht, bei dies und jenem! Im Moment sieht es so aus, daß wirklich viele verträgliche Chemos im Umlauf sind. Teils in Studien, aber auch als Standard.
Das war jetzt eine Info zum Thema...
Gruß Ruby
http://www.click-smilie.de/sammlung/aktion/aktion077.gif
Hallo Marlies,
da hast du aber ordentlich ausgeteilt.
Bestärkt micht wieder ein meiner Meinung über diesen Thread hier
Hallo Ruby,
das finde ich sehr interessant, was Du schreibst.
Was für einen Primärtumor hattest Du oder hast Du?
Hast Du eine für Deinen Fall "übliche" oder eher unübliche Art von Chemo bekommen.
Ich freue mich für Dich, dass Deine Knochenmetastasen den Rückzug antreten.
Liebe Grüße
Sabine
Hallo Sabine,
eigentlich eine übliche Chemo, gekoppelt mit noch einem Wirkstoff. Damals war es eine Studie, heute ist sie "üblich".
Man sieht also, es geht weiter und es wird nicht wahllos etwas verabreicht, meine ich.
Alles weitere kannst du in meinem Erfahrungsbericht lesen.
Grüße Ruby
noch so viel zur meiner Chemo: 5 mal EC und 4 Doppelzyklen CMF. Gegen das Chemoerbrechen bekam ich Navoban, also war das Problem gelöst. In der Zeit kümmerten sich meine Freunde rührend um mich. Gut, ich war viel müde. Eine Woche müde, eine Woche so in der Mitte und in der dritten Woche ging es mir immer so gut, dass ich etwas Sport getrieben habe. Unter der Chemo konnte ich sogar für 10 Tage nach San Francisco fliegen (gebucht bevor ich wusste, dass ich Krebs habe).
Zwei Monate nach der letzten Chemo fing ich vollschichtig wieder an zu arbeiten.
Seit der Krankheit habe ich viele sehr schöne Reisen gemacht, in entlegene Ziele. Ich habe mir alles vorgenommen, was ich sonst nach der Rente angegangen wäre.
Ich lebe und freue mich täglich drüber.
Bluebird
Hallo Anna,
danke für deine Antwort. Wahrscheinlich muss man in jedem Fall individuell entscheiden, ob eine Chemo nun "Lebensqualität" bringen kann oder einem eher welche raubt. Auch denke ich, dass der Fortschritt der Erkrankung eine Rolle spielt. Vielleicht hast du Recht, wenn du sagst, dass mitunter der Primärtumor reduziert werden muss, bevor man eine ganzheitliche Therapie angehen kann, weil es schnell gehen muss. Dann muss man allerdings auch bedenken, dass es für eine alternative Therapie schon zu spät sein kann, da die Chemo bereits so viel im Körper zerstört hat, dass dies mit naturheilkundlichen Methoden nicht mehr aufgefangen werden kann. Ich sage "kann"!
Ich bitte auch zu bedenken, dass eine Chemo die Lebensqualität so stark reduzieren kann, dass man ihren Nutzen und das Risiko, welches sie birgt, auf jeden Fall abwägen sollte. Ich denke da auch an meinen Vater, der die letzten Monate seines Lebens unter so starker Übelkeit gelitten hat, dass er kaum noch Lebensqualität hatte. Bei ihm haben übrigens auch die Antiemetika nichts genützt. Desweiteren kann Chemo natürlich auch Schäden verursachen, die sich nicht wieder regulieren lassen, das wird auch in den seltendsten Fällen erwähnt. Also muss man als Patient schon sehr genau überlegen, was man tut, das ist meine Meinung dazu. Ich habe nichts gegen die Entscheidung eines Patienten für eine solche Therapie, aber er sollte sie nach Abklärung der Risiken und vor allem Darstellung der Alternativen getroffen haben. Und vielleicht nicht immer als erste Therapie der Wahl.
Vielen Dank für den von dir angegebenen Link, aber das Englisch hat mich abgeschreckt. Mal sehen, ob ich mich da noch durchquäle.
Wie sieht es denn deines Wissens nach aus mit der verlängerten Lebenszeit bei Lymphomen durch Chemotherapie? Und welche Chemo bekommen die Betroffenen? Ich hatte dich so verstanden, als ob du in diesem Bereich arbeitest und ihr sehr gute Erfolge vorzuweisen habt.
Viele Grüße. Anja
Hallo, nun muß ich auch mal was dazu schreiben.
Wir reden hier über eine Krankheit, der schon seit Jahrzehnten schwer beizukommen ist. Sicherlich hat die Medizin sehr hohe Fortgeschritte gemacht und vielen Menschen kann inzwischen geholfen werden. Aber das WIE ist doch egal. Ob nun Schulmedizin oder Alternativmedizin, ich denke, es kommt darauf an, wie früh der Krebs erkannt wird.
Ich bin selbst auch nicht betroffen, habe aber den Leidensweg meines Lebenspartners 1 1/2 Jahre mitbekommen. Letztendlich hat er den Kampf verloren. Noch immer mache ich mir Gedanken darüber, ob wir uns nicht besser hätten informieren sollen über unterschiedliche Behandlungsmethoden. Nunja, er war der Patient, er war der Betroffene, er hatte Die Angst sterben zu müssen, als er die Diagnose erfuhr. Er mußte damit fertig werden, deshalb war es auch seine Entscheidung, wie er sich behandeln läßt. Ich war zwar an seiner Seite, habe versucht, ihn zu unterstützen, ihn aufzubauen, ihn zu begleiten. Aber wir alle, die diese Krankheit nicht haben, können nicht im mindesten nachempfinden, was in den Menschen vorgeht, die betroffen sind.
Es fing an mit der Diagnose "Darmkrebs". Es folgte eine OP, von der er sich rasend schnell erholte. Bei den ganzen Untersuchungen vor der OP hatte man Lebermetastasen festgestellt, zudem einen Schatten auf den Bronchien und man sprach darüberhinaus auch schon von "ETWAS", das auf der Lunge zu sehen war, könnte sich aber auch um eine alte Lungenentzuündung handeln.
Danach wurde er zur Brochioskopie geschickt. Ergebnis: Carzinom
Danach wurde dann in der Onkologie beraten, was gemacht wird. Man entschied sich zunächst, das CA zu bestrahlen. Mit Erfolg, es wurde kleiner. Dann wurde die Leber gehittet. Zwischendrin immer wieder Phasen des Wartens. Was hat das alles gebracht. Das Hitten war nicht schlimm, das hat er gut überstanden, aber die Bestrahlungen: Übelkeit, Müdigkeit, Schmerzen in der Speiseröhre, nichts essen und nichts trinken können. Naja, wenn es denn was nützt, nimmt man alles gerne in Kauf. Mit der Leber war man dann auch ganz zuversichtlich, aber inzwischen ist dieses ETWAS in der Lunge größer geworden und jetzt erkannte man plötzlich: METASTASEN. Nicht vom CA, sondern durch den Darmtumor. Jetzt hieß es CHEMO, um den gesamten Krebs zu bekämpfen. Ich kenne mich nicht aus mit den Bezeichnungen von wegen 5mal EC usw. 6 Wochen lang 1mal pro Woche 2 Std. ambulant, wobei die 1. im KH zur Beobachtung gemacht wurde. Er hat sie sehr gut vertragen. Er war müde, ja, aber keinen Haarausfall z.B.
Nächste Untersuchung, wieder Warten. Hat nichts gebracht, Chemo war zu schwach, also nochmal usw. usw. usw.
Zuletzt hat man Leberproben entnommen (die Leber war inzwischen schon sehr angeschwollen), eine Kultur angesetzt, mit einer Chemo, die sonst nur HIV-Patienten in Zusammenhang mit Brustkrebs bekommen, ansonsten wird sie von der Krankenkasse nicht bezahlt. Fragt mich nicht, wie das Zeug heißt. Es hörte sich auf jeden Fall gut an. Über die Bezahlung war man sich auch schon einig und ich hätte es sowieso privat bezahlt, wenn es denn nur hilft. Dann fand in diesem Krankenhaus ein Professorwechsel statt und der lehnte diese Behandlung ab. Er hätte aber ein gleichsam wirkendes Mittel. Dieses wurde dann auch angewandt. Ach ja, und zwischendurch bekamm er dann auch mal diese 24Std.-Chemo, die hier so oft erwähnt wird, auch über 6 Wochen.
Alles hat nichts mehr genützt. Der Krebs war schon zu weit. Eine Metastase am 11. Brustwirbel konnte noch erfolgreich bestrahlt werden. Zuletzt waren dann noch 2 weitere angefriffen, ganz zu schweigen vom Bauchfell.
Jetzt die Frage an Euch, hätte dieser Verlauf aufgehalten werden können, oder ist mein Partner einfach nur zuspät zum Arzt gegangen? Welche Behandlungsmethode hätte hier denn helfen können? Nicht zu vergessen die psychische Belastung, in der er sich befand, schließlich hatte er 1 Jahr vor der Krebsdiagnose schon einen Vorderwandinfarkt. Die Angst, sein Herz könnte dies alles nicht mehr mitmachen war auch noch da. Was ich sagen kann ist, ja er ist zu spät zum Arzt gegangen, aus Angst, der könne was schlimmes feststellen. Und dann ist er noch an einen geraten, der ihn erstmal auf 1000 andere Krankheiten untersucht hat, anstatt ihn gleich zu einer Darmspiegelung zu schicken, denn die Sympthome waren offensichtlich. Er hatte wahnsinnige Rückenschmerzen, klar, er stand kurz vor einem Darmverschluß, aber der Arzt wollte ihn zu einem ORTHOPÄDEN schicken.
Laßt das mal auf euch wirken.
Eins ist auf jeden Fall klar, er hatte Vertrauen zu den Äzten im Krankenhaus, er fühlte sich gut aufgehoben und wollte nirgendwo anders hin, weil er überzeugt davon war, daß ihm geholfen wird.
Er wollte bestimmt nicht so früh sterben und diese Angst hat er die ganze Zeit mit sich getragen.
Puh, das ist lang geworden, sorry, war so im Schreibfluß.
Liebe Grüße
Mucki
Liebe Mucki,
deine Geschichte hört sich schlimm an. Was du hier aber nicht missverstehen darfst: Wir diskutieren nicht in der Form, dass irgendeiner von uns behauptet, er hätte ein Allheilmittel oder er wüsste, wie man eine Krebserkrankung zur Heilung bringt. Das wäre sicher mehr als anmaßend, wenn dies einer tun würde. Nein, hier findet nur eine Diskussion über verschiedene Möglichkeiten statt, dieser Krankheit zu begegnen und eine Chemo nicht als erste und vielleicht einzige (neben OP und Bestrahlung) Therapiemethode anzuwenden, sondern sich zunächst (und wie ich weiter oben sagte, falls es die Zeit zulässt) Informationen über andere Behandlungsansätze zu beschaffen. Niemand hier kann sagen, ob eine alternative Therapie in der Lage ist, Krebs zu heilen, aber das Chemo nicht der allein seligmachende Weg ist, beweist die Gegenwart ja mehr als deutlich. Sicher gibt es Fälle von Heilung und Lebensverlängerung (wobei wir uns über dieses Wort noch unterhalten müssen), aber es gibt viel mehr Fälle, bei denen die Patienten an Rezidiven versterben, früher oder später. Also wer darf noch behaupten, dass Chemotherapie die Lösung bei Krebs ist?
Die Menschheit ist ja noch nicht einmal so weit, dass sie klar sagen kann, was Krebs überhaupt ist, wie soll sie dann eine Heilungsmöglichkeit haben? Keiner wird verurteilt, wenn er eine Chemo macht, aber ich für meinen Teil denke schon darüber nach, warum sie immer wieder angewendet wird, obwohl es keine signifikanten Heilungserfolge zu geben scheint. Und wie gesagt, die finanziellen Interessen (nochmal ganz deutlich: vor allem die der Pharmaindustrie) scheinen eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen.
Viele Grüße. Anja
Guten abend,
ich denke anja, so pauschal kannst Du nicht in den Raum stellen, daß die Gegenwart mehr als deutlich beweist, daß eine chemo nicht der allein selig machende Weg ist. Dazu gibt es hier genügend Beispiele, z.B. bluebird, der es nach der Behandlung durch chemo offenbar gut geht. (Wann war die Chemo eigentlich Bluebird?) Man kann hier immer wieder von Rezidiven früher oder später lesen, das stimmt wohl. Aber dein Vater hatte doch auch ein Rezidiv und er hatte vorher nach Deiner Aussage keine chemo. Dann fallen mir hier Hildegard und Brigitte nochmal ein (Ich hoffe, es ist euch recht, wenn ich euch hier beschreibe) Hildegard ist glaub ich 4 Jahre rezidivfrei und Brigitte glaub ich seit 2000. Aber wer sagt denn? daß man ohne Chemo vor Rezidiven geschützt ist? Es wäre doch mal interessant zu erfahren, ob es irgendwelche Statistiken bei verschiedenen Krebsarten gibt zu Lebensqualität und Rezidivfreie Zeiten mit und ohne Chemo.
Gibt es so etwas? weiß das jemand?
Das würde ich mal wirklich interessant finden.
Verzeih mir, anja, aber es fehlt letztendlich der Beweis, daß Dein Vater ohne Chemo länger und oder beschwerdefreier gelebt hätte. Das wird sich leider nicht feststellen lassen.
Liebe Anja,
leider reicht mein englisch nicht für solche Fachgeschichten.Dennoch danke.
Liebe Grüße
Marlies
Liebe Marlies,
ich denke doch, dass man das pauschal so sagen kann. Lies nochmal genau nach, was ich geschrieben habe. Ich habe die Chemo nicht mit naturheilkundlichen Verfahren verglichen. Ich habe nichts dazu gesagt, dass es ohne Chemo keine Rückfallmöglichkeiten gibt. Im Gegenteil, ich habe klar gesagt, dass die Medizin auf dem Gebiet "Krebs" noch in den Kinderschuhen steckt, aber dass von Seiten der Schulmedizin gerne so getan wird, als wisse man etwas über die Entstehung und Behandlung von Krebs. Dem ist aber nicht so! Meines Wissens nach gibt es keine Studien, in der Chemos mit alternativen Methoden verglichen werden, sondern nur Studien, in denen verschiedene Chemotherapien und deren Kombinationen MITEINANDER verglichen werden.
Gruß. Anja
Liebe Anja,
weißt Du denn gesichert, daß es keine definitiven Heilungserfolge gibt? Ich hatte mal eine Freundin, die hat 45 Jahre nach einer Behandlung gelebt, die einer chemo wohl sehr nahe kommt und sicher wesentlich weniger ausgereift war, als es die chemo heute ist.
Hab ich weiter oben näher beschrieben.
Wenn es wirklich stimmt, daß es keinerlei studien gibt, die Vergleiche anstellen, halte ich das für einen Skandal, aber wenn ich dich recht verstanden habe, bist du dir nicht sicher oder?
Mir persönlich fällt die vorstellung auch schwer, zu glauben, daß Heilung mit solchen Giften entstehen kann, aber ich bin mir sicher, daß es Menschen gibt, die langfristig überlebt haben. Auch mit chemo. Aber eben auch ohne.
Liebe Grüße
Marlies
Liebe Marlies,
es gibt diese Vergleichsstudien nicht. Klar gibt es Menschen, die langfristig überleben, die Frage ist nur, ob sie dies wegen der Chemotherapie tun oder TROTZ der Chemo. Also, meine Meinung dazu kennst du jetzt...
Viele Grüße. Anja
Hallo Anja, hallo Marlies,
daß es keine Vergleichsstudien gibt, liegt nicht an der "Schulmedizin". Erst mal müßte, um die Wirksamkeit alternativer Methoden zu beschreiben Fallstudien gemacht werden. Dazu konnten sich Vertreter alternativer Medizin noch nicht entschließen. Erst wenn eine gewisse Wirksamkeit nachgewiesen wird, kann man Methoden miteinander vergleichen. Sonst kommt eine Studie nicht durch die Ethikkommissionen, denn man kann ja nicht dem einen Patienten eine Methode mit z.B. 50% Wirksamkeit anbieten, dem anderen eine mit nur 10%. Das wäre unethisch und mit dem Wohl des Patienten nicht vereinbar.
Liebe Anja, woher weißt Du, ob die Übelkeit deines Vaters nicht auch vom Tumor kam?
Gibt es ja auch sehr häufig.
Die Theorie der Langzeitüberlebende ohne Chemo stimmt z.B. für den Morbus Hodgkin nicht. 1940 waren 95% der Patienten mit M.H. nach 5 Jahren tot, 1963 mit den ersten Chemoversuchen ebenfalls. 1988 mit dem COPP-ABVD Schema lebten nach 5 Jahren 80%, mit dem BEACOPP-Schema sind es seit 1993 über 90%. Ichgebe zu, daß das hervorragende Ergebnis so nur für den M.H. stimmt und für einige Arten von Leukämien. Trotzdem ist Deine These, daß diese Patienten auch ohne Chemo überlebt hätten einfach falsch. Ich denke, man kann ja seine persönliche Abneigung gegen Chemo ruhig hegen, wenn man aber sachlich argumentieren will, darf man nicht einseitig schauen.
Das die Chemo für einige Tumorarten ein eindeutiger Flopp ist, ist klar, auch sollte man nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten weitersuchen. Nur müssen die sich dem Wirksamkeitsnachweis auch stellen.
Gruß
Anna
Hallo Anna,
ich finde deine Posting sehr interessant und aussagefähig. Stimmt dir fast in allem zu.
Lese sie immer gerne.
Ich danke für deine Ausführungen.
Liebe Grüße
Ingrid
http://www.click-smilie.de/sammlung/linie/linie006.gif
Hallo Anna,
wie bitte? Ethisch? Unethisch? Wie kann eine Methode zu 50 % oder 10% wirksam sein? Das müsstest du mir erklären, meiner Erfahrung nach ist etwas entweder wirksam oder nicht. Ich weiß, dass es Ethikkomissionen gibt, die Studien mit Chemotherapie "kontrollieren", aber wir wissen auch, wer in diesen Komissionen sitzt. Und dass sich noch nie ein Alternativmediziner bereit erklärt hätte, die Wirksamkeit seiner Methode nachzuweisen, stimmt ja nun auch nicht. Im übrigen braucht die Naturheilkunde dies oftmals nicht und in manchen Fällen kann sie den Ansprüchen der Schulmedizin ja auch gar nicht genügen. Aber ist sie deshalb unwirksam? Das ist aber auch gar nicht das, was ich meinte. Mir ging es darum, zu betonen, dass der Vergleich zwischen einer Krebsbehandlung nach alternativmedizinischer Art und der nach der Standardmethode einfach fehlt. Egal wessen "Schuld" dies nun ist, es gibt einfach diesen Vergleich nicht, und deshalb kann auch keiner sagen, "Ohne oder mit Chemo wäre es so oder so gelaufen...". Mir geht es nur darum, zu verdeutlichen, dass die Schulmedizin genauso wenig weit ist mit ihrer Erfahrung wie die Naturheilkunde, was Krebs angeht zumindest. Ich habe allerdings gewisse Zweifel, ob es politisch gesehen (ohne dass ich jetzt einem einzelnen Arzt einen Vorwurf mache) wirklich um das Wohl des Patienten geht oder nicht eher um das Portemonnaie von Verantwortlichen in der Pharmabranche. Schließlich gibt es ja auch Beispiele dafür, dass Medikamente in der Forschung gar nicht gut abschneiden, aber dennoch auf den Markt kommen, dort verheerenden Schaden anrichten und kurze Zeit später klammheimlich wieder vom Markt verschwinden. Wie ist das denn ethisch zu erklären?
Man sollte dieses Argument bei der Wahl seiner Therapie zumindest berücksichtigen und sich umfassend über alle Möglichkeiten informieren, die es gibt, nicht nur über die Standardmöglichkeiten.
Viele Grüße. Anja
Hallo Anja.
eine Methode ist bei bei einem Patienten natürlich erfolgreich oder nicht. Wenn Du sie bei 10 Patienten anwendest und bei 5 ist sie erfolgreich und bei den anderen 5 nicht hat sie eine Wirksamkeit von 50%.
Weißt Du, die Naturheilmethoden sind genauso ein Markt wie die "schulmedizinischen" Medikamernte. Wenn sich da was verdienen läßt, ist auch das Interesse von irgendwelchen Anbietern da, das Mittel zu vertreiben. Da sehe ich erstmal keinen Unterschied zwischen den Methoden.
Insofern gibt es ein wirtschaftliches Interesse, den Patienten mit Medikamenten zu versorgen und daran möglichst viel zu verdienen. Dem gegenüber steht der politische Wille, diese Versorgung möglichst günstig zu bekommen und möglichst wenig dafür zu bezahlen. Insofern wirken da verschiedene Kräfte (außer den medizinischen Erkenntnissen) auf den Markt ein.
Es wird ja auch immer schwieriger, die Patienten mit "schulmedizinischen" Mitteln optimal zu versorgen. Da gibt es Fälle, in denen Ärzte selbst dafür bezahlen sollen, daß sie ihren Patienten Antikörper ( zugegeben sehr teuer) gegeben haben, weil die zwar in der Rezidivtherapie schon erprobt und zugelassen sind, aber nicht für die Ersttherapie.
Optimal ist die Situation für Patienten ganz und gar nicht, weil es schwierig ist zu erfahren, welche Mwethode jetzt aussichtsreich ist und welche nicht, und wo er nur abkassiert wird (wiederum gilt das für ALLE Methoden)
Das wünsche ich mir für Patienten und Ärzte: Daß Forschung transparent ist, das ehrlich gearbeitet wird, das offen und kritisch verglichen werden kann, daß auch Außenseitermethoden geprüft werden.
Im übrigen gibt es universitäre Ethikkommissionen und Ärztekammer-Ethikkommissionen. Wenn Du eine multizentrische Studie durchführen willst, brauchst Du zum Teil das Ethikvotum von ca. 30-40 Ethikkommissionen und zwar nicht nur die Studiengruppe sondern jeder einzelne Arzt, der als Prüfarzt teilnimmt. (Auch ein Grund, warum es viele Studien garnicht gibt: Wer kann schon einen solchen Aufwand betreiben) Diesen allen jetzt von vornherein vorzuwerfen, pharmabranchenkonform zu sein, finde ich krass.
Viele Grüße
Anna
Hallo Anna,
mit der Vertreibung von Naturheilmitteln und Menschen, die sich in erster Linie daran bereichern wollen statt das Wohl des Patienten im Auge zu haben, hast du sicherlich Recht. Aber sie wirken sich beim Patienten im Zweifelsfall auch nicht so negativ aus wie ein Zytostatikum.
Dass du dir eine "transparente Forschung" wünschst, bestätigt meine Meinung darüber, dass sie es zur Zeit nicht ist. Ich habe beispielsweise gestern noch von mehreren Beispielen gelesen, bei denen Studien über die Wirksamkeit von Chemotherapien gefälscht wurden, ohne dass dies irgendwelche Konsequenzen für den betreffenden Arzt hatte. Was dies für einen Arzt in der Praxis oder im Krankenhaus, der seine Therapien und seine Entscheidungen auf solche Studienergebnisse stützt, bedeutet, vom Patienten ganz zu schweigen, brauchen wir jetzt wohl nicht zu sprechen...
Wie schafft es ein Verantwortlicher in dieser Position denn eigentlich, Ergebnisse zu fälschen, wenn andererseits 30-40 Ethikkommissionen mitprüfen?
Viele Grüße. Anja
Hallo Anna,
nochmal kurz zur Wirksamkeit. Findest du es "ethisch", einem Patienten eine Therapie anzubieten, die zu 50% ihre Wirksamkeit bewiesen hat?
Falls ja, bringst du mich aber ganz schwer ans Nachdenken und ich werde alles, was ich über ethisches Verhalten weiß, nochmal ganz kritisch beleuchten.
Mag sein, dass ich da jetzt etwas durcheinander werfe, aber deine Worte im vorletzten Beitrag haben mich nach nochmaligem Lesen doch sehr stutzig gemacht.
Gruß. Anja
Hallo Anja,
was würde dir denn lieber sein: 100 % tot oder doch lieber zu 50 % gesund?
Wenn du persönlich in der Lage wärest, wegen deiner Krankheit entscheiden zu müssen, würde sich deine Argumentation doch ganz anders anhören, dann greift man nach jedem STrohhalm!
Grüße
Miri
Hallo anja32,
es ist ethisch NICHT vertretbar, jemanden eine Therapie anzubieten, die ihn mit der Wahrscheinlichkeit von 50% helfen wird, wenn die Alternativen (d.h. keine Therapie oder die zweitbeste Therapie) ihm nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 5% "helfen" können.
Betrug gibt es in allen Bereichen (auch in der Wissenschaft) und kann nur in einem Polizeistaat ausgeschlossen werden. Die Ethikkommissionen haben nur die Aufgabe, den Aufbau einer Studie (Studiendesign) nach ethischen Kriterien zu überprüfen, d.h. sie überprüfen vor Studienbeginn, ob die an einer Studie teilnehmenden Patienten auch von der Studie profitieren. Sie sollen verhindern, daß Studien durchgeführt werden, die zwar zu wissenschaftlichen Erkenntnissen führen, dabei aber die Patienten benachteiligen - etwa weil sie nicht die beste Standardtherapie erhalten. Die Ethikkommissionen treffen ihre Entscheidung nach Aktenlage - es ist nicht ihre Aufgabe, vor Ort alles zu kontrollieren.
Die Kontrolle geschieht - wie immer in der Wissenschaft - am besten durch die Fachkollegen (bekanntes Beispiel des Prof. F.H.: http://medi-report.de/nachrichten/2000/06/20000620-02.htm ). Denn diese werden Veröffentlichungen kritisch hinterfragen. Wenn der Wissenschaftler von einer Organisation eine finanzielle Unterstützung erhielt, dann wird diese versuchen, Betrug auszuschließen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat nach den großen Skandalen entsprechende Konsequenzen gezogen ( http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2001/presse_2001_17_a.html ). Wenn die Studie "im Auftrag" eines pharmazeutischen Unternehmens durchgeführt wurde, dann hat dieses einen Anreiz, jeden Betrug aufzudecken. Schließlich werden die Behörden die Zulassung des Medikaments sofort zurückziehen, wenn gravierende Verstöße nachgewiesen werden. Die Kosten hierfür von über € 500 Mio. sind zumindest für die Unternehmen, die einen Ruf zu verlieren haben, eine entsprechende Motivation.
Viele Grüße
Marcus
Hallo Anja,
Meine Heilungschance bei Bauchspeicheldrüsenkrebs beträgt 0,5%. Ich wäre froh ich hätte die 50%.
Und lieber 50% Heilungschance, wie gar keine.
Liebe Grüsse Petra
Hallo Marcus,
wenn es ethisch vertretbar ist, einem Patienten eine Therapie anzubieten, die ihm mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% helfen wird, dann ist es auch ethisch vertretbar, ihm eine Therapie anzubieten, die ihm mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% helfen wird. Aber es geht nicht darum, was man einem Patienten anbieten darf, sondern darum, von den Ethikkommissionen zur Durchführung einer Studie zugelassen zu werden. Wenn die Wirksamkeit eines bestimmten Mittels vorher schon durch Fallstudien nachgewiesen sein muss, braucht man doch die Hauptstudie gar nicht mehr, oder? Ich beziehe mich auf den Beitrag von Anna am 11.2..
Desweiteren bin ich kritisch, was den Begriff "Wirksamkeit" angeht. Heißt der jetzt "Heilung" oder "Lebensverlängerung" oder "Tumorreduktion"? Wenn er bedeutet "Lebensverlängerung", von welcher Zeit sprechen wir hier und von welcher Lebensqualität?
Und zu deinem letzten Satz, Marcus: Selbst wenn der Betrug irgendwann aufgedeckt wird, so wie es ja auch geschehen sein muss bei den Fällen, von denen ich gelesen habe, so ist dies doch für die betroffenen Patienten, die leider wegen einer bestimmten Therapie gestorben sind oder unsägliche Qualen durchstehen mussten, irrelevant. Ich glaube, wenn wir anfangen, über Ethik zu sprechen, sollten wir ganz ganz vorsichtig mit unseren Äußerungen sein, aber keinesfalls überheblich werden oder uns gar als allwissend darstellen. Damit meine ich jetzt niemanden aus diesem Forum und auch nicht dich, sondern die Verantwortlichen, die in diesen Kommissionen sitzen. Ich verstehe einfach nicht, wie man von ethisch vertretbaren Entscheidungen sprechen kann, obwohl klar sein wird, dass Patienten sterben werden WEGEN der Methode, die getestet werden soll.
Gruß. Anja
Liebe Anja,
sehr wohl ist es ethisch, eine Therapie zuzulassen, die der Hälfte der Patienten hilft, wenn es ohne Therapie für keinen eine Chance auf Heilung gibt.
Wenn es schon eine Therapie gibt, die den Patienten eine Wirksamkeit von 50% anbietet, dann wird keine Studie zugelassen, die nur eine von 10% bietet. Was es dann schon gibt ist eine Mischung von Therapien, so könnte eine Studie, die die Standardtherapie plus Naturheilmethoden gegen die Standardtherapioe allein vergleicht, sehr wohl zugelassen werden. Dazu müßte das zu prüfende Medikament allerdings kostenlos von der entsprechenden Firma zur Verfügung gestellt werden.
Meistens gibt es in den Studien mehrere Ziele: Das erste ist die Verlängerung der Überlebenszeit an sich, das zweite das tumorfreie Überleben, Studien sprechen nicht von Heilung, auch wenn Patienten nach mehr als fünf Jahren rezidivfrei überleben.
Im übrigen glaube ich auch, daß dein Standpunkt der einer Gesunden ist, Patienten beurteilen ihnen vorgeschlagene Therapien ganz anders. Auch "Lebensqualität" wird unterschiedlich erlebt. Beurteilen Gesunde eine Therapie schon als unzumutbar, würden Kranke sie, selbst wenn es "nur" zu einer Lebensverlängerung kommt. diese Therapie trotzdem durchführen lassen. Da gibt es im gesundheitsökonomischen Bereich die entsprechenden Untersuchungen.
Ich glaube du gehst von der Prämisse aus, daß es zur Zeit schon eine "sanfte" Methode gibt, Krebs zu heilen. Das ist meines Wissens nach nicht gegeben. Sicherlich wäre es kriminell, wenn es eine schonende Methode gäbe Patienten wirklich zu heilen, diese nicht anzuwenden und statt dessen aus wirtschaftlichen Gründen Chemo oder Bestrahlung zu machen.
Von daher haben wir einfach sehr verschiedene Standpunkte: Du denkst (glaubst, hoffst??) daß es eine Naturheilkundliche Therapie gibt, diese aber unterdrückt wird, ich denke, daß es sie (leider) nicht gibt und erlebe daher die schulmedizinischen Methoden wie Chemotherapie, Bestrahlung, Immuntherapie, Antikörper, Hyperthermie etc..sowie die Ansätze naturheilkundlicher Unterstützung (Mistel, Weihrauch....) nicht als so furchtbar oder Qualen verursachend (Das ist die Krankheit an sich!!!!!), wenn auch natürlich als noch zu verbessernd.
Gruß
Anna
Hallo Anna,
habe eure Diskussion erst jetzt gesehen. Ich bin sehr froh über deine Ausführungen - du sprichst mir aus der Seele. Hoffentlich wird das von möglichst vielen gelesen - vielleicht hebt es dann das Verständnis für diese schwierige Thematik.
Liebe Grüße
@ Petra
vor längerem ist in meiner transplantierten Niere eine bestimmte Erkrankung aufgetreten. Die Wahrscheinlichkeit dass dies passieren würde, lag noch unter (deinen) 0.5% - nicht mal mein wirklich erfahrener Nephrologe hätte damit gerechnet (es gibt auch praktisch keine Literatur dafür). Und doch bin gerade ICH es, die es trifft.
Dir wünsche ich , dass gerade DU es bist, die die 0.5% aufrecht erhält! Ich hoffe fest mit dir!!!
Alles Liebe
Afra
Anja,
dein missionarischer Eifer alles an der Schulmedizin und an Studien schlecht zu finden ist schon eigenartig.
Ich bete für dich, dass du nie die Entscheidung treffen musst, welche Therapie du gegen deinen Krebs einsetzen willst.
Deine Statements sind für mich ungefähr so,
wie wenn der Pabst über Ehe redet.
Einen schönen Tag
Ingrid
Hallo Anna,
habe gerade deine Antwort gelesen, aber keine Zeit, dir sofort zu zurückzuschreiben. Werde mich später melden.
Hallo Ingrid,
jetzt werd mal nicht persönlich. Du gehörst zu den Leuten, die hier immer nur austeilen, allerdings lustigerweise immer ohne ein einziges Argument in der Hand. Wie wäre es, wenn du dich mal inhaltlich an der Diskussion beteiligen würdest, statt ständig nur Hiebe zu verteilen und zu stänkern? Ich kann mit deinen Sprüchen nichts anfangen, sie sind einfach nur destruktiv und bewirken einzig und allein Verärgerung. Geht man so miteinander um als Erwachsener?
Übrigens finde ich mich gar nicht missionarisch. An keiner Stelle habe ich versucht, andere von einer Idee zu überzeugen, ich versuche lediglich, für mich selber etwas Klarheit in einem sehr undurchsichtigen Gebiet zu erlangen. Dir könnte ich im Gegenzug vielleicht Naivität unterstellen, weil du die Dinge so unhinterfragt einfach annimmst. Aber das tue ich nicht, weil ich mir denke, dass du deine Gründe haben wirst so zu denken, wie du es tust. Deshalb wäre es aber trotzdem sehr anständig von dir, wenn du mir meine Einstellung auch lässt, auch wenn du sie nicht teilen kannst.
So, mehr möchte ich zu deinen Bemerkungen nicht sagen. Ich hoffe, du reagierst beim nächsten Mal etwas sachlicher. Wir sollten versuchen, das Niveau zu wahren, oder?
Gruß. Anja
Hallo Anna,
so, jetzt habe ich noch etwas Zeit dir zu antworten. Also, sicher hast du Recht damit, dass "Lebensqualität" von jedem Menschen anders beurteilt und interpretiert wird. Und natürlich kann ich auch nur von meinem Standpunkt als Gesunder aus sprechen. Allerdings beurteilen Krebskranke die ihnen angebotene Therapie auch deshalb anders, weil ihnen gegenüber oftmals geäußert wird, sie könnten diese Therapie machen oder man könnte ihnen nicht viel weiter helfen. Es ist ja gerade meine Kritik, dass zu wenig von Alternativen gesprochen wird, zumeist wahrscheinlich deshalb, weil der Arzt diese selbst nur unzureichend kennt. Du behauptest ja auch, dass es deines Wissens nach keine sanfte Methode gibt, den Krebs zu heilen, aber hast du dich beispielsweise schon mit der Budwig-Theorie ernsthaft auseinandergesetzt?
Noch einmal: Ich finde es ausgesprochen gewagt, von "ethischer Vertretbarkeit" zu sprechen, wenn eine Methode "nur" 50% der Betroffenen hilft, dies aber auch nur insofern, dass der Patient eventuell (nämlich zu 50%, oft aber zu deutlich weniger) eine verlängerte Lebenszeit, keinesfalls aber eine Heilung zu erwarten hat. In den meisten Fällen wird ihm nicht gesagt, dass diese verlängerte Lebenszeit in einigen Tagen oder Wochen, zugegebenermaßen auch schon mal in Monaten, besteht. Würde ihm dies mitgeteilt werden, bin ich mir nicht sicher, ob jeder Patient einer solchen Therapie mit all ihren Wirkungen zustimmen würde.
Auch wird ihm sicher nicht jedes Mal gesagt, dass eine Reduktion des Tumors durch Chemotherapie ein explosionsartiges Wachstum nach Beendigung der Therapie nach sich ziehen kann. Oft ist das dann der Zeitpunkt, an dem sich Betroffene wie auch Ärzte auf das Vorhandensein von alternativen Therapien besinnen, wie etwa Mistel, sich dann aber wundern, wenn diese die gewünschte Wirkung nicht mehr zeigen (können), weil der Körper schon unwiderbringlich geschädigt ist. Auch wird oft verschwiegen, dass Zytostatika überhaupt erst Krebs erzeugen.
Viele Grüße. Anja
Hallo Anja, ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, daß man sich als Patient bei einigen Ärzten sehr unbeliebt macht, wenn man dem Rat zur Chemo NICHT folgt!Mir wurde seinerzeit gesagt, bei Ablehnung bzw.Nichtfortführung der Chemo hätte ich max. eine Überlebenschance von einem halben Jahr.Heute im Nachhinein empfinde ich das bald als Bedrohung.Wie soll sich denn ein Patient verhalten? Nicht jeder bringt den Mut auf, sich konträr zum ärztlichen Rat zu verhalten. Als mir dann zu allem Überfluss nach einem Jahr von der Uniklinik, in der ich operiert wurde, noch ein Fragebogen in's Haus flatterte mit der Fragestellung 'Patient verstorben am ...., an welchen Symptomen?'(der Fragebogen war eigentlich für meinen Hausarzt gedacht), dann finde ich das schon makaber.D.h. man geht einfach davon aus: keine Chemo - kein Überleben!
Ich will damit sagen, das alle Theorie, die hier diskutiert wird, dem Einzelnen sicherlich viel Informationen bringt, aber bei seiner Entscheidungsfindung 'Chemo ja/oder nein, hilft es ihm nicht unbedingt, denn da haben m.M. nach die Ärzte den längeren Atem, es sei denn, man widersetzt sich mutig. LG
Hallo Anja32,
dein Stänkervorwurf gegenüber Ingrid zeigt deutlich, was Anna in bezug auf die verschiedenen Standpunkte Betroffener/Gesunder geschrieben hat. Du kannst gar nicht verstehen, daß es Menschen gibt, die sich "freiwillig" einer Chemotherapie unterziehen, weil sie sich dadurch Hilfe erwarten.
Hinsichtlich der Lebensqualität kann ich nur sagen, daß die Therapien, die du angesprochen hast ("verlängerte Lebenszeit in einigen Tagen oder Wochen, zugegebenermaßen auch schon mal in Monaten") nicht kurativ sind, sondern palliativ ( http://www.krebs-kompass.de/palliativmedizin.html ). Die Therapie soll dann dem Betroffenen die Lebensqualität erhalten soweit es möglich ist. Eine palliative Chemotherapie unterscheidet ist aber etwas völlig anderes. Sie soll den Patienten nicht belasten, sondern ihm weitere Leiden (Schmerzen, Knochenmetastasen etc.) ersparen.
An HILDEGARD: Leider ist es in Deutschland noch so, daß manche Ärzte ihre rechtliche und ärztliche Pflicht, den Patienten aufzuklären und ihm die Entscheidung zu überlassen nicht ausfüllen. Grundsätzlich hat der Patient die Entscheidungsfreiheit, denn ohne seine Einwilligung wäre jede Behandlung Körperverletzung. Natürlich werden die meisten Patienten nicht wissen, welche Behandlung für sie die richtige ist, der Arzt wird die Therapieauswahl vornehmen. In diesem Fall MUSS der Arzt den Patienten aber über die möglichen Alternativen und Konsequenzen unterrichten ("informed consent"). Viele Ärzte gehen aber noch von dem Lehrbuchfall eines Patienten aus, der diese Entscheidungen und die Information über die Konsequenzen als Belastung ansieht. Nur wenn das wirklich der Fall wäre, dürfte der Arzt alleine entscheiden.
Wir bekommen viele Mails, von Menschen, die genau dieses berichten: sie haben Fragen gestellt, ohne eine Antwort zu bekommen. Das sollte nicht sein und hier sollte man auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, den Arzt zu wechseln. Aber ich sehe hier Besserung, da eine Universitäten mit medizinischen Fakultäten nun auch solche Dinge bei der Forschung und Lehre berücksichtigen. Hier tut sich was und wir können nur hoffen, daß es für die Zukunft eine Veränderung bringt. Das Internet hat schon einiges gebracht, damit die Betroffenen sich informieren können.
Der Fragebogen wird sicherlich keine "böse Absicht" gewesen sein. Soweit ich weiß, sind die Ärzte nach den Krebsregistergesetzen verpflichtet, statistische Angaben über jeden Krebs-"Fall" zu machen. Das was du geschrieben hast, hört sich an, wie ein solcher Fragebogen, der vom Tonfall her wohl nicht in die Hände des Patienten fallen "dürfte".
Liebe Grüße
Marcus
Hallo Anja,
oha, deine Reaktion bestätigt mir, ich habe mitten hinein ins Nest getroffen.
Ich habe das beste Argument das es gibt, ich habe Krebs und ich habe eine Chemo gemacht.
Und du?
Sind alle die Chemo gemacht haben naiv ?
Ich hinterfrage sehr wohl Therapien, hinterfragst du auch deine Ansichten oder hinterfragst du nur die Schuldmedizin?
Gut, in einem hast du Recht, ich war naiv für dich zu beten, dass du nie Krebs bekommst. Das lasse ich dann sein.
Einen schönen Samstag
Ingrid
Hallo Ingrid,
ich sagte "könnte"...
Lies mal genauer, am besten auch noch mal meine anderen Beiträge, statt dir nur das rauszupicken, was du gerade gebrauchen kannst.
Schöne Grüße. Anja
guten morgen,
es war mal 3 Tage richtig schön und interessant, hier zu lesen.
ist es nun wieder vorbei?
Liebe Grüße
marlies
Guten Morgen, Marlies!
Meintest du das ernst, fandest du es wirklich interessant? Nein, es ist nicht vorbei, habe mir vorgenommen, auf diese Stänkereien nicht mehr zu reagieren.
Viele Grüße. Anja
ja, ich fand es interessant und sachlich und lehrreich, so sollte es sein , und deinen vorsatz finde ich vorbildlich lach.
Ich wünsch dir und allen anderen einen schönen Tag.
Liebe Grüße
marlies
Hallo Marlies,
ich habe schon lange diesen thread mitverfolgt und hab eden Eindruck, dass sich die "Leute" zum virtuellen Kopfduell animiert wurden. Und dass durch sogenannte "Neue Medizinertheorien".
Ich habe auch Chemo hinter mir und weiss was das bedeutet.
Als Krankenschwester habe ich aber auch ein gut fundiertes Medizinisches Wissen, so dass mir so schnell kein Arzt etwas vor machen kann.
Nun noch was,ohne Schulmedizin geht es bei einer Krebserkrankung sicher nicht, begleitend sind alle anderen Theorien, nach dem Motto: "an was Du glaubst, das hilft Dir!"
Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber ich habe meine eigenen Meinungen, und andere sollen das akzeptieren. Umgekehrt natürlich auch!
"Eine gute Kommunikation auf der sachlichen Ebene ist immer fruchtbar. Wenn alles auf der Beziehungsebene ausgetragen wird, ist der Streit vorprogrammiert."
Ein Stück aus meiner Facharbeit, die z. Z. schreibe.
Das war die Herausforderung nach meiner BK-Erkrankung.
Kannst mir ja mal mailen, ich heiße auch Marlies......deshalb hier Maryjoe.
Liebe Grüße
Maryjoe(Marlies)
(Mauwe@t-online.de)
Hallöchen Ihr Lieben,
bin erst jetzt auf diese Diskussion hier gestossen, und da mich Marlies hier auch schon erwähnt hat (nebst Hildegard), möchte ich auch noch ein paar Worte dazu sagen. Als Krebsbetroffene OHNE Chemo, ja?
Offenbar gibt es wirklich nur ganz, ganz wenige Krebsbetroffene hier im KK, welche auf eine Chemo (und allenfalls auch Bestrahlung) voll verzichtet haben. (Hi, Hildegard! Ich drück Dich! Jetzt fühl' ich mich nicht mehr so einsam! Grins!)
Welche verzichtet haben, und welche dies hier OHNE irgendwelche Werbung, Naturheilversprechen, oder überzeugten "Heilgefühlen" so angeben.
DAS ist wohl auch der Unterschied, denn "völlige Überzeugung" eines Heilerfolges, egal ob Schulmedizin oder Natur, wird immer von der Gegenseite zu Kritik führen. Seien wir uns im Klaren: So lange es kein hundertprozentiges Heilmittel gibt, werden sich die Meinungen eben teilen. Hm?
Aber jetzt mal meine Sicht, welche Euch vielleicht auch interessiert.
Nicht-Betroffene können übrigens nur "annähernd" vorher sagen, was SIE tun würden: Chemo oder keine Chemo. Sie können davon sogar sehr überzeugt sein, und ich glaube ihnen das echt!
Aber wenn jetzt die tatsächliche Situation KREBS eintritt, so werden ihre sämtlichen "Vorsätze" verpuffen! Glaubt mir! Zumindest am Anfang, wenn der Schock da ist. Denn dann werden sie SOFORT eine Lösung haben wollen! Es geht um Leben und Tod, nicht wahr?
DIESE Situation ist für Nicht-Betroffene nicht im Voraus erkennbar. Sie werden nicht wissen, wie sie reagieren werden. Werden sie die Vorschläge des Arztes (Chemo) annehmen? (Wobei ich auch zugeben muss: Bei meinen Ärzten waren es keine Vorschläge, es waren Befehle!) Oder werden sie die Ruhe bewahren, um erst in Ruhe darüber nachzudenken und sich zu informieren?
Dies ist mal der eine Punkt. Der nächste Punkt sind die Ärzte selbst, denn es gibt leider, wie Marcus schon erwähnt hat, noch zu viele "Befehlshaber" unter ihnen. Natürlich ist ein Arztwechsel immer gut, aber wenn man nach sechs gleichen "Befehlshabern" nichts Neues erfährt, dann nützt der ganze Arztwechsel nichts. Zudem muss man auch bedenken, dass der Krebspatient noch immer unter Schock steht, dass hier die wenigsten die Kraft haben, dauernd den Arzt zu wechseln.
Wenn also hier schon mal "schlechte Erfahrungen" gemacht werden, so kann sich dies sehr negativ auf den Patienten auswirken. Auch auf seine Entscheidung, hm-hm! Ein Krebspatient, der HIER noch immer seine Ruhe bewahren kann, ... Hut ab vor ihm!
Nicht-Betroffene sehen auch DIESE Situation noch nicht. Sie KÖNNTE eintreten! Also das "Drängen" nach Standard-Behandlungen, ohne einem selbst die Entscheidung zu überlassen. Hier gerät man unglaublich in Gefahr, "trotzig" zu werden, und die Ärzte allesamt auf den Mond schiessen zu wollen, ... oder eben sehr schnell "nachzugeben", ohne sich die Sache vorher in Ruhe überlegt zu haben.
Ich erwähne hier natürlich jetzt wohl eher jene Patienten, die KRITISCH sind. Jene, die sich dauernd fragen: "Ist DAS richtig? Oder doch lieber DAS?"
Und diese "kritischen Menschen" muss man natürlich auch berücksichtigen, genau so wie jene, die immer gute Erfahrungen mit Ärzten gemacht haben und ihnen vollstes Vertrauen schenken können, die also gar kein grosses, "kritisches" Denken erst benötigen.
(Das ist halt die Individualität des Einzelnen eben.)
Ich war auch so ein "kritischer" Mensch, ... obwohl ich vorher eigentlich nie schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht hatte, aber ... da war halt schon immer dieses "Dingsda" im Kopf, welches ALLES immer hinterfragen muss, hm?
Nachdem ich mich also (nach meiner OP) von den "Befehlshabern" hatte sagen lassen müssen, was ich zu tun hatte, ... war's mir schon mal ziemlich unwohl!
(Man bedenke bitte DIESE Situation!)
Jetzt musste ich erst mal "checken", WARUM diese Ärzte solche "Befehlshaber" waren, um dann hinterher einzusehen, dass ... ihnen eben nichts anderes übrig blieb!
Hart war's dann aber wieder, wenn die Ärzte nicht "wollten", dass ich erst etwas Bedenkzeit brauchte!
(Man bedenke bitte auch DIESE Situation!)
Es gab wirklich nur das eine für mich: Kurzer Rückzug, um mir alles ganz genau zu überlegen und mich zu informieren.
Dummerweise: Wenn ich Fragen hatte, waren die Ärzte in Urlaub! Also wandte ich mich an das "Krebs-Sorgentelefon"!
(Man beachte bitte auch DIESE Situation: Alleingelassen in der Not!)
Wie kann man sich jetzt in so einer Situation für einen Weg entscheiden? - Ich las massenweise Bücher, und liess mir ZEIT! Aber eine ANTWORT hatte ich noch immer nicht. Eine persönliche Antwort für einen "Weg" für mich, fehlte noch.
Dass ich nach zwei Monaten in eine Tumorklinik von Antrophosophen kam (Natur), war eigentlich eher, weil ich RUHE brauchte! Es war eine Reha, UM entscheiden zu können!
Tatsächlich konnte ich dort dann auch meine Entscheidung treffen. Aber sie hing mit vielen endlosen Fragen zusammen, und natürlich mit der Krankheit selbst, also der Tumorgrösse und Art!
(Ganz wichtiger Punkt!) Es gab - zu meinem Erstaunen - keinen einzigen Arzt dort, welcher mir sagte, was ich zu TUN hätte! Niemand setzte mich unter Druck, und niemand "garantierte" mir irgend ein Heilversprechen.
Ich fragte dort auch nach "Statistiken", welche belegten, wie viele Frauen mit Brustkrebs OHNE Bestrahlung und Chemo heute noch gesund weiter leben würden! - O ja, sagte man mir, da gäbe es noch manche Patienten davon, aber ... leider hätte man nicht die finanziellen Mittel, um so eine Statistik-Studie machen zu können!
Tja, tja!
Aber meine vielen Fragen hämmerten mir noch immer im Kopf herum. Ich musste GANZ GENAU wissen, ob ich jetzt was "gegen" die Schulmedizin (Chemo) hatte, ob ich bloss Angst hatte, ob meine familiären Vorbelastungen mich geprägt hatten (Mutter war mit Chemo nach zwei Jahren an ihrer Leukämie gestorben), usw. usw. Und ich musste endlich wissen, (was mir die Schuldmediziner nie sagen konnten), ob ich mit meiner Krebsart, Krebsgrösse, OP-Verlauf usw., ... auch eine Chance OHNE diese ganze schulmedizinische Behandlung hätte!
Diese Antwort konnte mir auch wieder niemand geben!
Nun, DANN wiederum muss man auch berücksichtigen, welcher psychischer Verlauf so in einem abgeht. Obwohl jeder Schulmediziner weiss, dass so ein Krebs auch zünftig auf die Psyche geht, scheinen sich da die wenigsten darum zu kümmern.
MEINE Reaktion war PANIK! Panik in diesem Sinne, indem ich mich fragte: Okay, Du hast mehrere Möglichkeiten einer Behandlungsart, aber Du hast auch noch andere Möglichkeiten, Deiner LEBENS-Art! WAS TUST DU JETZT, ... wenn Du, angenommen, nur noch drei oder vier Jahre hast? Egal, ob jetzt mit oder ohne Schulmedizin?
Das "schwankte" also auch noch dauernd hin und her, dieses Wissen darüber, dass man eh nicht sooooo viele Chancen mit Krebs hat. Da war dann plötzlich die Frage schwerer: WAS NOCH TUN IM LEBEN?
Naja, manche von Euch wissen ja vielleicht, dass ich an einem Roman arbeite, gell? Da ging's also noch darum, einen TRAUM zu leben.
Jetzt musste ich also abwägen: Welcher Weg war "positiver"? Welcher Weg konnte meiner Gesundheit mehr GEBEN?
Soll ich die Bestrahlung und Chemo machen, und vielleicht LEIDEN, (und dabei meinen Roman vergessen, naja, vielleicht später mal ...) ... wobei ich auch nicht hundertprozentig weiss, OB es auf die Dauer meines Lebens heilend hilft,
... oder soll ich auf alles Schulmedizinische VERZICHTEN, einfach positiv GENIESSEN und meinen Traum leben, ... wobei ich aber auch wiederum nicht WEISS, ob es auf die Dauer meines Lebens hundertpro gesundheitlich okay ist?
Man beachte hier also noch die Psyche, (die gute alte! Grins!), welche da einem ebenfalls noch gehörig zusetzen kann!
Also zusammengefasst muss ich sagen: Meine Entscheidung, auf die Bestrahlung und Chemo zu verzichten, lag an ... der Tumorgrösse/art, und ... an meinem Traum! (NICHT an den Schulmedizinern, oder meine Erfahrungen mit ihnen, denn ich konnte sie VERSTEHEN! Allenfalls lag es vielleicht eher noch an der fehlenden "positiven" Infos von ihnen!)
Leider weiss ich nicht, wie ich es anders beschreiben kann. Aber ich denke, ich bin so ehrlich wie möglich. Von der Tumorgrösse und Art war ich einigermassen sicher, dass es GUT GEHEN KÖNNTE ohne Schulmedizin, ... und von meinem Herzen aus war ich HUNDERTPROZENT sicher, dass es die einzig richtige Entscheidung war!
Jetzt gucken bestimmt manche ganz zerknirscht hier, aber ... lächelt ein bisschen, ja? Guckt mal, hier werden immer nur Fakten und genaue Daten mit "Garantien" gesucht, ... aber keiner erwähnt irgendwo das "sprechende Herz".
Nein-nein, ich hab' keines dieser Bücher gelesen, die Ihr hier alle erwähnt (ich kenne diese Leutchen gar nicht), ich spreche nur ganz persönlich von MIR.
Doch niemals würde ich einem Krebspatienten anraten, das selbe wie ich zu tun. Es ist WIRKLICH eine ganz persönliche, individuelle Entscheidung. Niemand kann mir Garantien geben, und trotzdem fühle ich mich wohl mit meiner Entscheidung. Sollte ich eines Tages ein Rezidiv haben, so werde ich mir wohl wieder alles von Vorne überlegen müssen. (Vielleicht hängt es auch davon ab, ob mein Roman endlich beendet ist? Grins!)
Was ich natürlich seither noch nehme, das ist die Mistel. Meinen Blutwerten hat sie sehr gut getan. Zwischendurch bekomme ich kleine "Natur-Pillen" für die Leber, oder mal "Aurum" oder "Phosphor" oder was da alles noch gut tut.
Doch ich weiss, dass das alles ebenfalls keine Garantie ist. Im Moment tut es mir gut, und es ist wirklich alles okay, seit September 2000. Was später sein wird, das weiss niemand.
Auch die Ernährung habe ich ein wenig umgestellt, wobei ich natürlich nicht so "steif" darauf versessen bin, also wenn ich mal meine "Schweizer Schokolade" brauche, dann ess ich die auch, jawoll!
Keine Ahnung, was es ist, Ihr Lieben. Vielleicht auch Glück? Für eine Weile zumindest? Vielleicht auch für länger? Wer weiss?
Ich drück Euch jedenfalls alle (und streitet Euch nicht mehr, ja?).
Ganz liebe Grüssli an Euch
von der "krassen" Brigitte
wolfgang46
07.04.2003, 22:16
Liebe "krasse Brigitte",
DAS hast Du aber sehr gut beschrieben.
Danke
Wolfgang
PS. Ich möchte meine Gefühle auch so gut beschreiben können.
Liebe Brigitte,
du hast dich bewußt gegen eine Chemo entschieden. Ich hingegen bin durchgegangen. Ich habe mich bewußt gegen Tamoxifen und Zoladex entschieden; viele andere wiederum dafür. Ich denke, wir müssen uns für nichts, was wir in Bezug auf unsere Krankheit tun oder lassen, rechtfertigen.
Ich habe allerdings etwas gegen Leute, die noch nie selbst damit konfrontiert waren und trotzdem "Neue Medizin" propagieren. Das halte ich für sehr sehr gefährlich.
Liebe Grüße aus Hamburg
Gabi
Hallo Ihr Lieben,
Hi Gabi,
das stimmt, wir brauchen uns nicht zu rechtfertigen, wie wir auf Grund unserer Krankheit handeln. Doch vielleicht mag der eine oder der andere (Nicht-Betroffene/r) wissen wollen, WIE man als Betroffene/r zu einer Entscheidung gelangt und WARUM?
Die Frage an und für sich finde ich okay, und mir ist es nicht unangenehm oder so, darüber sprechen zu müssen.
Heikel wird es eben immer dann, wenn "völlige Überzeugung" einer Heilmethode mitspielt, und da macht es jetzt keinen Unterschied, ob man als Betroffene/r darüber redet oder als Nicht-Betroffene/r. Wir haben ja alle die gleiche Unsicherheit irgendwo, und wenn wir mal den Eindruck haben "Huuh! Das funktioniert so!", dann glauben wir, es allen anderen mit vollster Überzeugung klar machen zu müssen.
Aber deswegen habe ich auch noch die anderen Punkte angeschnitten, z.B. jenen, wo Nicht-Betroffene im VORAUS noch gar nicht wissen können, WIE sie in so einer Situation, wenn es sie SELBER betrifft, reagieren können.
Ich hätte mir nämlich auch NIE gedacht, dass ich in SO einem Falle auf die Schulmedizin verzichten würde! Irgendwie kam's so, (den Umständen entsprechend wahrscheinlich auch), und meine Reaktion hat mich - in dieser Krisensituation - selber heftig erstaunt. - Aber was soll man tun, wenn's Herzle halt auch noch so laut spricht?? :-)
Aber vielleicht liegt's auch ein bisschen an mir selber, denn ich "horche" immer so heftig in mich hinein, und für Entscheidungen brauche ich immer viel Zeit.
Da gab es Bücher, die ich gelesen hatte, die auch irgend was "Natürliches" (mit vollster Überzeugung) preisgaben, ... und wenn ich sie zu Ende gelesen hatte, da hatte ich immer noch MEHR Fragen als vorher. Manchmal legte ich das eine oder andere Buch schon nach wenigen gelesenen Seiten wieder weg, weil ich ein sehr komisches Gefühl dabei im Bauch hatte. Aber das waren nicht nur "Natur"-Bücher, es waren auch welche der Schulmedizin.
Man sagt ja eigentlich: "Je mehr man darüber liest und weiss, um so verwirrter ist man hinterher!" Stimmt, das war ich auch, aber trotzdem konnte ich so die vielen "Ideen" einfach mal aufnehmen. Ich "spürte" von selbst, wenn in den Büchern etwas nicht so ganz in Ordnung war, und ... naja, ich kann's nicht richtig erklären. Ich war wohl einfach auf der "Suche". Aber die WAHRE Lösung habe ich dabei also auch nicht gefunden!
Meine Entscheidungs-Suche ging auch sehr TIEF in mich hinein. Es WAR nicht nur die Tatsache, das DIES heilen könnte oder JENES, ... es hatte auch etwas mit mir und meinem ganz eigenen und persönlichen Leben zu tun. Kein Weg, den ich hätte einschlagen können, empfand ich als MUTIG oder als was Spezielles. Es ging einfach auch um mich und um mein künftiges Leben. Es war ein Augenblick des totalen Egoismus', den ich auch genau so brauchte.
Ist doch für Nicht-Betroffene bestimmt ganz interessant, wenn sie dies hier so lesen, nicht wahr? Es soll zeigen, wie individuell verschieden so eine Entscheidung sein kann, wie menschlich und wie tief das auch gehen kann. Da geht's nicht nur um "Ja" oder "Nein", da geht's um mehr.
Ich kann jetzt also sagen, meine Entscheidung war damals völlig richtig, aber die Entscheidung garantiert mir nicht "ewiges Leben" oder so. Es war die Entscheidung jenes Momentes, und in jenem Moment war es okay. Doch ich weiss ja auch nicht, was kommen mag, wenn also wieder die Situation so eintreten wird, dann werde ich wieder neu entscheiden müssen, neu für JENEN Moment.
Natürlich habe ich jedesmal Bammel vor den Nachkontrollen beim Arzt, und jedesmal wundert's mich, dass wieder alles okay ist. Es wundert mich, aber ... irgendwie dann doch wieder nicht. Denn warum soll ich anzweifeln, was mein Herz mir damals gesagt hat?
Ist verrückt irgendwie, ich weiss.
Weisst Du, Gabi, ich mag's auch nicht, wenn Leute, die noch nie selber am eigenen Leib damit konfrontiert wurden, die "Neue Medizin" oder wie das alles heisst, so propagieren. Sie erinnern mich immer ein bisschen an jemanden aus meinem Bekanntenkreis, welcher MIR kurz nach der Diagnose sagte: "Geh doch zu diesem Geistheiler! Der ist GUT!" Naja, wäre ja ein Vorschlag gewesen, den es sich zu überlegen gelohnt hätte, aber da ich zweifelte (wie immer), wurde jener Bekannte ziemlich wütend, nannte mich "Stur" und "Dickschädelig", drohte mir noch damit, dass ich jetzt bestimmt Metastasen kriegen würde, ... und ab war er, auf nimmer Wiedersehen!
Also: Jeder kann von sich selbst und von Etwas völlig überzeugt sein, überzeugt, das einzig Richtige zu tun, aber ... er kann es nicht von jemandem anderen genau so erwarten. Geht leider nicht! Tja!
Was meint Ihr alle so dazu? Möchtet Ihr die Diskussion wieder aufnehmen und auch mit mir noch ein wenig plaudern?
Ganz liebe Grüssli
von der "krassen" Brigitte
PS. Danke Wolfgang, für Deine lieben Worte.
Hallo Marlies,
150 Einträge in dieser Rubrik in 3 Monaten, das ist eine stolze Leistung. Wenn man jetzt denken würde, Deinem Aufruf folgend, es könnten 149 Fallbeispiele sein, dann ist das weit gefehlt. Nicht nur daß Rückfragen nötig wurden, nein, es fühlten sich auch einige wenige zu Streitereien berufen. Als ob wir unsere Energie nicht für besseres brauchen könnten und sollten.
Ich habe nur einige wenige Beiträge gelesen, weil ich für das ganze wohl 3 Tage brauchen würde.
Ich verstehe Dich so, daß Du diese Berichte sammeln möchtest, um Einblicke in die Geisteshaltung der Chemotherapie-Verweigerer zu bekommen und vielleicht eine "Studie" daraus zu machen. Ich werde Dir deshalb meinen Fall schildern, nötigenfalls auf Nachfrage Zusatzinformationen geben, mich aber keinesfalls an dummen Streiterein beteiligen, die ja auch nicht von Dir kommen.
7.11.2000: Diagnose Nierenzellkarzinom, mein Alter 64 J.
13.11.2000: Operation, li Niere + Nebenniere + Milz raus,
23.11.2000: Klinikentlassung, Information, daß Lungenmetastasen da sind. Einige Tage später frage ich in einer Meditation 'ob ich das wohl schaffe ohne Chemotherapie?' Mein Unterbewußtsein antwortet 'Das schaffst du . . . das ist deine Berufung.' Einige Tage später '. . . du hast es geschafft.'
Viele solche Hinweise erhalte ich im Laufe der Monate, während derer die Metastasen ganz langsam weiterwachsen.
23.2.2001: Ich heirate, wir natürlich. Meine Frau glaubt an mich.
Juli 2001: Wir kaufen ein Haus.
Aug. 2001: die größte Metastase hat jetzt 17 mm Durchmesser (CT). Ein seltsamer trockener Husten stört mich.
Sept. 2001: Nun wird es mir doch etwas ungeheuer und ich beginne mit der Misteltherapie. Umzug in das neue Haus.
Nov. 2001: der Husten wird schwächer und verschwindet.
April 2002: Das nächste CT zeigt: alle Metastasen sind weg. Mistelspritzerei geht aber vorerst weiter.
Das ist der äußere Rahmen. Wenn Du zu meiner Einstellung etwas lesen willst, kannst Du unter "Niere raus . . . Tumor raus . . ." auf den letzten beiden Seiten einiges finden, in den Antworten für andere. Ich bin dabei, meine Erfahrungen, Gedanken, Gefühle, Träume usw. für ein Buch zusammenzutragen.
Ich habe mich für das Leben entschieden!
Angst macht krank! Freude macht gesund!
"Liebe dich" hat mein Tumor zu mir gesagt.
"Was haben Sie gemacht?" fragte mich ganz aufgeregt mein Radiologe, als er im April 2002 auf dem CT die Metastasen nicht wiederfand. Mein "Glaubensbekenntnis" habe ich damals kurz schriftlich formuliert. Wer sich dafür interessiert, kann es als PDF-Datei bei mir anfordern.
Allen Mitkrebsern und die es noch werden sollten wünsche ich Hoffnung, Freude, Heilung.
Rudolf
pantze-software@t-online.de
Liebe Marlies,
immer noch habe ich nicht verstanden, wozu du diese Informationen über uns brauchst. In deinem "Ursprungs-Thread" warst du der Meinung, dass Krebskranke, die sich gegen die Schulmedizin entschieden haben, ein besseres Leben führen, länger rezidivfrei sind etc. Wenn ich mir alle Beiträge - auch in spezifischen Foren - durchlesen, weiss ich gar nicht, wie du zu solch einer Meinung kommst. Bitte nimm es mir nicht übel, aber ich bin ein sehr skeptischer Mensch und komme nicht umhin, mich zu fragen, was du (als Nichtbetroffene, auch nicht Angehörige) damit anfangen willst. Eine plausible Antwort konnte ich trotz deiner vielen postings nicht erkennen.
Ich scheue mich nicht, über meine Erkrankung zu sprechen; ich scheue mich nicht, über die Therapien zu sprechen; ich scheue mich allerdings davor, einerseits voyeuristischen Tendenzen Vorschub zu leisten, andererseits missionarischen Eifer in Bezug auf Alternativmethoden zu unterstützen. Sorry.
Trotzdem liebe Grüsse aus Hamburg
Gabi
Hallo an Alle, auch an Gabi....
um Missverständnisse zu vermeiden, ich bin eine andere Marlies, deshalb immer Maryjoe dazu......
Trotzdem hummel..hummel und mors mors nach HH
Liebe Grüße
Maryjoe(Marlies)
Nee, da mach' dir mal keine Sorgen, Maryjoe, das ist mir schon klar. Außerdem weiß ich ja, daß du (leider leider) auch krank warst.
Liebe Grüße zurück (hab' vergessen, wo du zuhause bist...)
Gabi
Hallo Gabi,
du fragst, wozu ich diese Informationen brauche, nun, ich sagte schon, ich brauche sie gar nicht.
Die Vorstellung war nur, daß mir dinge aufgefallen sind (Siehe meine postings am Anfang) und es war lediglich als anregung gedacht, für euch Betroffene und Angehörige.
Ein Gedanke - eine Idee, wie immer du es nennen magst.
Ich sagte bereits, daß ich diesen Thread lieber nicht weiter fortführen möchte, denn was daraus geworden ist, wollte ich nicht.
Und ich bin auch kein Verfechter alternativer heilmethoden, ich kenn mich da doch gar nicht aus, wie also sollte ich?
Hallo Rudolf,
ja 150 einträge, aber die meisten sind leider in Richtungen abgedreht, die ich nie wollte und die sicher eher belastend für einige waren.
Was ich wollte, kannst Du am Anfang nachlesen.
Es tut mir leid, daß ich nicht fähig war, mich so auszudrücken, daß ich nicht mißverstanden wurde.
Hallo Maryjoe,
habe Deine mails bekommen und Dich auch nicht vergessen, freut mich für Dich, daß Du gute nachrichten hast.
Bin im moment nicht in der Lage, meine ganzen mails zu beantworten, also bitte nicht böse sein.
Alles Liebe für euch alle.
Marlies
wenn hier alle schubsen...
wozu man das hier nach oben schubsen sollte weiß ich zwar nicht....
kann ich dir sagen, da hat jemand ein aufmerksamkeits defizit
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