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  #1  
Alt 29.05.2015, 21:42
qwesdf qwesdf ist offline
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Unglücklich Mutter litt letztes Jahr an Brustkrebs, jetzt Lebermetastasen und Antihormontherapie

hallo also meine Mutter erkrankte letztes Jahr an Brustkrebs es wurden einige Lymphknoten entfernt und sie bekam eine Chemo, nach der Chemo war erst mal wieder alles "gut" doch ein paar Monate später stellten die Ärzte Lebermetastasen fest und sie bekommt jetzt eine Antihormontherapie, wodurch sie starke Nebenwirkungen hat, sie kann kaum was machen sie kann gerade mal ein paar Schritte zur Toilette gehen um sich zu übergeben ansonsten liegt sie nur im Bett. da mir niemand hier wirklich sagt was los ist und mir ständig etwas verschwiegen wird wollte ich mich nun an euch wenden,und hoffe dass ihr mir weiterhelfen könnt trotz relativ wenig Informationen.
-ist ein metastasierten Brustkrebs immer noch Brustkrebs? (ich dachte sie wäre "geheilt" da sie soweit ich weiß nur noch wegen der Metastasen behandelt wird) - welches Stadium ist das?
- wie sind so die Chancen bei so einer Therapie?
-sie diese extremen Nebenwirkungen überhaupt normal? (ich lese überall dass die Chemo schlimmer sein soll allerdings ging es meiner Mutter bei der Chemo nicht mal halb so schlimm)
-kann man durch die Therapie überhaupt "geheilt" werden? oder wird alles nur hinausgezögert?
ich erwarte nicht allzu informationsreiche Antworten da ich selber wenig an Informationen Bieten kann, aber würde mich trotzdem freuen wenn ihr mir etwas beantworten könnt und vielleicht sogar etwas aus euren eigenen Erfahrungen schildern könnt.
ich danke euch für jede Antwort!


edit: ich habe meine Mutter leider am 3.Juni verloren, ich danke euch trotz allem für eure Hilfe und für eure Ratschläge, jetzt habe ich nur noch schreckliche ANgst vor der Beerdigung aber das werde ich schon irgendwie überstehen.. danke nochmal!

Geändert von qwesdf (04.06.2015 um 11:37 Uhr)
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  #2  
Alt 30.05.2015, 01:04
Itzibitzi_ Itzibitzi_ ist offline
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Standard AW: Mutter litt letztes Jahr an Brustkrebs, jetzt Lebermetastasen und Antihormonthera

Guten Abend,

generell ist es ein schlechtes Zeichen, wenn Krebs streut. Deine Mutter wird "ab jetzt" palliativ behandelt. Hier steht nicht mehr die Heilung, sondern eine Linderung der Symptome, im Vordergrund.

Metastasen in der Leber sind nicht gut zu behandeln - vorallem wenn sie diffus auftreten.

Aber: Jede Patientin hat ihren eigenen Weg. Manche Frauen leben schon Jahre lang mit Metastasen (ich hoffe hier meldet sich die ein oder andere, die Dir darüber mehr erzählen und Dir Hoffnung geben kann).

P. S. Ja, wenn ein Krebs streut steht diese Erkrankung im Vordergrund. D. h., wenn der Krebs in der Brust streut bleibt dieser "Brustkrebs" auch wenn andere Regionen oder Organe betroffen sind.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen.
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  #3  
Alt 30.05.2015, 10:55
Benutzerbild von juttam15
juttam15 juttam15 ist offline
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Standard AW: Mutter litt letztes Jahr an Brustkrebs, jetzt Lebermetastasen und Antihormonthera

Guten Morgen,

wenn nach einer Brustkrebserkrankung Metastasen auftreten, spricht man von "fortgeschrittenem" Brustkrebs. Bisher gibt es wohl keinen Fall, bei dem die Metas dauerhaft verschwunden sind, so dass die Medizin hier offiziell von "unheilbar" spricht.

Es leben Frauen allerdings teilweise lange und auch gut mit Metas. Eine Prognose hinsichtlich der Lebenserwartung kann man nicht geben. Hier ist mir ein Spruch in Erinnerung geblieben: "Akzeptiere die Diagnose, aber nicht die Prognose!" Es gibt heute auch viele Therapieoptionen, wenn Metas auftreten und wenn die eine nicht (mehr) wirkt, kann man eine andere ausprobieren.

Dass Deine Mutter erst jetzt beim Auftreten der Metas eine Antihormontherapie (AHT) macht, erstaunt mich. Wenn ein Tumor bei der Diagnose hormonabhängig ist, dann fängt man mit der AHT normalerweise nach der Chemo an. Denn die AHT soll das Auftreten von Metas auch verhindern. Hier sind Deine Infos tatsächlich zu "mager", um das beurteilen zu können. Auch die NW, die Du beschreibst, sind für eine AHT nicht typisch. Die meisten Frauen schreiben von Hitzewallungen und Gelenkschmerzen. Hier müsst Ihr mit dem Arzt sprechen. Denn das Deine Mutter sich ständig erbricht und ihr Allgemeinzustand sich dadurch verschlechtert, ist natürlich nicht Sinn der Sache. Ich selber mache seit drei Jahren eine AHT, erst mit Tam und in diesem Jahr bin ich auf einen Aromatasehemmer umgestiegen (ich hatte bei meiner Diagnose die Wechseljahre hinter mir). Ich vertrage beides gut und bin in meiner Lebensqualität nicht eingeschränkt. Möglicherweise kann Deine Mutter auch das Medikament wechseln.

Dir und Deiner Mutter wünsche ich viel Kraft für die nächste Zeit!
__________________
Herzliche Grüße von Jutta

"Ich versorge mich heute mit einem Stückchen Glück"
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  #4  
Alt 30.05.2015, 11:02
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard AW: Mutter litt letztes Jahr an Brustkrebs, jetzt Lebermetastasen und Antihormonthera

Ich nehme an, Deine Mutter bekommt keine Antihormon-Therapie in Tablettenform, wie sie Jutta beschrieben hat, sondern eine Spritze wie Faslodex, deren Nebenwirkungen wie die einer Chemotherapie sein können. Dies wird bei fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt. So nennt sich das dann auch, wenn bei Brustkrebs Metastasen auftreten.
__________________
lg
gilda
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  #5  
Alt 30.05.2015, 11:14
Benutzerbild von Kanina
Kanina Kanina ist offline
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Standard AW: Mutter litt letztes Jahr an Brustkrebs, jetzt Lebermetastasen und Antihormonthera

Hallo,
es tut mir sehr leid, dass deine Mutter nun Lebermetastasten hat.
Jetzt muss versucht werden über Chemo, Bestrahlung, Antihormon- und Antikörpertherapie die Metastasen in ihrer Vergrößerung und Ausbreitung zu stoppen und oder zu verkleinern.
Welche Art der Therapie deine Mutter bekommt, hängt von den Eigenschaften der Tumorzellen ab.
Es ist für dich sicher sehr schlimm, eine derartige Erkrankung deiner Mutter zu verarbeiten, insbesondere auch dann, wenn man dir Genaueres vorenthält.
Auch wenn es sich bereits um Metastasen handel und Ärzte nicht mehr von einer Heilung sprechen, ist es sehr schwer vorherzusagen, wie sich der einzelne Krankheitsverlauf verhält. Hier im Forum gibt es viele, die noch sehr lange (viele viele Jahre) und lebenswert mit Metastasen leben.
Lasst euch nicht von Statistiken abschrecken. Jeder Krankheitsverlauf ist sehr individuell.
Im Thread "Langzeitüberlebende nach Brustkrebs-Metastasen" erfährst du viel über Frauen die schon sehr lange und gut mit ihren Metastasen leben.
Viele Frauen schildern, dass nach den ersten Ohnmachtsgefühlen, dem Schock, die panische Angst auch wieder Hoffnung und Zuversicht aufkommen.

Ich wünsche dir, dass deine Mutter wieder zu Kräften kommt und sie einen Weg findet. Ich wünsche dir auch, dass du offen mit deiner Mutter darüber sprechen kannst und dir nichts verheimlicht wird.

Alles Liebe für dich.
Kanina
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  #6  
Alt 30.05.2015, 14:48
qwesdf qwesdf ist offline
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Standard AW: Mutter litt letztes Jahr an Brustkrebs, jetzt Lebermetastasen und Antihormonthera

Zitat:
Zitat von juttam15 Beitrag anzeigen

Dass Deine Mutter erst jetzt beim Auftreten der Metas eine Antihormontherapie (AHT) macht, erstaunt mich. Wenn ein Tumor bei der Diagnose hormonabhängig ist, dann fängt man mit der AHT normalerweise nach der Chemo an. Denn die AHT soll das Auftreten von Metas auch verhindern.

Hallo @Juttam15
sie hat die AHT tatsächlich erst nach entdecken der Metastasen bekommen.
und Hitzewallungen bekommt sie tatsächlich sie ist jetzt seit ein paar Tagen im Krankenhaus da sie Wasser im Bauch hat, und sie fängt langsam schon an etwas gelblich zu werden.. ist das normal oder ist das ein Zeichen dass die Krankheit trotz allem weiter fortschreitet?
Lg. und danke für deine Antwort!
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  #7  
Alt 30.05.2015, 18:07
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juttam15 juttam15 ist offline
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Standard AW: Mutter litt letztes Jahr an Brustkrebs, jetzt Lebermetastasen und Antihormonthera

Sorry, aber diese Frage kann ich Dir leider nicht beantworten, da ich keine Ärztin bin und diese Symptome nicht kenne.

Ich würde jetzt einfach darauf vertrauen, dass die Ärzte im Krankenhaus wissen, was das Beste für Deine Mutter ist.
__________________
Herzliche Grüße von Jutta

"Ich versorge mich heute mit einem Stückchen Glück"
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  #8  
Alt 30.05.2015, 19:37
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suze2 suze2 ist offline
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Standard AW: Mutter litt letztes Jahr an Brustkrebs, jetzt Lebermetastasen und Antihormonthera

hallo qwesdi,
also ich würde klären,
ob sie eine AHT bekommt, was es genau ist, ob sie in der tat vorher keine erhalten hat und warum. das ist ja alles aussagekräftig und diese fragen musst du den ärzten stellen.

es ist sicher kein gutes zeichen, wenn wasser im bauch ist, und natürlich ist es nicht normal, wenn sie gelbe hautfarbe hat - aber ich würde da wirklich auf einem arztgespräch bestehen, vielleicht kannst du noch einen anderen angehörigen mitnehmen, wenn du dich überfordert fühlst!
alles gute!
su
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antihormontherapie, brustkrebs, brustkrebs der mutter, lebermetastasen, metastasen


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