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  #1  
Alt 18.08.2006, 15:42
Catgirly Catgirly ist offline
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Standard Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Hallo liebe Forums-Gemeinde,

ich bin 38 Jahre alt und habe von meinem Arzt eine Überweisung zum Röntgen bekommen, weil ich meinen Husten nicht loswerde. Ich bin Raucherin und habe Asthma (nur der Vollständigkeit halber).

Auf dem Röntgenbild war wohl etwas zu sehen, was da nicht hingehört, also hat der Radiologe zu CT geraten. Mein Hausarzt, von dem die erste Überweisung kam, hat nun leider bis September Urlaub und der, der Vertretung macht ... nun ja, der kennt mich nicht und ich weiß auch nicht viel über ihn.

Fakt ist, dass die CT nichts eindeutiges ergeben hat. Zwei Radiologen haben sich beraten . Folgende Beurteilung kam dabei heraus:

Zwei intrapulmonale Herdbildungen im Bereich der rechten Lungenapex., wobei der kraniale Herd einen dorsalen pleuralen Bezug aufweist, der zweite Herd zentral in der Apex abgrenzbar ist. Kein sicherer Nachweis mediiastinaler und hilärer (was heißt das eigentlich??) Lymphome.

Eine lungenspezifische Erkrankung ist zu erwägen, eine intrapulmnale Raumforderung nicht auszuschließen.

Mündlich haben sie gesagt, dass es vielleicht ein Tuberkulom sein kann (wobei ich das nicht wirklich glaube, da ich Tbc geimpft bin und nicht wüßte, wo ich mir das eingefangen haben sollte). Leider haben sie mir auch gesagt, dass sie einen Tumor nicht ausschließen. Ich soll doch jetzt erstmal zum Lungenfacharzt und der soll einen Tbc-Test machen (der nach einer Tbc-Impfung eh Schwachsinn ist). Ich möchte das alles beschleunigen, würde gerne eine Gewebeprobe haben (Bronchoskopie wird nicht gehen, da die beiden Herde an einer nicht zugänglichen Stelle für eine Bronchoskopie liegen).

Wo kann man hingehen, für eine CT- oder ultraschallgestütze Punktion oder eine Thorakoskopie? Gibt es Klinikempfehlungen? Heidelberg hab ich schon gelesen.

Mein Hausarzt würde sicher überall Druck machen, denn Zeit könnte ja doch ein wichtiger Faktor sein. Aber dieser Vertretungsarzt, den ich nicht kenne, der mich nicht kennt ...

Wenn noch Fragen sind, ich beantworte sie gerne!!
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Viele Grüße
Simone mit vier Katzen

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  #2  
Alt 18.08.2006, 16:45
Michael_D Michael_D ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Hallo,

Rundherde jeglicher Art bedürfen unbedingt der Abklärung. Wenn man diese mit einer Bronchoskopie nicht erreichen kann, wird wohl eine Biopsie gemacht (wobei das auch nicht "ohne" ist, weil im Fall einer bösartigen Erkrankung Tumorzellen verschleppt werden können).

Der Befund heißt auf deutsch: es befinden sich zwei Rundherde in der rechten Lungenspitze, wobei derjenige Herd, der "oben" liegt, eine Verbindung zum Rücken hat bzw. zum dortigen Brustfell hat. Mediastinal und Hilär sind Lagebezeichnungen; das Mediastinum ist das Mittelfell, welches die beiden Pleurahöhlen voneinander trennt. Im Mediastinum befinden sich alle Brustorgane (mit Ausnahme der Lungen), so z.B. das Herz. Weiterhin befinden sich viele Lymphknoten dort (d.h. mediastinale Lymphknoten).

Das Hilum ist der Ort, an welchem die Bronchien und die großen Lungenarterien bzw. -venen in die Lunge ein bzw. austreten. Das Hilum befindet sich etwas oberhalb des Herzens, im mittleren Gebiet des Mediastinums. Lymphom ist eine Sammelbezeichnung für einen vergrößerten Lymphknoten. Weil die Fragen nach "hilär" und "mediastinal" öfters auftauchen, hänge ich einfach mal zwei Abbildungen an, welche mediastinale LK bzw. hiläre LK zeigen. (Quelle: http://bronchialkarzinom2006.de/).

Grundsätzliche anatomische Ortsangaben finden sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaudal

Melde Dich, wenn Du Genaueres weißt. Mir ist bewußt, wie schlimm die Unsicherheit ist, aber es ist durchaus möglich, daß diese Rundherde einen nicht-bösartigen Hintergrund haben.

Viele Grüße,
Michael
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Geändert von Michael_D (18.08.2006 um 16:49 Uhr)
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  #3  
Alt 18.08.2006, 19:12
Catgirly Catgirly ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Hallo Michael,

danke für die Erklärung. Ich habe jetzt eine Krankenhauseinweisung vom Vertretungs-Hausarzt bekommen. ich werde am Montag mein Glück in der DKD (http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/frameset/k26) versuchen. Ich werde aber auch die Thorax-KLinik in Heidelberg im Hinterkopf behalten, falls die DKD sich bei der Terminvergabe schwer tut und ich zulange warten muß.

Ich melde mich wieder, wenn ich näheres weiß.
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Viele Grüße
Simone mit vier Katzen

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  #4  
Alt 21.08.2006, 18:33
Catgirly Catgirly ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Hallo,

ich war heute beim Lungenfacharzt, da ich bevor ich nach Heidelberg gehe, noch eine Meinung hören wollte (am Mittwoch habe ich Voruntersuchung in der Thoraxklinik in Heidelberg).

Raus kam erstmal folgendes:

Der Lungenarzt hat mein Gefühl bestätigt. Er glaubt auch nicht, an ein Tuberkulom. Er meint, es sei etwas "frisches", etwas das "arbeitet". Im besten Fall sei es benigne, im schlimmsten Fall doch maligne.

Er unterstützt meine Aktion, in die Thoraxklinik zu gehen und er würde es begrüßen, wenn sie dort direkt und schnellstens (!!) einen Termin für eine OP machen würden. Er empfiehlt nicht nur eine Gewebeprobe sondern er steht auf dem Standpunkt den "Herd" sofort und komplett zu entfernen. Dann hat er noch vom Pancoast-Tumor erzählt und von Staging. Ich habe die Begriffe hier schon gelesen, aber irgendwie komm ich im Moment nicht mehr mit.

Wenn ich das richtig sortiere, dann kann man beim Pancoast-Tumor ja erstmal nicht operieren, sondern muß erstmal mit Chemo ran, oder? Aber um den Tumor verifizieren zu können, braucht man doch eine Gewebeprobe. Wenn man aber gleich den kompletten Herd entfernt, dann tut man doch etwas, was bei einem Pancoast nicht ratsam ist, oder? Also irgendwas hab ich da wohl nicht verstanden.

Dann hat er noch was von einem Staging erzählt. Ich denke er meinte damit, die Suche nach weiteren Tumoren/Metastasen. Aber nennt man das denn Staging????

Ich habe ihm gesagt, dass man bei Gewebeproben einen malignen Herd ja zum "Streuen" bringt, wenn man aber alles wegnimmt, man vielleicht auch die Gefahr der "Streuung" herausnimmt. Er meinte, das würde er auch so sehen. Hm, ist das so? Und warum kann bei einem Pancoast nicht gleich auch alles "rausnehmen"?

Eine Bronchoskopie ist übrigens nicht möglich, da man damit wohl an den Herd nicht rankommt. Er liegt sehr weit oben im Oberlappen der rechten Lunge.

Fakt ist, dass man mir vor einer OP keine Entwarnung geben kann. Der Arzt bei dem ich heute war, hat bis vor einem Jahr an der Frankfurter Uni gearbeitet und erschien mir relativ kompetent. Er hat mich darum gebeten, ihn auf jeden Fall auf dem Laufenden zu halten.

Das einzig positive heute war, dass der Lungenfunktionstest mit 94,6% fast "normal" war (besser als noch im Dezember *staun*).

Ich hoffe, ich gehe Euch nicht auf den Wecker. Aber ich will so gut es geht informiert sein, wenn ich mit irgendwelchen Begriffen konfrontiert werde. Und ich will mitreden können. Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass Ärzte ehrlicher mit einem umgehen, wenn man weiß, wovon SIE sprechen.

Ach ja, bisher weiß ich nur, dass der eine Herd einen Umfang von 1,55 cm zu 1,97 cm hat.

Ich versuche wirklich positiv zu denken, noch ist ja nichts wirklich zu 100% sicher, aber ich habe 4 Katzen, die ich über alles liebe und die ich nicht alleine lassen will, mein Arbeitsvertrag ist befristet und läuft am 15. Januar 2007 aus und wenn ich krank werde, dann wird der natürlich auch nicht verlängert. Ich habe mich gerade frisch von meinem Mann getrennt (bin nach 10 Jahren Ehe am 1. Mai ausgezogen) .... habe keine Geschwister und nur noch Kontakt zu meiner Mutter (die meine Katzen hasst und sie am liebsten noch heute ins Tierheim bringen würde und die mich da niemals unterstützen würde) ... ich habe einfach tierische Angst, was da auf mich zukommen würde ....

Ich glaube nach dem Gespräch heute einfach nicht mehr wirklich an was benignes .....
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Viele Grüße
Simone mit vier Katzen

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Geändert von Catgirly (21.08.2006 um 18:35 Uhr)
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  #5  
Alt 21.08.2006, 19:16
Michael_D Michael_D ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Hallo Simone,

nein, Du nervst ganz bestimmt nicht. Gut, daß Du jetzt ein wenig schlauer bist. Leider würde ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht widersprechen, daß der Befund wahrscheinlich nicht gutartig ist. Dazu ist dieser doch "zu verdächtig". Aber es ist noch lange kein Grund, die Hoffnung aufzugeben.

Soweit ich weiß, wird ein Pancoast zuerst bestrahlt. Chemo kann man machen. Hier kommt es aber genau auf das Staging an. Ein Tumor wird zum "Pancoast" aufgrund seiner Lage, weil er zumeist an der Lungenspitze sitzt und sich in die umliegenden Strukturen ausbreitet. Das Ziel einer Operation ist immer eine Resektion im Gesunden (sog. R0-Resektion). Bei einem Pancoast ist dies zumeist nicht möglich, so daß man präoperativ versucht, den Tumor zurückzudrängen.

Wie das jedoch bei Dir aussieht, kann auch der Arzt, der mit Dir gesprochen hat, jetzt noch nicht entscheiden. Wenn die beiden Herde noch ein wenig "Sicherheitsabstand" z.B. zur Pleura haben, dann spricht in meinen Augen nichts dagegen, das entsprechende Lungensegment unverzüglich zu entfernen. Deswegen kommt es jetzt auf das Staging an. Es ist m.E. vor allem wichtig zu schauen, ob der Tumor bereits die Thoraxwand infiltriert hat. Wenn es eben geht: dränge darauf, daß ein MRT (Magnetresonanztomographie) statt einem CT gemacht wird, weil die Akkuratheit beim MRT bei etwa 94% liegt gegenüber 64% beim CT, was die korrekte Wiedergabe des Tumorausmaßes anbelangt.

Staging bedeutet zum einen zu beurteilen, welche Ausmaße und welche Lage der Tumor hat, zum anderen wird geschaut, ob Lymphknoten befallen sind und ob Fernmetastasen vorliegen. Bei Dir dürfte es sich 99%ig um einen T4 handeln; allein aufgrund der Tatsache, daß es sich um zwei Herde handelt.

Zwar ist T4 die höchste Kategorie; da die beschriebenen Herde jedoch bei Dir noch recht klein sind, ist dies nicht überzubewerten.

Es ist natürlich schwierig, das ganze von außen zu bewerten, aber wenn die Tumore noch nicht auf andere Strukturen übergegriffen haben, dann würde ich auch sagen: so schnell es geht raus damit. Sind sie erst einmal in Thoraxwand oder was auch immer eingedrungen, wird zum einen die Entfernung sehr schwierig (bzw. unmöglich), und zum anderen sinken die Chancen, die Sache mit Radio/Chemo noch in den Griff zu kriegen, erheblich. Ich würde sagen: Tempo! Vielleicht hast Du noch keinen Pancoast, vielleicht will das erst noch einer werden. Wenn es geht: sorge dafür, daß ein MRT gemacht wird, und wenn möglich: so schnell es geht operieren.

Übrigens: Dein Lungenfunktionswert hat leider keine hohe Aussagekraft. Die Lunge ist groß, da fällt ein so kleiner Tumor nicht ins Gewicht. Ich habe mit meiner Mutter kurz vor ihrer OP noch eine 75km-Radtour gemacht, und ihr Tumor war 7,3cm groß. Und sie hat nicht im mindesten was gemerkt. Jedoch spricht ein guter Lungenfunktionstest dafür, daß Du auch nach der OP keine Probleme haben wirst. Vor allem, wenn Du mit dem Rauche aufhörst.

Wenn noch Fragen sind, bitte melden; ich drücke auf jeden Fall ganz fest die Daumen!

Michael
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  #6  
Alt 21.08.2006, 19:41
Catgirly Catgirly ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Hallo Michael,

wieder vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich will sehr hoffen, dass die in der Thoraxklinik auch eine MRT machen und frage mich, warum bei mir nicht gleich anstatt der CT eine MRT empfohlen wurde.

Ich hoffe auch, dass die in der Klinik das mit der Dringlichkeit auch so sehen und mich nicht wochenlang warten lassen, weil kein Bett frei ist oder so ...
__________________
Viele Grüße
Simone mit vier Katzen

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  #7  
Alt 21.08.2006, 19:59
Michael_D Michael_D ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, eine MRT kostet etwa doppelt soviel wie ein CT.

That's it.
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  #8  
Alt 21.08.2006, 20:51
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Anhe Anhe ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Hallo Simone,

als Betroffene kann ich Dir auch das Nordwest-Krankenhaus in Frankfurt empfehlen - die Onkologie ist mehr aus ausgezeichnet, die Thoraxabteilung auch sehr gut. Das Krankenhaus zeichnet aus, daß die Untersuchungen sehr schnell, sehr umfassend gemacht werden. Innerhalb von 3 Tagen war bei mir MRT vom Kopf, CT von der Lunge, Knochenszintigramm, Blutbild, Bronchoskopie usw. erledigt. Der OP-Termin wurde auch sehr kurzfristig angesetzt - während der Chemophasen fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Da ich während der Chemopausen oftmals Infekte hatte und notfallmäßig behandelt werden mußte, fragte ich immer den einweisenden Arzt, ob ich ins Nordwest kommen könnte. Selbst dies war kein Problem.

Ich kann Dir gut nachfühlen, wie es ist, wenn man von heute auf morgen mit einer schlechten Diagnose überrollt wird....aber verliere nicht den Mut. Ich sende Dir Kontaktdaten per Privatnachricht zur Klinik.

Liebe Grüsse
Anne
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  #9  
Alt 23.08.2006, 17:55
Catgirly Catgirly ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Hallo,

zurück aus der Klinik... und nicht wirklich schlauer (war ja eigentlich auch zu erwarten).

Aber zumindest hat mir die dortige Ambulanz-Chirurgin wieder etwas Mut gegeben. Sie meinte - nach Rücksprache mit der Internistin - das das CT zwar leider ein Malignom nicht ausschließen könne, aber ihrer Meinung nach das CT eher nach einer Entzündung (Lungenentzündung) oder nach Pilzpneumonie (allergische bronchopulmonale Aspergillose) aussehen würde ... hm, nun gut, für mich fehlen da ja die Symptome, aber es tut schon gut, sich an solch eine Aussage zu "klammern" und zu hoffen.

Fakt ist, die jetzige "Diagnose" lautet: V.a. Pilzpneumonie bei bekannter Schimmelpilzallergie, DD Malignom bei Nikotinabusus

Sie haben beschlossen erstmal eine Bronchoskopie durchzuführen (mit einem starren Schlauch in die Lunge) und dort zu versuchen, eine Gewebeprobe zu bekommen. Sie führen die Bronchoskopie nur unter Vollnarkose durch. Mein Termin ist Montag um 8:00 und ich muß bis Dienstag zur Überwachung in der Klinik bleiben.

Auf den Befund muß ich dann leider bis zum 12.09. warten. Und ich kann dann nur hoffen, dass sich diese Pilzpneumonie bestätigt.

Also weiter warten und versuchen die Angst zu verdrängen. Und ich glaube, ich lese nicht weiter im Internet, denn wenn ich das alles so lese, frage ich mich schon, wie ich zu dieser Infektion gekommen sein soll ... aber nun gut... da muß ich halt durch.

Trotzdem in dem Zusammenhang noch eine Frage: bei einem kleinzelligen BC darf ja keine Luft dran. Wie wird dieser denn diagnostiziert, wenn es mittels Bronchoskopie keine Gewebeprobe gibt (weil der Herd zu ungünstig liegt - wird bei mir wahrscheinlich so sein) und die Spülung der Lunge auch keine Krebszellen hergibt?

Ach Sch .... jetzt bin ich weiter im Ungewissen und die Angst wird mich wohl bis zum 12.09. noch ein paar Mal mit voller Wucht umhauen . Sicher, die Hoffnung stirbt immer zuletzt, aber es ist ein Sch...gefühl ....

Liebe Grüße
__________________
Viele Grüße
Simone mit vier Katzen

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Geändert von Catgirly (23.08.2006 um 17:57 Uhr)
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  #10  
Alt 23.08.2006, 20:09
Michael_D Michael_D ist offline
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Standard AW: Mediastinale und hiläre Lymphome nicht ausgeschlossen

Liebe Simone,

in der Tat kann eine Pilzinfektion einem Karzinom auf einem CT-Bild "ähnlich" sehen. Ich drücke Dir natürlich ganz fest die Daumen, daß es ein Pilz ist (ebenfalls keine angenehme Sache, jedoch bestimmt besser als Lungenkrebs).

Auf irgendeine Art und Weise wird man letztlich eine Gewebeprobe brauchen. Entweder, man entfernt den entsprechenden Lungenlappen und kann dann in aller Ruhe schauen, oder man schafft es mittels Bronchoskopie. Sonst bleiben Feinnadelbiopsie, Thorakoskopie und Mediastinoskopie (letztere in Deinem Fall eher unwahrscheinlich).

Daß insbesondere an einen Kleinzeller keine "Luft" darf, ist mir so nicht bekannt (wo hast Du das gefunden?). Es sollte immer mit ausreichendem Sicherheitsabstand operiert werden, d.h. das Karzinom ist umschlossen von "gesundem Gewebe".

Ich weiß, wie fürchterlich vor allem die Warterei auf Diagnostik/Ergebnisse ist. Wenn Du magst, melde Dich zwischendurch mal.

Viele Grüße,
Michael
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  #11  
Alt 23.08.2006, 21:05
Catgirly Catgirly ist offline
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Hallo Michael,

lieben Dank für Deine schnelle Antwort!

Zitat:
in der Tat kann eine Pilzinfektion einem Karzinom auf einem CT-Bild "ähnlich" sehen.
Für den Fall das es jmd. interessiert: Ich habe zwei Bilder gescannt (das rote ist normal schwarz - hat beim Scannen irgendwie eine andere Farbe angenommen):





Zitat:
Auf irgendeine Art und Weise wird man letztlich eine Gewebeprobe brauchen.
Das sagte die Ärztin auch. Das Problem wird sein, dass man mit der Bronchoskopie nicht dran kommen wird ... aber ich laß es halt auf mich zukommen. Mehr kann ich eh nicht tun im Moment.

Zitat:
Daß insbesondere an einen Kleinzeller keine "Luft" darf, ist mir so nicht bekannt (wo hast Du das gefunden?). Es sollte immer mit ausreichendem Sicherheitsabstand operiert werden, d.h. das Karzinom ist umschlossen von "gesundem Gewebe".
Das leuchtet mir ein. Mir hat das mit der Luft eine Bekannte erzählt, bei deren Schwester man im vergangenen Jahr ein kleinzelliges BC entdeckt hat. Nun wußte die Freundin nicht mehr alles genau, außer das mit der "Luft". Sie meinte dann, dass man dann auch von außen (also z.B. mt Feinnadelbiopsie oder Thorakokospie) nicht dran dürfte. Man würde dadurch die Mikrometastasenbildung fördern, die ja beim Kleinzeller tatsächlich das Problem sind (wenn ich das jetzt mal so richtig zusammen bekommen habe). Gefunden habe ich im Netz nur das hier:

Zitat:
Eine chirurgische Sanierung ist wegen der stets anzunehmenden Mikrometastasierung nicht mehr möglich.
Leider finde ich jetzt ad hoc die Seite nicht mehr ...

Die Warterei macht einen wirklich mürbe und man schwankt zwischen den unterschiedlichsten Gefühlen. Es ist scheußlich und ich hätte nicht gedacht, dass das alles solange dauert. 12. September - das sind ja noch 3 Wochen .

Aber wenn ich hier so alle Schicksale lese, dann denken sicher einige, was ich wohl für Probleme habe, denn immerhin besteht bei mir noch Hoffnung. Nur wenn ICH lese, was bei manch anderen die Vorgeschichte war, dann fehlt mir der Glaube für die Hoffnung ....

Ich danke Dir sehr für Dein Engagement hier.

Danke auch noch an Anne für das Hilfsangebot (habs gestern auch bei Dir noch telefonisch versucht, aber Dich nicht erreicht)....
__________________
Viele Grüße
Simone mit vier Katzen

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  #12  
Alt 23.08.2006, 21:56
Michael_D Michael_D ist offline
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Das Problem bei invasiven Diagnostiken wie Biopsie oder Thorakoskopie ist die Verschleppung bzw. "Impfung" des umliegenden gesunden Gewebes mit Krebszellen. Die Mikrometastasierung hat nicht zwangsläufig etwas mit einer Biopsie/Thorakoskopie zu tun; die findet - leider! - zumeist von selbst statt.

Die CT-Bilder beeindrucken mich schon sehr. Ich habe mich mal eingehend mit solchen Bildern beschäftigt. Wenn Dich (und andere) soetwas auch interessiert: http://www.mevis.de/~hhj/Lunge/inh.html.

Ich kann aber nur empfehlen, die Sache mit dem nötigen Abstand und auch Respekt zu sehen. Die Ausbildung zum Radiologen dauert 5 Jahre: da wäre es doch ein wenig vermessen jetzt zu sagen, "für mich sieht das so und so aus".

Aber das, was man da bei Dir sieht, gehört da zumindest nicht hin, keine Frage.

Ich will mich doch mal ein wenig aus dem Fenster lehnen: beide Strukturen sind auffällig, vor allem größere, aufgrund ihrer fransigen, unscharfen Gestalt. Jedoch: beide sind nicht sehr groß. Es scheint so, als ob auch die größere Raumforderung noch Abstand zur Pleura hat.

Nach meiner absolut laienhaften Meinung: dies könnte darauf hindeuten, daß eine R0-Resektion möglich ist, und somit gute Aussichten auf Heilung bestehen - wenn es sich denn um Lungenkrebs handelt.

Michael
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  #13  
Alt 24.08.2006, 12:23
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Thorax Thorax ist offline
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Hallo Catgirl,


mach diesen Irsinn nicht mit.


Bitte wende Dich sofort an einen Arzt der dich in eine Spezialklinik für Lungenerkrankungen einweist.


Du verschenkst eventuell wertvolle Zeit.

Gruß


Jürgen
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  #14  
Alt 24.08.2006, 12:45
Michael_D Michael_D ist offline
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Eigentlich hat Jürgen völlig recht. Ich verweise auf Dein Posting vom 21.08.: da hat der Arzt doch auch zu Dir gesagt, daß das "Ding" möglichst schnell entfernt werden soll (OP "sofort"!).

Wenn Du histologische Ergebnisse erst Mitte September erhältst . . . hm! Dann könnte eine OP frühestens Anfang Oktober stattfinden . . .

Vielleicht solltest Du genau das tun: einen Termin in einer Lungenfachklinik zur baldmöglichsten Resektion.

Michael
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  #15  
Alt 24.08.2006, 13:24
Catgirly Catgirly ist offline
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Hallo Ihr beiden,

ich empfinde das auch als seltsam. Aber die Thorax-Klinik in Heidelberg ist doch eine auf Lungenerkrankungen spezialisierte Klinik!?! Also eine Lungen-Fachklinik ...

Klar hat der andere Arzt anders geredet (ist ja richtig was Du , Michael, zitierst), aber er hätte auch erstmal untersucht mit Bronchoskopie etc.

Nächste Woche ist mein Hausarzt wieder da. Ich werde am Mittwoch zu ihm gehen und ihn fragen, ob er da irgendwas beschleunigen oder empfehlen kann.
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