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  #1  
Alt 15.07.2004, 00:38
Tina NRW Tina NRW ist offline
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Beiträge: 558
Standard Fragen an Experten zur Chemotherapie

Liebe Mitstreiter,

im Team des Krebs-Kompasses setzt sich Dr. rer.nat. Thomas Gronau auch für die Belange der Krebspatienten ein. Er ist Diplom-Biologe und spezialisiert auf Tumorbiologie und Tumorgenetik. Er engagiert sich vielfältig auf dem Gebiet der Krebsbehandlung und ist Ansprechpartner u.a. auch in Belangen des Ovarials-CA´s und der Chemotherapie.

Seit einigen Tagen ist er häufiger im Chat und beantwortet auch Fragen. In einem Gespräch heute am Telefon konnte ich Dr. Gronau dazu gewinnen, hier im Chemotherapie-Forum eure Fragen zu beantworten zu Chemotherapien, Behandlungswege usw. Bitte bedenkt aber, daß Dr. Gronau keine Ferndiagnosen stellen kann.

Ich bin mit Dr. Gronau so übereingekommen, daß ich ein paar Tage die Fragen aus dem Forum sammel und ihm zumaile. Er bemüht sich, die Fragen zu beantworten und ich stelle die Antworten ins Forum.

Ich hoffe natürlich auf eine rege Beteiligung eurerseits.

Hier noch die Vorstellung von Dr.rer.nat. Thomas Gronau auf der Teamseite des Krebs-Kompasses:

Von Haus aus bin ich Diplom-Biologe und Dr. rer. nat. mit der Spezialisierung auf Tumorbiologie und Tumorgenetik. Die Onkologie spielt auch im privaten Bereich eine große Rolle, so bin ich Geschäftsführer der Interdisziplinären Gesellschaft für Palliativ-Medizin (iGP) und dort aktiv im Arbeitskreis "Ethik und Onkologie" sowie "Qualitätssicherung in der Palliativ-Medizin"), Mitglied in der Deutschen Krebsgesellschaft (Sektion A: Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz; Sektion B: PSO- Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie), aber auch in der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) sowie im Andernacher Hospizverein und der Koblenzer Hospiz. Ich bin aktives Mitglied der Bewegung "Christen im Gesundheitswesen". Zur Zeit koordiniere ich im Namen der Interdisziplinären Gesellschaft für Palliativmedizin RLP e.V. (iGP) den sich konstituierenden Arbeitskreis "GYN-ONK Südwest". Beim Krebs-Kompass möchte ich mich vor allem um das Thema Palliativmedizin und Hospizarbeit kümmern.

Liebe Grüße
Tina
  #2  
Alt 16.07.2004, 09:57
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

mein vater hat vor einer woche seine erste chemo bekommen.. (leberkrebs) jetzt hat er schmerzen im magenbereich (magen wurde vor der chemo untersucht - alles ok) kann das von der chemo kommen?
mein vater bekommt 3tage chemo und hat dann 3 wochen pause.. unser hausarzt hat uns erklärt daß er in den 3 wochen pause keine misteltherapie zur immunstärkung verwenden darf! stimmt das?? was kann man noch zur immunstärkung verwenden?
danke lisa
  #3  
Alt 16.07.2004, 13:44
Tina NRW Tina NRW ist offline
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Hallo Lisa,

da Deine Frage wegen der Magenprobleme auf das Chemomittel zielt, bitte ich Dich noch anzugeben welche Chemo Dein Vater bekommt, da es nicht unrelevant ist. Deine Fragen werde ich dann sofort an Dr. Gronau weiterleiten.

Lieben Gruß
Tina
  #4  
Alt 16.07.2004, 13:59
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

das ist mein großes problem, mein vater will eigentlich nichts um das drum herum wissen... er meint er kennt sich so u so nicht aus.. also kann ich dir leider nicht genau sagen um welche art es sich handelt.. ich weiß nur daß er es über infusionen bekommt.. 3x und dann 3 wochen pause...
  #5  
Alt 16.07.2004, 14:01
Tina NRW Tina NRW ist offline
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Beiträge: 558
Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Hallo Lisa,

ok, nicht schlimm. Vielleicht kann Dr. Gronau allg. was dazu sagen. Ich leite Deine Fragen mal so weiter.

Lieben Gruß
Tina
  #6  
Alt 16.07.2004, 14:10
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

danke dir!
muß wirklich sagen hut-ab vor dem was du da machst!
lg lisa
  #7  
Alt 16.07.2004, 21:24
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Liebe Lisa,

es ist für mich sehr schwierig, eine Einschätzung der Therapie für Deinen
Vater vorzunehmen, da mir wichtige Daten fehlen.
Wenn Dein Vater nichts vom "Drumherum" wissen will, dann solltest Du das in
die Hand nehmen! Ich würde an Deiner Stelle mit dem behandelnden Onkologen
sprechen und Dir die Auskünfte (Diagnose detailliert, Befund, geplante
Therapie etc.) einholen. Dazu hast Du das Recht, wenn Dein Vater Dich
ermächtigt. Dann solltest Du die Befunde und die Argumente mit dem
Onkologen diskutieren, so als wärest Du der Betroffene. Informiere Dich und
dann entscheide für Deinen Vater, wenn es nicht anders geht. Zur
Mistelfrage kann ich folgendes sagen: es gibt leider tatsächlich
Kontraindikationen bei manchen Therapien. Aber auch da solltest Du den
Onkologen um Erklärung bitten. Abgesehen davon gibt es eine ganze Reihe
anderer komplementärer biologischer Mittel, die das Immunsystem stimulieren
können. Schau mal auf die Seite der Gesellschaft für Biologische
Krebsabwehr, die sind da sehr kompetent! (www.biokrebs.de).

Alles Gute für Dich und Deinen Vater!!!

Thomas Gronau für Krebs-Kompass
  #8  
Alt 17.07.2004, 00:24
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Hallo,

auch ich habe eine Frage an einen Experten. Wie lange kann man eine Themodal Chemo bekommen. Meine Mutter hat einen Gehirntumor (AstroIII)? Ihr wurde gesagt wenn man einmal damit beginnt muß man sie für immer nehmen. Stimmt dies? Würde mich über eine Antwort sehr freuen. Danke

Martina
  #9  
Alt 17.07.2004, 08:49
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Liebe Martina,

vielen Dank für Deine Frage, ich nehme an, daß Du mit AstroIII ein anaplastisches Astrozytom (Grad III, semimaligne) meinst. Das ist eine mittelbösartige Form des malignen Glioms.
Temodal ist der Handelsname von Temozolomid, zur Zeit das einzige zugelassene Medikament bei Gliomen. Gliome sind sehr schwierig zu therapieren mit Chemotherapeutika, da das Tumorgewebe sehr resistent gegen Zytostatika ist. Auch Temodal wirkt nur begrenzt, hat aber den Vorteil, daß es durch die sog. Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn eindringen kann, was die meisten Zytostatika nur sehr schlecht können. Da die Wirkung trotzdem nur
begrenzt ist, muß das Medikament stetig gegeben werden, um den Hirntumor in Schach zu halten.
Also ist es eine lebenslange Therapie, die nur dann
abgebrochen wird, wenn die Nebenwirkungen nicht mehr für den Patienten erträglich sind (Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verstopfung).
Leider gibt es zur Zeit keine andere international für diesen Tumor zugelassene Substanz. Viel Hoffnung liegt auf eine anderen Substanz, die noch stärker liquorgängig ist, wo aber zu diesem Tumor
(Astrozytom Grad III) noch zu wenige Daten vorliegen. Auch hofft man auf die Zukunft. Es sind in der Forschung eine Menge Ansätze, wie man das
Problem der Gliome in den Griff bekommen könnte, aber leider ist das noch entfernte Zukunftmusik , die akut deiner Mutter nicht helfen können.

Leider kann ich nicht mit einer besseren Auskunft dienen.

Alles Gute für Dich und besonders für Deine Mutter!

Thomas Gronau für Krebs-Kompass
  #10  
Alt 19.07.2004, 11:35
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Lieber Herr Dr. Gronauer,

ich hatte Eierstockkrebs (pt3c N1 MX G3) und konnte tumorfrei operiert werden. Anschließend 6x Taxol/Carboplatin. Meine letzte Chemo war im Oktober 2003 und kurze Zeit später haben meine Beschwerden angefangen.
Ich habe viel im Internet gelesen und glaube, dass es sich um Fatigue handelt. An die bleierne Müdigkeit, Gelenkschmerzen und stechende und brennende Knochenschmerzen hab ich mich schon gewöhnt, damit komm ich ganz gut klar.
Meine "Muskelschwäche" macht mir körperlich ganz große Probleme und in der Zwischenzeit wohl auch psychisch. Ich bekomme oft schon vom Sitzen "Muskelkater". Habe wirklich schon viel probiert und auch versucht, ganz langsam in kurzen Einheiten (5 Min, dafür 2 mal am Tag) meine Muskeln zu trainieren. Am 3. Tag konnte ich fast nicht mehr Treppensteigen und ich war total ausgepowert und konnte vor Erschöpfung auch nicht mehr schlafen.
Von meinem Arzt habe ich leider nur ein Vitamin-B Präparat und den Ratschlag "lassen sie ihrem Körper Zeit" bekommen.
Können Sie mir einen Tipp geben, was ich unterstützend tun kann, oder muss ich wirklich erst einmal abwarten?
Vielen Dank und liebe Grüße
Margit B.
  #11  
Alt 19.07.2004, 13:51
 
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sehr geehrter herr dr. gronauer,

ich bin dankbar für diese gelegenheit, fragen an sie zu stellen.

wir wurde 1995 der lungenoberlappen re wegen adeno-ca, broncho-alveolär, entfernt.
seit 1999 habe ich metastasen oder rundherde, man geht davon aus, daß es sich um die gleiche entartung handelt.
nun gibt es schwierigkeiten auf der re seite, weil ein rundherd auf den mittellappenbronchus drückt. evtl. könnte after loading oder laser helfen.

von einigen ärzten werde ich mit chemotherapie konfrontiert. von anderer seite höre und lese ich, daß chemo bei langsamwachsendem krebs n i c h t hilft. insgesamt soll die erfolgsrate bei chemo sehr niedrig sein.

wie entscheide ich mich richtig? das ist hier die frage.
denn: unterschreiben muß ich.

ich würde mich freuen, von ihnen zu lesen und bedanke mich im voraus.

einen guten tag,
ingrid44
  #12  
Alt 19.07.2004, 21:16
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Sehr geehrter Herr Dr. Gronauer,

ich habe seit 2002 Darmkrebs mit Metastasen in der Lunge. Die Chemotherapie hatte nicht den erwünschten Erfolg gebracht. 2003 wurde ich an beiden Lungenflügeln operiert. Leider hatte ich nach 3 Monaten schon wieder Metastasen. Seit Februar 2004 bekomme ich Chemo mit Oxaliplatin und Irninotecan. Bei den letzten Untersuchungen vor 4 Wochen wurde festgestellt, daß einige Metastasen kleiner und einige größer geworden sind.
Ich wollte Sie nun fragen, ob Sie es für richtig halten, wenn ich zusätzlich zu der Chemo noch Avastin bekomme.
Außerdem waren vorige Woche meine Blutwerte nicht sehr gut und ich leide unter Müdigkeit.
Könnten Sie mir sagen, was ich dagegen tun kann?
Sonst ist mein Allgemeinzustand gut.

Für Ihre Antwort bedanke ich mich im voraus.

Viele Grüße
Imi
  #13  
Alt 19.07.2004, 23:23
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Liebe Margit,

so ein Erschöpfungszustand ist schlimm zu ertragen und nervt immens. Ich
kann Sie gut verstehen. Eine Ferndiadnose kann ich natürlich nicht stellen,
aber das die Symptome schon so eine lange Zeit anhalten und anscheinend
nicht besser werden, macht mich etwas besorgt; Sie sollten unbedingt die
Beschwerden nochmals gründlich untersuchen lassen, vielleicht sollten Sie,
was ich gerne rate, weil ich damit immer gutes Feedback bekommen habe, eine
Zweitmeinung bei einem Onkologen in Ihrer Nähe einholen; ich nehme an, daß
Sie nicht bei Ihrem Hausarzt in Behandlung sind, sondern schon bei einem
onkologisch versierten Gynäkologen oder Hämatologen/Onkologen.
Ich würde an Ihrer Stelle mir Gewissheit holen, was mit Ihrem Körper los
ist; es könnte auch sein, daß durch die damalige Chemotherapie
neuropathologische Schäden gesetzt wurden, die auf jeden Fall genauer
diagnostiziert und dann behandelt werden sollten. Ermüdungserscheinungen
können viele Ursachen haben und können mit einem ganzen Arsenal von
Präparaten und Methoden behandelt werden; da gibt es von Vitaminen (was Ihr
Arzt Ihnen empfohlen hat) über komplementärmedizinische Ansätze (siehe
www.biokrebs.de) bis hin zu blutbildenden Mitteln, um mehr Sauerstoff in
den Körper zu bringen (wie z.B. Erythropoetin).
Die Onkologen wissen da eine ganze Menge von Supportiva! Kompetente
niedergelassene Onkologen finden Sie unter www.bnho.de .
Darüber hinaus kann man natürlich auch etwas für die angeschlagene Psyche
tun, von Gesprächen mit guten Freunden über pychotherapeutische Ansätze bis
im Extemfall hin zu stimmungsaufhellenden Mittelchen, um aus einer
möglichen Lethargie heraus zu kommen.
Wenn Sie mit dem jetzigen Zustand nicht zufrieden sind, was ich aus Ihren
Zeilen herauslese, werden Sie aktiv! Wenn Sie noch Bedarf auf ein
persönliches Gespräch haben, melden Sie sich ruhig bei mir. Ich bin
meistens im Büro von 9:00-10:00 h oder abends ab 20:00h-22:00h Tel:
02632-494116.

Alles Gute für Sie und Mut zur Abklärung der Situation mit einem Arzt Ihres
Vertrauens! (Unsicherheit ist einer der beängstigsten Zustände, den wir
Menschen möglichst vermeiden sollten!)

Thomas Gronau für Krebs-Kompass.de

Anmerkung der Moderation:
Liebe Margit,
ich habe Dr. Gronau nochmal per Email gefragt nach einem Link für Austria-Patienten bzgl. der Webseite für niedergelassene Onkologen. Wenn ich Antwort habe, füge ich es hier noch ein.
Lieben Gruß
Tina

Hier die Antwort von Dr. Gronau:
Hallo Tina,

Der Bund der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (www.bnho.de) ist ein Sprachrohr der sog. NIOs von Deutschland (Niedergelassene Internistische Onkologen), die es, soviel ich weiß, nicht in Österreich organisiert gibt. Das Phänomen dieser Praxis-Onkologen ist auch nur in Deutschland in dem Maße bekannt. Es gab (gibt) mal eine aktive website www.onkologiepraxis.at , die aber eingestellt wurde und nur noch Archivmaterial ins Netz stellt. Das hat abrechnungstechnische Ursachen im Unterschied zwischen deutschem und österreichischem Medizinrecht. Die onkologischen Praxen können sich wohl in Österreich finanziell nicht halten. Das wird auch immer wieder dort bemängelt und Deutschland wird dort als großes Vorbild in der Versorgung onkologischer Patienten angesehen.
Also, die Ansprechspartner in Österreich sind vornehmlich die Spitäler mit onkologischen Abteilungen.

Mehr kann ich leider dazu nicht sagen. Das ist die Situation.

Gruß

Thomas
  #14  
Alt 19.07.2004, 23:23
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Liebe Ingrid44,

Sie haben offensichtlich ein sog. Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom
(NSCLC), das seit 1999 sich als metastasierend herausgestellt hat. Da die
Krankheit inzwischen systemisch geworden ist, also möglicherweise noch mehr
Metastasen im Körper herumflotieren, als die, die man bei Ihnen in der
Lunge wieder gefunden hat, ist das eigentlich eine klassische Indikation
für eine systemische Therapie, sprich Chemotherapie, um mögliche weitere
Absiedlungen des ehemaligen Tumors im Körper abfangen und zerstören zu
können. Zwar ist der Tumor bei Ihnen recht langsam gewachsen, dennoch zeigt
die Metastasenbildung, obwohl der Primärtumor entfernt wurde, daß er
weiterhin agressiv ist.
Ich würde, wenn ich an Ihrer Stelle wäre, um mehr Selbstsicherheit in der
Situation zu bekommen, eine Zweitmeinung eines anderen Onkologen einholen,
der die Befunde nochmals genauestens bewertet. Ich rate da, vielleicht zu
einem niedergelassenen Onkologen in der Nähe zu gehen, der mit Ihnen in
einer persönlichen Umgebung das Problem erörtern würde.
Wenn Sie wissen wollen, wo in Ihrer Nähe ein kompetenter
Onkologe/Hämatologe sitzt, schauen Sie in das Internet unter www.bnho.de ,
das ist der Bund der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen. Dort
können Sie unter Mitglieder über die Suchmaske nach dem Sitz des Onkologen
in Ihrer Nähe suchen lassen; häufig ist sogar eine homepage des Onkologen
angegeben.

Ich wünsche Ihen viel Kraft für die Zukunft und den Mut, Ihre Krankheit mit
Vertrauen zu dem Ihnen genehmen Arzt in Angriff zu nehmen.
Gottes Segen!

Thomas Gronau für Krebs-Kompass.de
  #15  
Alt 19.07.2004, 23:42
 
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Standard Fragen an den Experten zur Chemotherapie

Liebe Imi,

Avastin ist ein sehr neues Präparat, was aber viel in der letzten Zeit in
positiver Diskussion beim metastasierenden Darmkrebs ist.
Bevacizumab (AVASTIN) ist ein humaner Antikörper gegen einen
Wachstumsfaktor (den sog. VEGF), der häufig beim metast. Darmkrebs wohl
eine bösartige Rolle spielt. Es gibt erfolgsversprechende Studien mit
AVASTIN zusätzlich zu Irinotecan/5FU/FA, wo es eine gute Verbesserung bei
den Darmkrebspatienten gegeben hat. Da du so ein modernes Präparat
bekommst, das noch in der klinischen Forschung ist, zeigt das mir, daß Dein
Arzt auf dem Stand der Entwicklung ist. Hab Vertrauen zu ihm und besprich
die Müdigkeit mit ihm, das kann tatsächlich an einer Anämie liegen, da weiß
er sicher sofort das richtige Mittelchen. ERYPO oder Sauerstofftherapie
oder oder...

Alles Gute für Dich, auch Dir mache ich gerne das Angebot mich anzurufen
zwischen 9:00 und 10:00 h oder abend nach 20:00 bis 22:00 h Tel:
02632-494116

Thomas Gronau für Krebs-Kompass.de
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