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Alt 06.02.2017, 23:51
adilo adilo ist offline
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Standard AW: Amputation, biologischen Rekonstruktion oder physeal distraction !!??

Liebe Suzan!
Deine Zeilen haben mich sehr betroffen gemacht und erinnern mich an unsere Situation damals.
Diagnose Oktober 2009 - Ewingsarkom im rechten Schienbein bei unserem 15jährigen Sohn. Für uns alle ein Schock. Dann 6 Chemotherapien vor der OP. Der Operateur hat uns drei Möglichkeiten mit allen Risiken genannt - Amputation, Tumorprothese oder biologische Lösung mit dem Wadenbein. Auch für uns damals eine Entscheidung, die uns einfach überfordert hat.... Niemand konnte uns diese Entscheidung abnehmen.
Wir haben uns dann für die biologische Lösung entschieden - OP am 17.3.2010, 8 Stunden - dann 6 Monate keine Belastung und nur auf Krücken. Ich bewundere noch heute meinen Sohn, wie diszipliniert er diese Zeit überstanden hat. Nach der OP auch noch 8 Chemotherapien (Gottseidank mit weniger Nebenwirkungen als bei den Chemos vor der OP)
Was soll ich sagen, es hat funktioniert, und ich bin heute jeden Tag dankbar. Unser Sohn ist heute 22, kann sein Bein voll belasten, betreibt Sport und hat praktisch keine Einschränkungen. Zwei Titanplatten und eine lange Narbe erinnern an die Erkrankung.
Ich kann euch die Entscheidung nicht abnehmen und jeder Fall ist anders, aber unsere Geschichte soll Mut machen.
Euch und eurem Sohn alles Gute
A.
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