Thema: Konisation
Einzelnen Beitrag anzeigen
  #2758  
Alt 29.06.2017, 08:43
Koni8 Koni8 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 29.06.2017
Beiträge: 1
Standard AW: Konisation

Hallo zusammen,

da ich in meiner Angst und Panik nach Diagnose viel recherchiert habe und von anderen Erfahrungsberichten profitiert habe, möchte ich nun auch meine Erfahrung schildern um eventuell anderen damit ein wenig Angst nehmen zu können.

Bei mir ging alles recht schnell muss ich sagen.
Ich war ganz normal jährlich beim Pap Abstrich, bekam den Anruf meiner FA und die Diagnose Pap4a.
1 Jahr zuvor hatte ich einen Pap1 wie eigentlich bisher immer in meinem Leben. Da aber die falsch negativ Ergebnisse recht hoch sind bei den Abstrichen ist es umso wichtiger mindestens jährlich zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen.
Ich war natürlich völlig aufgelöst und hab die Welt nicht mehr verstanden.
Sie hat mir dann einen Termin zur Dysplasisprechstunde/Biopsie gemacht, das hat mir allerdings zu lange gedauert sodass ich mir selbst einen Termin etwas außerhalb gemacht habe.
Meine FA hat mir gleich gesagt, dass höchstwahrscheinlich eine Konisation auf mich zu kommen würde.

Die Histo hat dann leider sogar noch ein ticken schlechteres Ergebnis erbracht. Einen Pap4b-p.
HPV auf 16 und sonstige positiv.
Invasives Wachstum wurde nicht nachgewiesen.
Ich sollte also dringend eine Loop machen mit Gebärmutterhalsausschabung.
Der FA der die Biopsie gemacht hat, hat mir allerdings laut seinen Erfahrungen schon mittgeteilt, dass s sich bei mir nicht um Krebs handelt wird sondern um diese Vorstufen die eben in meinem Alter (29) recht häufig vorkommen.
Also habe ich dann einen Termin zur Loop gemacht, etwas später, da ich noch in einer Prüfungsphase steckte.
Die Loop an sich, war nicht schlimm. Am meisten hat mir die Narkose zugesetzt.
Es lief alles ambulant ab, man kommt zur Loop dorthin, bekommt seine Vigo gelegt, geht selbst zum und auf den Op Tisch, dann bekommt man das Narkosemittelgespritzt und man wacht 20 min später wieder auf und kann auch wieder selbst zum ambulanten Bett laufen.
Dort ruht man dann noch ca. 1 Stunde und darf dann nach Hause gehen.
Ich wollte allerdings auch so schnell als möglich gehen, da es mir doch zu voll wurde dort. Da werde ja im 30min Takt Frauen operiert .
Am gleichen Tag war ich noch total platt aufgrund der Narkose. Schmerzen hatte ich keine.
Blutungen sehr wenig am ersten Tag, ab dem zweiten eigentlich nichts mehr. Ich hatte mal ein Ziehen und Ploppen im Unterbauch so als ob etwas geplatzt wäre aber das ist alles nur kurzfristig gewesen.
Was ich seither habe (vor einer Woche wurde ich operiert) ist viel Ausfluss daher sind Binden schon zu empfehlen wenn man nicht alle 2 Stunden seinen Schlüpfer wechseln mag .
Man soll sich ja 2-3 Wochen schonen aber das ist ja auch bei vielen nicht möglich, die Familie, Arbeit, Studium usw haben.
Bei mir kommt natürlich noch die Phase der Schorfablösung. Mal sehen wie es sich da entwickelt .
Zudem habe ich leider seither Harnröhrenschmerzen, vielleicht beruhigt sich dies mit der Zeit der Heilung auch wieder, da ja ebenfalls sehr nah beieinander liegt .

Die Nachsorge hatte ich jetzt gerade 6 Tage später und das Ergebnis der Histologie wurde mir auch direkt gesagt. Bei mir wurde alles im Gesunden entfernt. Es war aber 5 vor 12 wie man so schön sagt. Das Material der Ausschabung war komplett unauffällig. Bei mir war wirklich nur der Portiobereich sehr lokal betroffen aber eben schon recht fortgeschritten. Es ist ca 1 cm weggekommen vom Gebärmutterhals. Also eine Insuffizienz wird kein Problem darstellen.
Ich bin also wieder saniert wie mein FA sagt .
Ich habe gestern direkt einen Antrag auf Kostenübernahme für die Impfung gegen HPV (Gardasil-9) zur KK geschickt. Mein Fa hat mir dafür einen Vordruck mitgegeben wo er auf jegliche Studien verweist, S3- Leitlinie und Recherchen, dass die Impfung auch in meinem Alter noch einen recht hohen Schutz bringt nach Sanierung.
Da mittlerweile viele KK auch im höheren Alter die Impfung bezahlen, gehe ich davon aus, das meine Kk mir dies auch genehmigen wird. Denn die Impfung kostet 500-600€ aber die Therapie einen Cervix Ca mit deren Folgen um einiges mehr.

Die nächsten Abstriche werden es zeigen ob ich nun frei davon bleibe oder wie leider in manchen Fällen wieder betroffen sein werde.

Ich hoffe es bringt euch ein wenig, dass ich meine Erfahrung hier mitteile.

Geändert von gitti2002 (29.06.2017 um 13:33 Uhr) Grund: zusammengeführt
Mit Zitat antworten