Einzelnen Beitrag anzeigen
  #2  
Alt 18.07.2017, 19:16
Ilisweetie Ilisweetie ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.01.2017
Ort: Nürnberg
Beiträge: 60
Standard AW: Fragen nach Diagnose Corpuskarzinom

Liebe Eva, die Diagnose ist klar erst mal ein Schock, die Ängste normal. Die erste Panik legt sich recht schnell, die Angst bleibt u man muss lernen mit ihr zu leben. Mir fällt das auch noch recht schwer (Diagnose Okt16, Nov dann OP). Es ändert schon irgendwie alles...aber nicht nur im schlechten!
Bei Gebäatmutter od Gebärmutterhalskrebs (den hatte ich)gibt es verschiedene Zellarten von denen der Krebs ausgeht. Beim Adenokarzinom (hatte ich auch) geht das Karzinom vom Drüsengewebe aus, es gibt auch da wieder Untergruppen, bei dir "squamös". Typ 1 meint wohl G1, was gut ist, G1 Tumore sind nur mäßig veränderte Zelle u wachsen daher tendziell langsamer u weniger aggressiv. Wenn bei dir evtl keine Lymphknoten rauskommen ist das wohl auch ein gutes Zeichen, dann scheint dein Tumor noch sehr sehr klein u in einem frühen Stadium zu sein. Meiner war schon 1b1, daher wurden knapp 30 Lymphknoten entnommen. Falls die OP als laparaskopie klappt, bist du bestimmt wieder relativ schnell auf den Beinen, schonen musst du dich natürlich schon länger u du solltest auch nicht schwer heben. Haushalt sollte erstmal dann dein Mann übernehmen!
Die Tumorkonferenz besteht immer aus Ärzten vieler Fachrichtungen. Bei zB waren es Gyns, Radiologen, Onkologen, Kardiologe, Urologe u Anästhesist. Die besprechen dann Befunde u erste Ergebnisse u planen das Vorgehen. Normalerweise bekommt man als Patient nur das Ergebnis mitgeteilt.
Die 4 Wochen sind da eine ganz normale Wartezeit, ich bin damals aber auch fast wahnsinnig geworden u habe mir vorgestellt wie der Tumor in der Zwischenzeit lustig vor sich hin wächst, mein Prof hat mich aber diesbezüglich beruhigt, das ist nichts was über Nacht oder in Wochen entsteht, ich hatte den Tumor wohl schon Jahre...mach dir da nicht zu viele Sorgen! Ich war die ganze Zeit krankgeschrieben, ich hätte das psychisch nicht gepackt in die Arbeit zu gehen...meine OP war dann auch sehr sehr hart u es ging mir danach körperlich lange nicht gut, ich habe auch bleibende Folgeschäden, aber das ist halt der Preis, den ich für mein Leben zahlen musste...nach Ca 1/2 Jahr bin ich wieder in die Arbeit, mit Wiedereingliederung.
Wenn du ein bösartiges, invasives Karzinom hattest, hast du Anspruch auf Reha, im KH der Sozialdienst kann dir beim Antrag helfen, außerdem kannst du einen Behindertenausweis beantragen. Das machen die auch.
Ich wünsche dir alles Gute u hoffe, ich könnte dir etw helfen!
LG
Mit Zitat antworten