Thema: Wo sind alle?
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Alt 20.08.2017, 18:44
Chris62 Chris62 ist offline
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Standard AW: Wo sind alle?

Zitat:
Zitat von KesGa Beitrag anzeigen
mal eine Frage zum Pet-CT.Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?Und wie läuft das,wenn man eins will,wer überweist?
Hallo KesGa
und ein Hallo an alle anderen,

wollte mich mal wieder sehen lassen um zu zeigen,
es gibt mich noch :-)

Heute erst gesehen, dass Du KesGa eine Frage zum Thema PET-CT hattest,
das passt ganz gut, weil genau das zur Zeit mein Problem ist.

Das besagte PET-CT von Mai 2016 wurde durch die KK abgelehnt, dann aber nachdem mein Onkologe mit der Sachbearbeiterin telefoniert hatte, doch genehmigt. Er hat das PET-CT in etwa so begründet, dass er nur therapieren kann was er sieht und ohne aktuelle Aufnahmen kann er keinen Therapieplan aufstellen, zudem bestünde ja die Aussicht, dass ich keine weiteren Sandostatin Spritzen mehr bräuchte.

Dann folgte das PET-CT mit dem Ergebnis, die Metastasen fühlen sich in meinem alten Ranzen...Entschuldigung...sauwohl und vermehrten sich wie die Karnickel. Deshalb meinte der Onkel Doc. jetzt müssen wir schwerere Geschütze auffahren. So startete ich mal wieder mit einer Radionuklid Therapie (Peptid-Radio-Rezeptor-Therapie (PRRT). Diese besteht aus vier (evtl. auch 5) Behandlungszyklen mit einer Unterbrechung von etwa 3 Monaten. D.h. in der Regel Montags stationäre Aufnahme, am Dienstag die Radioaktive Injektion mit Lu-177-DOTATATE. Das Lu steht für Lutetium, in meinem Fall bekam ich zwischen 5,5 und 7,4 GBq, das hängt immer von den Nierenwerten ab. Die restliche Zeit während dem stationären Aufenthalt verbringt man am Tropf (Nierenschutz) und mit viel, viel trinken. Immer wieder werden Bildaufnahmen gemacht und am Freitag darf man wieder nach Hause.
Am 23.12.16 war mein 4. Behandlungszyklus beendet und für April/Mai 2017 wieder ein PET-CT geplant. Diese Bildaufnahmen hätte man dann über die von 2016 gelegt und gesehen ob und was die Therapie gebracht hat.

Die Kasse hat diesmal den Antrag auf Kostenübernahme, beantragt durch die Nuklearmedizin der Uni-Klinik direkt an den MDK weitergeleitet, dieser hat den Antrag abgelehnt. Begründung Zitat: Eine akut lebensbedrohliche Situation im Sinne BVerfG liegt nicht vor.

Weiter für Interessierte:
Es ist auch bei Nichtanwendung der PET-CT Untersuchung nicht begründet mit dem zeitnahen Ableben (innerhalb weniger Wochen) bzw. einer wesentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei dem Versicherten zu rechnen, obwohl die Lebenserwartung des Versicherten auf Monate/wenige Jahre begrenzt sein kann.

Es folgt in dem Gutachten bzw. Sozialmedizinischer Begutachtung weiteres blabla.

Mein Doc meinte ich solle auf jeden Fall Widerspruch einlegen und es wäre gut wenn die Klinik gleich etwas dazu schreibt. Die OA der Klinik meinte, ich soll unbedingt Widerspruch einlegen und es wäre gut wenn mein Onkologe etwas dazu schreibt ;-)

Widerspruch habe ich eingelegt, habe Zweifel am Sinn dieser Aktion.

Nun frage ich mich, warum forscht und investiert Siemens viel Geld in die Entwicklung dieser Hochauflösenden Geräte und warum kaufen Kliniken diese, wo doch beiden bekannt ist, dass diese Untersuchung keine Regelleistung der Krankenkasse ist.

Warum beteiligen sich KK an der Finanzierung, Aufbau und Unterhalt vom Krebszentralregister, wenn dort nur Teilwahrheiten eingepflegt werden.

Warum braucht der Gemeinsame Bundesausschuss i.d.R. 10 Jahre um zu Entscheiden ob ein PET in den Leistungskatalog aufgenommen wird oder nicht. In 10 Jahren ist diese Entscheidung hinfällig, weil die techn. Entwicklung weiter voranschreitet.

Sicherlich würde sich die Zahl der Krebsneuerkrankungen vervielfachen, wenn eine PET Untersuchung zum Leistungskatalog gehören würde, weil Krebs so noch viel eher entdeckt würde.

Im Sept. bin ich wieder beim Onkologen, mal sehen welchen Plan B er hat.
Das Sandostatin bekomme ich auf jeden Fall weiterhin, nur ob`s was hilft?

Bleibt alle stark und aufrecht,
liebe Grüße,
Chris

Geändert von gitti2002 (20.08.2017 um 23:45 Uhr)
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