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Alt 28.09.2017, 19:25
Gabi17 Gabi17 ist offline
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Hallöchen,

bin brandneu hier und auch im Thema Brustkrebs und habe gleich RICHTIG zugeschlagen.

Ich heiße Gabi, bin 54 Jahre alt und bisher im Leben weitgehend von Krankheit verschont geblieben.

Seit Ende April war ich aufgrund von "Anpassungsstörungen" krankgeschrieben und wollte eigentlich am 18.09.17 wieder beginnen zu arbeiten. Ich wollte mit meinem Hausarzt 1 Woche vorher die Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell besprechen und erwähnte nebenher, dass ich etwas unklare Schmerzen im Bauch habe und machte noch nen Witz, ob das wohl Schiß vor dem 1. Arbeitstag sei....

Nach einer kurzen Ultraschalluntersuchung stellte sich heraus, dass ich multiple Rundherde in der Leber habe und er wies mich sofort ins Krankenhaus ein. 5 Tage lang wurde ich mit vielfachen Untersuchungen auf den Kopf gestellt mit der Diagnose "Brustkrebs mit Metastasen in der Leber".

Tag für Tag kamen weitere schlechte Nachrichten:
In der linken Brust ist nicht nur ein Tumor von 4,1 mal 1,7 cm mit einem Satellitenherd, sondern noch 2 kleine Herde von 4 und 7 mm.
In der Leber 10 Metastasen bis 8,5 cm.

Und nachdem mir 3 verschiedene Ärzte bestätigten, dass nichts in der Lunge gefunden wurde, wurde mir heute noch mitgeteilt, dass sich beim MRT des Abdomen dann doch einzelne metastasenverdächtige Lungenrundherde gezeigt haben, wegen denen ich morgen nochmal ein CT der Lunge bekomme.

Nicht schlecht für einen "Erstbefund"

Da ich nach Ansicht der Ärzte noch jung bin und ohne Vorbelastungen, soll nun eine Chemo mit dualer Blockade und anschließend eine antihormonelle Therapie stattfinden. Von Brust-OP ist nicht die Rede, weil anhand des Tumors überprüft werden soll, ob die Chemo wirkt.

Auf meine Frage, ob dann irgendwann nach der Chemo die Brust entfernt wird, bekam ich die ANtwort "Wenn wir die Leber nicht in den Griff bekommen, brauchen wir uns um die Brust nicht mehr zu kümmern".

Das war übrigens die gleiche Ärztin (Chefärztin der Gyn im Brust-Zentrum), die sagte: "Vor 20 Jahren hätte ich gesagt, Sie haben noch 3 Monate, aber heute ist die Medizin viel weiter und keiner kann sagen, wieviel Zeit Ihnen noch bleibt."

Prost!

Am Montag hole ich noch eine Zweitmeinung in Essen ein. Ansonsten sind der Termin für den Port und das Erstgespräch beim Onkologen bereits gebucht.

Außer dass ich in den letzten Monaten etwas kurzatmig und nicht mehr so belastungsfähig war, habe ich nichts gemerkt. Auch jetzt habe ich keinerlei Schmerzen und sowohl die Gynäkologin als auch der Arzt bei der Mammo bestätigten, dass der/die Knoten in der Brust nicht zu ertasten sind.

Einerseits ist mir klar, dass gegen die Mist-Zellen was unternommen werden muß, andererseits habe ich Angst, dass sich mein (Allgemein-) Zustand durch die Behandlung extrem verschlechtert.

Rezeptoren:
Brust
ER 4, PR 0, Her2neu 2+, Ki 67 18 %

Leber
ER 6, PR 0, Her2neu 2+, Fish-Test pos, MiB-1 20 %

Mit der gleichzeitigen Diagnose "unheilbar" hoffe ich trotzdem, hier noch sehr lange im Forum mitzumischen
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