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Alt 07.10.2017, 11:03
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Kaffeetrinkerin Kaffeetrinkerin ist offline
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Standard AW: Vati mit Adeno-CUP, Metastasen in Leber und Lunge

Hallo Kathi,
das klingt gut, was bei euch in die Wege geleitet wurde.
Genauso war es bei meinem Mann. Er wollte nie wieder in eine Klinik müssen. Und das hat das ambulante Palliativteam geschafft, auch wenn die Unionkologin das eine oder andere Mal Palaver und Alarm gemacht hat. Obwohl er da schon keine Therapie mehr bekommen hat, hatte sie mich angerufen und mir von lebensbedrohlichen Zustand erzählt und das er JETZT sofort in die Klinik müsse. Da aber klar war, das sowieso nichts mehr an der Erkrankung zu tun wäre, habe ich gelernt, die Panikmache (naja es war ja lebensbedrohlich) auszuhalten und das Palliativteam hat mich immer bestätigt und bestärkt und unterstützt.
Sterbebegleitung hat dann angefangen, als klar war, dass er in den nächsten Tagen versterben wird und sein Zustand sich dramatisch verschlechtert hat. Nach dem Panikanruf der Onkologin hatten wir noch voeinjge schöne Zeit zusammen. Nur mal so am Rande.
Als Sterbebegleitung kam ein Team aus Trauerbegleitung für Umsicht als Angehörige, eine Krankenschwester und ein Arzt/ Ärztin nach Hause. Also im Wechsel. Und die Trauerbegleitung hat unsere Gefühle aufgefangen und uns Rat gegeben, wie wir es leichter machen können für ihn, was wir für uns tun können (meine Schwiegereltern waren auch da die letzten Tage). Das tat sehr gut und ich bezweifele dass das im Krankenhaus üblich ist. Die Krankenschwester hat uns genau erklärt was passiert und uns Ängste genommen. Sie hat uns erklärt woran wir erkennen können, wenn er Schmerzen hätte oder leiden müsste. Das war sehr gut, weil wir dann die Parameter kannten. Die Ärztin hat mit der Krankenschwester geguckt, ob sie was tun kann, um etwas für den Sterbenden zu erleichtern. So ist er tatsächlich ganz friedlich rübergegangen und das mit Anghörigen, die bis zuletzt gut aufgefangen waren und keine Angst hatten.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen?
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