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Alt 15.01.2018, 06:29
Tris Tris ist offline
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Unglücklich AW: I can't go back, back to the way I was

Heute ist es zwei Jahre her. Heute vor zwei Jahren habe ich erfahren das meine Mutter Krebs hat. Diesen Tag werde ich wohl nie vergessen. Er ist der Anfang vom Ende. Mit ihm hat alles begonnen. Wenn ich daran zurück denke welche Hoffnungen ich damals noch hatte. Ich frage mich wie ich nur so dumm sein konnte zu glauben es wird alles gut und es gibt ein Happy End. Wenn ich jetzt daran zurück denke fühle ich nur unbändige Trauer. Sie hat so gekämpft, alles getan um bei uns bleiben zu können. Sie hat so viel Schmerz auf sich genommen. Nachdem die erste Chemo und dann die Kur komplett durch waren, waren wir so glücklich. Bis zum 26.01.2017. Wir wussten nicht ob es wieder Krebs ist, aber letztendlich war es das. Dieser 15.01 2016 hat alles verändert. Ich sehe noch genau vor mir wie ich geweint habe, wie ich nicht schlafen konnte, wie im am nächsten Morgen so früh aufgestanden bin und Mama doch schon auf war. Sie hat mich in den Arm genommen und mir versprochen das sie uns und Papa nicht alleine lässt. Dafür hat sie so sehr gekämpft bis zum Schluss. Sie war so lange bei uns wie es ging. Dann seh ich letzten Tage und Wochen hier zu Hause. Wie nichts mehr ging, wie auch ich sie oft im Arm gehalten habe und versucht habe nicht zu weinen und sie zu trösten. Wie sie nachher nicht mehr richtig da war, nicht mehr richtig gesprochen hat, nichts mehr zu sich genommen hat. Mich nicht mehr erkannt hat. Wir haben uns um sie gekümmert, die letzte Woche war einfach nur schrecklich, ich kann immer noch nicht verstehen, wie es so schnell bergab gehen konnte. Immer war jemand zu Hause um aufzupassen und sich um sie zu kümmern. Am letzten Tag hat sie dann nur noch geschlafen, ich habe sie Abends nochmal umarmt und ihr ins Ohr geflüstert das es ok ist, das sie gehen kann. Ich konnte lange nicht einschlafen, ich habe geweint mich hin und her gedreht und bin schließlich gegen kurz vor Elf doch eingeschlafen. An dem Abend/ in der Nacht ist meine Mutter gestorben. Ich hätte mehr Zeit gebraucht, da ist noch so viel was ich noch mit ihr erleben wollte. In zehn Tagen werde ich 16 ohne meine Mutter. Das ist einfach nicht fair. Ich verstehe einfach nicht warum. Das hat sie nicht verdient. So vieles was fehlt, dieses riesige Loch ist immer da. Ein so großer Teil von fehlt. Ich will sie so sehr zurück. All die glücklichen Erinnerungen tun so weh. Ich weiß das sie nicht zurück kommen kann und doch wünsche ich es mir so sehr auch wenn es unmöglich ist. Dieser verfluchte Tag ruft so viele Erinnerungen wach.
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