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Alt 07.03.2018, 13:51
Töchterlein Töchterlein ist offline
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Standard AW: Tipps für die letzte Zeit als Angehörige

Hi, dazu kann ich nur sagen, da hast du wohl Recht. Was ich absolut unterschätzt habe ist, dass so etwas wie echte Kommunikation schon sehr bald nicht mehr möglich war/ist. Aufgrund seiner Schmerzen bekommt er wohl so starke Schmerzmittel (Pflaster + Spritzen...) - was ja gut ist -, ihn aber so "betäubt", dass er fast nur schläft und zwischendurch nur mal kurz die Augen aufmacht und dann bald wieder zumacht...
Gott sei Dank gibt es zwischen ihm und mir nicht mehr groß etwas zu klären oder so. Ich habe ihm ja schon vor einem Jahr oder so (in der stationären Bestrahlungszeit) einen langen Brief geschrieben, in dem ich mir quasi alles was ich mir so gedacht habe von der Seele geschrieben habe. Seit seiner Krebserkrankung bin ich auch nicht sparsam mit "Ich hab dich lieb" oder so umgegangen. Das heißt, er weiß und spürt hoffentlich auch nach wie vor, wie gern ich ihn habe und dass ich ihm nichts nachtrage oder so (war ja doch nicht immer ganz so einfach mit seiner Alkoholkrankheit).

Trotzdem ist es schade, dass wir kaum mehr kommunizieren können. (Sprechen ist seit der Laryngektomie vor einem halben sowieso nicht mehr möglich gewesen, zumindest aber schreiben bis vor ein paar Wochen / Tagen).
Ich habe ihm auch immer wieder Fotos mitgebracht, damit er sich an die guten Zeiten in seinem Leben und was er alles gemacht und bewirkt hat erinnert. Leider ist ihm selbst das Anschauen der Bilder oft schon nach ein paar Minuten zu anstrengend.
Es ist so traurig mit anzusehen. Was ist das nur für ein Leidensweg!
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