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Alt 09.04.2009, 20:41
Judith Judith ist offline
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Registriert seit: 01.10.2005
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Standard AW: Der Mutmachthread

Hallo!

Ich war schon lange nicht mehr im Forum.

Als ich im Januar 2004 meine Diagnose erhielt:

bifokales (an 2 Stellen) Mammakarzinom, T1, pN3a (von 26 entnommenen Lymphknoten 16 befallen), G3, mit Lymphangiosis, keine Metastasen

war ich komplett verzweifelt; denn die Prognose war mehr als schlecht.
Ich habe tagelang im Internet nach Hilfe gesucht. Und ganz besonders hätte mich interessiert, wie lange man mit so einer Diagnose überleben kann.

Leider war darüber so gut wie nichts zu finden. Das kann man nun negativ sehen, aber auch positiv; denn in einem Beitrag im Krebs-Kompass Forum wurde erwähnt, dass es den Betroffenenen vielleicht mittlerweile gut geht und sie deshalb gar nicht mehr im Forum sind.
Dieser Satz hat mich zum damaligen Zeitpunkt sehr beeindruckt, und ich habe mir fest vorgenommen, wenn ich 5 Jahre ohne Rückfall überlebe, melde ich mich ganz sicher noch mal im Forum, denn mir hätte das damals sehr viel Mut gemacht.
Und da bin ich nun. Ich habe auch wie viele andere das gesamte Programm durchlaufen: Brustamputation, Chemo (mit Taxotere), Bestrahlung und Brustaufbau mit diep flap (3 Jahre später).
Und auch, wenn dass im Moment manchem unmöglich erscheint, aber mit jedem Tag, der vergeht, tritt der Krebs ein ganz kleines bisschen mehr in den Hintergrund.

Ich weiß natürlich nicht, wie meine Zukunft aussieht, aber ich denke:

Gebt die Hoffnung nicht auf! Es ist möglich - auch mit schlechter Prognose -
weit länger zu überleben, als die Ärzte glauben!!!

Liebe Grüße von

Judith
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