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Alt 13.05.2010, 14:40
lyra lyra ist offline
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Standard AW: Meine Diagnose

Lieber Georg,
doch Du bist schon richtig hier und Deine Fragen sind keineswegs verblödet. Auch wenn diese Fragen häufig gestellt werden- es geht immer um das Individuum und jetzt eben um Dich und Du musst mit dieser Situation ganz plötzlich umgehen.
Es ist natürlich schwierig, eine Aussage zu machen über die verbleibende Zeit, das hast Du ja selbst schon heraus bekommen. Aber irgendwann wirst Du- wenn man dem Krebs keinen Einhalt gebieten kann und auch eine Transplantation nicht möglich ist- zu schwach sein, um Dich selbst zu versorgen oder gar zu arbeiten.

Jetzt mal zu Deinen zusätzlichen Sorgen bezüglich der finanziellen Seite: wenn Du selbständig bist, bist Du doch auch krankenversichert und wirst Krankengeld beziehen (je nachdem, wie Du versichert bist, fällt es sicher unterschiedlich hoch aus). Davon kannst Du doch auch Deine Kosten bestreiten oder liege ich falsch?

Von Dignitas würde ich mal ganz schnell die Finger lassen, so einfach ist der Tod mit deren Cocktails auch nicht und Du würdest sie auch nicht locker mit nach Hause bekommen- wenn Du schon jetzt über Dein Ende nachdenkst (was ich persönlich sehr konsequent und mutig finde), befasse Dich lieber mit der Hospizbewegung. In Hospizen wird alles getan, um den Menschen ein würdiges Ende zu ermöglichen- insbesondere auch, was unnötigen Schmerz betrifft. Dafür kommt dann die Pflegeversicherung auf.

Nochmal:frag einfach drauflos, Du bist hier richtig und es wird einige geben, die Tips und Rat für Dich haben.

Liebe Grüße
Lyra