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Alt 13.05.2010, 14:49
Kerstin N. Kerstin N. ist offline
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Standard AW: Meine Diagnose

Lieber Georg,

was du schreibst berührt mich zutiefst.

Da steckst du ja in einer sehr schweren Lage.

Wenn du selbstständig bist, bist du sicher privat krankenversichert, oder?

Da ich selber auch selbstständig bin, weiß ich wie schwierig da die finanzielle Lage sein kann.

Aber ich habe zum Glück meinen Mann an meiner Seite, der Angestellter eines großen Unternehmens ist.

Wenn du Hilfe und Rat brauchst, egal ob finanziell oder gesundheitlich, kannst du dich an den KID(Krebsinformationsdienst)wenden. Google einfach mal die Telefonnr.

Deine Familie solltest du aus deiner Krankheit nicht heraushalten. Das geht sie etwas an. Außerdem brauchst du die Hilfe deiner Familie, deiner Freunde.

Da ich Angehörige(bzw. Hinterbliebene)und Betroffene(war), spreche ich da aus Erfahrung.

Wir hatten eine Frau(42J.)im Bekanntenkreis, die vor ein paar Wochen an Leberkrebs gestorben ist. Sie hat bis zu ihrem Tode zu Hause gelebt. Es ging ihr (wohl auch wegen der Chemotherapie, die sie noch bekommen hat)nicht immer gut. Aber sie hat noch Vieles unternommen und am Anfang auch noch gearbeitet.

Was du jetzt mitmachst, welche Gefühle du Hast, deine Ängste und Sorgen, die kann niemand erfassen, allenfalls erahnen. Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Nur eines kann ich dir sagen: Mach´das nicht mit dir alleine ab! Laß dir helfen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Soziale Dienste z. B., kirchliche Einrichtungen, wie die Diakonie, die Caritas, den Hospizdienst usw.

Und vergiß diesen unsäglichen Sterbehilfeverein. Das ist ja furchtbar.

Schreib hier weiter und tausch dich mit den Leuten aus. Auch wenn viele hier Angehörige sind. Wir stehen dir gerne zur Seite und hören dir zu.

Ich schicke dir eine virtuelle Umarmung!

Viele Grüße
Kerstin