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Alt 08.11.2009, 23:24
Yosie Yosie ist offline
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Standard AW: Rektumkarzinom und nun ?

Hallo Nokl,

erst einmal trotz des traurigen Anlasses ein herzliches Willkommen hier. Hier bist du mit deinen Fragen und Ängsten gut aufgehoben.

Bei mir wurde im Februar 2008 auch ein Rektum-Ca diagnostiziert. Ähnlich wie bei dir hatte ich auch einige Zeit vorher länger Antibiotika und Schmerzmittel nehmen müssen, und meine Darmprobleme zunächst darauf geschoben. Mit 46 Jahren hatte ich und auch mein Hausarzt nicht mit dieser Diagnose gerechnet.

Meine erste Diagnose erhielt ich im örtlichen Krankenhaus, dort wurde eine Darmspiegelung, Ct, Sono, Blutwerte und ein Lungenröntgen veranlasst. Der dortige Arzt war ehrlich und sagte mir, da mein Tumor dicht am Schließmuskel sei, wäre eine Op schwierig, und ermunterte mich eine Zweitmeinung einzuholen.

Letztendlich habe ich mir dann nicht nur eine Zweit- sondern auch noch eine Drittmeinung eingeholt. Da war kein Arzt böse, sondern man hatte großes Verständniss.

Meine Behandlung habe ich darum auch gesplittet, Bestrahlung und Chemo in einer Uniklinik mit neusten Erkenntnissen auf diesem Gebiet. Und die anschließende Op in einem anderen Krankenhaus von einer Professorin mit großer Erfahrung in der Proktologie.

Bisher bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Ich habe mir von Beginn an einen Ordner mit allen Befunden angelegt. Immer gefragt, selbst beim Blutabnehmen, ob ich Kopien bekomme, und konnte so allen Ärzten immer die schon gemachten Untersuchungen zeigen. Habe dafür auch bisher niemals etwas zahlen müssen, manchmal muss man allerdings hartnäckig bleiben, wenn Befunde nicht gleich vorliegen. Oder beim Hausarzt nachfragen, der bekommt ja auch die Berichte.

Gruss Yosie
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