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Alt 20.02.2013, 14:17
sonne53 sonne53 ist offline
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Standard AW: CLL - Frage zu euren Symptomen, mache mir Sorgen um einen Vater

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Zitat von tapferbleiben Beitrag anzeigen
Hallo!
Ich habe mich hier schon länger nicht mehr blicken lassen. Hoffe allen hier geht es den Umständen entsprechend gut.

Mein Vater hat ja gaaaanz langsam seit 2008 eine CLL entwickelt. Mit einer Erkältung sind seine Leukos angestiegen auf 18.000 jetzt sind sie wieder bei 14.000. Also ein seeehr langsamer Verlauf - freu - der jetzt alle 3 Monate überwacht wird.

Nun ist mein Vater vor 2 Jahren auch in Rente gegangen und meine Mama ist gesundheitlich auch etwas eingeschränkt. Aktuell ist er immer muede, gähnt, findet aber nachts keine Ruhe, keinen Schlaf, Mittagsschlaf gelingt ihm oft nicht, weil er so nervös ist.... er kommt nicht in einen ausgeglichenen Zustand.
Er hat zu nichts Lust, zieht sich auch von Freunden etwas zurück, jetzt im Winter fällt das Fahrrad fahren auch aus, Sport will er nicht,... er ist aufgabenlos... möchte aber auch nicht mehr eine Aushilfsarbeit aufnehmen. Und Reparaturen am Haus geht er aus dem Weg

Er hat über Weihnachten 2kg zugenommen, was ich als GUTES Zeichen werte. Wen Krebs zerrt, nimm man doch eher ab, oder? Er meint auch das kommt von der CLL.
Habt ihr CLL`er auch solch eine bleiernde Müdigkeit? Nimmt ihr auf Grund von CLL auch zu?

Ich habe ja den Gedanken, dass er vielleicht eine depressive Verstimmung hat oder sowas: keine Aufgabe, chronisch krank mit der CLL, keine feste Strukturen und bei feierlichen Anlässen ganz nah am Wasser gebaut.

Er will nicht zu seinem Hausarzt. Seit der CLL Diagnose war er nicht mehr dort. Nur die Kontrollen beim Onkologen nimmt er wahr. Seinen Bluthochdruck misst er täglich 3x und ist mit Tabletten gut eingestellt.
Warum will er keine Hilfe?

Habt ihr eine Idee, was ich machen kann?
Es wäre toll wenn der ein oder andere Zeit findet, mal von sich zu berichten.
Vielen vielen Dank

tapferbleiben
Deinen Beschreibungen nach tippe ich mal auf Depressionen. Sicher ist es sehr schwer mit so einer Diagnose umzugehen. Ich bin selbst betroffen und habe seit 2009 CLL. Jetzt im Jan. war ich beim Onkologen in Remscheid und er teilte mir so ganz beiläufig fest ich bräuchte jetzt eine Chemo. Auf m. Frage wieviel Zeit ich habe, sagte er: viel Zeit haben sie nicht. 4 - 5 Wochen.
Ich bin sehr geschockt und völlig zerbrochen bei einem Onkologen In Mülheim gewesen, er sagte mir sehr deutlich: bei Ihnen ist keine Chemo nötig. Wäre mein Freund nicht mitgewesen, ich hätte alles für einen Traum gehalten. Manche Ärzte scheinen Umsatzprämien von Pharmakonzernen zu bekommen, wie kommt sonst so ein Arzturteil zu Stande.
Suche dir wenn es geht in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe, dort sind Betroffene, die meistens die besten Berater in solchen Fällen sind. Wünsche dir weiter viel Kraft, gib nicht auf............es findet sich ein Weg.
Lieber Gruß
Astrid
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