Einzelnen Beitrag anzeigen
  #4  
Alt 23.11.2017, 16:31
Letti Letti ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 22.11.2017
Beiträge: 10
Standard AW: Chemo immer bei BSDK ohne metastasen?

Danke dir dafür. Was soll ich noch tun? Ich hab ihn angefleht (vor der OP) die Chemo zu machen. Wenn nicht für mich, dann wenigstens für seinen Sohn (20, nicht mein Kind, hat Februar diesen Jahres gerade seiner Mutter verloren). Er hat mir mehrmals gesagt, dass für ihn feststeht, dass er die zu 100 % nicht macht. Ich hab ihm gesagt, ich begleite ihn durch die Chemo. Er kann auf mich zählen. Das bedeutet für mich auch meinen gesamten Urlaub und auch unbezahlten Urlaub zu nehmen, da ich 400 km von ihm entfernt wohne. Er will es nicht. Der ist so stur, ich denke da können auch die Ärzte ihn nicht von überzeugen das zu machen. Er hat alles geregelt für den Fall dass das schlimmste eintritt. Unmittelbar nach der Diagnose hat er Schluss gemacht. Er will die Zeit die ihm noch bleibt alleine durchstehen und die Zeit wäre nicht mehr lang. 9 Tage zuvor hat er noch geschrieben wie sehr er mich liebt und mich vermisst und eine Zukunft mit mir will. Keine 2 Wochen zuvor haben wir noch ein glückliches Wochenende miteinander verbracht. Ich hab ihn angefleht mit mir nach Heidelberg zu fahren wegen einer 2. Meinung. Kein Durchkommen bei ihm. Ich weiß auch nicht in welchem KH er ist, er hat es mir nicht gesagt und strikt verboten zu kommen. Am 9.12. hat er Geburtstag. Den wird er nun allein im KH verbringen, evt. lässt er wenigstens seinen Sohn kommen. Er wollte mir auch nicht sagen, wann er operiert wird, er hat sich aber verplappert.
Nur durch meine Hartnäckigkeit und die kann groß sein, haben wir jetzt sporadisch über WhatsApp Kontakt. Er ist aber kaum in der Lage 2 Sätze zu schreiben. Seit Montag ist der Kontakt komplett abgebrochen. Da es ihm am Montag sehr schlecht ging (er hatte große Schmerzen trotz Schmerzmittel), mache ich mir natürlich Sorgen. Er hat wirklich mit sich und der Welt abgeschlossen. Ich hab ihm auch gesagt (vor der OP noch) sein Sohn muss sich ums Krankengeld kümmern, in das er ab nächster Woche fällt. War ihm egal ob und woher er Geld bekommt, braucht er nicht mehr.

Die Begründung für seine Ablehnung der Chemo ist, er hätte was mit der Lunge (keine Metastasen) und da würde die Chemo auch nicht helfen. Ja, er hat sicher was mit der Lunge, das sage ich ihm schon lange (sehr starker Raucher, 50 Zigaretten am Tag). Aber das muss man hinten anstellen, erst die Chemo, dann kümmern wir uns um die Lunge.

Meine Verzweiflung ist echt groß. Das schlimme ist, sein Sohn will mit mir nichts zu tun haben. Das heißt auch, wenn er wirklich sterben würde, ich würde es nie erfahren.

Geändert von gitti2002 (25.11.2017 um 02:01 Uhr)
Mit Zitat antworten