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Alt 22.01.2018, 20:56
Elisabeth15 Elisabeth15 ist offline
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Daumen hoch AW: Lungenkrebs zum 3.Mal

Liebe Petra,
ich hatte dir letztes Jahr schon mal geschrieben, und habe eben gelesen, dass bei dir wieder was Krebsmäßiges nicht in Ordnung ist. Das ist natürlich ein Riesenschock und bringt das ganze Leben zunächst mal wieder total durcheinander. Bei mir wurde ja im Oktober 2011 das äußerst aggressive Kleinzeller-Lungenkarzinom mit Metastasen auf der Leber und in der gesamten Wirbelsäule festgestellt - bedeutete: Stadium IV, keine Chance auf längerfristiges Überleben. Ich war schon voll auf Abgang eingestellt, bin direkt mit meinem Mann zusammen von der Klinik in Hildesheim aus in meinen Heimatort gefahren - zu meinen Geschwistern, um dort zu sterben und beerdigt zu werden.
Aber dann kam alles anders, ich wurde im Pius-Hospital in Oldenburg weiter behandelt, mit Chemos, Kopfbestrahlung usw. Und dann kam mein Lebensmut und meine Aggressivität -dem Krebs gegenüber- wieder zurück und wurde stärker. Alle 3 Monate wurde CT gemacht, der Tumor war und blieb verschwunden - bis Januar 2013, da wurde ein Rezidiv festgestellt. Und das Spielchen ging wieder von vorne los: Chemos, 45 Lungenbestrahlungen usw. Und ich habe mir gesagt, was du einmal geschafft hast, das schaffst du auch ein zweites Mal. Und so war es dann auch. Nach 4 Chemo-Zyklen und 45 Lungenbestrahlungen war der Tumor wieder komplett weg und ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Im Oktober 2017 war ich zum letzten Mal zur Kontrolle, jetzt brauche ich nur noch einmal jährlich hin.

Ich wollte dir eigentlich nur sagen, dass du dem 3. Auftauchen deines Krebses nun paroli bieten musst. Zweimal hast du es schon geschafft, da wirst du es auch ein drittes Mal schaffen! Glaube fest daran und lass dich nicht unterkriegen, auch wenn es mal schlechte Tage gibt. Nach Regen kommt Sonne, und so ist das mit dem Leben auch.

Ich hoffe, du hast noch genug Freude am Leben und liebe Menschen, die dir in dieser schweren Zeit unterstützen und zur Seite stehen. Und die neuen Therapieformen geben ja auch Hoffnung, diese schlimme Krankheit besiegen zu können.

Ich bin jedenfalls in Gedanken bei dir und drücke alle Daumen, dass du es schaffst. Ich würde gerne mehr für dich machen, aber außer Beten kann ich ja leider nicht viel machen!

Halt die Ohren steif, lass dich nicht unterkriegen, so dass du irgendwann wie ich sagen kannst: Ich habe es geschafft, der Krebs ist nicht mehr in meinem Körper (das spüre ich), auch wenn die Ärzte nicht von Heilunng sprechen wollen - der Kleinzeller gilt ja als unheilbar.

So, jetzt mach ich für mich und meinen Mann noch einen leckeren Obstteller, die Abende gehen immer so schnell rum.

Ich hoffe, ich höre nochmal von dir, mich interessiert ja auch, wie es bei dir weiter geht.

Also, nochmals toi toi toi und ganz liebe Grüße
Elisabeth
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