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Alt 24.03.2001, 23:59
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Standard Abhängigkeit vom Arzt durchbrechen??

Leider hat unsere Familie innerhalb von zwei Jahre die zweite schwere
Krebserkrankung zu bewältigen. Der erste Fall endete für unseren
Vater nach nur 11 Monaten tötlich. Jetzt ist unsere Schwester mit nur
36 Jahren (Mutter von drei kleinen Kindern)an Brustkrebs erkrankt. Es
sind bereits Knochen-, Hirn-, Nieren- und Lebermetastasen Die von
einem Städtischen Krankenhaus pallative herapie beschränkt sich
ausschließlich auf die Verabreichung der Ziostatiker in einem
dreiwöchigen Rhythmus. Drei von neun Zyklen sind absolviert. Der
Zustand unserer Schwester gibt uns genügend Grund zur äußerstes
Besorgnis. Wir haben uns - wie bereits bei der Erkrankung des Vaters
umfangreich über Krankheit und über verschiedene Behandlungsansätze
informiert und sind wieder einmal maßlos darüber entäuscht, dass
ausser Chemo keinerlei ergänzende Maßnahmen durchgeführt werden.
Zur Behandelden Ärtzin haben wir in den letzten Wochen leider keinen
befriedigenden Zugang erhalten. Alle unsere Fragen uns Bitten
hinsichtlich Behandlung und Pflege wurde bsiher mit einer
ungeheuerlichen Aroganz von den Ärtzen und den Pflegepersonal
abgewertet und als als völlig indiskutabel abgewehrt. Wir sind schon
lange nicht mehr davon überzeugt, dass alles menschenmögliche für
unsere Schwester getan wird. Aber können wir dass nicht letztendlich
erwarten? Die zweite und dritte Chemo hat sich ambulant von früh
morgens bis Abends 23.00 hingezogen. Als unsere Schwester spät
Nachts völlig erschöpft wieder zuhause war erhielt Sie aus dem
Krankenhaus einen Anruf - man hätte eine Spitze vergessen - Sie
müsse unbedingt nochmal kommen. Auf unsere folgende Beschwerde
über diesen Vorfall, bekaman wir zur Antwort, dass unsere Schwester
schließlich nicht die einzigste Patientin ist. Aber Sie ist doch unsere
einzigste Schwester!!!!! Das ist nur ein kleinen Beispiel für die
Inkompetenz des Krankenhauses. Wir sind gewiss durch unsere
Nachforschungen nicht zu Ärtzen geworden - aber wir fragen uns ob
man den behandelnden Ärtzen vollkommen ausgeliefert ist. Wir würden
sehr gerne die Behandlung in ein kompetentes Tumorzentrum in die
Wege leiten. Geht dieses ohne die bereits laufende Therapie zu
gefährden? Wie reagieren die Ärtze auf solch eine Berlegung? Wie
findet man einen Arzt, der den Patienten in den Mittelpunkt stellt und
sich mit allen Aspekten der Krankheit auseinander setzt und
ganzheitlichen Behandlungsstrategien aufgeschlossen ist? Gibt es das
nur in den vielen schönen Büchern und Ratgebern , die wir bisher zu
diesem Thema gelesen haben? Leider haben wir schon einmal auf die
behandelnden Ärtze vertraut und sind bitter entäuscht worden. Wir
fühlen uns gegenüber der behandelnden Ärztin zur Zeit absolut
machtlos. Was können wir tun um für unsere Schwester die
bestmögliche Therapie für den ohnehin fast aussichtslosen Kampf zu
finden??

ubrestrich@debitel.net
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