Einzelnen Beitrag anzeigen
  #8  
Alt 07.01.2002, 21:36
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Zusehen tut sehr weh ...

Liebe Katja ! Ich habe lange überlegt, was ich dir schreiben soll um dir in deiner schweren Zeit ein wenig "beizustehen ". Ich spreche als Betroffene, lag im Sommer 2001 , nach einer schweren Chemo im Sterben und war mir der Lage auch voll bewußt.Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, bitte verbringe jede freie Zeit bei deiner Schwester, ich war so froh,wenn jemand von meinen Lieben bei der Tür hereinschaute. Das gibt viel Kraft, Sicherheit und ein Gefühl der Geborgenheit. Ich weiß von meine Lieben, dass sie fast am Ende ihrer Kräfte waren, sie haben sich aber abgewechselt, denn sie mußten 230 km fahren um mich in Graz zu besuchen. Vielleicht könnt ihr euch abwechseln, denn einer alleine kann das nur schwer schaffen, aber bitte lasst deine Schwester nicht alleine. Ich habe es diesmal noch einmal geschafft, weiß aber, dass die Krankheit nur zurückgedrängt wurde und ein Infekt reichen kann, um die Sache explodieren zu lassen. Und eins möchte ich dir vielleicht noch als " kleinen " Trost sagen und ich hoffe, dass es bei deiner geliebten Schwester auch zutrifft, ich hatte keine Angst vorm Sterben in mir war eine Ruhe, ja ich möchte sagen ein herrlicher Frieden. Kannst du vielleicht irgendeine provissionelle Hilfe in Anspruch nehmen, Phsychologe., Priester ?? Ich fühle mich mit dir verbunden, es muß schön sein, dich als Schwester zu haben.
Und wovon ich fest überzeugt bin - es gibt ein Wiedersehen !
Es grüßt dich Grete
Mit Zitat antworten