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Alt 23.01.2009, 04:57
Kevlar Kevlar ist offline
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Standard AW: Dissertation zur Problematik der Rezidive

Aaaalso...: In der erstgenannten Dissertation geht es ja doch durchaus auch um die frühen Rezidive. Da sind doch ein paar ganz brauchbare Tabellen/Grafiken drin, die die Verteilung der Rezidive insgesamt ganz gut aufzeigen (im Mittel <2 Jahre).

Die Besonderheit, dass Spätrezidive eher schwer therapierbar sind, liegt wohl nur dann vor, wenn initial bereits eine adjuvante Chemo zum Einsatz kam (bei non-seminomen Hodentumoren). In dem Fall gelten die zurückgebliebenen, vitalen Tumorzellen wohl als nicht chemo-sensitiv... und die vorrangig operative Therapie wird in dem Fall favorisiert.

So jedenfalls mein Verständnis der Dissertationen.

Ich persönlich schiebe ja grad wegen meiner AFP-Werte, die am Grenzwert kratzen... und beschäftige mich deshalb mit der Wahrscheinlichkeit von Spätrezidiven (meine Hoden-OP liegt nun fast 12 Jahre zurück... und ich erhielt damals eben keinerlei weitere Therapie, sondern ausschliesslich Wait-and-see). Nun gehen die von mir gefundenen Quellen aber eigentlich eher davon aus, dass bei "nur" Wait-and-see-Patienten die Rezidiv-Wahrscheinlichkeit innerhalb der ersten 2 Jahre stark erhöht und danach stark erniedrigt ist. So gab es in der Studie der zweiten Dissertation überhaupt nur einen einzigen späten Rezidivfall von einem Patienten, der initial (also bei der Primärdiagnose) keine adjuvante Chemo erhalten hat.

Mich persönlich hat das ziemlich beruhigt... und das war auch der hauptsächliche Grund, warum ich die Dissertationen hier verlinkt habe, denn jeder wird seine eigenen Rückschlüsse aus den Studien ziehen wollen. Prinzipiell fänd ich es aber wichtig, wenn in einem Forum wie diesem, auch alle öffentlich zugänglichen, wissenschaftlichen Studien/Dissertationen zu dem Thema verlinkt werden würden.

Geändert von Kevlar (23.01.2009 um 05:08 Uhr)
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