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Alt 23.01.2009, 16:41
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Standard AW: Dissertation zur Problematik der Rezidive

@drowning: Gleiches Problem bei mir. Aber Studien berücksichtigen nicht das Individuum, es sind Statistiken. Das sollte beruhigen. Nur weil etwas so und so wahrscheinlich ist, muss es ja nicht eintreten. Guck uns mal an, allein die Wahrscheinlichkeit, Hodenkrebs und DANN noch ein Rezidiv zu bekommen, ist verschwindend gering - warum sollte man ein drittes Mal so ein Riesenpech haben?

@macg: Richtig. Egal, was gesagt wird, ich glaube, da spielt auch viel Psychologie mit. Wenn man dem Krebs den Kampf ansagt und leben will, dann wird das auch klappen, da bin ich mir sicher!

Ich mein', in den Studien wird etwa die psychische Verfassung der Leute nicht berücksichtigt. Familienvater oder alleinstehender Alkoholiker? Riesen Freundeskreis und funktionierende Familie oder Einzelgänger? Stress im Leben oder die Ruhe selbst? Optimist oder Pessimist? Gesundheitsbewusst oder Lebemann?
Solche Sachen, die ja direkte Auswirkungen auf den Lebenswillen und damit auch die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Behandlung haben

Das macht es meiner Meinung nach schwer, von Studien auf das eigene Risiko zu schließen. Das hat mir auch mein Arzt gesagt: Jeder Jeck ist anders und die einen stecken es gut weg, die anderen halt nicht. Letztere sind, denke ich, auch oft die, die versterben.
Denn dieses "keine Lust mehr haben", "nicht mehr kämpfen wollen" ist was, was ich schon oft von nach langer Krankheit verstorbenen gehört habe. Die Psyche ist sicher nicht unschuldig daran.

Also: Kopf hoch & kämpfen, es lohnt sich!

Gruß,
Christian
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Hodenkrebsprofi seit 2007.
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