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Alt 13.08.2016, 04:40
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,

Zitat:
Zitat von fluturi
Hallo lotol, auch ich freue mich mit dir und hoffe, dass der Zustand lange anhält, wenn nicht für immer.
danke auch Dir, fluturi.
Das Gröbste ist geschafft - glücklicherweise mit einem traumhaften Ergebnis.
Das nachfolgend ca. 5 Jahre routinemäßig sowieso beobachtet wird.
Und danach gelegentlich weiterhin.
Recht viel kann deshalb bzgl. Lymphomkrebs nicht schiefgehen.


Zitat:
Zitat von Phönixa
Ich hatte auch Glück, bin fit in die Therpie gegangen und habe die Therapie an sich gut vertragen.
Ich glaube auch, es sich gerade während der Therapie besonders gut gehen zu lassen, ist der beste Weg um auch hinterher gut damit klarzukommen!
Bis jetzt hat es funktioniert!
Ja, es ist wohl reine Glückssache.
Das fängt ja schon damit an, inwieweit Ärzte die richtigen "Weichenstellungen" veranlassen, und es hört damit auf, in welchen kompetenten "Händen" man deshalb dann "landet".
Oder auch nicht.

Zitat:
Ok,ich habe bisschen taube Fingerspitzen davongetragen und ärgere mich über eine erhöhte Infektanfälligkeit. Gibt aber definitiv Schlimmeres!!! Ansonsten geht es mir sehr gut und ich arbeite auch wieder! Es ist wirklich machbar.
Schon klar - so ganz spurlos geht eine Therapie an uns nicht vorbei:
Irgendwelche "Federn" wird dabei jeder lassen müssen.
Um beim Sinnbild Phönixa zu bleiben:
Auch mit ein paar verbrannten Federn sind wir noch "flugfähig".
Und selbst wenn das mit dem Flug nicht mehr so richtig klappen will, dann können wir immerhin noch herumhüpfen.

Hauptsache: der lebensbedrohliche Krebs ist plattgemacht.
Mit allem anderen können wir erheblich besser bzw. überhaupt weiterleben.

Es freut mich sehr, daß es Dir sehr gut geht und Du auch wieder arbeiten kannst.

Im anderen Thema las ich, daß Deine Leuko-Werte an sich i.O. sind.
Hast Du schon versucht, bzgl. Infektanfälligkeit irgendwie "gegenzusteuern"?
Gibt es da immer wiederkehrende Infekte?
Denke, das müßte sich eingrenzen lassen, um dann etwas dagegen unternehmen zu können.


Zitat:
Zitat von Flauschekoepfchen
das sind ja fantastische Neuigkeiten!! Ich freue mich riesig!! Da haben deine Ärzte und vor allem aber du wirklich großartige Arbeit geleistet. Spitze!! Ach wirklich schön...
Danke, daß Du Dich so mit mir freust.
Wirklich schön, daß ich das umgekehrt auch tun kann; denn ich las im anderen Beitrag von Deinem guten Ergebnis.
All Deine Angst dadurch wie "weggewischt" - hoffentlich für immer.

Meine Ärzte, v.a. auch meine Onkologin, sowie das gesamte ABZ haben großartige Arbeit geleistet.
Ohne die wäre ich "aufgeschmissen" gewesen.
Was ich dazutun konnte, war das Geringste dabei.

Zitat:
Ich kann mich dir und Phönixa nur anschließen, dass man wirklich versuchen sollte das Beste daraus zu machen. Egal wie beschissen man sich gerade fühlt.
Ja, sicher.
Jeder weiß doch selbst am besten, was ihm gut tut.

Denke, die realistische Einschätzung, daß eine Situation beschissen ist, muß nicht zwangsläufig dazu führen, daß man sich beschissen fühlt.
Und wenn das doch so sein sollte, kann man zwar an der Situation nichts ändern, aber sehr wohl etwas daran, daß man sich beschissen fühlt.

Ich machte es mir zur Angewohnheit, nach jeder Chemo über's Land zu fahren.
Nicht, weil ich mich danach beschissen fühlte, sondern deshalb, weil ich weiß, daß mir das gut tut.

Ganz besonders liebe ich seit jeher in den Jahreszeiten den August, der in Bayern häufig immer noch (wie früher) Ernting heißt.
Das hat damit zu tun, daß früher alle Monate in enger Anlehnung an das bezeichnet wurden, was in der Natur abläuft.
http://www.regionalgeschichte.net/bi...natsnamen.html
Während dieser Bezug heute bis in die Belanglosigkeit "verwässert" ist.

Kurzum:
Im August ist zweierlei in der Natur bemerkenswert.

Einerseits das pralle Leben.
Alles steht (noch) voll im Saft.
Wenn irgendwo gemäht wird, hängt der Duft von frisch geschnittenem Gras über dem Land.
Wenn Rapsfelder da sind, duftet es wie nach Honig.
Werden Felder abgeerntet, hängt jeweils auch ein besonderer Duft über dem Land.

Andererseits macht sich gegen Ende August ein ganz anderer Duft über dem Land breit.
Schwer zu beschreiben.
So ein Anflug von Vergänglichkeit und ein Hauch von Morbidität.

Denke, der August ist Natur pur:
Zum Leben gehört beides - die Prallheit und die Vergänglichkeit.
Freuen wir uns am Leben.
So lange wir das noch können.
Manchmal wird es uns gewissermaßen zum zweiten Mal "geschenkt".


Liebe Grüße
lotol
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