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Alt 16.08.2016, 15:41
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,

gestern war die 3. Blutkontrolle im 6. Zyklus.
Ich weiß nicht, wie das bei anderen Behandlungsmöglichkeiten zeitlich abläuft.
Im ABZ (Klinikum Nürnberg Nord) läuft das so:

1) Blut zur Analyse wird entnommen
2) Die Blutprobe geht per Rohrpost zum Labor
3) Es dauert (je nach Andrang im ABZ) ca. 1 Stunde, bis die Auswertung per Rohrpost zurückkommt
4) Auf die Auswertung wartet man im Wartezimmer, und wenn das Ergebnis "eingetrudelt" ist, wird es mitsamt dem Patientenordner der Ärztin/dem Arzt vorgelegt
5) Der Patient wird dann von der Ärztin/dem Arzt aufgerufen, um das Ergebnis bzw. auch das weitere Vorgehen zu besprechen

Nachdem mich meine Onkologin aufgerufen hatte, fragte sie mich bei der Begrüßung - wie immer - wie es mir geht.
Ich:
Sehr gut.
Ich könnte "Bäume ausreißen", wenn ich momentan nicht zu schwach dazu wäre.
Sie:
Ihre Blutwerte erholen sich bereits wieder (Leuko-Wert lag am 11.8. bei 800 und nun bei 2000) und das Gesamtergebnis ist hervorragend.
Mit einem Augenzwinkern: Hatten Sie denn etwas anderes erwartet?
Ich:
Mir ist klar, daß es bei Therapien keine Erfolgsgarantien geben kann.
Und daß alles so reibungslos und komplett erfolgreich abläuft, hatte ich nicht mehr erwartet.
Sie:
Ganz "über den Berg" sind Sie noch nicht.
Ich weiß ja, daß Sie keine Reha und sonstige begleitende Hilfsmaßnahmen in Anspruch nehmen wollen (darüber hatten wir mal beiläufig gesprochen), aber Sie sollten vorsichtig sein, damit Sie ihren Körper nicht überlasten.
Ich:
Meine Leistungsfähigkeit sank bisher ab.
Mir ist schon klar, daß es mindestens die gleiche Zeit dauert, ca. ein 3/4 Jahr, bis sie wieder - so einigermaßen wie vorher - aufgebaut ist.
Sie:
Ja, das wird mindestens so lange dauern. Eher noch etwas länger.
Überlasten Sie sich nicht und machen sie häufig Pausen beim Arbeiten.


An sich hatte ich erwartet, daß es bei erkennbarem Aufwärtstrend der Leuko-Werte sofort (am Freitag) mit der "Nachbehandlung" AK (Rituximab) weitergeht.
Ich weiß aber auch gar nicht genau, wie das üblicherweise gehandhabt wird.

Die Onkologin sagte dann:
Wir sehen jetzt erst mal zu, daß und wie sich Ihr Körper wieder auf Normalität "einpendelt".
Um dann zur Routine-Nachbehandlung mit Rituximab (in zweimonatigen Abständen) übergehen zu können.
Sie telefonierte mit der CT-Abteilung im ABZ:
Ich bräuchte einen CT-Termin gegen Ende September für einen Patienten.
Wann geht das bei Euch?
Geht am 26.9.

Die Onkologin zu mir:
Dann machen wir am 23.9. die nächste Blutkontrolle und am 26.9. eine CT-Kontrolle.
Dann sehen wir, wie wir weiterhin vorgehen.
Das CT-Kontrastmittel vertrugen Sie ja bisher immer ganz gut?
Ich:
Ja - merkte davon nichts Nachteiliges.
Sie:
Wir sehen uns dann am 23.9. wieder. Gute Erholung bis dahin.

Ich dankte ihr nochmal.
Und rief auch heute meinen Internisten an, um ihn über das bisherige Ergebnis zu informieren. Natürlich, um auch ihm zu danken.
Er freute sich über beides sehr.

Meinem Körper werde ich bis zum Wochenende weiterhin so gut wie nichts abverlangen.
Dann läuft es aber allmählich wieder an, daß ich ihn "griffig" nehme.
Denke, dieses "Umschalten" wird ihm leichter fallen, als das vorherige.


Liebe Grüße
lotol
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