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Alt 11.03.2005, 00:16
Gast
 
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Standard Kehlkopfentfernung, Heilung?

Hallo Tina,

ich bin selbst vor einem halben jahr operiert worden, kehlkopf wurde entfernt, eine stimmprothese (ventil zwischen luft- und speiseröhre) wurde gleich eingesetzt, danach gabs bei mir noch chemo und strahlenbehandlung, und im januar 4 wochen reha. mit dem sprechen gings schon 2 wochen nach der op langsam wieder los (natürlich leise und heiser, aber gut verständlich und auch telefontauglich). Schlimm war für mich, das ich wärend den 6 wochen der bestrahlung wieder nicht reden konnte, weil ich das pflaster für mein tracheostoma auf die bestrahlte haut nicht kleben konnte, aber das ging auch vorbei.
In der reha wurde unter anderem meine sprache weiter trainiert, ich kann mich relativ normal unterhalten, wer mich nicht kennt, meint ich wäre erkältet.
die ganzen behandlungen waren belastend, aber nicht unerträglich und ich hoffe, wenn ich die nächste untersuchung (am 18.3.)hinter mir habe wieder arbeiten gehen zu können.
Mitlerweile habe ich durch den kehlkopflosenverband auch einige leidensgenossen kennengelernt und auch bei ihnen gesehen das das leben noch lange nicht vorbei ist und auch ohne kehlkopf (fast) ohne einschränkung genossen werden kann.
Ich hoffe, es geht deinem vater bald wieder besser und er lernt schnell sich umzustellen und eine stimme, egal ob mit prothese oder handgerät, zu gebrauchen. dann wird er sicher bald merken, das unsere behinderung nicht danz so schlimm ist wie sie zuerst scheint, und hauptsache der krebs ist weg.

Ich wünsche dir und deinem vater alles gute und die kraft die ihr für den weiteren weg braucht, denn er lohnt sich.

Viele Grüße

Rolf


elkerolf@t-online.de
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