Einzelnen Beitrag anzeigen
  #10  
Alt 13.06.2016, 19:31
kerdy kerdy ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 23.03.2009
Beiträge: 99
Standard AW: Nimmt hier jemand Lynparza....?

Hallo Schtina,

ich bin nur noch extrem selten hier im Forum. Meine Erstdiagnose liegt nun 7 Jahre zurück, ich hatte seitdem mehrere, sehr unterschiedliche Rezidive, die immer wieder irgendwie behandelt werden konnten.

Seit Juli letzten Jahres nehme ich Lynparza, komme damit auch gut zurecht. Die von meiner Mitstreiterin und Freundin Berliner Engelchen (wir sind seit Jahren eng befreundet und quasi Nachbarn) beschriebenen Nebenwirkungen sind bei mir nicht aufgetreten.

Mit dem Tumormarker war es bei mir so, dass 6 Wochen nach Therapieende ein Wert von 48 gemessen wurde (obwohl während der Therapie bei 25...).

Es kann aber auch damit zusammenhängen, dass mein letztes Rezidiv es echt in sich hatte, da sich eine Metastase um die Gallengangsgabel gewickelt hatte und ich permanent neue Stents legen lassen musste. Gallengangsentzündungen hatte ich im Herbst haufenweise nach Entfernung der Stents. Offenbar ist alles vernarbt, ich komme von den blöden Dingern wohl nicht mehr los.
Jedenfalls machen die Entzündungen im Bauchbereich jede Messung eines Tumormarders zunichte, daher habe ich ihn bis Februar diesen Jahres nicht mehr abnehmen lassen.

Febr. 2016: 320
April 2016: 640
Juni 2016: 1128

Das ist viel, ich weiß. Problematisch ist, dass man in den seither gemachten CT-Aufnahmen nix, aber auch gar nix sieht! Also auch keine Behandlung, ist so Usus.
Und Lynparza weiternehmen (Rat Prof. S.).
Jetzt haben wir ein PET-CT im Auge, da ich denke, dass diesmal das Bauchfell massiv betroffen ist und dann hoffentlich "leuchtet". So langsam könnte man mal eine Chemo machen, ehe es irgendwie eskaliert. Ich weiß von mehreren Fällen, wo es plötzlich rasend schnell geht und die Ärzte nur noch hilflos danebenstehen.

Was ich Dir damit sagen will ist: auch Lynparza ist kein Allheilmittel und verliert irgendwann seine Wirkung. Als ich beim Prof. S. -Termin saß, sagte er sehr direkt: "Seien Sie froh, die meisten Patientinnen sitzen schon nach einem halben Jahr wieder vor mir."

Ok, mein Rat ist: Entspann Dich!! Dein Tumormarker ist wirklich nur einen kleinen Tic angestiegen, das ist sogar noch im Bereich der Messschwankungen. Und er ist nicht wirklich hoch. Man würde ohne sichtbaren Befund sowieso nichts machen.
Die Kapseln machen schon irgendwas, verlass Dich darauf!! (Immerhin bin ich seit einem Jahr ohne Chemo, das hätte ich ohne die Dinger nicht geschafft.)

Lass ihn einfach nicht ganz so oft messen, alle 8-12 Wochen reicht. Es kommt sowieso, wie es kommt, versuch die Zeit dazwischen die Krankheit immer wieder auszublenden. Damit bin ich am besten gefahren, wobei mir im Moment auch nichts anderes übrig beleibt....

Halt uns mal auf dem Laufenden...
Liebe Grüße
Kerdy
Mit Zitat antworten