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  #1  
Alt 03.10.2016, 22:02
Benutzerbild von Pinklady
Pinklady Pinklady ist offline
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Standard Whipple Op ja oder nein?

Liebe Betroffene,
ich habe mich vor kurzem im Forum angemeldet und meine Geschichte im Gallengangskrebsforum niedergeschrieben. Mein Primärtumor befindet sich in den Gallengängen des Bauchspeicheldrüsenkopfes. Des Weiteren habe ich Metastasen im Bauchfell. Eine große Metastase in einem Eierstock wurde mir vor kurzem mitsamt des Eierstocks entfernt. Ich bekomme im Moment Folfiri.
Den Primärtumor entfernen möchte zwar im Moment kein Arzt. Trotzdem beschäftigt mich die Frage, ob ich weiter darauf beharren soll. Wie ist das Leben, wenn man so eine Op hinter sich hat? Sind das große Einschränkungen im Leben? Ich würde mich über paar Erfahrungsberichte von Betroffenen sehr freuen.
LG
Ayse
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  #2  
Alt 03.10.2016, 22:37
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Jan64 Jan64 ist offline
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Beiträge: 846
Standard AW: Whipple Op ja oder nein?

Hallo Ayse,

Ich habe meine Bauchspeicheldrüse komplett abgeben müsse, zusammen mit dem Zwölfingerdarm und Milz. Grund war eine wildgeworden Metastase des Nierenzellkarzinoms an der Bauchspeicheldrüse, die sich entzündet hatte nachdem sie in den Duodenum eingewachsen war. Ich muß jetzt Insulin spritzen und Enzyme in Form von Kapseln (Kreon) zu mir nehmen. Die Spritzerei geht fast automatisch nebenher (intensivierte Therapie), mit dem Kreon muss man ein bischen wegen der Dosis ausprobieren, funtioniert aber auch sehr gut. Der Appetit war am Anfang nicht so dolle, hat sich aber nach einem halben Jahr schlagartig geändert, ich darf und esse auch alles was mir schmeckt, habe auch hier von den Ärzten keinerlei Vorschriften bekommen. Die Therapie gegen meinen Krebs sind da schon ein anderes Kaliber.

Gruß Jan
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  #3  
Alt 04.10.2016, 08:53
Lanila Lanila ist offline
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Standard AW: Whipple Op ja oder nein?

Mir wurde bei der Whipple ein Teil der BSD, der Zwölffingerdarm und auch der untere Teil des Magens samt Pylorus entfernt.

Die OP ist schon eine größere Sache, aber schaffbar. Ich war nicht mal 24 Std. auf Intensiv. Wichtig ist eine Schmerztherapie die ersten Wochen, die hatte ich nämlich nicht und ich bettelte ständig nach irgendwas gegen die Beschwerden, die teilweise undefinierbar waren.

Die Schmerzen blieben insgesamt so fünf bis sechs Wochen, dann war Ende. So lange hatte ich auch Magenentleerungsstörungen.
Als sich alles eingespielt hat, ging es recht gut. Wieviel Enzyme man braucht lernt man mit der Zeit. Ich persönlich bin kein Diabetiker bis jetzt. Ich kann heute sogar Sachen esse, die früher nicht gingen und ich habe keinen Durchfall mehr. Ich habe mein altes Gewicht fast wieder erreicht.

Was als Nachteil geblieben ist, jedenfalls bei mir:
Ich kann mich nicht lange bücken, sonst bekomme ich Schmerzen im Bauchraum. Also Gartenarbeit ist nicht mehr groß. Ich kann auch allgemein den Bauch schlecht einknicken. Wenn ich Hunger habe, bekomme ich Schmerzen. Dadurch muss ich oft nachts noch eine Kleinigkeit essen. Manchmal schwabbt mir doch noch Nahrung hoch.

Man kann mit einer Whipple gut leben, aber es ist eben anders, man wird sich aber daran gewöhnen.
__________________
Whipple OP: 1.4.15

Chemo: Mai - Oktober 15

Juli 16: Rezidiv

Chemo: Juli 16 - Jan 17

Chemo Feb 17 läuft noch
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  #4  
Alt 06.10.2016, 13:02
Anchilla Anchilla ist offline
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Beiträge: 263
Standard AW: Whipple Op ja oder nein?

Ich hatte auch eine Whipple-OP. Teil der BSD, Teil des Darms und die Galle entfernt.
Ich hatte aber nur 3-4 Tage Probleme mit dem Essen.
Schmerzmittel habe ich teilweise schon in der Klinik von mir aus abgesetzt. Ich war sehr schnell schmerzfrei, aber doch eine Weile einfach schlapp. Ich durfte auch 6 Wochen nicht schwerer als 5 kg heben. Ich bin auch sehr schnell wieder ins Fitness-Studio gegangen. Mit der Chemo hatte ich 1 Tag Probleme. Danach hab ich fast nichts mehr davon gemerkt.
Ich muss nicht spritzen und nehme auch kein Kreon. Ich kann alles essen.
Muss aber ständig aufpassen, dass ich nicht zunehme...seufz

Ich bin sehr froh, dass ich es habe machen lassen. Ist nicht bei allen so wie bei mir, aber es muss auch nicht immer sehr schlimm sein. Meine Bettnachbarin hatte mit der Chemo etwas mehr Probleme, mit der OP an sich aber auch nicht.

Ich hatte keine Einschränkungen mehr, die begannen erst wieder, als Metastasen festgestellt wurden. Wieder Chemo, aber eine ganz starke (die mir auch nicht viel ausgemacht hat). Es scheint erst mal wieder geschafft zu sein. CT und Tumormarker sind ok. Hoffe, dass es so bleibt.

Wenn keiner den Primärtumor entfernen will, dann ist bestimmt eine Zweitmeinung sinnvoll.

LG Anchilla

Geändert von gitti2002 (07.10.2016 um 14:17 Uhr)
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  #5  
Alt 07.10.2016, 10:52
Benutzerbild von Pinklady
Pinklady Pinklady ist offline
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Beiträge: 60
Standard AW: Whipple Op ja oder nein?

Ihr lieben, ich danke euch sehr für eure Antworten. Ich wünsche euch alles alles gute und hoffe sehr, dass ihr noch viele schöne Jahre in guter Gesundheit haben werdet.

Ich habe mir letzte Woche eine Zweitmeinung in Essen eingeholt. Aber auch da meinte man, dass es mehr probleme geben würde, wenn man die BSD rausnimmt, da man jetzt erstmal die Metastasen bekämpfen muss. Wer weiß, vielleicht nach der Chemotherapie mit Folfiri, wenn die Metastasen weg sind und der Tumor kleiner, kann man vielleichtoperieren. Drückt mir die Daumen.
LG
Ayse

Geändert von gitti2002 (07.10.2016 um 14:18 Uhr)
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  #6  
Alt 07.10.2016, 20:16
Anchilla Anchilla ist offline
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Beiträge: 263
Standard AW: Whipple Op ja oder nein?

Ich drücke Dir ganz ganz fest die Daumen !!!
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